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> Das Thema Sex in der Beziehung, diesmal aus der Sicht der anderen
BlueJules
Beitrag 03.Feb.2018 - 20:38
Beitrag #1


Geschirrspülerin
**

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Guten Abend meine Lieben,

Sex in einer Beziehung... kein ungewöhnliches Gesprächsthema hier. Allerdings lese ich hauptsächlich von "meine Freundin hat keine Lust auf Sex".
In diesem Fall bin ich "diese Freundin". Ich bin jetzt 3 Jahre mit meiner Freundin zusammen. Sie ist 10 Jahre älter, was für uns kein Problem ist. Jedenfalls nicht bezogen auf die Außenwirkung. Auch unser Leben gemeinsam meistern wir ganz gut. Bloß sexuell hängt es bei uns. Natürlich bin ich diejenige die "Schuld" hat. Ich bin diejenige die nicht will und nicht mitteilen kann warum nicht. Ich bin diejenige die Antworten liefern muss und nicht kann. Ich würde gerne. Aber mir fehlt einfach der Austausch mit gleichgesinnten. Sie ist meine erste Freundin. Der Beginn unserer Beziehung war von Beginn an nicht der leichteste. Das Outing bei meiner Familie führte dazu, dass ich von zuhause aus, und bei ihr (übergangsweise) eingezogen bin. Wir leben seither gemeinsam. Der Stress mit meiner Familie belastete unsere Beziehung in vollem Maße. Die Phase in der man, wie es in einer Beginnenden Beziehung normal ist, von morgens bis abends wahlweise verliebt gegen Gegenstände läuft oder Sex hat (und das über mehrere Monate) blieb somit aus. Wir hatten wohl eine sexuell sehr aktive Phase, aber diese war nicht von langer Dauer. Ich weiß nicht genau wann ich die Nähe verloren habe, aber sie ist aktuell nicht mehr da.

Vor ihr war ich mit Männern zusammen, hier lief sexuell fast gar nichts. Was schlicht daran lag, dass ich auf Frauen stehe. Ohne Frage! Die Anfangsphase bestätigt mir meine Meinung. Ich habe manchmal das Gefühl nicht zu wissen wie eine "normale" Sexualität aussieht. Mir ist aber auch klar, dass jeder ein anderes Maß als normal bezeichnet. Vielleicht bin ich auch einfach überfordert.

Sie war ihr ganzes Leben lang sexuell sehr aktiv, viel mehr als jetzt. Das lässt sie mich auch momentan fast täglich wissen. Sie unterhält sich ganz offen mit einer ihrer Exfreundinnen über unser Sexleben. Berichtet mir darüber, und ich?.... Ich kann nur schweigen, weil ich keine Antwort habe auf die Massen an Input bezüglich dieses Themas. Es belastet mich natürlich, dass sie mit ihren Freundinnen darüber redet. Ich habe ihr das auch gesagt, aber für sie ist das wohl wichtig den Austausch zu haben. Besagte Freundin ist momentan frisch verliebt und erzählt ihr natürlich brühwarm wie oft sie gerade Sex hat und wie toll der ist. Diese Infos bekomme ich dann natürlich auch erzählt.

Ich verstehe, dass meine Freundin ratlos ist und eigentlich auch nur nach Hilfe ruft. Ich schaffe es einfach nicht normal mit ihr darüber zu sprechen. Gerade in dieser Phase in der wir gerade sind ist ein Gespräch nicht möglich. In Phasen wo es besser läuft, sehe ich meistens nicht den Grund über Phasen in der Beziehung zu sprechen in denen es mal nicht so gut gelaufen ist.

Es sind noch viele Dinge mehr die es mir schwer machen zu antworten... Die Masse an Infos lässt den Text durcheinander erscheinen, deswegen belasse ich es erst einmal und lasse weitere Infos einfließen wenn sie passen.


Was will ich eigentlich von euch?

Ich suche Austausch, Ratschläge und Tipps. Meinungen von außen; Unterstützender oder kritisierender Art.
Einfach alles was mir in deinen Augen helfen könnte.
Die wichtigste Frage, die ich mir Stelle ist:

Wie fange ich an? (In mancher Augen vielleicht blöd, aber ich denke, dass ich meine sexuelle Findungsphase nicht durchlaufen habe.
Deswegen alles auf Anfang, zumindest bei mir.

Wie ergibt sich bei euch Sex? Bzw. wie bekommt ihr eure Frau rum?


Ich freue mich auf eure Antworten und hoffe, dass ich mein Problem (vielleicht mit eurer Hilfe) in den Griff bekomme.


Es grüßt
Blue
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McLeod
Beitrag 03.Feb.2018 - 22:52
Beitrag #2


mensch.
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Hi Blue...

Ich lese so einiges, bei dem bei mir was mitschwingt. Ich für meinen Teil erlebe Sexualität und Intimität als "machbar" und von mir auch gewollt bis ersehnt, wenn aif vielen Ebenen das Vertrauen hergestellt und intakt ist. Schwelende Konflikte oder Druck und ich hab erstmal ausschließlich das Bedürfnis, das zu klären oder dafür zu sorgen, dass der Druck endet. Allerdings erlebte ich auch andere Menschen, die gerade durch Sexualität und Intimität das Vertrauen schufen, Konflikte für beendet erklärten (ohne Worte zu nutzen) oder den Druck damit lösten. Für mich gehen diese Wege nicht. Würde mich jemand fragen, weshalb das so ist, könnte ich vielleicht die eine oder andere Theorie anbieten, aber wissen tu ich es eigentlich nicht... Ich finde aber auch, dass es vollkommen okay so ist, ebenso wie es bei anderen anders sein kann.

Bei Deinen Schilderungen ist es mir echt eng geworden, schon bei dem Einstieg, Du solltest Dich erklären. Da entsteht bei mir eine Bild, in dem Akzeptanz erst dann gegeben wird, wenn eine befriedigende Erklärung abgegeben wird. Versteh ich nicht. Versteh ich nur, wenn Intimität oder ihr Fehlen als Symptom einer irgendwie gearteten Schieflage und einem unausgesprochenen vielleicht auch noch nicht als solchen wahrgenommenen Bedürfnis-Konflikt zu verstehen ist. Ich hab dazu mal in einer Beziehung coachende / paartherapeutische Hilfe in Anspruch genommen. Da geht dann ziemlich viel, das war sehr erhellend und hilfreich. Ist dann individuell und persönlich. Eine transferierbare "daran liegt es dann"-Weitergabe im Inhaltlichen kann ich leider nicht geben (IMG:style_emoticons/default/wink.gif)

Wenn ich Dich richtig lese, findest Du die Situation mit der besten Freundin auch alles andere als prickelnd. Preisgegeben vielleicht? Es geht um Euch beide und Du wirst nicht gefragt ob Du der Freundin von Dir erzählen magst und dann übernimmt den Job des Erzählens auch noch Deine Freundin, die es ja noch gar nicht versteht und verstehen kann, was los ist... Sowas finde ich echt schwierig in einer Beziehung. Oder auch in einer Freundschaft. Da würde ich ja auch nicht wollen, dass meine intimen Themen in so einer Form betratscht werden. Und dann bekommst Du ja offenbar auch die Rückmeldung: "Bei anderen geht es doch auch, bei mir früher ging es dich auch mit den Anderen..." Da wäre ich ganz schön verletzt oder wütend oder sowas...

Sind wir da ungefähr auf einer Wellenlänge oder sind das nur meine Saiten, die da anhand einiger Worte mitschwingen und es geht Dir vollkommen anders? (Kann ja sein, in diesem www...)

Herzliche Grüße
McLeod

Der Beitrag wurde von McLeod bearbeitet: 03.Feb.2018 - 22:54
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Pirola
Beitrag 04.Feb.2018 - 10:42
Beitrag #3


Bekennende Urlesbe
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Userinnen-Nr.: 8.090



Hallo BlueJules ,
mir würde es ebenfalls sehr schlecht damit gehen , würde meine Partnerin unser Intimleben an Dritte weitergeben .
Das wäre für mich eine massive Grenzüberschreitung , ein Verrat . Alleine so ein Verhalten würde es mir unmöglich
machen , meine Freundin an mich heranzulassen , ehe wir das geklärt hätten . Ich gehöre also auch zu den Frauen ,
die Konflikte nicht körperlich lösen , sondern sie verbal angehen .
Der Druck , der durch die Erwartungshaltung Deiner Freundin auf Dir lastet , macht das Ganze nicht gerade besser .
Übrigens kenne ich auch genau diese Fragestellung : wie komme ich in die Stimmung , was brauche ich , um intim
zu werden ? Auch : was bedeutet Se* für mich persönlich ?
Ich lasse mir keine fremden Vorstellungen von se*uellen Aktivitäten , Häufigkeiten und Umständen auferlegen .
Da Du Deine Freundin dazu brauchst , um diese Art von Kontakt zu erleben , solltet Ihr es zusammen ausprobieren ,
was Euch in Stimmung bringen und daraufhin gut tun kann . Völlig daneben ist daher der Umstand , dass Deine
Freundin sich bei einer Dritten darüber verständigt , was ihr fehlt . Das würde ich nicht ertragen und ihr sagen ,
dass sie das ab sofort sein lassen soll .
Noch ein Gedankenanstoss : könnte es sein , dass Deine Freundin Deine Grenzen auch se*uell überschritten
hatte und Du das nicht artikulieren konntest ? Das hätte auch der Auslöser für Deine Unlust sein können .
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sparrow75
Beitrag 04.Feb.2018 - 14:49
Beitrag #4


Naschkatze
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Hallo Blue,

die Frage, dir mir beim Lesen gekommen ist, ist: Hast du denn überhaupt ein Problem mit dem Sex, wie er eben gerade ist?

Das ist natürlich eine Frage nur für dich - eine, die ich mir stellen würde. Vielleicht vermisst du ja nichts. Vielleicht reicht es dir so. Vielleicht bist du zufrieden so? Wenn das so wäre, dann seid Ihr vielleicht in der Hinsicht einfach verschieden...

Man kann sich natürlich Gedanken machen - wie probiere ich mich aus, was kann ich tun - wenn man das möchte, aber man muss es nicht. Du bist nicht falsch, wenn dein Bedürfnis anders ist, als das deiner Partnerin, und ganz bestimmt auch nicht das Problem. Genauso wenig, wie sie das Problem ist, weil sie vielleicht ein anderes Bedürfnis hat, als du.

Liebe Grüße,

sparrow
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pfefferkorn
Beitrag 05.Feb.2018 - 10:53
Beitrag #5


Gut durch
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Beiträge: 1.308
Userin seit: 16.02.2006
Userinnen-Nr.: 2.620



Hallo blue, ich finde es sehr mutig hier mal "die andere seite" zu schildern und freue mich über dein post

Was mit als erstes auffällt, sind zwei Setzungen, von denen ich annehme, dass sie die Geschichte eurer Beziehung, wie ihr sie euch selbst oder auch anderen erzählt, bestimmen -

die eine ist: weil ich Stress mit meiner Familie hatte, war der Anfang unserer Beziehung nicht "normal" - wir hatten eine sexuell aktive Phase, aber die war nicht lang...
die andere Setzung, die ich lese ist: wenn es schlecht läuft, kann ich nicht sprechen, wenn es gut läuft, will ich nicht sprechen -

habt ihr eine Vereinbarung über Sex in eurer Beziehung? heißt: ist es für euch klar, dass Sex Teil eurer Beziehung ist? oder ist klar, dass Sex nicht wichtig ist ? hast du den Eindruck es gibt da ein "Agreement"?
vielleicht auch unausgesprochen?

zur Frage, wie sich Sex ergibt: bei mir "ergibt" sich Sex nicht, sondern er ist Teil der Beziehung, so wie wir zusammen Zeit verbringen -
heißt: wenn wir uns treffen - da wir nicht zusammenwohnen - leben wir Sexualität - und das bereden wir auch- mal mehr mal weniger oder auch
mal nicht - wenn das für beide stimmt oder sich keine Gelegenheit "ergibt" (an einem Wochenende, dass vor allem im Zeichen des Treffens mit anderen steht ,kann das mal sein)

mein Appetit kommt beim Essen - und weil wir das auch so eingeübt haben, gibt es keine große Hemmschwelle
wenn ich drauf warte, dass sich was "ergibt", kann ich lange warten, denn dann sind wir zu müde - oder wollen doch lieber einen film gucken oder kuscheln - oder so....
denn bequem und faul sind wir auch :-) ... wenn wir also der lust keinen platz einräumen, verdümpelt sie...
gundlegend mögen wir beide Sex als Teil des Austausches, als Lusterfahrung und als Experimentierfeld


ich bin gespannt, weiter von dir zu lesen - und auf den weiteren austausch

Der Beitrag wurde von pfefferkorn bearbeitet: 05.Feb.2018 - 10:54
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BlueJules
Beitrag 06.Feb.2018 - 12:23
Beitrag #6


Geschirrspülerin
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Hallo ihr Lieben,

schon jetzt hat es sich gelohnt sich hier anzumelden. Ich danke euch Vieren für eure Rückmeldungen und vor allem Denkanstöße. Ihr habt mir schon jetzt ein wenig weiter geholfen. Aber der Reihe nach (IMG:style_emoticons/default/wink.gif)

Liebe McLeod, ich kann ebenso wie du solchen Gesprächen nicht die Zeit geben die sie brauchen um in Vergessenheit zu geraten. Eher im Gegenteil, die Gedanken über den Inhalt die Vorwürfe und auch voreilige Schlüsse die da mitschwingen machen es mir unmöglich mich körperlich auf irgendwas einzulassen. Auch das Küssen ist dann ein Ding der Unmöglichkeit. Jede Berührung ist vergleichbar mit... ja mit was eigentlich. Es drängt sich ein Gefühl von der Stelle der Berührung bis hin zur Speiseröhre, das ein Gefühl von Übelkeit, unwohl sein und Abwehr aufkommen lässt. Die Schilderung lässt den Moment jetzt schlimmer erscheinen als es letztlich ist. Denn ich empfinde natürlich immer noch Liebe. Aber die Begegnung gepaart mit den Worten im Kopf verhalten sich wie zwei Magnete, die dazu gezwungen werden sich am abstoßenden Pol zu begegnen.

Deine Einschätzung bezüglich der Gespräche mit der Freundin, lassen ein Gefühl der Erleichterung in mir auftreten. Mir ist klar, dass mit freunden über die Beziehung gesprochen wird. Dieses Detailreiche war mir aber neu. Frauen sprechen schon offener über Dinge. Ich mag diese Offenheit und genieße es auch, allerdings war mir das aus Heterowelt nicht in dem Maßen bekannt. Daher bin ich naiver Weise davon ausgegangen, dass offene Gespräche über Intimität und Sexualität mit der Freundin ausgetauscht werden. Ich habe mich schon selber als verklemmt wahrgenommen.
Je mehr ich darüber berichte, desto mehr wird mir klar wie sehr der besagte Austausch meiner Freundin und ihrer Exfreundin über unsere Intimität meine Gefühlswelt und Selbstdarstellung beeinflusst. Wenn es mies läuft, wie Momentan, dann weiß ich, dass es eins zu eins weitergetratscht wird. Andersherum, wenn es gut läuft, wird dies natürlich auch weiter gegeben. Es kamen schon Aussagen auf, wie beispielsweise: „Wir haben zwar selten Sex, aber dafür super intensiv.“ Auf der einen Seite finde ich auch dieses weitererzählen nicht schön. Aber mir geht es viel besser, wenn Aussagen dieser Art kommuniziert werden als die „negativen“. Du weißt sicher wie ich das meine. Bei jedem Treffen mit besagter Freundin überlege ich wie es denn gerade sexuell zwischen uns läuft und in welchem Licht ich bei der Freundin stehe. Es geht soweit, dass ich jetzt für mich beschlossen habe die Treffen zu meiden. Mit einer für mich fremde Person, die so viel über mein intimste weiß kann ich unmöglich lockere Gespräche führen.
Verletzung, Wut, Enttäuschung über mich selber, Angst, Ratlosigkeit... Es ist ein Gefühlschaos, das mich nicht unbeschwert sein lässt. Deine Saiten schwingen mit meinen im Takt, denke ich!
Danke für deinen Beitrag!!!


Ein Verrat, das trifft es ziemlich genau, Pirola. Ein weiter erzähltes Geheimnis. Eigentlich das Einzige, was mit niemandem geteilt werden darf, weil es so verletzlich in seinem Zustand ist. Fällt es einmal auseinander, braucht es ziemlich lange bis es wieder eine gewisse Konsistenz erreicht um selbstständig zu halten. Mir ist klar geworden, dass diese Konsistenz nur durch verbalen Austausch erlangt werden kann, jedenfalls ist das mein Weg. Danke für den Wegweise ☺

Es gab tatsächlich so einen Moment, den mir dein Denkanstoß ins Gedächtnis ruft. Ich glaube allerdings nicht, dass das der Auslöser ist. Allerdings ist der Gedanke noch nicht zu Ende gedacht. Ich werde es im Auge behalten und weiter als Auslöser in Betracht ziehen. Wobei ich in sexueller Hinsicht schnell sage, was mir nicht gefällt.


Hallo Sparrow, danke auch dir für deinen Beitrag!

Einfach verschieden?! Diese Möglichkeit schien mir zu leicht, als das ich sie ernsthaft in Betracht ziehen würde. Wenn dem so sei, dann stellt sich mir wiederum die Frage: Was, wenn Bedürfnisse des einen nicht erfüllt werden. Was wenn diese aber unbedingt erfüllt werden müssen. Sex ist meiner Meinung nach nicht das Wichtigste in einer Beziehung, aber es gehört auf jeden Fall dazu. Ohne Sex könnte ich mir keine funktionierende Beziehung vorstellen. Genauso wenig kann ich mir eine Beziehung vorstellen in der jeder eine andere Vorstellung von Sex hat, diese aber nicht mit dem Partner ausleben kann, weil sie nicht zusammenpassen. Hat eine Beziehung unter diesem Gesichtspunkt überhaupt eine Chance. Und ich meine natürlich ohne die Zuziehung einer dritten Person, der die Bedürfnisse des einen erfüllt.



Hallo Pfefferkorn, ihr macht es mir auch sehr einfach den Mut weiter zu verfolgen. Ich dachte es gäbe weniger Augen/Ohren, die bereit sind sich mit diesem Problem auseinander zu setzen. Also danke ich auch dir!

Eine Vereinbarung über Sex, weder die Art und Wiese noch über die Häufigkeit, gibt es nicht. Natürlich gibt es die Beobachtung, dass am Wochenende „mehr läuft“ als in der Woche. Wobei das auch kein in Stein gemeißeltes Gesetz ist. Die Leichtigkeit, die du beschreibst haben wir natürlich nicht. Das gemeinsame Wohnen nimmt das Gefühl von vermissen und die Vorfreude auf das Wiedersehen, was sich normalerweise einstellt, wenn man sich nur am Wochenende sieht. Erschwerend kommt hinzu, dass meine Freundin von zuhause aus arbeitet. Wir sehen uns also quasi immer. In der Zeit, in der ich arbeite habe ich keine Zeit, um zu vermissen. Da meine Aufmerksamkeit durchgängig eingefordert wird.
Zuhause angekommen leben wir dann gemeinsamen Alltag.

Der Appetit kommt beim Essen, aber auch da muss einer den Appetit verspüren und handeln. Der Lust einen Platz einräumen ist ein hilfreicher Ansatzpunkt für mich. Die Formulierung „für mich“ ist in dem Zusammenhang wichtig, da abgesprochene und feste Uhrzeiten für mich nicht in Frage kämen. Wohl aber Zeiträume, die ich für mich festsetze. Bleibt die Frage, wie ich dies umsetze, ohne dass es wie vorgenommen herüber kommt. Des Weiteren müssen auch hier die Rahmenbedingungen bezüglich der Tratscherei für mich geklärt sein. Denn sonst geht wie beschrieben gar nichts.

Wir leben Sexualität ähnlich wie du es bei euch beschreibst, jedenfalls in meinen Augen (IMG:style_emoticons/default/wink.gif)




Vielen Dank euch!
Blue
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pfefferkorn
Beitrag 06.Feb.2018 - 13:12
Beitrag #7


Gut durch
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... was mir gerade noch einfällt:

ich finde, die Regel soll sein, dass jede über sich! erzählt - nicht über die andere!
das ist schlicht respektlos - und zwar von der, die erzählt, als auch von der, die zuhört...
ich würde das auch als Zuhörende nicht akzeptieren

warum macht deine Freundin das ? hast du sie das mal gefragt? was zieht sie daraus?
dass sie super dasteht? oder was ist die motivation.... ? dich blosszustellen? denn nach Lösungsorientiertheit klingt das nicht...


hast du dir schon mal überlegt, ob dir diese Beziehung Freude macht?

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BlueJules
Beitrag 06.Feb.2018 - 15:06
Beitrag #8


Geschirrspülerin
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ZITAT(pfefferkorn @ 06.Feb.2018 - 13:12) *
... was mir gerade noch einfällt:

ich finde, die Regel soll sein, dass jede über sich! erzählt - nicht über die andere!
das ist schlicht respektlos - und zwar von der, die erzählt, als auch von der, die zuhört...
ich würde das auch als Zuhörende nicht akzeptieren

warum macht deine Freundin das ? hast du sie das mal gefragt? was zieht sie daraus?
dass sie super dasteht? oder was ist die motivation.... ? dich blosszustellen? denn nach Lösungsorientiertheit klingt das nicht...


hast du dir schon mal überlegt, ob dir diese Beziehung Freude macht?


Hey Pferfferkorn,

ich stimme dir vollkommen zu, wenn du sagst man sollte über sich sprechen! Wie der Sprecher und aber auch der Zuhörer jedoch damit umgeht, das ist glaube ich sehr individuell. Ich käme nicht auf die Idee von mir aus und auch nicht auf Nachfrage so detailliert darüber zu sprechen.
Der Grund der dahinter steckt kann ich dir bis jetzt noch nicht nennen. Ich werde in jedem Fall die Motivation dies zu tun ansprechen, jetzt wo ich ein Teil des Problems mit eurer Hilfe lokalisiert habe.

Ich gehe noch nicht so weit die Beziehung in Frage zu stellen. Natürlich stelle ich hier momentan ausschließlich die Schattenseite dar. Wir haben auch viel Spaß und durchaus viele positiv nennenswerte Lebensphasen miteinander. Das meine ich eben mit, Sex ist nicht das wichtigste in einer Beziehung. Ich werde sicherlich auch einige schöne Erlebnisse mit euch teilen, aber eben nicht in diesem Thread (IMG:style_emoticons/default/wink.gif)

Ich verstehe aber deine Frage nach dem, "ob überhaupt?"

Ich bin mir auch im klaren darüber, dass die Schilderung drastisch zu lesen ist. Aber genau dafür bin ich hier, um nicht mehr alles zu verschönern. Sondern um mich auch mal offen zu äußern.

Lieben Gruß
Blue


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sparrow75
Beitrag 06.Feb.2018 - 15:08
Beitrag #9


Naschkatze
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Hallo Blue,

ich habe dir eine PN geschrieben.

Liebe Grüße,

sparrow
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-Agnetha-
Beitrag 27.Feb.2018 - 22:29
Beitrag #10


ungerader Parallel-Freigeist
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Hallo!

Ich verstehe gut, dass es dich kränkt, wenn sie mit ihren Freundinnen über euer Sexleben spricht. So wie sie das macht, finde ich das, auch nicht ganz okay.
Gut, sie möchte sich auch aussprechen, das ist auch verständlich. Aber dann sollte sie das zumindest nur mit Freundinnen besprechen, mit denen du wenig zu tun hast und vor allem dir dann nicht davon erzählen.

Ich finde es ehrlich gesagt sehr unsensibel von ihr, wenn sie die erzählt wie toll das Sexleben ihrer guten Freundin ist.

Es wirkt so als ob sie dich zu sehr unter Druck setzt. Auch dass sie dir jeden Tag sagt dass sie früher viel mehr Sex hatte, ist meiner Meinung nach nicht sehr feinfühlig.

Bei sowas ist es wichtig keinen Druck zu erzeugen, denn ansonsten will man ja erst recht nicht mehr.

Vielleicht würde es dir leichter fallen, wenn sie dich mit dem Thema mal einen Monat lang komplett in Ruhe lässt? Vielleicht hättest du dann von dir aus auch wieder mehr Lust?

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Vereinfachte Darstellung Aktuelles Datum: 14.08.2018 - 18:47