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> ...und auf einmal war sie da, dabei bin ich doch vergeben...
rhythm
Beitrag 12.Mar.2020 - 19:06
Beitrag #1


Gemüseputzi
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Hallo zusammen,

ich war vor einigen Jahren in diesem Forum aktiv und fand es immer sehr interessant und hilfreich von der einen oder anderen einen objektiven Ratschlag zu bekommen oder eine andere Sichtweise.
Ich wende mich heute an euch aufgrund eines ziemlich akuten "Problems", wo ich einfach das Gefühl habe ich muss es mir von der Seele schreiben, da es mich sehr beschäftigt.

Okay, also: Ich bin Mitte 30 und befinde mich seit knapp 2.5 Jahren in einer sehr, sehr glücklichen Beziehung mit einer Frau, die ich bei der Arbeit kennengelernt habe. Wir haben uns von Anfang an super verstanden und auch wenn sie nicht lesbisch war, haben wir doch zueinander gefunden. Ich würde sagen wir sind beide super gücklich miteinander, wohnen zusammen etc.
So, nun kommt da diese andere Frau ins Spiel, die ich im Dezember letzten Jahres kennengelernt habe. Auch bei der Arbeit. Bei der Arbeit befinde ich mich gerade in einer Aussenrotation bis Mai,danach geht es wieder zurück in meine ursprüngliche Abteilung (örtlich bleibt alles beim Alten). Die Kollegin um die es geht, arbeitet fix dort. Auch wir haben uns von Anfang an gut verstanden, hatten Spaß bei der Arbeit und waren uns einfach sympathisch. Ich wusste, dass sie lesbisch ist, war mir aber nicht sicher, ob sie in einer Beziehung ist. Ja, sie ist es wie ich mittlerweile rausgefunden habe. Wir hatten bis vor kurzem nur auf der Arbeit miteinander zu tun und da es ein Schichtbetrieb ist, gab es auch immer wieder Tage wo wir uns gar nicht gesehen oder nur kurze Zeit zur Übergabe gesehen haben. Vor ein paar Wochen hat sie mir dann einfahc mal auf die private Handynummer geschrieben und seither hatten wir einfach sporadisch Kontakt. Aktuell hat sie einen Monat Urlaub und wir sehen uns erst im April wieder. Wir schreiben uns aktuell sehr viel am Handy und haben mittlerweile auch eine Grenze überschritten, wo ich nicht weiß, wie ich es einzuschätzen habe.
Im Grunde genommen liegen die Fakten klar auf der Hand und sie hat es mir auch direkt so geschrieben ohne drumherum. Sie denkt mehr an mich, als an ihre Freundin. Sie vermisst mich, sie wünscht mich bei ihr, sie möchte mich küssen etc. Ich glaube das ist eindeutig. Puh, meinerseits bin ich ihr nicht abgeneigt und das macht mir am meisten Angst an der ganzen Sache. Sie ist attraktiv und interessant und ich könnte zum aktuelln Zeitpunkt icht versprechen, dass nichts passieren würde, wenn wir uns sehen. Mir gefällt dieser Gedanke absolut nicht, denn wir sind beide in einer Beziehung und ich bn ja im Grunde genommen super glücklich. Meine Freundin verkörpert alles was ich mir je an einer Frau gewünscht habe - und so jemanden zu finden ist super selten.
Jetzt ist die Frage: Herz der Kopf. Herz oder Verstand. Abenteuer oder Sicherheit.
Ich kenne die Kollegin von der Arbeit zu wenig, als dass ich es einschätzen könnte, was das unterm Strich tatsächlich bedeutet. Ich bin an sich kein Mensch für Abenteuer, ich möchte Sicherheit und Geborgenheit. Aber, und das kann ich gar nicht abstreiten, denke ich sehr viel an sie.

Ich weiß, dass auch ihr mir nicht sagen könnt was richtig ist. Wieviel ich von dem kennenlernen weiterhin zulassen soll. Ich möchte sie kennenlernen, erstmal einfach so. Ich weiß aber, dass von ihrem Standpunkt mehr dahinter steckt. Sie wird mit ihrer Freundin (fernbeziehung, ca 800km) reden und ihr zumindest sagen, dass es da jemand anderen gibt, an den sie denkt. Sie setzt mich nicht unter Druck und bedrängt mich auch nicht, denn sie weiß ja schlussendlich auch von meiner Beziehung.

Im Grunde genommen bin ich gerade sehr durcheinander warum das eigentlich passieren konnte, dass auf einmal eine andere Frau soviel Platz in meinem Leben einnimmt, wenn auch bisher nur gedanklich. Ich weiß wir werden uns wieder sehen und auch auf der Arbeit zusammen arbeiten müssen. Das soll nicht das Problem sein, denn egal wie es ist, ab Juni bin ich dort weg. Sie möchte mich allerdings sehen, sobald sie aus dem Urlaub zurück ist und das wird vor April sein, erstmal um einfach gemeinsam über die Sache zu reden.
Die Situation ist ja an sich eine schöne. Es gibt jemanden, der denkt an eine, der findet einen toll und möchte einen kennenlernen. Bevor ich meine Freundin hatte, wäre ich vor lauter Freude gar nicht mehr aus dem grinsen rausgekommen. ich hatte bisher nicht wirklich viel Glück was Beziehungen angeht. Ich möchte niemandem weh tun und ich möchte nichts risikieren für ein Abenteuer oder wie auch immer man das nennen möchte.

So, nun genug fürs Erste.
Vielleicht hat eine von euch eine kluge Idee oder kann einfach als Außenstehende ein bisschen Klarheit und Objektivität in die Situation reinbringen. Ich würde mich jedenfalls sehr über eure Antworten freuen.
Danke.
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plop
Beitrag 13.Mar.2020 - 12:13
Beitrag #2


feministische winterfeste klimperlesbe
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oh jeh.......

ich frage mal ein bisschen in der gegend rum-ohne dass du hier antworten musst.

was beinhaltet diese formulierung" sehr sehr glueckliche beziehung"für dich?
welche raeume deckt diese beziehung trotz des attributes "sehr gluecklich "nicht ab ?(welche beziehung tut das überhaupt?????)
ist das die beschreibung deiner momentanen liebesbeziehung an und für sich- oder bezieht sich dieses "sehr sehr glücklich "auf
den vergleich zu vorherigen unglücklicheren beziehungen,die du erwähntest?

wenn du dir gestattest los zu träumen -wie sähe dann eine glückliche beziehung aus?
wäre das die eure?

falls nein,was für veränderung/entwicklung könnte/müsste es in eurer beziehung geben,dass du einen funken von ausserhalb gar nicht erst als zündenden funken empfindest ,sondern höchstens als kleines angenehmes flackern mit dem von dir beschriebenen beiwerk:es ist doch toll,wenn frau jemanden wichtig ist!

wodurch bewirkt diese aufmerksamkeit einen solchen gefühlssturm bei dir,der alles andere wirklich beiseite pusten kann?

Der Beitrag wurde von plop bearbeitet: 13.Mar.2020 - 12:16
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antalarera
Beitrag 13.Mar.2020 - 13:31
Beitrag #3


Gut durch
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Hallo rythm,

was sich bei Dir gerade eingestellt hat ist eine Verliebtheit, mit Deiner Partnerin verbindet Dich Liebe. Eure Beziehung hat sich schon über einen längeren Zeitraum hinweg bewährt. Es wird vermutlich immer wieder mal Situationen geben im Leben, die uns verwirren und uns dazu aufrufen alles ganz genau zu überdenken.
"Papier" also in Deinem Fall SMS Nachrichten sind "geduldig", oder besser gesagt schreiben kann ich viel und ich stelle auch nicht in Abrede, dass diese andere Frau im Moment so empfindet und fühlt. Aber wird das in 2,5 Jahren auch noch bei ihr und Dir so sein???
Verliebtheit vergeht, meist in einem Zeitraum von bis zu ca. 3 Monaten, danach ist die "rosarote" Brille verschwunden und es bleibt dann übrig was wirklich ist, Liebe, oder vorbei.
So Du mich persönlich als Mensch fragst, ich würde nicht mal eben eine bewährte Partnerschaft für ein Abenteuer einfach so hinschmeissen. Sondern ich würde versuchen mir klar zu machen was es ist, das mich abschweifen lässt, auch wenn man wie ich manchmal leicht "entflammbar" ist.
Allein die Tatsache, dass Du Zweifel hast, könnte Dir den Weg der Entscheidung leichter machen.
Wie wäre es denn für Dich einfach den privaten Kontakt abzubrechen um zu gucken wie es Dir dann damit geht?
Was genau bringt die andere Frau ein, dass Du nicht schon bei Deiner Partnerin hast ?
Bist Du wirklich super glücklich, oder gibt es bei Dir Bedürfnisse die in Deiner bestehenden Beziehung nicht erfüllt werden ?
Man kann auch eine positiv, negativ Liste machen. Überwiegen die positiven Gefühle oder sind es mehr negative ?
Will die andere Frau vielleicht nur bei Dir ankommen, weil sie mit der bestehenden Fernbeziehung ihre Bedürfnisse nicht rundum erfüllt bekommt?
Dann könnte nämlich passieren, dass sie "zweigleisig" fährt.
Pass auf, dass Du nicht einfach benutzt wirst.
Schönheit ist vergänglich und Biografiearbeit nach einiger Zeit beendet, was bleibt dann übrig?

Deine Partnerin und Dich verbindet sicherlich eine Vertrautheit, vieles ist schon miteinander angesprochen und bewältigt worden.

Mir persönlich ist auch Sicherheit, Geborgenheit, Vertrautheit, Achtsamkeit, miteinander im Gespräch Unstimmigkeiten klären zu können, aber auch immer weiter Treue und einiges mehr sehr wichtig.
Dies würde ich für ein Abenteuer nie auf`s Spiel setzen oder in Gefahr bringen wollen. Andererseits, wenn ich mich selbst nicht mehr wohlgefühlt habe und keine Fortschritte mehr möglich waren in der Beziehung bin ich immer gegangen, aber in der Regel ohne dass da schon jemand in den "Startlöchern" stand.

Nun hoffe ich, dass Dir dies ein klein wenig weiterhilft.

Mit lieben Grüßen antalarera.

Der Beitrag wurde von kawa bearbeitet: 13.Mar.2020 - 18:50
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rhythm
Beitrag 03.Apr.2020 - 19:41
Beitrag #4


Gemüseputzi
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Guten Abend,

ich habe mich nun sehr lange nicht gemeldet, obwohl ich natürlich auf eure Antworten gespannt war. Grund hierfür ist die aktuelle Lage, weshalb ich sehr viel arbeiten musste und aber auch, weil die beschriebene Situation sich sehr zugespitzt hat. Davon würde ich euch gerne erzählen und erneut nach eurer Meinung fragen, da mich die Situation momentan überfordert.

Was sich geändert hat:
Meine Feundin vom ersten Beitrag ist mittlerweile meine Ex-Freundin. Die Bekanntschaft zu der "neuen" hat sich extrem intensiviert. Etwas genauer:

Der Kontat mit " der Neuen" hat ja bei der Arbeit angefangen und sich dann während ihrer einmonatigen Abwesenheit sehr intensiviert. Seit knapp zwei Wochen gibt es regelmässige Treffen, die wir beide sehr genießen. Es ist wunderschön Zeit mit ihr zu verbringen, sie kennenzulernen. Wir reden über die Arbeit, reden über gemeinsame Bekannte, die wir ebenfalls von der Arbeit kennen, tauschen uns aus und lernen uns einfach ganz unompliziert kennen. Wissen immer was reden, lachen, philosophieren etc. Es ist sehr, sehr unkompliziert und ungehemmt. Wir sind beide wie wir sind und finden uns toll.
Aber:
Diese Treffen fanden erst heimlich statt. Sie hatte mit ihrer Freundin Schluss gemacht, weil es nicht gepasst hat.Das war eine Fernbeziehung und ging aufgrund verschiedener Gründe in die Brüche. Sie sagt, dass ich nicht der Grund dafür sei, sondern dass es ohenhin passiert wäre, vielleicht habe ich das ganze etwas beschleunigt, weil sie gemerkt hat, dass sie für eine andere Frau (mich) viel stärkere Gefühle entwickelt hat. Nun denn, sie ist natürlich in einer ganz aderen Situation als ich. Ich hatte zu dem Zeitpunkt noch eine Beziehung zu verlieren, deswegen habe ich die Treffen anfangs verschwiegen. Nicht, weil ich nicht wollte, dass meine Ex-Freundin drauf kommt, sondern weil ich selber nicht wusste was es bedeutet und ich ihr auf gar keinen Fall weh tun möchte. Das konnte ich mit meinem Verhalten natürlich nicht verhindern, denn logo hat sie es irgendwie mitbekommen. Wir haben darüber geredet, haben uns geeinigt, dass uns etwas Abstand gut tun würde. Dann kam es erneut zu einem Vertrauensbruch, da ich wieder "die Neue" getroffen habe, da hat meine Ex-Freundin die Sachen gepackt und ich habe sie vor ein paar Tagen abgeholt. Die Crux an der Sache ist, dass wir uns beim Arbeiten immer wieder über den Weg laufen (alle drei) und natürlich miteinander zu tun haben oder sogar zusammen arbeiten müssen. Wir sind nicht im schlechten auseinander gegangen. Wir sind beide verletzt, meine Ex-Freundin natürlich noch mehr, als ich... aber die Situation fällt uns beiden schwer.

Natürlich vermisse ich sie, natürlich denke ich an sie und wünschte mir es wäre wieder so wie noch vor ein paar Wochen. Ich kann mir bis heute nicht erklären, wie das passieren konnte, denn ich (bzw. wir) waren der Meinung, dass alles perfekt ist. Wir möchten beide die Beziehung retten, möchten uns Zeit geben und hoffen, dass wir wieder zueinander finden... aber da sind eben diese Gefühl für "die Neue". Es sind schöne Gefühle, Leichtigkeit, Unkompliziertheit, Vertrautheit (obwohl wir erst am Anfang sind). Wir denken in vielen Punkten gleich, in manchen total anders. Wir haben gemeinsame Hobbies, die uns bestimmt verbinden würde (allerdings muss ich hier anmerken, dass wir alle drei sehr sportlich sind und meine Ex-Feundin von dem Aspekt her ganz klar besser zu mir passt).
Ich geneiße es Zeit mit "der Neuen" verbringen zu können/dürfen. Und ja, mittlerwiele sind wir uns auch näher gekommen, worüber ich nicht stolz bin aber es dennoch genieße.

Wisst ihr, ich bin am gleichen Punkt wie vor drei Wochen, nur, dass sich die Situation stark verändert hat. Ich könnte meine alte Beziehung wegwerfen und schauen was aus "der Neuen" und mir wird. Klar ist es schön diese neue Verliebtheit zu spüren, das umworben werden etc. - aber das ales auf Kosten einer echten Liebe, die dabei verloren geht/ging. Ich bin ein rationaler Mensch und frage mich, ob es das wirklich wert ist. Auf der anderen Seite sind diese Gefühle da und ich kann nichts dagegen tun. Ich kann sie nicht wegdenken, mir irgendwas blödes einreden oder so. Sie sind da und das wird wohl einen Grund haben.
Hätte ich einen Wunsch frei, würde ich mir meine alte Beziehung zurückwünschen und gleichzeitig wünschen, dass die Gefühe für "die Neue" vergehen und daraus eine Freundschaft werden würde.
Natürlich hegt sie nun Hoffnung, dadurch dass sie weiß, dass die Beziehung (vorerst) beendet ist. Sie sieht es vernünftig, setzt mich nicht unter Druck, sondern sie sagt, dass die Zeit zeigen wird, was zwischen uns passieren wird. Niemand weiß schlussendlich, wer die Richtige für einen ist.

Ich habe mit meiner Ex-Freundin Kontakt und ich merke wie unheimlich weh ich ihr tue und wie verletzt sie ist. Mein Verhalten ist nicht zu entschuldigen und ich werde es mir niemals verzeiehen können ihr so weh getan zu haben. Was aber soll ich nun tun?
Würde ich vernünftig entscheiden, würde ich den Kontakt abbrechen und nach einer Pause zu meiner Ex-Freundin zurückggehen....Es ist nicht so, dass ich sie nicht mehr liebe oder sie vergessen habe. Wie könnte ich. So schnell vergehen so intensive 2.5 Jahre nicht!.
Es sind eben diese Gedanken und Gefühle für eine andere Frau, die wie eine Mauer zwischen meiner Ex-Freundin und mir aufgebaut hat.
Wenn ich dran denke, dass ich ggf. den Kontakt abbrechen muss, dann tut mir schon der Gedanke alleine extrem weh. Ich möchte sie weiterhin sehen, mit ihr reden, lachen, unerhalten etc.
Ich habe nicht sehr viele Freunde und tu mir schwer mich zu öffnen, bei "der Neuen" hingegen war es von Anfang an alles ziemlich einfach und locker.

Nun meine Fragen an euch:
Wie würdet ihr das aus Sicht meiner Ex-Freundin sehen?
Was für Wege gibt es "die Neue" nicht ganz zu verlieren?


Herzlichen Dank euch und bitte entschuldigt für das Durcheinander.
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antalarera
Beitrag 04.Apr.2020 - 07:50
Beitrag #5


Gut durch
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Hallo rhythm,

also wenn ich Deine Exfreundin wäre, würde ich schon echt darüber nachdenken, ob ich diese "Entgleisung" so ad acta legen könnte und die Beziehung wieder aufnehmen würde.

Nur Du selbst hast in der Hand was jetzt passiert und was in Zukunft sein wird. Bei Dir sind Zweifel da und allein das ist schon ein Zeichen dafür, dass die ganze Basis auf der eine Beziehung stehen sollte wackelt und nicht stabil ist.
Irgendwie habe ich so das Gefühl, dass Du auch Angst hast, wenn es mit der Neuen schief geht, stehst Du allein da, weil dann Deine Ex auch sagt mit mir nicht mehr.
Das Risiko bleibt also bei Dir. Du solltest entscheiden was Dir wichtiger ist. Die bewährte Beziehung und Liebe weiter zu behalten, oder sich auf eine neue ungewisse Partnerschaft einzulassen.
Ich würde dann die Treffen mit der Neue nur noch auf das was sein muss, also die Arbeit beschränken. Erst wenn sie und Du keine Liebesgefühle mehr füreinander habt, könnt ihr, falls auch Deine zu Zeit Ex das will, freundschaftlich weiter verfahren.
Setzt Euch doch mal alle zusammen und sprecht über das was da ist, so erfährt jede vom anderen wie es ihm damit geht und was er will.
Und eines ist auch ganz wichtig keine Heimlichkeiten. Ehrlichkeit und Offenheit sind mit ein Grundstock für eine gute Beziehung.
So die Neue eine reine platonische Freundin werden soll, ist es ja auch gut, wenn Deine Ex bei den Treffen gerade am Anfang immer mit dabei ist, denn ein Vertrauensbruch ist ja da, und es heißt dann ja wieder Vertrauen aufbauen.
Aber das würde ich auch erst machen, wenn Du keine Liebesgefühle mehr für sie hast.




Hoffentlich habe ich alles jetzt nicht zu kompliziert geschrieben?

Lieben Gruß von antalarera.
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Pirola
Beitrag 05.Apr.2020 - 08:56
Beitrag #6


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Hallo rhythm ,
diese Entwicklung ist nicht gerade toll , finde ich . Du liebst Deine Ex und weisst genau , wie gut diese
Beziehung war . Ist es das wert gewesen , Deine Ex dermassen zu verletzen ? Ich hoffe für Dich ,
dass Ihr weider zusammenkommt .
Überleg mal , wofür die andere Frau steht . Welche Funktion könnte sie in Deiner Beziehung zu Deiner Ex haben ?
Hier was aus meiner eigenen Erfahrung : als ich in eine Kollegin verliebt war , habe ich diese Gefühle in
meiner Beziehung zu meiner Partnerin funktionalisiert , um sie damit eifersüchtig zu machen , und so
kam ich mit meinen eigenen Verlustängsten in meiner Hauptbeziehung besser klar . Heute muss
ich ohne das auskommen , und daher weiss ich , wie stark diese Verlustangst ist , obwohl
ich bereits drei Jahrzehnte mit meiner Freundin zusammen bin . Die andere Frau ist total aus meinem
Leben verschwunden , was ich damals nie für möglich gehalten hätte .
Verliebtheit ist - das wurde oben schon gesagt - was völlig anderes als Liebe .
Nun konkret zu Deinen Fragen :

ZITAT
Nun meine Fragen an euch:
Wie würdet ihr das aus Sicht meiner Ex-Freundin sehen?
Was für Wege gibt es "die Neue" nicht ganz zu verlieren?


Ich wäre sehr , sehr verletzt und eifersüchtig . Ich würde es mir gut überlegen , ob ich Dir verzeihen könnte .
Ich würde mit Dir darüber sprechen wollen und mich fragen , was ich falsch gemacht hätte , dass es so weit
kommen könnte . Ich hätte ausserdem Angst , dass Du wirklich fremd gehen würdest ( das hattest Du ja bis jetzt
noch nicht getan , oder bist Du bis auf Flirtereien schon aktiv geworden ? ).
Die Neue kennst nur Du , und so kannst nur Du es einschätzen , wie Du sie halten kannst und ob sie Dich überhaupt
als Freundin haben will oder es nicht rein se*uell motiviert ist , was Du am ehesten überblicken kannst , wenn
Deine Verliebtheit abgeebbt ist .
Wegen der Coronakrise wirst Du ihr wohl auch nach ihrem Urlaub nicht zu nahe kommen und das
ist eine Chance , Deine Ex " nicht ganz zu verlieren" , denn das finde ich viel wichtiger .



edit kawa: in Absprache mit der Verfasserin eine verunglückte Formulierung geglättet

Der Beitrag wurde von kawa bearbeitet: 07.Apr.2020 - 11:01
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rhythm
Beitrag 10.Apr.2020 - 22:18
Beitrag #7


Gemüseputzi
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Hallo Pirola,

herzlichen Dank für deine Antwort, ganz besonders für den persönlichen Aspekt.

Ähm, auch jetzt haben sich wieder gewisse Dinge ergeben seit dem letzten Beitrag, wo ich eigentlich gerne darüber schreiben möchte. Ich hab irgendwie neimanden, der sich den ganzen Quatsch hier anhören oder lesen würde, deswegen hoffe ich auf das eine oder andere Input von euch.

Noch auf deine indirekte Frage @Pirola, doch wir haben miteinander geschlafen. Mehrfach.

Ich habe heute mit "der Neuen" geredet. Im Prinzip haben wir viel geschrieben und auch telefoniert. Eigentlich wäre es geplant gewesen, dass wir uns heute sehen aber ich konnte das Treffen nicht wahrnehmen, da ich mir zum Ziel gesetzt habe, dass ich endlich diesen Schlussstrich ziehen muss. Das habe ich heute gemacht und ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie mir es heute geht.
Nun, nachdem alles raus ist, spricht sie von Traumfrau, von der ev. perfekten Beziehung die es hätte werden können. Von diesem wunderschönenen Gefühl, das wir beide hatten. Sie spricht davon, das ich die Frau ihres Lebens hätte sein können. Warum macht sie das jetzt? Warum nicht schon vorher? Hätte es etwas geändert.

Vielleicht würde man sich denken, dass ich glücklich sein müsste nun endlich endlich die Klarheit zu haben. Ich habe mich gegen "die Neue" und für meine alte Beziehung entschieden. Kein Mensch weiß, ob das je wieder so werden wird wie vorher. Aber ganz ehrlich, im Moment kann ich solche Gedanken gar nicht zulassen.
Ich vermisse "die Neue" so sehr. Vermisse sie als Mensch, zu wissen, dass wir uns bald wieder sehen und Zeit miteinander verbringen können. Ich vermisse ihre Nähe. Sie kann damit nicht umgehen, ist ebenfalls extrem traurig und zudem überrascht über meine Entscheidung.
Ich wünschte mir wir könnten reden aber was bringt es schon zu reden. Es fühlt sich nach dem gebrochenenen Herzen an, das wir wahrscheinlich alle kennene.
Warum wird man von dem Gefühl immer so überwältigt. Es fühlt sich an, als würde ich das nicht aushalten können.

Kennt ihr die Agst vor dem einschlafen, weil man nicht weiß, wie es sich anfühlt wenn man aufwacht? Ich hoffe, dass dies nur ein Traum ist; dass das nicht die Realität ist. Aber es ist sie wohl.
Ich meine, es ist/war meine Entscheidung aber so wie sich das jetzt anfühlt, bin ich mir nicht sicher, ob es die Richtige ist.
Wie würde es sich anfühlen, hätte ich mich anders entschieden, für "die Neue"?

Sie sagt, dass sie nun auch auf sich und ihr Herz schauen muss, da diese Nachricht und meine Entsheidung sehr überraschend und unerwartet kam. Sie wird den Kontakt nicht halten können/wollen. Sie wird ihn abbrechen bzw.ist gerade dabei.
Das nächste Mal sehen wir uns am Montag bei der Arbeit. Auf der einen Seite freue ich mich sie zu sehen (klingt makaber) , auf der anderen Seite ist diese unendliche Angst, dass diese Verbundenheit, dieses Gefühl was zwischen uns war einfach weg ist. Mein Herz ist gebrochen, es tut so verdammt weh.
Was ist wenn ich mich nicht unter Kontrolle habe und ich meinen Emotionen einfach freien Lauf lasse(n muss). Wahrscheinlich ist dies noch das geringste Problem an der ganzen Sache.

Meine Ex-Freundin oder nun wieder Freundin weiß mittlerweile wie ich ich entschieden habe. Wir sind uns bewusst, dass wir nicht eifnach dort anknüpfen können wo wir damals aufgehört haben. Es wird viel Zeit brauchen, bis es wieder annährend so werden könnte. Zudem haben wir keine Sicherheit, dass es wieder so wird.
Das alles hier kam zu Stande, weil sie mir ein Ultimatum gestellt hat, dass ich mich entscheiden muss, was ich will. Sie oder "die Neue". Ich habe spontan zwei Tage frei bekommen diese Woche, in dxakt dem zeitraum, wo "die Neue" auch frei hätte. Also heute und Morgen sozusagen. Sie kann nicht verstehen, warum ich diese Zeit nicht noch genutzt habe. Warum ich meine Entscheidung nicht rausgezögert habe. Ich habe ihr versucht dies zu erklären, dass es alles nur noch schwieriger gemacht hätte. Mit jedem Treffen, mit jeder Stunde, die wir gemeinsam verbringen, wird es nur noch schlimmer. Die Gefühl zueinander wachsen usw.
Das kann sie nicht verstehen. Ich habe es im Grunde genommen für sie getan, weil sie mich mal darum gebeten hat es eventuell frühzeitig zu beenden, wenn ich der Meinung bin, dass ich meiner alten Beziehung eine Chance geben möchte. Eigentlich habe ich es für sie getan.

Findet ihr es "normal", dass ich diesen tiefen Schmerz in mir hab, dieses gebrochene Herz? Sie fehlt mir....obwohl ich wusste, dass ich sie damit verlieren würde. Ich hatte gehofft, dss sie dennoch Teil meines Lebens bleiben kann. Jetzt im Moment fühlt es sich so an, als ob ich diese tiefe Leere und Sehnsucht nach ihr nicht aushalten kann.

So schön die letzten vier Wochen oder so auch waren, ich habe nun die Quittung dafür bekommen.
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Kirre
Beitrag 12.Apr.2020 - 20:11
Beitrag #8


Geschirrspülerin
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Ich habe gerade nicht so viel Zeit, aber ich möchte Dich bei Deinem Schmerz jetzt auch nicht allein lassen... Weißt Du, was mich viel trauriger macht? Dass dieser Wunsch nach Monogamie so stark ist, so verbreitet, so allmächtig und so viel Unheil bringt. Wie kann etwas richtig sein, das sich so schmerzvoll anfühlt? Wo immer eine Seite verliert? Wieso wird die Liebe als das Stärkste und Schönste bezeichnet, wenn man dann gezwungen wird, einem Teil immer Adieu zu sagen? Gefühle zu unterdrücken, verbergen, verbieten zu müssen. Wo ist da die Liebe für den anderen Menschen? Für einen selbst? Verurteile Dich nicht für Dich selbst und Deinen Gefühlsreichtum. Vertrau auf die Zeit und die Zukunft, dass Ihr Euch wieder begegnen werdet. Und dass, wenn Ihr es nicht tut, es auch für Dich okay sein wird und nicht mehr so schmerzbelastet! Vergiss Schubladen wie "normal", "falsch" etc. Du fühlst, was Du fühlst. Vielleicht bist Du ja auch hochsensibel und baust daher schnell tiefe Verbindungen zu anderen (mehreren) Menschen auf? Vielleicht wäre es auch eine Möglichkeit, erst einmal ganz bei Dir zu bleiben ohne die anderen beiden Damen. Und dann zu sehen, was Du ohne sie bist.
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june
Beitrag 12.Apr.2020 - 21:34
Beitrag #9


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Warum hast du dich für deine bestehende Partnerschaft und gegen die neue entschieden?
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antalarera
Beitrag 13.Apr.2020 - 10:22
Beitrag #10


Gut durch
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Hallo rhythm,

ZITAT
Das alles hier kam zu Stande, weil sie mir ein Ultimatum gestellt hat, dass ich mich entscheiden muss, was ich will. Sie oder "die Neue".


Mir stellt sich hier die Frage, wie Du selbst weiter mit der Situation umgegangen wärst, so Deine langjährige Partnerin Dir dieses Ultimatum nicht gestellt hätte?
Damit ist es ein Stück weit eine erzwungene Entscheidung, schöner wäre es, so alles ganz von Dir selbst entstanden wäre. Jedenfalls würde ich es so sehen, wenn ich die langjährige Partnerin wäre. Bei mir bliebe immer das Gefühl, jemanden zu etwas gedrängt zu haben.
Monogamie und Polygamie, das ist auch immer eine eigene Entscheidung, die jeder anders sieht. Für mich kämen offene Beziehungen in der es mehrere Partner gibt nicht in Frage, für andere ist das normal. Richtig ist es nur, so finde ich, wenn es damit allen Beteiligten gut geht.
Dies wäre so wie ich das lese, ja schon mal nicht die Lebensform Deiner langjährigen Partnerin gewesen, darum kam auch die Frage.

Nach einem gewissen Abstand, pendeln sich dann auch die Emotionen wieder ein und dann kann es so denke ich auch normal, eventuell freundschaftlich weiter gehen.

Lieben Gruß von antalarera.
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Pirola
Beitrag 13.Apr.2020 - 20:01
Beitrag #11


Bekennende Urlesbe
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Es ist sozusagen doppelter Liebeskummer , den Du jetzt erleidest :
die Neue wendet sich ab , die Alte hat sich auch zurückgezogen . Allleine stehst Du nun da ,
bist auf Dich geworfen und wirst von beiden Seiten abgewiesen und zuvor unter Druck gesetzt .
Das ist wirklich sehr hart und anstrengend . Und in dieser Situation sollst Du zu Deiner Entscheidung
stehen , die gar nicht so überzeugend getroffen worden war , sondern auch aus Zeitmangel und
Verlustängsten heraus. Und dabei geht es die ganze Zeit um Gefühle , die sich eh ständig wandeln können .
Pass nun gut auf Dich auf , auch , was Ansteckung angeht .
Alles Gute !
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rhythm
Beitrag 15.Apr.2020 - 21:33
Beitrag #12


Gemüseputzi
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Danke euch für eure Antworten. Sie regen mich zum nachdenken an und das tut gut. Zudem geben sie mir einen anderen Blickwinkel auf die Gesamtsituation.

@Kirre: Gleich vorweg, ich bin absolut kein Mensch, der schnell persönliche und innige Beziehungen zu anderen Menschen aufbaut, geschweige denn schnell etwas zulässt, das über 0815 Smalltalk hinausgeht. Ich finde deine Fragen echt interessant und gut. Grundlegend bin ich aber dennoch (auch) der Meinung, dass man nicht zwei Menschen gleichzeitig gleich stark lieben kann. Aber ja, was bedeutet die Liebe, wenn man dafür so viel Schmerz in Kauf nehmen muss; wenn man dafür einen Menschen gehen lassen muss, der einem so viel bedeutet. Vielleicht ist der grundlegende Haken an der Sache schonmal der, dass man sich "entscheiden" muss. Natürlich stimme ich dir zu, dass die Zeit einem schon den richtigen Weg zeigen wird. Es wird sich rausstellen, wer die richtige sein wird auf lange Sicht. Vielleicht ja sogar keine von beiden. Dennoch macht mir der Gedanke ein bisschen Angst, dass ich mich falsch entscheiden könnte. Aber was ist schon falsch...wer weiß, was in einem Jahr sein wird. Vielleicht habe ich aber auch von der "was wäre wenn" Frage Angst. Die Entscheidung, die ich jetzt treffen muss, bestimmt die Zukunft...was wenn es sich im Nachhinein herausstellt, dass es die falsche Entscheidung war; wenn ich mir dann immer die Frage stellen werde, was daraus geworden wäre.
Fragen, auf die es in der Gegenwart keine Antwort gibt.

@June: Ich glaube es ist eine rationale Entscheidung. Ich bin/war mit meiner (Ex-)Freundin 2.5 Jahre zusammen. Wir haben so viel miteinander erlebt. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätten wir sogar geheiratet aber das wollte sie nie. Es fühlt sich so an, als wäre es eine Entsheidung Herz vs. Kopf; Gefühle vs. Verstand. Rational betrachtet kann ich keine so wudnervolle Beziehung wegwerfen, "nur" weil ich einer Frau begegnet bin, die mir gerade ganz schön den Kopf verdreht hat. Aktuell habe ich ja gar keine Ahnung wie sich das zwischen "der Neuen" und mir nennt.
Die Umstände ändenr sich ja fast täglich... ich habe "die Neue" heute gesehen, privat. Sie sagt, dass sie und ihre Freunde, mit denen sie redet, allein von den Erzählungen her, es als Beziehung bezeichnen würde, was da zwischen uns ist. Für uns, oder zumindest für mich, fühlt es sich nicht so an. Muss es denn immer einen Namen haben? Auf lange Sicht ganz klar ja, aber davon sind wir noch weit entfernt.
Zurück zu deiner Frage:
Ich kann 2.5 Jahre, in denen ich so glücklich war, einfach wegwerfen. Würde ich mich nun komplett und endgültig für "die Neue" entscheiden, dann würde es sich aber genauso anfühlen. Das ist meiner (Ex-)Freundin gegenüber auch nicht fair. Sie leidet sehr aktuell, wie ich auch und wir alle drei wahrscheinlich. Komisches Gefühl, dass ausgerechnet ich es in der Hand habe. Fühle mich damit komplett überfordert. Alleine der Gedanke, dass ich jemandem ganz schön weh tun werden...
Ehrlichweise muss ich aber auch sagen, dass ich die Zeit mit "der Neuen" extrem genieße. Natürlich ist da unterbewusst latent dieses schlechte Gewissen und die Fragen, ob es richtig ist was ich hier tue (wohl eher nicht) aber sie macht mich eben sehr, sehr glücklich und ich bin extrem gerne bei ihr. Ehrlicherweise muss ich aber auch sagen, dass auf lange Sicht meine (Ex-) Freundin udn ich wahrscheinlich mehr Gemeinsamkeiten haben. Vom Charakter her kann ich es noch nicht einschätzen. Ich mein, ich kenn meine (Ex-)Freundin natürlich um weiten mehr, als "die Neue".
Egal wie ich es mache, es ist irgendwie falsch.
Wenn ich aktuell nach den Gefühlen entscheiden würde, würde ich mich für "die Neue" entscheiden. Aber eben, ich halte an den schönen Tagen fest, an dem gewaltigen Fundament, was meine (Ex-) und ich haben. Ob das jemals wieder was werden würde, keine Ahnung. Aber es nicht rauszufinden wäre doch auch falsch???

@antalalera: Genau, es ist leider eine erzwungene Entscheidung gewesen, hinter der ich, wie man sieht, nicht 100 Prozent stehe. Ich habe seither dennoch "die Neue" auch außerhalb der Arbeit getroffen. Von daher darf man es nicht einmal Entsheidung nennen, denn ich habe zwar gesagt, dass ich mich dafür entschieden habe unserer Beziehung eine Chance zu geben, dennoch kann ich es nicht ohne "die Neue" zu sehen und Zeit mit ihr zu verbringen.
Wie hätte ich mich entschieden, hätte sie mir dieses Ultimatum nicht gestellt? Ich frage mich gerade, ob ich mich für etwas entschieden hätte. ich fühle mich einfach so hilflos. Suche nach einer ANtwort, nach etwas woran ich mich festhalten kann, das mir Sicherheit in der Entscheidung gbt, die ich gemacht habe aber ich spüre nichts.

Ich glaub das was mir am meisten Bauchschmerzen macht, ist einerseits die Tatsache, dass meine (Ex-) verlangt, dass ich den Kontakt zur "neuen" abbreche. Alleine der Gedanken daran halte ich schon kaum aus. Ich kann es mir gar nicht vorstellen, dass ich/wir das aushalten könnten. Zudem frage ich mich wie lange dieser Kontaktabbruch denn dauern müsste, damit die Gefühle vergehen. So lange, bis "die Neue" auch wieder jemanden gefunden hätte und dann eben die Gefühle für mich erloschen sind. Ich habe einfach extreme Angst "die Neue" zu verlieren und nach dem ganzen hin und her was es die letzten Tage und Wochen gegebeben hat, glaube ich, dass sie sich wirklich zu 100% von mir abwenden würde. Nicht weil sie es will, im Gegenteil, sondern damit sie mit der Situation umgehen kann. Mein Verhalten, diese Unsicherheit und Ungewissheit, die ich bei beiden auslöse und das nicht wissen woran sie sind, haben sie beide nicht verdient. Auf kurz oder lang tu ich einer von beiden ziemlich weh. In so einer Situation war ich noch nie... zimelich unschön.

@Pirola:
Es ist momentan echt extrem dynamisch. "Die Neue" wendet sich absolsut nich von mir ab. Je nach Situation hat sie manchmal Phasen wo sie einfach abblockt und abweisend ist, entschuldigt sich dann aber im Nachhinein und erklärt es mir eben dahingehend, dass sie einfach unsicher ist und ANgst davor hat, dass sie mich verlieren konnte. Meine (Ex-) fühlt sich bereits auf dem Abstellgleis, obwohl sie das ganz und gar nicht ist. Ich habe einfach das Gefühl, dass ich der Sache nicht wirklich gewachsen bin. Natürlich bin ich nicht mehr 15 Jahre alt oder so, dennoch finde ich es extrem schwierig hier eine "Entsheidung" zu treffen. Eine Entsheidung, die zukunftsentscheidend ist.


Unabhängig von allem, was haltet ihr davon:
Ich war gestern bei meiner (Ex-) zum Abendessen. Nach dem Essen hab ich die Küche gemacht und hatte mein Handy aber im Wohnzimmer liegen. Sie kennt meinen Sperrcode und hat einen Teil des Chatverlaufes von "der Neuen" und mir gelesen. Unabhängig davon was da drinnen steht, was haltet ihr davon? Ich kann ihr nicht mal richtig böse sein, denn sie ist einfach extrem verunsichert und hat Angst mich zu verlieren. Sie hat sich anach auch mehrfach entschuldigt, weil ich es natürlich gemerkt habe, dass sie am Handy war.
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Vereinfachte Darstellung Aktuelles Datum: 15.08.2020 - 14:19