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> Die Kategorisierung der Flüchtlinge, Unterscheidung zwischen Kriegs- und Wirtschaftsflüchtlingen
Cassia
Beitrag 10.Nov.2015 - 00:04
Beitrag #41


Naschkatze
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Da ich nicht Edit Nr. 3 oben dran pappen will, hier noch ein Nachzügler-Gedanke:

Dulce - wie lange warst Du in Flüchtlingsheimen eingesetzt bzw. standest Du mit Flüchtlingen in direktem Kontakt?





Der Beitrag wurde von Cassia bearbeitet: 10.Nov.2015 - 00:38
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dandelion
Beitrag 10.Nov.2015 - 14:40
Beitrag #42


don't care
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ZITAT(Dulce @ 09.Nov.2015 - 21:27) *
meint ihr wirklich diese Länder deren angebliche Flüchtlinge hier sind; dass die UNS solche Gutscheine geben würden?

So geschehen nach WW2 von Seiten anderer Völker, die in einem ähnlichen Wohlstandsverhältnis zu uns standen wie wir nun zu den Ankömmlingen aus Süd und Ost. Sagt der Geschichtsunterricht.

Wir haben im Übrigen seinerzeit auch den Schuldenschnitt bekommen, den wir nun Griechenland und Co. verwehren. Eine Hand wäscht die andere ist anscheinend keine Aussage über den Reinheitszustand der "einen Hand".

ZITAT(so far away @ 09.Nov.2015 - 22:14) *
Was jetzt grad in den Medien kursiert , ist ja , dass De Maziere (keine Ahnung wie man unseren Innenminister schreibt)

Ich würde den Namen auf einen heimischen Singvogel abkürzen. Es passt dann auch farblich wunderschön zu den entsprechenden Aussagen.

Natürlich erleben wir in Flüchtlingsheimen Verrohung. Das ist, was passiert, wenn viele lange Zeit um wenige Ressourcen kämpfen. Wer das nicht glaubt, schaue sich mit gewappnetem Verstand mal die Nachmittagsserien der gängigen Privaten an. Auch da ist Verrohung durch Verelendung abgebildet. Das wird aktuellen Umverteilungsprognosen zufolge in den nächsten Jahren zunehmen. Vermutlich deshalb werden Halshaltsdisziplinen zunehmend in Gameshows thematisiert (erst kochen, dann backen, dann wirtschaftlicher Kleidungseinkauf, nun nähen... ich freue mich auf "Flutsch und weg - die neue Spülshow"). Langsam beschleicht mich manchmal, dass dahinter Nacherziehung der verarmten Konsumzombies für die Selbstsorge im Elend stecken könnte.
Bei uns am Bahnhof (na ja, in der Nähe an einem Bahnhof) werden Flüchtlinge zu Dutzenden aus den Zügen geschleust, von bewaffneten Polizisten mit Gummihandschuhen ins Zeltlager nebenan verfrachtet und gelegentlich mit Bussen weggekarrt. Teilweise werden, bis alle Züge der Stunde abgefrühstückt sind, die bereits Angekommenen in einen abgesperrten Treppenaufgang gepfercht, wo sie, durch einen Bauzaun mit Plane abgetrennt, auf den Steinstufen warten wie Tiere im Zoo.
Anfangs hat mich das Bild sehr erschreckt. Mittlerweile ist mir der Gesundheitsaspekt bewusster. Kein Mensch kann wochenlang schutzlos durchs Elend pilgern, ohne krank zu werden. Jeder Ersthelfer bekommt eingebläut, vor dem Patientenkontakt Schutzhandschuhe anzuziehen. Und dass Menschen auf engstem Raum schneller Infektionen teilen, ist auch klar, deshalb gibt es ja die Kindergartenschließung bei Läusebefall.
Helfen heißt nicht, beliebige Infektionen zu riskieren. Aber ich frage mich schon, ob die Pistolen wirklich sein müssen.

Mich würde mal interessieren, warum die Rüstungsindustrie, die doch geholfen hat, die Kriegsflüchtlinge aus ihren Ländern zu bomben, nicht etwa zur Kasse gebeten wird, um die Aufnahme abzufangen, sondern ein Forum geboten bekommt, vom Staat bessere Integration und Ausbildung der Flüchtlinge zu fordern, damit man sie ohne großen Eigenaufwand als angstbedingt billige Arbeitskräfte verwerten kann.
Auch die Wirtschaftsflüchtlinge sind doch nicht durch ein Wurmloch vom Himmel gefallen. Warum werden da die Konzerne nicht zur Kasse gebeten, die die entsprechenden Staatswirtschaften für ihren Profit gezielt klein halten?

Jaaaa... guuuut... Die Regierungen hätten dann nicht im Auftrag derer gehandelt, die sie an die Macht gebracht haben. Aber im Auftrag derer, für die zu sorgen sie gesetzlich verpflichtet sind. Das wäre doch auch mal was.
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pfefferkorn
Beitrag 10.Nov.2015 - 17:02
Beitrag #43


Gut durch
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was ich unerträglich finde, ist das wort "wirtschaftsflüchtling" - weil es imho suggeriert , dass mensch nur kommt, weil sie nichts zu essen mehr hat ... und das ist dann nicht ok.... weil nicht schlimm genug...

das finde ich zynisch - ich finde, wenn leute keine möglichkeit haben in ihrem land eine perspektive aufzubauen, ist es völlig legitim dahin zu gehen, wo das geht - und wo ... das ist wiederum meine moral bei der sache, die leute wohnen, deren wohlstand sich darauf gründet - oder ist es nicht der französische uranabbau, der den leuten im niger land und ressourcen nimmt? sind es nicht die deutschen waffen, die heckler und koch gerade wieder in den nahen osten liefern, von denen menschen hier leben?

mir wäre es lieb, die menschen hier möglichst schnell was arbeiten oder was lernen zu lassen, statt sie hier mit almosen ruhigzustellen - wer da ist, soll möglichst schnell deutsch lernen können und dann versuchen arbeit zu finden - ... ich war letzte woche im flüchtlingsheim, ich würde es nüchtern dort keine woche aushalten - und bewundere jede, die da noch energie hat, sich für sich einzusetzen -

die lage ist ziemlich kompliziert, meine vorbehalte ängste und befürchtungen bei aller politischen korrektness für mich zu sortieren hat auch gedauert, ich habe lange anlauf gebraucht , um zu wissen, wo ich denn überhaupt mal hingehen kann, um zu gucken, was ich tun kann - so easy ist das für mich nicht - ich fahr da "nicht eben mal vorbei" ... aber ich habe sehr viele erkenntnisse gesammelt -

ich bin kein fan von ihrer schreibe in dem buch, aber ich finde, sie trifft den richtigen ton

https://www.perlentaucher.de/buch/jenny-erp...g-gegangen.html

und ich habe da vieles von mir wiedererkannt - wie ich mich in dieser situation fühle, wie privilegiert, hilflos, ängstlich, be-fremdet - und wie ich mir selbst dabei peinlich bin :-)









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dandelion
Beitrag 10.Nov.2015 - 19:32
Beitrag #44


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ZITAT(pfefferkorn @ 10.Nov.2015 - 17:02) *
was ich unerträglich finde, ist das wort "wirtschaftsflüchtling" - weil es imho suggeriert , dass mensch nur kommt, weil sie nichts zu essen mehr hat ... und das ist dann nicht ok.... weil nicht schlimm genug...

das finde ich zynisch - ich finde, wenn leute keine möglichkeit haben in ihrem land eine perspektive aufzubauen, ist es völlig legitim dahin zu gehen, wo das geht

(IMG:style_emoticons/default/thumbsup.gif) Der Begriff an sich trifft auch für mein Empfinden ein völlig legitimes Anliegen der Neuankömmlinge. Diese Menschen fliehen vor dem, was die Kriegstreiberei, die wirtschaftliche Schieflage, ausbeuterische Kredit- und Handelssysteme und Waffenlieferungen an den Meistbietenden aus ihrem Zuhause gemacht haben.
[an dieser Stelle habe ich mich ursprünglich ganz schön in Rage geschrieben (IMG:style_emoticons/default/flaming.gif) ]
Perfiderweise wird dann von uns als den "einfach besseren" gesprochen, die von Neidern überrannt werden.

so leicht kann man einen treffenden Begriff zu einer Wertung in die Gegenrichtung machen.

So wie bei "Gutmensch". Seit wann ist es schlimm, etwas Gutes zu wollen?
Oder "nett". Der Duden sagt "hübsch und ansprechend", "freundlich und liebenswert". Der Volksmund sagt "kleine Schwester von... Verdauungsendprodukten".



Danke für den Buchtipp (IMG:style_emoticons/default/smile.gif)

Der Beitrag wurde von dandelion bearbeitet: 10.Nov.2015 - 19:33
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McLeod
Beitrag 10.Nov.2015 - 22:27
Beitrag #45


mensch.
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Ich habe letzte Woche spontan zwei Afghanen vom Bahnhof der nächsten Stadt zum Hbf hier und von dort mit dem Bus bis ins Aufnahmelager geholfen. Handschrift auf dem Zettel, Großbuchstaben an der Zuganzeige, dazu eine Uhrzeit an der der Bus nicht fuhr. Wie soll das jemand ohne Englischkenntnisse und eventuell aus einer andern Schrift-"Welt" stammend hinbekommen? Ab der Bushaltestelle vergrößerte sich die Gruppe um eine Familie mit zwei Kindern, so um die 3-4 Jahre alt. Der Vater konnte Englisch. Dazu: Zwei Afrikaner, mit denen lief es gut auf Französisch. Im Bus dann auch jede Menge Asylbewerber und solche die es noch werden möchten, die schon länger da sein dürften. Es entwickelten sich rege Gespräche. Ein Südosteuropäer versuchte es auch mit Zeichensprache. Studis und Einwohner stiegen ein und aus, am Ende ruckelte der Bus am Stadtrand durch ein Waldstück. An der ehemaligen Kaserne(?) machte ich den beiden Afghanen ein Zeichen. Sie hatten sich einfach weiter an mir orientiert, nicht an den anderen. Erleichtert, vom ersten Augenblick an, da ich veruschte per Geste zu zeigen: ich helfe Euch, ich kenne den Weg.

Als sich die Bustüren schlossen, blieb ich allein im Bus. Wir fuhren noch viele hundert Meter entlang an erleuchteten Fenstern, in denen es weiße Wände und Doppelstockbetten gab. Manchmal hing ein Tuch im Fenster, als provisorischer Vorhang. Eine Halle, offen einsehbar, mit Feldbetten über Feldbetten. Dann tauchten wir ab ins Dunkel des Industriegebiets. Hinter der Autobahn plötzlich die Forschungseinrichtungen, ebenfalls Lichter hinter Glas: ein leerer Hörsaal, dessen stylische Bestuhlung geschickt beleuchtet in Szene gesetzt war. Am Flughafen die Autos der Konzernmanager, die von hier losfliegen zu ihren Weltkonzern-Meetings. Polierte Limousinen. An der Endhaltestelle unterhielt ich mich kurz mit dem Busfahrer, dann fuhren wir zurück. Als wir wieder entlang des Aufnahmelagers fuhren, war alles, wie zuvor. Menschen in kargen Räumen, alle möglichen Hautfarben. Die Afghanen hatten nicht mal Gepäck dabei gehabt, die Familie zwei große blaue Ikea-Tüten auf denen die Kinder im Sitzen Kopf vornübergefallen eingeschlafen waren, am Hbf. Hinter dem Tor war es nun menschenleer. Doch schon eine Ecke weiter kamen zwanzig, vielleicht dreißig Menschen zu Fuß. Die andere Buslinie biegt vor dem Waldstück ab. Vermutlich auch darunter wieder welche, für die es das erste Mal auf dieser Strecke war.

Die Menschen helfen sich gegenseitig. Monate stehen ihnen bevor mit Bürokratie, Warten, vielleicht in ein Flüchtlingsheim, dann ins nächste.

Unsere Verwaltungen arbeiten nicht mal so zusammen, dass es einen strukturierten Weg gibt. Die Bundespolizei hatte am Bahnhof der nächsten Stadt ein Ticket ausgestellt und einen handschriftlichen Zettel mitgegeben, auf dem das Wichtigste fehlte: was hier in der Stadt auf den Wegweisern und am Bus in großen Buchstaben steht, um weiterzuhelfen. Ab Hauptbahnhof hier findet sich das erste Schild im(!) halbdunklen Pavillon der Verkehrsbetriebe. Ich war nicht der einzige Mensch, der bei der Orientierung half. Die Familie war von einem Mann begleitet, man erkennt das an dem unsicheren Blick immer zurück: "seid Ihr noch da, trete ich Euch nicht zu nah mit meiner unverlangten Hilfe, was denkt Ihr von uns?" Die beiden Afrikaner waren von einem zugewanderten Schwarzwälder mit Bierfahne zum Busbahnhof gebracht worden. Beide Männer gaben erleichtert an mich weiter. Ich hatte halt Zeit für eine Ehrenrunde im Bus raus an den Stadtrand.

Niemand am Bahnhof fühlte sich verantwortlich dafür, dass die Menschen am Abend gut weiterfinden. Es gibt keine Ketten, keine einheitlichen Symbole, die BuPo hatte es gut gemeint, die Verkehrs-AG, der Busfahrer winkte alle durch auf meine Frage, ob es noch Ticket bräuchte weil nicht alle ein Länderticket der Bahn hatten, das auch in der Stadt gilt.

Ehrenamtlerin für ne Stunde. Es war irgendwie einfach, aber auch sehr sonderbar. Hatte ich anfangs nur bis zum Busbahnhof helfen wollen, erschien es am einfachsten, noch mitzufahren. Was ich erlebte und sah, war nur ein klitzekleiner Ausschnitt. Zu keinem Moment habe ich mich unwohl gefühlt. Vielleicht bis auf die surreale Alleinfahrt durch die spätabendliche Glitzerwelt hinter dem Lager. Es ist dreifach überbelegt. Die Polizei ist bei den Supermärkten mit Infoständen präsent, damit sich die Einwohner des Stadtteils besser fühlen. Auf FB kann ich dann lesen, dass sie Präsenz als Indiz dafür nehmen, dass es krimineller wird, bei ihnen. Dabei ist die Ladendiebstahlrate nicht mal im gleichen Maß mitgewachsen wie die Zahl der Menschen, die aktuell dort im Stadtteil die Tage und Nächte verbringen. Einbrüche gibt es sogar gar keine. Geschweige denn Vergewaltigungen.

Aber in der Innenstadt, da pöbeln Freitags und Samstags Abends die guten, betrunkenen Deutschen, dass es nur so kracht. Der PEG*DA-Ableger besteht hier aus 30-40 Menschen, die jeden Montag Hundertschaften und berittene Polizei für ihre Meinungsfreiheit bemühen. Dann fahren oft auch keine Busse durchs Zentrum. Zum Glück liegt die Route Hbf-Aufnahmelager außerhalb der City. Gewaltbereit aus einer Gruppe heraus ist hier in der Stadt nach meinem Empfinden am stärksten die antifaschistische Jugend. Mit Polizei und Pegidingsens haben sie gleich zwei Gruppen, die sie bekämpfen wollen. Und die alltäglichen Streitereien, Prügeleien und Eskalationen, auch in seltenen Fällen mit Todesfolge, die rund um etwas heruntergekommene Kneipen wohl in jeder Stadt die regionale Zeitung für ein, zwei Wochen beschäftigen. Mord im Familienumfeld oder in verkrachten Beziehungen. Ehrenmorde übrigens bislang Null.

Mein Alltag ist durch die "Flut" bis auf jenen Abend unberührt. Keine "Welle" brach bislang auf meinen Wegen über die Menschen herein. Im Zug sehe ich jetzt etwas aufmerksamer hin und entdecke einige, die quer durchs Land geschickt werden und sich dort wieder durchfragen und -suchen müssen. Manchmal ertappe ich mich dabei, dass ich ja gar nicht weiß, ob das nicht die zweite Generation mit Pass von hier oder einfach ein indischer Software-Spezialist bei seinem Wochenend-Outdoor-Trip ist mit dem Rucksack...

Je weniger ich vor dem Rechner oder Fernseher sitze, um mir ein Bild zu verschaffen, umso ruhiger werde ich in Sachen "Menschen die zu uns kommen, weil sie woanders keine Lebensperspektive haben".

McLeod, einfach mal so.

Der Beitrag wurde von McLeod bearbeitet: 10.Nov.2015 - 22:32
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So What
Beitrag 11.Nov.2015 - 01:33
Beitrag #46


Suppenköchin
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Ich habe vor einigen Wochen mit den Menschen gesprochen, die diese Mini-Dokumentation gemacht haben (Betroffene und deutsche Unterstützende)
http://yalla-connect.de/video/
und finde sie ziemlich gut. Wenn jemand also 18 Minuten Zeit hat und sich ein Bild von einer Erstaufnahestelle machen möchte... Das Schlimmste ist, der Film ist im Frühjahr, also vor der sogenannten "Krise" entstanden.

Ich sehe es ähnlich wie pfefferkorn: Es ist wichtig, Menschen, die hier ankommen, möglichst schnell die Möglichkeit zu geben, Deutsch zu lernen (außer sie können es schon). Nicht nur weil sie dann was arbeiten oder lernen können (was auch richtig ist), sondern vor allem, weil sie dann für sich selbst sprechen können. Wenn man über andere Menschen dauerhaft in der dritten Person redet, anstatt mit ihnen zu reden, schließt man sie symbolisch aus dem Kreis von Personen aus und macht sie zu Objekten. Sie wissen selbst am besten, was sie brauchen. Die Helfer_innen bei uns in der Gegend berichten, dass Geflüchtete weniger nach Essen und Kleidung fragen (die reichen mittlerweile), dafür aber massenweise nach Deutsch-Lehrbüchern.

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regenbogen
Beitrag 11.Nov.2015 - 13:00
Beitrag #47


a.D.
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ZITAT(So What @ 11.Nov.2015 - 01:33) *
dafür aber massenweise nach Deutsch-Lehrbüchern.

Oh - bei der Gelegenheit weise ich sehr gerne mal auf ein ehrenamtliches Projekt hin, an dem viele Bekannte von mir mitgearbeitet haben: ein Anfänger-Selbstlern-Deutschkurs mit Musik, den sich Geflüchtete runterladen können, mit Übersetzungen in sehr vielen relevanten Sprachen:
Welcomegrooves (IMG:style_emoticons/default/flowers.gif)
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So What
Beitrag 11.Nov.2015 - 14:37
Beitrag #48


Suppenköchin
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ZITAT(regenbogen @ 11.Nov.2015 - 13:00) *
ZITAT(So What @ 11.Nov.2015 - 01:33) *
dafür aber massenweise nach Deutsch-Lehrbüchern.

Oh - bei der Gelegenheit weise ich sehr gerne mal auf ein ehrenamtliches Projekt hin, an dem viele Bekannte von mir mitgearbeitet haben: ein Anfänger-Selbstlern-Deutschkurs mit Musik, den sich Geflüchtete runterladen können, mit Übersetzungen in sehr vielen relevanten Sprachen:
Welcomegrooves (IMG:style_emoticons/default/flowers.gif)

Ist das cool (IMG:style_emoticons/default/biggrin.gif) Danke! Ich treffe häufiger welche, die geflüchtet sind und/oder versuchen zu helfen, daher kann ich so was bestimmt gut weitergeben. Ich kenne sonst noch das Refugee Phrasebook, mit dem die Leute auch and der Osteuropa-Route arbeiten, aber es hat keine Audios, und allein durch Raten kann mensch sich die deutsche Aussprache und Leseregeln nicht erschließen.
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pfefferkorn
Beitrag 13.Nov.2015 - 09:45
Beitrag #49


Gut durch
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danke regenbogen für den wertvollen link -

hier probieren gerade meine kollegen apps aus, die vielleicht helfen können - in den heimen ist ja leider oft kein wlan - wobei es bei uns in der stadt freies wlan an einigen stellen gibt - wußte ich vorher auch nicht :-)

hier noch zwei links.... das "spiel" für die kinder kommt wohl supergut an.... auch bei erwachsenen...

https://www.planet-schule.de/index.php?id=13609

https://www.planet-schule.de/wissenspool/de...che/inhalt.html

ich freu mich, dass der thread helfen kann, infos weiterzugeben!


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pfefferkorn
Beitrag 13.Nov.2015 - 09:53
Beitrag #50


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.. wenn noch eine was lesen will, ... mich hat es sehr aufgerüttelt und bewegt

http://www.edition-nautilus.de/programm/be...9401-820-7.html

das trifft die absurdität .... des systems gut... und ist grob "ehrlich" ...
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Françoise
Beitrag 27.Aug.2018 - 17:48
Beitrag #51


Satansbraten
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ZITAT(McLeod @ 04.Nov.2015 - 10:44) *
Und auch wenn es wirklich Unsympathen sind, von denen viel zu viele kriminell werden und un-glaub-lich menschenfeindlich agieren, keifen, sprechen... Ich glaube es wäre ganz gut, wenn wir zusätzlich zu den Stabilisierungs-Maßnahmen in den Herkunftsregionen der Menschen die hierher kommen auch über die Gründe nachdenken, warum es Menschen hierzulande so geht, dass sie so saumäßig wütend werden und sich an den vermeintlich noch Schwächeren abreagieren. Und mal ehrlich: mir geht es ja ganz gut, wirtschaftlich. Und trotzdem fühlt sich das aktuelle Wirtschaftssystem für mich so an, dass es nicht sonderlich fair zugeht. Und das Sozialsystem als eins, in das ich lieber nicht geraten möchte. Ein Labyrinth aus Teufelskreisen. Nur von außen betrachtet. Wenn wir denken, wir könnten in der Fremde für eine Stabilität sorgen, dann müssten wir das hierzulande doch auch können. Es würde das Land befrieden.



Ich finde dieses Statement aktueller denn je.
Mir macht das hier Angst http://www.spiegel.de/politik/deutschland/...-a-1225166.html

Der Beitrag wurde von Françoise bearbeitet: 27.Aug.2018 - 18:18
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june
Beitrag 27.Aug.2018 - 18:36
Beitrag #52


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Der mutmaßliche Totschlag durch zwei Geflüchtete oder die Reaktionen darauf?

Der Beitrag wurde von june bearbeitet: 27.Aug.2018 - 18:37
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Hortensie
Beitrag 27.Aug.2018 - 19:10
Beitrag #53


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Ungemeint geantwortet:
@ June: Mir macht beides Angst.
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Françoise
Beitrag 27.Aug.2018 - 23:53
Beitrag #54


Satansbraten
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ZITAT(june @ 27.Aug.2018 - 19:36) *
Der mutmaßliche Totschlag durch zwei Geflüchtete oder die Reaktionen darauf?



Beides finde ich äußerst beängstigend. Gewalt ist , wie ich finde, immer beängstigend, vollkomen egal wer sie ausübt.
Mein Eindruck ist, dass die physische und verbale Gewalt auf allen Seiten, bei Rechten und Linken, Deutschen und Flüchtlingen/Migranten beängstigend zunimmt, sich die Stimmung in unserer Gesellschaft sehr ungut immer weiter aufzuheizen scheint.

An dem verlinkten Artikel speziell macht mir Angst, dass anscheinend zunehmend normale Bürger mit rechter Gewalt zu sympathisieren scheinen und ich frage mich, wie es so weit kommen konnte und was integrierende, versöhnliche Schritte sein könnten.


(IMG:style_emoticons/default/mellow.gif)

Der Beitrag wurde von Françoise bearbeitet: 28.Aug.2018 - 00:23
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june
Beitrag 28.Aug.2018 - 07:08
Beitrag #55


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Ihr beiden,

so geht es mir auch - und ich verstehe mich als dezidiert links.
Wir führen in Deutschland zu wenige Gespräche darüber, dass viele geflüchtete Menschen höchst traumatisierte sind und eine Gewalt gesehen und erlebt haben, wie wir sie uns nicht vorstellen können. Dazu die Massenunterkünfte mit vielen Männern unter 40 und verschiedener Nationalität - eine explosive Mischung, wenn dies a) auf einen unbekannten Lebensstil oder (IMG:style_emoticons/default/cool.gif) auf Pöbeleien trifft.
Nun darf man wie immer nicht vergessen, auch Deutsche töten und 98 Prozent aller geflüchteten Menschen sind friedlich.
Und trotzdem haben wir hier ein Gewaltpotenzial, über das wir offen reden müssen und das nur durch Trauma-Therapie und Sozialarbeit sowie durch angemessene Wohnverhältnisse irgendwie einzudämmen ist - selbst das ohne Garantie...
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McLeod
Beitrag 28.Aug.2018 - 10:45
Beitrag #56


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Woher kommt eigentlich dieses Gewaltpotenzial der Menschen hierzulande, die nicht geflüchtet sind? Und auch deren Eltern nicht...?

Wie kommt es, dass die junge Frau in dem Artikel ein Gefühl beschreibt, das ich nachvollziehbar finde (auch wenn ich Absolutheit nicht teile): "Wenn wir Frauen auf die Straße gehen, dann interessiert das ja niemanden"?

Wie kommt es, dass es für immer mehr Menschen nachvollziehbar und akzeptabel erscheint, anhand des Aussehens (das nicht eine Form von Machtdemonstration, wie eine Glatze und Springerstiefel es zB sein können ist) zu entscheiden: "Ist diese Person potenziell gefährlich?" Oder auch "Lebt diese Person nicht nach den richtigen Regeln?" Und dass es akzeptabel scheint, jene die womöglich ein anderes (aber durchaus friedliches, den Gesetzen entsprechendes) Leben führen... Dass es irgendwie okay scheint, die zu maßregeln. Oder anzugehen. Oder anzugreifen? Und was bedeutet das für eine, wie mich, die sehr sichtbar anders lebt? Ich höre diese Aggression näher rücken, wenn im queeren Zentrum die Trans*frau, die mit ihrem roten Lippenstift und der tiefen Stimme und dem Adamsapfel noch eine Spur auffälliger ist, als ich, von ihren Straßenbahnerlebnissen erzählt. Aus den Vierteln, in denen ich gar nicht unterwegs bin, weil mein Geld für eine citynahe Wohnung im hippen Quartier reicht...

Wer sind wir, dass wir es für selbstverständlich halten, unsere Mitmenschen in Töpfe zu werfen und mit einem Wort (Herkunftsland, Religion, Geschlecht, politische Haltung) einen kompletten Verhaltenskanon abzuleiten? Was macht das mit uns... Verhalten wir uns entsprechend der Kategorien? Ist es deutsch, über "ausländisch aussehende Menschen" nachzudenken, als ob in unserer Kindheit nicht längst zweite und dritte Generationen oder die Kinder binationaler Eltern aufgewachsen wären? Verquicken wir Fundamentalismus mit einer Religion oder einem ehemaligen Heimatland lieber, als mit unserem Land, das eins der extremsten fundamentalistischen Systeme seit der Industrialisierung etabliert hatte? Wie können wir mot dem Finger auf die Kinder anderer Nationen zeigen und denen einen Hang zum gewaltvollen Fundamentalismus unterstellen und die Gewalt aus unserer eigenen Heimat nicht in derselben Form betrachten? Wohin weisen wir bloß die Nazis aus? Was für eine sonderbare Strategie, die Gewaltpotenziale zu senken...?

Strukturelle Diskussionen führen können ist zur Zeit wohl nicht unsere Kernkompetenz. Es springt zwischen persönlicher/individueller Ebene oft hin und her in die Beschreibung von Strukturen und analysierbaren Zzsammenhängen. Wenn es vor allem Männer sind, die sich Luft verschaffen, die einschüchtern und zuschlagen... Wenn es im Umfeld aogenannter Volksfeste oder einst unterhaltsamer Sportveranstaltungen zu erhöhter Gewaltausübung kommt... Wie entkommen wir der inneren Pauschalisierung, dass jeder Fußballfan ein Hooligan, jeder phänotypisch nicht-weiße Mann ein Frauenunterdrücker und jeder katholische Priester einer Kinderschänder sei? Wie kommen wir weg davin, Verurteilen und Ausgrenzen als Weg zu einer Lösung zu leben? Wenn es doch auch eine Selbstschutz-Komponente hat? Aus dem Weg gehen... Klare Kante zeigen... Ich sehe da noch nicht, dass diese Strategien und Taktiken wirklich nutzbringend sind. Es wird keine friedlichere, sicherere Welt dadurch, scheint mir. Denn die Aggression rückt näher. Auf Twitter ist sie Alltag, in der Straßenbahn in manchen Vierteln ist sie es. Und sie kommt aus allen Kulturkreisen, alle Geschlechter mischen mit, alle Hautfarben, alle Religionen werden zur Begründung herangezogen.

Gewaltlosigkeit - kann sie durch Gewalt herbeigeführt und gestärkt werden?

Ich hab Fragen, noch keine Antworten... Die Einteilung in Gruppen, um persönliche Konsequenzen zu ziehen, erscheint mir eine ungünstige Schlussfolgerung aus den strukturellen Beobachtungen. Das verschärft die Strukturen. Oder?

McNachdenklich
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june
Beitrag 28.Aug.2018 - 16:59
Beitrag #57


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Ich glaube, dass Gewaltbereitschaft immer von Menschen ausgeht, die zu wenig Liebe und Geborgenheit erfahren (haben).
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Françoise
Beitrag 28.Aug.2018 - 17:14
Beitrag #58


Satansbraten
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ZITAT(june @ 28.Aug.2018 - 08:08) *
Wir führen in Deutschland zu wenige Gespräche darüber, dass viele geflüchtete Menschen höchst traumatisierte sind und eine Gewalt gesehen und erlebt haben, wie wir sie uns nicht vorstellen können.


ZITAT(McLeod @ 28.Aug.2018 - 11:45) *
Woher kommt eigentlich dieses Gewaltpotenzial der Menschen hierzulande, die nicht geflüchtet sind? Und auch deren Eltern nicht...?


Flucht und Krieg sind ja nur zwei von unendlich vielen möglichen traumatischen Erlebnissen


Ich denke, dass sie sich in ihren Geschichten alle gleichen- die zornigen jungen Männer in aller Welt.


Denn auch diejenigen jungen deutschen Männer, die sich dissozial, gewalttätig, delinquent, impulsiv, mitleidslos verhalten und über ein hohes Gewaltpotenzial "verfügen" sind, wenn man sich die Biographien anschaut, meist (ich glaube sogar zu 100%) schwer, früh und anhaltend traumatisiert. Opfersein und Tätersein liegt so unfassbar nah zusammen.
Nicht jeder traumatisierte Mensch wird zum Täter.
Aber Täter sind so gut wie immer traumatisiert.

Durch schwere Vernachlässigung, schwere physische Gewalt, grausame sexuelle Gewalt, Unberechenbarkeit und ängstigende Verhalten aller Bezugspersonen, psychische Gewalt wie Demütigung, Herabwürdigung, Beschämung.
So behandelt von Eltern, die vielleicht selbst schon traumatisiert waren.
Durch Großeltern, die ebenfalls traumatisiert waren (womit wir dann schon langsam im Bereich des 2. Weltkrieges wären Nicht umsonst sprechen wir von transgenerationalen Traumata.)
Dazu vielleicht schlimmstenfalls noch eine Sozialisation, in der eine Sprache der Gewalt und das Gesetz des Stärkeren herrschen und Frauen sowieso Freiwild, Nutzvieh und Menschen zweiter KLasse sind und Homosexuelle "geklatscht" gehören....-
#das gab und gibt es ja auch in Deutschland und unter Deutschen, (IMG:style_emoticons/default/pfeif.gif) ...... auch wenn es viele nicht wahr haben wollen und solche Einstellungen nur muslimischen Männern zuschreiben (IMG:style_emoticons/default/wacko.gif) )

Viele der entstehenden psychischen Störungen (v.a. die dissoziale Persönlichkeitsstörung und ihre extreme Ausformung- die Psychopathie) gelten als untherapierbar oder bei immensem Zeit (wir reden von vielen Jahren)-und KOstenaufwand für jeden einzelnen als vielleicht ein ganz klein bisschen therapierbar mit nur kleinen möglichen Veränderungen.

Das sind genauso verlorene, traumatisierte Seelen.


Ich bin rat- und auch mutlos, weil es viele Hilfsangebote und immer wieder neue Chancen gibt.
Trotzdem beißt sich die Gesellschaft schon allein an diesen zornigen, dissozialen deutschen Männern Zähne aus, wie wir gerade wieder mal sehen.....

Der Beitrag wurde von Françoise bearbeitet: 28.Aug.2018 - 17:33
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McLeod
Beitrag 28.Aug.2018 - 18:13
Beitrag #59


mensch.
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Danke, Francoise. (IMG:style_emoticons/default/flowers.gif)
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june
Beitrag 28.Aug.2018 - 19:06
Beitrag #60


Gut durch
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Danke für die eloquente Longversion meiner viel zu kurzen Antwort!

Grüße aus dem Superstress, june
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