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> Amazon, Leiharbeiter bei ...
menina
Beitrag 22.Nov.2013 - 01:10
Beitrag #21


Filterkaffeetrinkerin
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ich finde Amazon ganz gut, um mir die Bewertungen von einzelnen Sachen durchzulesen, also das finde ich immer sehr verlässlich und bisher hat sich das mit meiner Meinung eigentlich auch gedeckt.
Aber tatsächlich bestelle ich schon seit langer Zeit nicht mehr bei Amazon, weil es so viele Negativschlagzeilen gab. Die Sache mit den Leiharbeitern war ja nur der Höhepunkt. Ich erinnere mich auch noch an irgendwelche Neonazi-Sachen, die man sich bei Amazon bestellen konnte oder kann. Naja, aber was soll man großartig dazu sagen? Amazon zeigt halt, wie der Kapitalismus funktioniert. Deswege finde ich es umso wichtiger, auch nach Alternativen zu suchen, die vielleicht nicht unbedingt ganz so mächtig sind.
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andreala
Beitrag 28.Jun.2016 - 13:36
Beitrag #22


Geschirrspülerin
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Ich habe bisher kein einziges Mal in einem Onlineshop eingekauft.
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-Agnetha-
Beitrag 29.Jun.2016 - 12:12
Beitrag #23


ungerader Parallel-Freigeist
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Hat sich eigentlich inzwischen etwas getan?

Gibt es für die Mitarbeiter schon bessere Bedingungen?


Ich muss gestehen, dass ich gerne und relativ oft bei Amazon bestelle.

Gar nicht unbedingt Bücher. Die kaufe ich eher in Geschäften, weil ich gerne schaue was es so gibt.
Wenn ich ein ganz bestimmtes Buch will, bestelle ich das aber schon auch manchmal über Amazon.

Mir geht es aber nicht um den Preis, sondern um die - ich sag mal - Bequemlichkeit.

Mir geht es immer wieder so, dass ich etwas Bestimmtes suche, aber gar nicht so genau wüsste in welchem Geschäft ich das konkret bekomme.
Die Wahl ist also: Einen Nachmittag durch die Geschäfte gehen, in der vollen U-Bahn fahren ( (IMG:style_emoticons/default/dry.gif) )....
Oder ein paar Suchworte bei Amazon eingeben und womöglich in 10 Minuten schon bestellt haben.

Beispiel:

Meine Mutter wollte gerne für ihren älteren Gasherd ein Flammsieb und einen Piezo-Anzünder.
Mir wäre so auf Anhieb kein Geschäft eingefallen, die sowas sicher führen.


Nicht selten sind das relativ günstige Gegenstände, bei denen ich also wenig Risiko eingehe und daher auch keine Beratung brauche.

Und ganz ehrlich gestanden: Auch wenn ich Beratung brauche, tue ich mir persönlich viel viel leichter wenn ich in aller Ruhe Bewertungen im Internet studieren kann als mich im Geschäft beraten zu lassen.
Ich fühle mich dabei oft unwohl und dann irgendwie gezwungen etwas zu kaufen.

Aber auch wenn das anders wäre, würde ich mich nicht im Geschäft beraten lassen und dann online kaufen, nur weil etwas dort billiger ist. Sowas fände ich nicht richtig.

Manchmal habe ich ein wenig ein schlechtes Gewissen wegen meiner Amazonkäufe. Aber da bin ich dann ehrlich gesagt einfach egoistisch, da es für mich einfach so gut passt.


(IMG:style_emoticons/default/roetel.gif)

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McLeod
Beitrag 29.Jun.2016 - 12:40
Beitrag #24


mensch.
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Bücher liefert eine Buchhandlung vor Ort oft auch gern per Fahrradkurier. Das bringt meist einen Menschen in Arbeit, der es sonst nicht so gut in den Arbeitsmarkt schafft, spart Sprit (Umwelt) und unterstützt den Buchhandel vor Ort, der auch gerne Lesungen organisiert, bei dem die nette Nachbarin arbeitet usw...

In den Logistik-Lagern ist es etwas besser geworden, aber es funktioniert weiterhin vor allem auf Kosten der Menschen dort, während Marketing, Management und Aktieninvestierende zu den Gewinnern der Strategie gehören. Der Split, die Arbeitsprozesse so zu gestalten, dass ungelernte Hilfskräfte ausreichen, um Brötchen im Backwerk (Kette Deiner Wahl) zu verkaufen oder Essen im Vapiano (Systemgastronomie Deiner Wahl) herstellen zu lassen, um das Geld firmenintern anders umzuverteilen, ist ungebrochen. Erkennt die geneigte Kundin an euphemistischen Jobaushängen: "Brot-Profi gesucht" oder "Food-Artist"...

Der Mindeslohn macht die Menschen auch nicht reicher beim Arbeiten, nur während des Arbeitsleben grundversorgt. Rente? Kein Thema für das sich Amazon und Co verantwortlich fühlen... Nicht vergessen: ein Teil des Rentensystems ist privatisiert worden, das entlastete Arbeitgeber.innen, aber die Niedriglöhner können sich die private Zusatz-Altersvorsorge nicht leisten.

McSeufz

Der Beitrag wurde von McLeod bearbeitet: 29.Jun.2016 - 12:40
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-Agnetha-
Beitrag 29.Jun.2016 - 17:37
Beitrag #25


ungerader Parallel-Freigeist
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Das klingt nicht so gut. (IMG:style_emoticons/default/sad.gif)


Ich frage mich aber, ob es der richtige Weg ist deswegen nicht mehr bei Amazon zu bestellen.
Ob das etwas bringt. (IMG:style_emoticons/default/gruebel.gif)
Wobei ich davon sicherlich keiner abraten möchte, so ist es nicht gemeint!

Für mich ist halt fraglich ob Einbußen in den Einnahmen Amazon dazu bewegen würde, die Mitarbeiter besser zu behandeln.
Oder ob dann versucht wird noch billiger anzubieten um wieder mehr Kunden anzulocken und es dadurch den Mitarbeitern noch schlechter geht.

Zumindest müsste man wohl - wenn man aus Ärger nicht mehr bestellt - Amazon den Grund auch mitteilen. Dann besteht vielleicht zumindest eine kleine Chance, dass Rückschlüsse gezogen werden.

Vielleicht wäre ja eine Art Petition gut?
In der man gesammelt mitteilt, dass man gerne wieder bestellen wird, wenn es bessere Bedingungen für Arbeitnehmer gibt.
Aber vielleicht gab es sowas auch schon, ich bin da nicht so informiert.

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McLeod
Beitrag 29.Jun.2016 - 18:13
Beitrag #26


mensch.
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Hach, das sehe ich mal wieder etwas anders... Bücher haben hierzulande eine Buchpreisbindung. Das heißt, es gibt nix zu sparen, bei der Bestellung online. Außer die Bequemlichkeit, aber siehe: Lieferservice vor Ort bzw. versenden die ja auch. Oder telefonisch vorbestellen und bei einer Kaffeeverabredung mit netten Menschen nebenbei abholen.

Von den Sachartikeln drumherum kommt nur ein kleiner Teil direkt von Amazon, ansonsten liefern das kleine Händler, mittlere oder auch große. Amazon ist die Plattform und dabei verdienen sie Provision. Die bedingungen sind: friss oder stirb. Big Player-Verhalten eben, wie es das bei eBay, Facebook, Windows/Apple, Android/Google/youtube etc. pp. immer wieder gibt. Die flug- und Hotelvermittler sind sich noch einigermaßen ebenbürtige Konkurrenten, verdrängen damit aber nichtsdestotrotz gut ausgebildete Fachkräfte aus Reisebüros in die Arbeitslosigkeit. Deren Job übernehmen jetzt die anderen Kund.inn.en, indem sie Bewertungen schreiben und Sterne vergeben.

Das kann jetzt jede für sich bequem finden, akzeptabel, egal, wichtig oder nicht... Wir gestalten den Wandel mit, in jede der Richtungen, die möglich sind. Es ist nie ganz egal, wo wir kaufen, was wir kaufen und so weiter.

Predigt-Ende
McLeod

Der Beitrag wurde von McLeod bearbeitet: 29.Jun.2016 - 18:15
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-Agnetha-
Beitrag 29.Jun.2016 - 21:04
Beitrag #27


ungerader Parallel-Freigeist
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ZITAT
Von den Sachartikeln drumherum kommt nur ein kleiner Teil direkt von Amazon, ansonsten liefern das kleine Händler, mittlere oder auch große. Amazon ist die Plattform und dabei verdienen sie Provision. Die bedingungen sind: friss oder stirb.



Vielleicht naiv gedacht, aber bisher hielt ich das für eine ganz gute Sache. Für viele kleinere Händler ist das bestimmt eine gute Möglichkeit.
So können heutzutage auch Händler existieren bzw anfangen die kein Kapital für ein Geschäftslokal hätten bzw das Risiko dafür zu hoch wäre. Bzw eigene, unabhängige Onlineshops brauchen wiederum vermutlich viel Geld für Werbung.

Der Käufer hat den Vorteil alles über eine Website abwickeln zu können und muss sich nicht immer wieder in neuen Onlineshops zurecht finden.

Aber natürlich finde ich es auch nicht gut, wenn die Bedingungen für die Unterhändler schlecht sind.

Für mich wäre die Lösung aber eher diese Bedingungen zu verbessern als solche Plattformen grundsätzlich abzulehnen.

Ein schwieriges Thema.
Einerseits fände ich es schade, wenn es keine kleinen Läden mehr geben würde. Andererseits sehe ich eben auch große Vorteile am "Fortschritt".

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McLeod
Beitrag 29.Jun.2016 - 21:46
Beitrag #28


mensch.
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ZITAT(-Agnetha- @ 29.Jun.2016 - 22:04) *
Aber natürlich finde ich es auch nicht gut, wenn die Bedingungen für die Unterhändler schlecht sind.

Für mich wäre die Lösung aber eher diese Bedingungen zu verbessern als solche Plattformen grundsätzlich abzulehnen.

Ein schwieriges Thema.
Einerseits fände ich es schade, wenn es keine kleinen Läden mehr geben würde. Andererseits sehe ich eben auch große Vorteile am "Fortschritt".


Die Vorteile und die Arbeitsbedingungen beim Buchhändler meines Vertrauens sind großartig. Und beim Eisenwaren-Faktotum, das es noch gibt. Und beim Bauern, der seine leckeren Kartoffeln selbst vermarktet. Kostet da genausoviel wie Massenware im Supermarkt aber er hat halt mehr davon selbst übrig.

Elektronik-Schnickschnack kauf ich auch online. Diese Branche ist analog ja kaum noch auffindbar.

Über Einflussmöglichkeiten auf ein legales, stabiles, von Überzeugungen getragenes System in Eichtung eines Systemwechsels mache ich mir wenig Illusionen.

McLeod
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dietutwas
Beitrag 29.Jun.2016 - 21:46
Beitrag #29


Gut durch
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Ich habe mal im Buchlädchen ums Eck ein Buch kaufen wollen, was aber erst bestellt werden musste. Ratet mal, wo das bestellt wurde...
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McLeod
Beitrag 29.Jun.2016 - 22:10
Beitrag #30


mensch.
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In einem der Zentrallager des Buchhandels, denn nur dort oder direkt beim Verlag bekommt die Buchhandlung 20-30% Marge. Wenn es zu lange dauert, weil nicht auf Lager und der Verlag klein - also keine Lieferung am nächsten Tag - ist die Versuchung groß, Dir Service und Ladenmiete und Lächeln zu schenken und es ohne Gewinnmöglichkeit bei Amazon zu bestellen. Einfach auf die Chance setzend, dass Du dann nochmal wiederkommst.

Sowas nennt sich: Totale Marktmacht. Wenn Amazon verdient. Und nicht der Mensch vor Dir an der Kasse.

(IMG:style_emoticons/default/morgen.gif)
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