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> Bin ich wirklich verliebt?
Long Silence
Beitrag 07.Jan.2018 - 23:06
Beitrag #1


Vorkosterin
*

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Erstmal ein hallo an euch alle.

Ich bin momentan etwas verwirrt und ich hoffe, dass mir Frauen, die in einer ähnlichen Situation waren oder einfach mehr Erfahrung haben, vielleicht etwas helfen oder mir einen neuen Blickwinkel eröffnen können. Wie die Frage im Titel schon verrät, bin ich mit einfach nicht sicher, ob das wirklich Liebe ist.

Erstmal zu der Ausgangssituation: Ich (34) bin mit meiner Freundin (23) seit 1 Jahr und 3 Tagen zusammen. Davor waren wir 3 Jahre lang beste Freunde (haben uns bei einem Praktikum in einer Firma kennengelernt und uns schnell angefreundet). Knapp 33 Jahre meines Lebens war ich der festen Überzeugung, dass ich nur hetero bin. Habe mich nie zu Frauen hingezogen gefühlt, immer nur zu Männern. Fand die Vorstellung zwischen zwei Frauen zwar nie abstoßend, aber auch nicht erregend und konnte es mir bei mir nie vorstellen. Erst als ich meine Freundin kennengelernt habe, habe ich auch zum ersten Mal über Sex mit Frauen nachgedacht (sie outete sich relativ schnell als bi). Hatte zwar schon immer auch Lesben im Freundeskreis, aber da kamen diese Gedanken irgendwie nicht auf.

Die Stimmung zwischen uns war vom ersten Kennenlernen an sehr vertraut und sie war bei mir immer schon anhänglicher als bei anderen Freunden und obwohl sie während unser Freundschaft gelegentlich was mit anderen hatte, blieb ich stets ihre Nummer 1 (so sagte sie z.B. Dates mit ihrem damaligen Freund ab, weil sie lieber mit mir Zeit verbringen wollte. Das erfuhr ich dann immer erst hinterher, dass sie eigentlich verplant gewesen war)

Die Freundschaft von uns wurde immer enger und vor 1,5 Jahren auf einer Party reagierte sie eifersüchtig (machte passiv-aggressive Bemerkungen), als ein ehemaliger ONS von mir, sich mit mir unterhielt. Ich konfrontierte sie am nächsten Tag damit und sie gestand, dass sie seit meinen Urlaub (da war ich 3 Wochen nur mit meiner Schwester auf Malta)denkt, in mich verliebt zu sein. Entgegen meiner Erwartung war ich weder überrascht, noch fühlte ich mich unwohl. Ich bat sie um Bedenkzeit und ertappte mich die nächsten Tage dabei, dass ich immerzu an sie denken musste (wenn ich drüber nachdenke, hatte ich auch im Urlaub viel über sie nachgedacht, aber dem nicht so viel Gewicht beigemessen).

Ich traf mich wieder mit ihr und fragte sie, ob ich sie küssen dürfte, damit ich Gewissheit hab. (IMG:style_emoticons/default/rolleyes.gif) und schon da fingen meine Schwierigkeiten an: wir knutschten zwar bestimmt 5min, aber ich hatte keinerlei Schmetterlinge. Die bekam ich erst viel später in der Beziehung beim Küssen.
Ich war mir also von Anfang an nicht sicher, ob ich wirklich mehr für sie empfand. Und diese Unsicherheit ist immer noch da.
Nach mehreren Dates schliefen wir miteinander und ich fühlte mich zwar unbeschreiblich wohl, aber nicht so erotisch aufgeregt wie ich das sonst so kannte. Mein Körper reagiert allerdings schon auf sie.

Mir fehlt einfach dieses klare Gefühl, dass mir sagt: ja, ich bin verliebt. Ich muss dazu sagen, dass ich das mit ex-Freunden auch nicht unbedingt hatte. Die Beziehungen hielten nicht lange (längste 4 Monate), zumal ich mir immer (wirklich immer) Männer aussuchte, die kein wirkliches Interesse an mir hatten (trotzdem oder gerade deshalb fuhr ich total auf die ab).
Mit ihr ist das anders. Von Anfang an wusste ich, dass sie mich so liebt wie ich bin. Das ich nichts tun muss, um ihr zu gefallen und das sie mich immer versteht (deswegen waren wir ja auch beste Freunde gewesen).

Wenn ich mit ihr schlafe, dann empfinde ich auch Lust, aber meine Höhepunkte zum Beispiel sind trotz der Erregung nicht so stark wie sie früher waren (obwohl sie teilweise eine viel bessere Liebhaberin ist als meine Ex). Allerdings denke ich auch, dass Sex doch nicht möglich, wenn ich nur Freundschaft für sie empfinden würde? Ihren Körper und sie finde ich richtig schön, aber bin davon nicht so angeturnt wie zum Beispiel den Rücken meines Ex’s. Andererseits ist der Sex mit ihr ingesamt viel schöner und näher als ich das gewöhnt bin.

An manchen Tagen bin ich mir sicher, dass das nur Freundschaft zwischen uns ist und teilweise schon ne halbe Stunde später, fang ich an sie grundlos dauernd zu küssen und denke, dass ich sie doch liebe. Ich bin eifersüchtig, wenn sie wieder von irgendwem angebaggert wird (oder habe allgemein Angst, dass jemand sie mir stehlen könnte. Würde ich ihr aber niemals sagen und lass ich mir auch nicht anmerken) aber vermisse sie nicht, wenn ich zum Beispiel mehrere Tage meinen kleinen Bruder besuche oder meine Eltern. Die Vorstellung, dass sie mich eh irgendwann verlässt ( sie ist 23. Auch wenn sie es jetzt sagt, glaube ich nicht, dass sie ein Leben lang mit mir zusammen sein kann ohne irgendwann das Gefühl zu bekommen, etwas zu verpassen.), macht mich richtig traurig, aber andererseits hab ich mir eh meine Zukunft nicht mit Frau an meiner Seite vorgestellt (das ist auch das Ding: bei meinen Freunden fand ich das irgendwie nie schlimm, dass sie gleichgeschlechtlich lieben. Ist nunmal so. Aber das bei mir zu akzeptieren, ist irgendwie unglaublich schwer. Keine Ahnung warum. Meiner Familie ist es egal, mit wem ich zusammen bin)
Ich weiß einfach nicht, was ich will und wie ich das herausfinden kann. Verspüre keinen Zugang zu meinen Gefühlen. Was ich denke und wie ich dann handle, ist teilweise so gegensätzlich. Eine Freundin meinte, dass ich mir vielleicht nur unsicher bin, weil mir die ständigen Hochs und Tiefs, die ich mit meinen Ex durchgemacht habe, fehlen. Bei ihr kann ich mir halt sicher sein, dass sie mich liebt. Aber nach einem Jahr sollte ich das doch durchschaut haben?

Tut mir Leid wegen dem langen Text. Vielleicht kann mir ja jemand helfen.
Danke schonmal und liebe Grüße
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ICSSWITBY
Beitrag 08.Jan.2018 - 00:58
Beitrag #2


Geschirrspülerin
**

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Beiträge: 5
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ZITAT(Long Silence @ 08.Jan.2018 - 00:06) *
Erstmal ein hallo an euch alle.

Ich bin momentan etwas verwirrt und ich hoffe, dass mir Frauen, die in einer ähnlichen Situation waren oder einfach mehr Erfahrung haben, vielleicht etwas helfen oder mir einen neuen Blickwinkel eröffnen können. Wie die Frage im Titel schon verrät, bin ich mit einfach nicht sicher, ob das wirklich Liebe ist.

Erstmal zu der Ausgangssituation: Ich (34) bin mit meiner Freundin (23) seit 1 Jahr und 3 Tagen zusammen. Davor waren wir 3 Jahre lang beste Freunde (haben uns bei einem Praktikum in einer Firma kennengelernt und uns schnell angefreundet). Knapp 33 Jahre meines Lebens war ich der festen Überzeugung, dass ich nur hetero bin. Habe mich nie zu Frauen hingezogen gefühlt, immer nur zu Männern. Fand die Vorstellung zwischen zwei Frauen zwar nie abstoßend, aber auch nicht erregend und konnte es mir bei mir nie vorstellen. Erst als ich meine Freundin kennengelernt habe, habe ich auch zum ersten Mal über Sex mit Frauen nachgedacht (sie outete sich relativ schnell als bi). Hatte zwar schon immer auch Lesben im Freundeskreis, aber da kamen diese Gedanken irgendwie nicht auf.

Die Stimmung zwischen uns war vom ersten Kennenlernen an sehr vertraut und sie war bei mir immer schon anhänglicher als bei anderen Freunden und obwohl sie während unser Freundschaft gelegentlich was mit anderen hatte, blieb ich stets ihre Nummer 1 (so sagte sie z.B. Dates mit ihrem damaligen Freund ab, weil sie lieber mit mir Zeit verbringen wollte. Das erfuhr ich dann immer erst hinterher, dass sie eigentlich verplant gewesen war)

Die Freundschaft von uns wurde immer enger und vor 1,5 Jahren auf einer Party reagierte sie eifersüchtig (machte passiv-aggressive Bemerkungen), als ein ehemaliger ONS von mir, sich mit mir unterhielt. Ich konfrontierte sie am nächsten Tag damit und sie gestand, dass sie seit meinen Urlaub (da war ich 3 Wochen nur mit meiner Schwester auf Malta)denkt, in mich verliebt zu sein. Entgegen meiner Erwartung war ich weder überrascht, noch fühlte ich mich unwohl. Ich bat sie um Bedenkzeit und ertappte mich die nächsten Tage dabei, dass ich immerzu an sie denken musste (wenn ich drüber nachdenke, hatte ich auch im Urlaub viel über sie nachgedacht, aber dem nicht so viel Gewicht beigemessen).

Ich traf mich wieder mit ihr und fragte sie, ob ich sie küssen dürfte, damit ich Gewissheit hab. (IMG:style_emoticons/default/rolleyes.gif) und schon da fingen meine Schwierigkeiten an: wir knutschten zwar bestimmt 5min, aber ich hatte keinerlei Schmetterlinge. Die bekam ich erst viel später in der Beziehung beim Küssen.
Ich war mir also von Anfang an nicht sicher, ob ich wirklich mehr für sie empfand. Und diese Unsicherheit ist immer noch da.
Nach mehreren Dates schliefen wir miteinander und ich fühlte mich zwar unbeschreiblich wohl, aber nicht so erotisch aufgeregt wie ich das sonst so kannte. Mein Körper reagiert allerdings schon auf sie.

Mir fehlt einfach dieses klare Gefühl, dass mir sagt: ja, ich bin verliebt. Ich muss dazu sagen, dass ich das mit ex-Freunden auch nicht unbedingt hatte. Die Beziehungen hielten nicht lange (längste 4 Monate), zumal ich mir immer (wirklich immer) Männer aussuchte, die kein wirkliches Interesse an mir hatten (trotzdem oder gerade deshalb fuhr ich total auf die ab).
Mit ihr ist das anders. Von Anfang an wusste ich, dass sie mich so liebt wie ich bin. Das ich nichts tun muss, um ihr zu gefallen und das sie mich immer versteht (deswegen waren wir ja auch beste Freunde gewesen).

Wenn ich mit ihr schlafe, dann empfinde ich auch Lust, aber meine Höhepunkte zum Beispiel sind trotz der Erregung nicht so stark wie sie früher waren (obwohl sie teilweise eine viel bessere Liebhaberin ist als meine Ex). Allerdings denke ich auch, dass Sex doch nicht möglich, wenn ich nur Freundschaft für sie empfinden würde? Ihren Körper und sie finde ich richtig schön, aber bin davon nicht so angeturnt wie zum Beispiel den Rücken meines Ex’s. Andererseits ist der Sex mit ihr ingesamt viel schöner und näher als ich das gewöhnt bin.

An manchen Tagen bin ich mir sicher, dass das nur Freundschaft zwischen uns ist und teilweise schon ne halbe Stunde später, fang ich an sie grundlos dauernd zu küssen und denke, dass ich sie doch liebe. Ich bin eifersüchtig, wenn sie wieder von irgendwem angebaggert wird (oder habe allgemein Angst, dass jemand sie mir stehlen könnte. Würde ich ihr aber niemals sagen und lass ich mir auch nicht anmerken) aber vermisse sie nicht, wenn ich zum Beispiel mehrere Tage meinen kleinen Bruder besuche oder meine Eltern. Die Vorstellung, dass sie mich eh irgendwann verlässt ( sie ist 23. Auch wenn sie es jetzt sagt, glaube ich nicht, dass sie ein Leben lang mit mir zusammen sein kann ohne irgendwann das Gefühl zu bekommen, etwas zu verpassen.), macht mich richtig traurig, aber andererseits hab ich mir eh meine Zukunft nicht mit Frau an meiner Seite vorgestellt (das ist auch das Ding: bei meinen Freunden fand ich das irgendwie nie schlimm, dass sie gleichgeschlechtlich lieben. Ist nunmal so. Aber das bei mir zu akzeptieren, ist irgendwie unglaublich schwer. Keine Ahnung warum. Meiner Familie ist es egal, mit wem ich zusammen bin)
Ich weiß einfach nicht, was ich will und wie ich das herausfinden kann. Verspüre keinen Zugang zu meinen Gefühlen. Was ich denke und wie ich dann handle, ist teilweise so gegensätzlich. Eine Freundin meinte, dass ich mir vielleicht nur unsicher bin, weil mir die ständigen Hochs und Tiefs, die ich mit meinen Ex durchgemacht habe, fehlen. Bei ihr kann ich mir halt sicher sein, dass sie mich liebt. Aber nach einem Jahr sollte ich das doch durchschaut haben?

Tut mir Leid wegen dem langen Text. Vielleicht kann mir ja jemand helfen.
Danke schonmal und liebe Grüße



Hallo "Long Silence",

schön, dass du da bist! (IMG:style_emoticons/default/cheerlead.gif) Zu deinem Anliegen: Zunächst einmal wären "verliebt sein" und "lieben", wie du sie beide im Text erwähnst, für mich jetzt zwei von Grund auf verschiedene Dinge. Wie ist das bei dir?

Davon abgesehen wird dir glaube ich keiner sagen können, was genau du fühlst bzw. als was man diese Gefühle jetzt betiteln kann oder sollte. (IMG:style_emoticons/default/happy.gif) Mir sind trotzdem ein paar Dinge aufgefallen:

Warum brauchst du überhaupt ein Label für deine Gefühle? Und wenn ja, für wen? Vor dir selbst? Vor deiner Freundin? Vor Familie, Freunden, Öffentlichkeit? Und welchen Vorteil würde es dir bringen, klar sagen zu können "ja, ich liebe sie"? Und welche Konsequenz würdest du für dich aus der Erkenntnis ziehen, wenn dem nicht so wäre?

Dann gebe ich der Freundin von dir, mit der du über das Thema gesprochen hast, Recht: Ich habe zum Beispiel - aus welchem Grund auch immer - immer dann krassere Verliebtheit für Frauen empfunden, wenn die Frage, ob sie mich auch mag, ob die Beziehung erhalten bleibt etc. ganz lange auf der Kippe stand und es ganz viele Hochs und Tiefs gab, als für Frauen, bei denen ein recht konstanter Verlauf von Kennenlernen, sich mögen, annähern und zusammen kommen gegeben war. Ich kann dir zwar nicht sagen, woran genau das liegt, habe aber mal gelesen, dass das wohl psychologisch bedingt sei. Relativ simples Prinzip: Wenn der Körper / der Mensch / die Psyche merkt, er kriegt etwas nicht oft oder weiß, dass etwas nicht von langer Dauer ist (wie du das z.B. bei deinen Ex-Freunden gewusst hast), dann versucht er mental wie auch körperlich das meiste aus der gegebenen Zeit und Situation rauszuholen. Deswegen hält - wenn man Statistiken glauben mag - bei Fernbeziehungen die durchschnittliche (!) Verliebtheitsphase weitaus länger an als bei Paaren, die sich in räumlicher Nähe befinden. Ausnahmen bestätigen die Regel. (IMG:style_emoticons/default/rolleyes.gif)

Meine nächste Frage: Haben sich deine Gefühle in der Zeit eurer Beziehung verändert? Es ist ja immer noch einmal ein Unterschied, ob man 4 Monate zusammen ist und von Anfang an davon ausgeht, dass das nicht von Dauer ist, als eine Beziehung von einem Jahr! Und muss die "Unaufgeregtheit" in eurer Beziehung denn was Schlechtes sein? Für mich liest sich eure Beziehung ausgesprochen liebevoll und ziemlich schön und vertraut! (IMG:style_emoticons/default/roetel.gif)

Für mich persönlich schwingt Freundschaft immer in Beziehungen mit. Das ist für mich aber auch eine unabdingbare Voraussetzung. Dass meine Freundin nicht nur feste Partnerin, sondern auch gute Freundin und Vertraute ist. Auch wenn es tolles Gefühl ist, verliebt zu sein, fände ich es für mich persönlich jetzt z.B. unfassbar anstrengend, wenn ich von morgens bis abends Schmetterlinge im Bauch hätte, wenn ich von meiner Freundin umgeben wäre. (IMG:style_emoticons/default/biggrin.gif) Aber wenn du dir das wünschst, hat das natürlich auch seine Berechtigung! (IMG:style_emoticons/default/happy.gif) Ich bin auch jemand, der zum Beispiel sehr viel Freiraum braucht. Dann tun mir ein paar Tage ohne meine Partnerin gut, dann freue ich mich nach der "Abstinenz" wieder umso mehr auf sie! (IMG:style_emoticons/default/pfeif.gif) Für dich scheint das aber eher ein Warnsignal zu sein, sehe ich das richtig?

Das waren jetzt mal ein paar Anregungen, es ist spät, deswegen gehe ich besser schlafen, bevor ich anfange Mist zu reden. (IMG:style_emoticons/default/biggrin.gif) Ich hoffe, da war was dabei, was dir eventuell helfen könnte oder etwas in dir anstößt! Gute Nacht und alles Gute dir! (IMG:style_emoticons/default/wavey.gif)
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Pirola
Beitrag 08.Jan.2018 - 16:13
Beitrag #3


Bekennende Urlesbe
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Hallo Long Silence ,
ich möchte nur kurz meinen Gesamteindruck wiedergeben . Es hört sich für mich so an , als
würde sich Deine Partnerin im Gegensatz zu den an Dir nicht interessierten Männern wirklich auf Dich
einlassen , als hättet Ihr eine Liebesbeziehung . Wenn Du jedoch sexuell auf weitaus distanziertere Typen und deren Dir zugewandten Rücken ( bezeichnenderweise der Rücken und nicht der Mann von Vorne , denn dann würde er Dich ansehen und Dich auch meinen )
abgefahren warst , so ist das jetzt eigentlich schon mal beziehungsmässig ein grosser Fortschritt und hat auch sehr viel
mehr mit Liebe zu tun als das , was Du hinter Dir gelassen hast .
Ich finde Deinen Weg gut und würde nicht wieder umkehren , wenn Du mich fragst .
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Long Silence
Beitrag 08.Jan.2018 - 22:04
Beitrag #4


Vorkosterin
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ZITAT(ICSSWITBY @ 08.Jan.2018 - 00:58) *
schön, dass du da bist! (IMG:style_emoticons/default/cheerlead.gif) Zu deinem Anliegen: Zunächst einmal wären "verliebt sein" und "lieben", wie du sie beide im Text erwähnst, für mich jetzt zwei von Grund auf verschiedene Dinge. Wie ist das bei dir?

Hmmm... ich liebe sie bestimmt, allerdings bin ich mir nicht sicher, ob dies auch auf die romantische Liebe zutrifft. Außer man wertet "verliebt" als "verknallt" bzw. Schwärmerei, dann bin ich definitiv nicht verliebt und die Liebe, die ich für sie empfinde, ist was latentes, was nicht auf hoch und tiefs beruht. Schwierig, schwierig.

ZITAT
Warum brauchst du überhaupt ein Label für deine Gefühle? Und wenn ja, für wen? Vor dir selbst? Vor deiner Freundin? Vor Familie, Freunden, Öffentlichkeit? Und welchen Vorteil würde es dir bringen, klar sagen zu können "ja, ich liebe sie"? Und welche Konsequenz würdest du für dich aus der Erkenntnis ziehen, wenn dem nicht so wäre?

Ich glaube vor mir selbst und vor meiner Freundin. Ich finde die Vorstellung schrecklich, dass ich vielleicht irgendwann bemerke, dass ich nur Freundschaft für sie empfinde und ich sie die ganze Zeit eigentlich hinters Licht geführt habe. Je länger diese Unsicherheit dauert, je mehr verletze ich sie. Zudem glaube ich, dass wir dann niemals mehr Freunde sein könnten. Das möchte ich auch nicht. Ihr gegenüber ist die ganze Situation eh unfair. Sie weiß, dass ich nicht so sicher bin wie sie (weswegen sie wahrscheinlich auch umso mehr in mich verliebt ist, während ich denke: müsste ich nicht auch so sein, wenn ich wirklich verliebt wäre?)

ZITAT
Meine nächste Frage: Haben sich deine Gefühle in der Zeit eurer Beziehung verändert? Es ist ja immer noch einmal ein Unterschied, ob man 4 Monate zusammen ist und von Anfang an davon ausgeht, dass das nicht von Dauer ist, als eine Beziehung von einem Jahr! Und muss die "Unaufgeregtheit" in eurer Beziehung denn was Schlechtes sein? Für mich liest sich eure Beziehung ausgesprochen liebevoll und ziemlich schön und vertraut! (IMG:style_emoticons/default/roetel.gif)

Ja, haben sie in gewisserweise. Sie steht mir am nähesten und obwohl wir vorher schon so gut befreundet waren, ist es jetzt viel enger. Sie ist einfach der Mensch, der mich am besten kennt. Kann nicht wirklich beschreiben, was sich verändert hat, aber so das Grundgefühl ist irgendwie näher und gefestigter.

ZITAT
Ich bin auch jemand, der zum Beispiel sehr viel Freiraum braucht. Dann tun mir ein paar Tage ohne meine Partnerin gut, dann freue ich mich nach der "Abstinenz" wieder umso mehr auf sie! (IMG:style_emoticons/default/pfeif.gif) Für dich scheint das aber eher ein Warnsignal zu sein, sehe ich das richtig?

Weil sie mich halt richtig vermisst (und es mir auch dauernd sagt bzw schreibt) und ich hab nicht diese Sehnsucht. Wenn wir uns sehen bin ich auch nicht so freudig, wie ich gerne wäre. Ich brauch dann wieder ne Zeit, um "warm" zu werden. Aber das war bei mir glaube immer so.

Vielen Dank für deine Antwort und deine Fragen. Hat mir schon sehr geholfen (IMG:style_emoticons/default/smile.gif)

ZITAT(Pirola @ 08.Jan.2018 - 16:13) *
Hallo Long Silence ,
ich möchte nur kurz meinen Gesamteindruck wiedergeben . Es hört sich für mich so an , als
würde sich Deine Partnerin im Gegensatz zu den an Dir nicht interessierten Männern wirklich auf Dich
einlassen , als hättet Ihr eine Liebesbeziehung . Wenn Du jedoch sexuell auf weitaus distanziertere Typen und deren Dir zugewandten Rücken ( bezeichnenderweise der Rücken und nicht der Mann von Vorne , denn dann würde er Dich ansehen und Dich auch meinen )
abgefahren warst , so ist das jetzt eigentlich schon mal beziehungsmässig ein grosser Fortschritt und hat auch sehr viel
mehr mit Liebe zu tun als das , was Du hinter Dir gelassen hast .
Ich finde Deinen Weg gut und würde nicht wieder umkehren , wenn Du mich fragst .

Vielen Dank für deine Antwort. Das ist ein interessanter Ansatz. Ist mir gar nicht aufgefallen mit den Rücken.
Umkehren würde ich auch nicht wollen. Aber ich befürchte, dass ich mich vielleicht falsch verhalte und nicht ehrlich zu ihr und zu mir bin. Sie ist die erste, die mir platt gesagt, meinen Hintern auf nen Tablett hinterhertragen würde. Ich habe Angst, dass ich insgeheim einfach nur diese Aufmerksamkeit mal haben möchte und das vielleicht gar keine "ehrliche" Liebe ist. Ach, ich bin kompliziert.
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pfefferkorn
Beitrag 09.Jan.2018 - 14:41
Beitrag #5


Gut durch
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Beiträge: 1.297
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... ich glaube einiges von dem was du schilderst, hat mit Vorstellungen zu tun -

- was erwarte ich, wenn ich verliebt bin? wie muss ich da sein?

- offensichtlich liebt sie mich mehr als ich sie - ist das gerecht? -

- du entsprichst nicht dem, was wer auch immer sich vorstellt, wenn ihr euch seht!


kann es auch sein, dass dir diese Liebesgeschichte nicht aufregend genug ist? -
vielleicht ist das so einfach nix für dich? das gefühl, da trägt mir eine alles hinterher ... hinterlässt auch bei mir keine guten Gefühle in der Resonanz,
sondern hört sich auch ganz schön langweilig an -

und es ist für mich auch nicht unstressig, sich anzuhören, wie sehr einen die andere vermisst hat -

und: im grunde schilderst du zweifel an deinen gefühlen - und das macht dir stress - würde mir auch stress machen -

ich kenne diesen stress und er hat sich irgendwie nach einiger zeit aufgelöst - weil dann immer klar wurde, dass das nix wird - aber schön war :-)

trotzdem habe ich da guten Zeiten gehabt, mich kennengelernt und die andere auch -

die "großen" liebesgeschichten haben sich anders angefühlt - da war irgendwas klar - einfach -leicht

am liebsten würde ich dir wünschen .... entspannt zu bleiben - nicht vergleichen müssen - hingenießen...wohlwissend, dass das die Quadratur des Kreises bedeutet

und: ich finde, du führst sie keineswegs hinters licht - du machst ihr ja nichts vor, oder hast du den eindruck?




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