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> Partnerin will keine Frau mehr sein, Panik vor der Transition
switch
Beitrag 18.Dec.2016 - 19:00
Beitrag #21


Filterkaffeetrinkerin
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Zunächst einmal:

Die Wahl, Mannsein oder Beziehung hat mein Partner nicht, denn ein Mann war er ja schon immer.
Bleibt noch die Frage: Beziehung weiterführen oder nicht. Mein Partner möchte weiterhin eine harmonische Beziehung in der wir respektvoll miteinander umgehen.
Wie es mir damit geht wenn er sich von mir trennen würde, falls ich nicht damit umgehen könnte?
Was würdest du machen wenn dich deine Partnerin nicht so nimmt und akzeptiert wie du bist?
Das größte Gut das wir haben ist Freiheit. Dazu gehört auch die Freiheit so zu leben wie wir möchten. Niemand und nichts soll uns einengen. Für nichts und niemanden möchten wir uns verbiegen oder verstellen. Wir möchten authentisch und unbehelligt leben ohne das uns vorgeschrieben wird was wir tun dürfen oder nicht. (Natürlich im Rahmen das wir keinen anderen schaden)
Mir steht es nicht zu und ich habe auch kein Interesse daran, meinen Partner klein zu halten. Ich will keinen Hampelmann der entgegen seiner Natur nach meiner Pfeife tanzt. Ich möchte einen authentischen Menschen an meiner Seite.
Wenn ich ein Problem mit Veränderungen, egal welcher Art habe, dann habe ich in erster Linie ein Problem mit mir! Mein Mann hat allerdings Verständnis dafür, wenn ich für die Umstellung ein bisschen Zeit brauche.

Jetzt bin plötzlich ich die, die die Wahl hat. Wer möchte ICH sein?
Ich möchte die Partnerin sein, mit der man Dinge bewältigen kann. Eine, die nicht gleich abdampft wenn es schwierig wird. Eine Frau mit der man Pferde stehlen kann. Ich möchte die Freundin sein auf die man sich verlassen kann.

Seitdem ich mir nicht mehr einrede ein Opfer und hilflos zu sein, weil etwas mit mir geschieht, sondern die, die sich entscheidet den neuen Weg mitzugehen, bin ich viel zufriedener.

😃
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Françoise
Beitrag 18.Dec.2016 - 19:16
Beitrag #22


Satansbraten
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ZITAT(switch @ 18.Dec.2016 - 19:00) *
Zunächst einmal:

Die Wahl, Mannsein oder Beziehung hat mein Partner nicht, denn ein Mann war er ja schon immer.
Bleibt noch die Frage: Beziehung weiterführen oder nicht. Mein Partner möchte weiterhin eine harmonische Beziehung in der wir respektvoll miteinander umgehen.
Wie es mir damit geht wenn er sich von mir trennen würde, falls ich nicht damit umgehen könnte?
Was würdest du machen wenn dich deine Partnerin nicht so nimmt und akzeptiert wie du bist?
Das größte Gut das wir haben ist Freiheit. Dazu gehört auch die Freiheit so zu leben wie wir möchten. Niemand und nichts soll uns einengen. Für nichts und niemanden möchten wir uns verbiegen oder verstellen. Wir möchten authentisch und unbehelligt leben ohne das uns vorgeschrieben wird was wir tun dürfen oder nicht. (Natürlich im Rahmen das wir keinen anderen schaden)
Mir steht es nicht zu und ich habe auch kein Interesse daran, meinen Partner klein zu halten. Ich will keinen Hampelmann der entgegen seiner Natur nach meiner Pfeife tanzt. Ich möchte einen authentischen Menschen an meiner Seite.
Wenn ich ein Problem mit Veränderungen, egal welcher Art habe, dann habe ich in erster Linie ein Problem mit mir! Mein Mann hat allerdings Verständnis dafür, wenn ich für die Umstellung ein bisschen Zeit brauche.

Jetzt bin plötzlich ich die, die die Wahl hat. Wer möchte ICH sein?
Ich möchte die Partnerin sein, mit der man Dinge bewältigen kann. Eine, die nicht gleich abdampft wenn es schwierig wird. Eine Frau mit der man Pferde stehlen kann. Ich möchte die Freundin sein auf die man sich verlassen kann.

Seitdem ich mir nicht mehr einrede ein Opfer und hilflos zu sein, weil etwas mit mir geschieht, sondern die, die sich entscheidet den neuen Weg mitzugehen, bin ich viel zufriedener.

😃



Das klingt schön.
Ich wünsche euch viel Glück auf eurem Weg

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McLeod
Beitrag 19.Dec.2016 - 09:56
Beitrag #23


mensch.
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Wow, da ist vieles scheint mir klarer geworden, seit Du den Thread gestartet hast... Viel Kraft und Geduld für den Weg. Und Neugier und Gelassenheit miteinander... Pubertät ist ja manchmal ein spannender, aber zum Glück zeitlich begrenzter Ritt durch unebenes Gelände...

Und bleib, solange es dir Dich passt und falls Du Fragen hast, solange sie lesbische Bezüge haben. Ist bestimmt n Thema: Was bedeutet es für mich, wie erlebe ich die alte Heimat "Szene" oder auch: Begehre ich wieder eine Frau und wie passt das mit meiner Beziehung zusammen? Es kann noch vieles auf dem Weg liegen... Mehr, als ich mir gerade vorstellen kann.

Grüßlis
McLeod
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Marsali
Beitrag 20.Dec.2016 - 12:14
Beitrag #24


Satansbraten
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ZITAT(switch @ 18.Dec.2016 - 19:00) *
Seitdem ich mir nicht mehr einrede ein Opfer und hilflos zu sein, weil etwas mit mir geschieht, sondern die, die sich entscheidet den neuen Weg mitzugehen, bin ich viel zufriedener.

😃


Dein Statement gefällt mir sehr gut! Insgesamt, aber besonders die zitierte Aussage. Davon möchte ich auch für mich etwas mitnehmen. Ich hoffe, ich kann das umsetzen, was ich daraus lese.

Der Beitrag wurde von Marsali bearbeitet: 20.Dec.2016 - 12:14
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switch
Beitrag 11.Apr.2017 - 22:21
Beitrag #25


Filterkaffeetrinkerin
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Hallo zusammen,

jetzt sind es auf den Tag genau fünf Monate seitdem sich mein Partner bei mir geoutet hatte und heute ist sein T-Day gewesen. Also der Tag, an dem er das erste Mal Testo-Gel auftrug.
Es ging alles sehr schnell in der Vergangenheit. Therapieplatz, Endokrinologie, Antrag auf Vä/Pä, Gutachtertermine, überall geoutet und ausschließlich männlich unterwegs....

Unsere Beziehung hält und wird es auch weiterhin, da bin ich zuversichtlich dass wir das schaffen.


Mit diesem kleinen Update wollte ich mich nochmal bei euch melden.

Frohe Ostern wünsche ich euch (IMG:style_emoticons/default/wavey.gif)
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Françoise
Beitrag 13.May.2017 - 08:00
Beitrag #26


Satansbraten
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Hallo liebe Swich,
wie geht es Dir (und euch) inzwischen?
Herzliche Grüße
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switch
Beitrag 15.May.2017 - 12:04
Beitrag #27


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ZITAT(Françoise @ 13.May.2017 - 09:00) *
Hallo liebe Swich,
wie geht es Dir (und euch) inzwischen?
Herzliche Grüße



Hey Françoise,

Danke, uns geht es sehr gut!
Zwischendurch hatte ich immer wieder mal Probleme mit dem Thema, es wurde mir einfach zuviel. Das lag aber daran, dass ich mich permanent im ftm-Forum damit beschäftigte. Es tut mir allerdings nicht gut, die Probleme und Anliegen von anderen Transmännern zu lesen. Das hat ja mit meinem Partner und mir nichts zu tun.
Charakterlich hat sich nämlich nichts bei ihm geändert. Sein Äußeres ändert sich durch das Testogel langsam. Er ist nicht mehr ganz so zierlich, wirkt etwas muskulöser und kräftiger.
Anfang nächsten Jahres kann er mithilfe seines Therapeuten die Kostenübernahme seiner Mastektomie bei der Krankenkasse beantragen. Bei seiner "Ausgangslage" kommt er höchstwahrscheinlich mit kleinen Schnitten aus. Eine gute plastische Chirurgin bekommt das ohne bleibende, sichtbare Narben hin. Das wäre natürlich topp.

Also bis jetzt läuft alles ganz gut zum Glück.

Liebe Grüße
Switch

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Françoise
Beitrag 20.May.2017 - 10:28
Beitrag #28


Satansbraten
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ZITAT(switch @ 15.May.2017 - 13:04) *
ZITAT(Françoise @ 13.May.2017 - 09:00) *
Hallo liebe Swich,
wie geht es Dir (und euch) inzwischen?
Herzliche Grüße



Hey Françoise,

Danke, uns geht es sehr gut!
Zwischendurch hatte ich immer wieder mal Probleme mit dem Thema, es wurde mir einfach zuviel. Das lag aber daran, dass ich mich permanent im ftm-Forum damit beschäftigte. Es tut mir allerdings nicht gut, die Probleme und Anliegen von anderen Transmännern zu lesen. Das hat ja mit meinem Partner und mir nichts zu tun.
Charakterlich hat sich nämlich nichts bei ihm geändert. Sein Äußeres ändert sich durch das Testogel langsam. Er ist nicht mehr ganz so zierlich, wirkt etwas muskulöser und kräftiger.
Anfang nächsten Jahres kann er mithilfe seines Therapeuten die Kostenübernahme seiner Mastektomie bei der Krankenkasse beantragen. Bei seiner "Ausgangslage" kommt er höchstwahrscheinlich mit kleinen Schnitten aus. Eine gute plastische Chirurgin bekommt das ohne bleibende, sichtbare Narben hin. Das wäre natürlich topp.

Also bis jetzt läuft alles ganz gut zum Glück.

Liebe Grüße
Switch



Ach toll, das freut mich liebe swich. Ich wünsche euch, dass sich weiter alles so gut entwickelt (IMG:style_emoticons/default/smile.gif)
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McLeod
Beitrag 22.May.2017 - 10:41
Beitrag #29


mensch.
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Es war sehr schön, das zu lesen. Klingt ganz aufgeräumt und auf dem Weg. Alles Gute weiterhin. Für alles andere gibt es das Forum ;-)

McL
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switch
Beitrag 15.Jul.2017 - 21:22
Beitrag #30


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nächsten Freitag ist Gerichtstermin. Dann wird die Vornamen- und Personenstandsänderung beschlossen.

Neulich hatte ich einen Albtraum:
Ich hatte eine VR-Brille auf (stehe ich überhaupt nicht drauf normalerweise). Ich sehe ein Pult mit Knöpfen vor mir und drücke auf den Erstbesten. Daraufhin stürzte ich (virtuell) Kopfüber in ein tiefes Loch. Unten im Loch loderte ein Feuer. Ich wusste nicht was ich machen sollte, kenne mich Technik null aus, drückte wieder auf einen Knopf und stürzte weiter in das Loch, so dass ich Angst hatte zu verbrennen. Ich rief den früheren weiblichen Namen meines Mannes, aber er rührte sich nicht. Ich rief nochmal, aber er half mir nicht...... Dann bin ich aufgewacht.

Mir sagt der Traum Einiges. Ich habe es noch lange nicht verarbeitet und meine Frau werde ich ums Verrecken nicht wieder bekommen......
Er hat mich gefragt ob ich Freitag mitkomme zum Gericht und anschließend zur Feier mit ihm Essen gehe........
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switch
Beitrag 30.Oct.2017 - 10:40
Beitrag #31


Filterkaffeetrinkerin
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Hallo liebe Forumsfrauen,

ich habe mir gedacht, es wäre gut ein Update zu schreiben, für die die es interessiert.

Stand heute:
mein Mann und ich sind sehr glücklich miteinander, endlich.

Es ist jetzt fast auf den Tag genau ein Jahr her dass sich mein Mann bei mir als trans* outete. Damals war ich sehr verunsichert, irritiert, ängstlich und auch wütend, dass "das" mir "passiert"

Heute bin ich doch recht froh darüber, wie sich meine Beziehung zu meinem geliebten Menschen entwickelt hat.
Ja, es gab Höhen und Tiefen, wobei die Tiefen eindeutig überwogen. Es war auch mal von Trennung die Rede, danach die Erkenntnis, dass die auch nicht die Lösung sein konnte....
"Es müsste Klick machen in meinem Kopf" sagte ich mir. Ich muss die Frau die ich einst liebte, loslassen. Nicht an etwas festhalten was längst nicht mehr da war und dem Neuen eine echte Chance geben. Das war ein Prozess, der tatsächlich fast zwölf Monate gedauert hat.
Das vergangene Jahr hat mich viel gelehrt, vor allem über mich. Ich habe mein Leben selbst in der Hand, wie ich einmal mehr erfreulicherweise feststellen durfte. Meine innere Haltung, mein Denken beeinflussen meine Gefühle und somit auch mein Agieren nach außen. Ich habe stets geglaubt, mein Handeln wird von äußeren Einflüssen bedingt, doch es ist umgekehrt.

Mein Mann ist mit meiner Entspanntheit sehr glücklich. Sie tut uns beiden gut. Wir machen wieder Zukunftspläne, sind zärtlich zueinander, Intimität können wir ganz ungezwungen wieder erleben und das Vertrauen ist auf beiden Seiten zurück.

Ich bin an dem Punkt angekommen, wo ich meine Frau nicht mehr schmerzlich vermisse.... und das tut gut.


Liebe Grüße
Switch



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leslie
Beitrag 30.Oct.2017 - 12:22
Beitrag #32


Miau
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(IMG:style_emoticons/default/flowers.gif) (IMG:style_emoticons/default/thumbsup.gif) (IMG:style_emoticons/default/knuddel.gif)
Ich kann nicht viel mehr dazu schreiben, als dass ich mich sehr für Dich bzw. Euch freue, dass Ihr diese äußerst schwierige Situation so souverän gemeistert habt und hoffentlich auch weiterhin meistern werdet!
Ich wünsche Euch alles Liebe und Gute für Eure gemeinsame und hoffentlich glückliche Zukunft!
LG Leslie
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McLeod
Beitrag 30.Oct.2017 - 13:54
Beitrag #33


mensch.
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Gänsehaut... (IMG:style_emoticons/default/flowers.gif)
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june
Beitrag 30.Oct.2017 - 16:56
Beitrag #34


Gut durch
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Hi Switch,

WOW, toll! (IMG:style_emoticons/default/cheerlead.gif)

Ich bin mir (fast) sicher, dass ihr euch damit in einer Ausnahmesituation befindet! Zwei Beispiele aus meinem Umfeld können das illustrieren:

- Zwei befreundete Paare, die lange zusammen waren, habt sich aufgrund des Trans-Outings und der sich anschließenden Transition getrennt, da die jeweilige Frau meinte, sie sei ja lesbisch...
Die (Trans-)Männer haben seitdem (seit ca. sechs bzw. ca. acht Jahren) keine Partnerschaft mehr, haben sich sehr zurückgezogen.
Das finde ich persönlcih total schade, da ich denke, dass gerade während dieses Prozesses eine Partnerschaft unglaublich stärkt.
Irgendwie scheint mir das der häufiger gegangene Weg...
(Ich könnte mir übrigens niemals vorstellen, mein*e Partner*in, die sich auch nicht durchgängig als Frau definiert, deswegen zu verlassen! Zu sehr liebe ich sie, ihr Sein, ihren Humor, ihr Alles.)

- Eine weitere Freundin hat hingegen (genau umgekehrt) sogar ihren Ex-Partner verlassen (sie "war hetero"), um nun mit einer Trans-Frau zusammenzuleben. Hut ab! Aber die beiden sind auch solche soul mates... Sie hat ihre neue Partnerin als "Mann" kennengelernt - um dann direkt beim ersten oder zweiten Date zu erfahren, dass "er" sich als "sie" fühlt - und plant, dies nun auch öffentlich zu machen.

Hach ja, dieses Leben...

Aber ich schweife ab, dieses ist dein Thread und daher nochmal: (IMG:style_emoticons/default/flowers.gif)
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Françoise
Beitrag 03.Nov.2017 - 13:29
Beitrag #35


Satansbraten
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ZITAT(switch @ 30.Oct.2017 - 10:40) *
Hallo liebe Forumsfrauen,

ich habe mir gedacht, es wäre gut ein Update zu schreiben, für die die es interessiert.

Stand heute:
mein Mann und ich sind sehr glücklich miteinander, endlich.

Es ist jetzt fast auf den Tag genau ein Jahr her dass sich mein Mann bei mir als trans* outete. Damals war ich sehr verunsichert, irritiert, ängstlich und auch wütend, dass "das" mir "passiert"

Heute bin ich doch recht froh darüber, wie sich meine Beziehung zu meinem geliebten Menschen entwickelt hat.
Ja, es gab Höhen und Tiefen, wobei die Tiefen eindeutig überwogen. Es war auch mal von Trennung die Rede, danach die Erkenntnis, dass die auch nicht die Lösung sein konnte....
"Es müsste Klick machen in meinem Kopf" sagte ich mir. Ich muss die Frau die ich einst liebte, loslassen. Nicht an etwas festhalten was längst nicht mehr da war und dem Neuen eine echte Chance geben. Das war ein Prozess, der tatsächlich fast zwölf Monate gedauert hat.
Das vergangene Jahr hat mich viel gelehrt, vor allem über mich. Ich habe mein Leben selbst in der Hand, wie ich einmal mehr erfreulicherweise feststellen durfte. Meine innere Haltung, mein Denken beeinflussen meine Gefühle und somit auch mein Agieren nach außen. Ich habe stets geglaubt, mein Handeln wird von äußeren Einflüssen bedingt, doch es ist umgekehrt.

Mein Mann ist mit meiner Entspanntheit sehr glücklich. Sie tut uns beiden gut. Wir machen wieder Zukunftspläne, sind zärtlich zueinander, Intimität können wir ganz ungezwungen wieder erleben und das Vertrauen ist auf beiden Seiten zurück.

Ich bin an dem Punkt angekommen, wo ich meine Frau nicht mehr schmerzlich vermisse.... und das tut gut.


Liebe Grüße
Switch



Ach schön switch...ich freue mich mit Dir (IMG:style_emoticons/default/flowers.gif)
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switch
Beitrag 05.Jun.2019 - 21:46
Beitrag #36


Filterkaffeetrinkerin
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Hallo ihr Lieben,

puh, nach sooo langer Zeit melde ich mich mal wieder hier.

Der letzte Stand Ende 2017 war: wir sind sehr glücklich miteinander.
Stand heute: wir sind es nicht mehr.

Das wird auch nichts mehr. Der Ofen ist einfach aus.

Der Mensch der (noch) bei mir wohnt interessiert mich einfach nicht mehr. Wir sind zu verschieden geworden.
Ich halte nicht mehr an unserer Beziehung fest. Die Liebe ist vergangen und ich trauere ihr auch nicht mehr nach.

Stattdessen freue ich mich darauf eine neue Frau kennen und vielleicht auch lieben zu lernen. Aber das lasse ich auf mich zu kommen. Alles locker und nichts über´s Knie brechen, lautet meine Devise.

Euch noch einen schönen Abend 😉
Switch
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june
Beitrag 06.Jun.2019 - 13:09
Beitrag #37


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Das überrascht mich. Es klingt schon sehr klar oder sogar abgeklärt. Jedenfalls fest.
Magst du - falls nicht zu privat - schildern, ob es möglicherweise mit der Transition zusammenhängt?
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Cassey
Beitrag 30.Jun.2019 - 10:24
Beitrag #38


Geschirrspülerin
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Es ist immer mutig aber auch depri zugeben zu müssen dass eine Beziehung am Ende ist.
Und es ist gut dass du die Türe für etwas Neues wieder geöffnet hast!
Deshalb möchte dir einfach einen lieben Gruß schicken!!

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Mab
Beitrag 03.Jul.2020 - 17:17
Beitrag #39


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Spannende Entwicklung.

Meine Frau und ich - unterdessen fast 18 Jahre zusammen - haben vor Jahren über das Thema geredet, was wäre wenn. Das Thema Trans wurde in der Öffentlichkeit immer präsenter und manchmal machen wir einen Abgleich, wie wir zu manchen Dingen stehen.
Kurz: beide haben verlauten lassen, wenn die jeweils andere zum Mannsein tendiere, dann würden wir uns trennen. Nunja, wir sind beide ziemlich lesbisch. Und so ein Thema würde in die Mitte unserer Beziehung knallen. Wir haben uns beide in das jeweils Äußere und weibliche Geschichte der anderen verliebt. Das Innere kam später dazu. Ich habe auch nie sagen können, dass ich mich in den Charakter einer Person verliebe. Sondern es war immer die Frau mir gegenüber. Nach Jahren kann ich sagen, es ist das weibliche Kompaktpaket.

Danke für deinen Mut, deinen Status hier zu posten. Und ich hoffe und wünsche dir sehr, dass das Leben dir neue Türen geöffnet hat. (IMG:style_emoticons/default/flowers.gif)

ZITAT(switch @ 05.Jun.2019 - 22:46) *
Hallo ihr Lieben,

puh, nach sooo langer Zeit melde ich mich mal wieder hier.

Der letzte Stand Ende 2017 war: wir sind sehr glücklich miteinander.
Stand heute: wir sind es nicht mehr.

Das wird auch nichts mehr. Der Ofen ist einfach aus.

Der Mensch der (noch) bei mir wohnt interessiert mich einfach nicht mehr. Wir sind zu verschieden geworden.
Ich halte nicht mehr an unserer Beziehung fest. Die Liebe ist vergangen und ich trauere ihr auch nicht mehr nach.

Stattdessen freue ich mich darauf eine neue Frau kennen und vielleicht auch lieben zu lernen. Aber das lasse ich auf mich zu kommen. Alles locker und nichts über´s Knie brechen, lautet meine Devise.

Euch noch einen schönen Abend 😉
Switch

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