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> kann mir nicht selbst entfliehen...
Kirre
Beitrag 03.Feb.2020 - 23:50
Beitrag #1


Geschirrspülerin
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Hallo Ihr Alle. Ich weiß nicht, wohin ich mich noch wenden kann. (IMG:style_emoticons/default/sad.gif)
Ich bin Mitte 30, hochsensibel, sprich, ich baue zu Menschen sehr schnell eine extrem starke emotionale Verbindung auf, sobald sie eine meiner vielen Facetten und Interessen ansprechen und bin dann völlig fokussiert auf sie und werde irgendwann (so wie jetzt) ziemlich deprimiert, weil ich merke, dass umgekehrt nicht die gleiche Intensität gegeben ist und ich mich dann irgendwie blöd fühle. Als wäre ich ein Fehler auf der Welt, bescheuert, selbstüberschätzt.... ich bin zZ ziemlich down. In einem anderen Thread schrieb ich, dass ich in meine Chefin verliebt bin oder sagen wir, ich bin total süchtig nach ihr, rieche sie verdammt gerne, liebe ihre Stimme (außer sie kriegt nen Rappel und die Stimme hebt sich so extrem, dann möchte ich nur fliehen. (IMG:style_emoticons/default/roetel.gif) ), finde sie körperlich extrem anziehend und möchte sie ständig trösten und in den Arm nehmen und finde sie gerade dafür großartig, dass sie sich so viele Gedanken macht und bewundere ihre Energie, die sie in so viele (zu viele) Projekte steckt und mache mir gleichzeitig seit Ewigkeiten Sorgen, dass sie sich übernimmt und irgendwann gar nicht mehr allein aufstehen kann (ausgebrannt ist).... Ich habe einen Teil meiner Gefühle und Sorgen schon rausgelassen, sie bedankte sich sehr herzlich dafür... aber es ist sooo wechselhaft. Vor einer Woche noch umarmte sie mich fest und gab mir einen Kuss auf den Hals... jetzt hasst sie sich selbst wie sie sagt (dafür dass sie gerade für so viel Stress auf Arbeit sorgt -aber eher aus einer Notwendigkeit heraus und nicht weil es ihr Freude macht) und ist distanziert und völlig schockiert, wenn ich ihr sage, dass ich sie total gern habe ("das könne sie ja gar nicht glauben")... das macht mich schier verrückt. Zum Einen stellt sich für mich dann alles in Frage, was vorher lief (sie glaubt mir, dass ich sie großartig finde, aber nicht, dass ich sie total mag?) ... ich würde ihr in solchen Momenten am liebsten mal einen Einblick in meine Welt geben, dass ich seit über 1 Jahr von ihr schwärme, sie so ziemlich jede Nacht in meinen Träumen auftaucht, ich sofort springen würde, wenn sie mich um einen Gefallen bitten würde (tu ich ja eh schon auf Arbeit, aber ich würds eben gern privater haben)... Ich habe meine rosa Brille verloren und weiß, dass sie nicht auf mich steht. Sie schätzt mich sehr als gute Mitarbeiterin und mag mich auch sehr (wie sie sagt und was man merkt), aber an das, woran ich denke, kann sie glaube ich gar nicht denken, da ihr Kopf viel zu voll ist. Das lässt natürlich Spielraum für Hoffnungen, dass sie es irgendwann doch kann, wenn sie denn mal zur Ruhe kommt, aber dann verdreht der Realist in mir die Augen und kann mein eigenes Kopfkino nicht mehr ertragen. Ich muss loslassen, das weiß ich, aber ich weiß absolut nicht wie. Ich habe Angst, dadurch jede Chance auf eine Freundschaft zu verbauen. Wir waren schon ein paar Mal zusammen weg, sie verbringt auch gern Zeit mit mir.... aber ich fühle mich manchmal so einsam in dieser Heterowelt und manchmal verletzt, einfach dadurch, dass sie so lieb und schön und toll ist und nicht darüber nachdenkt, was das mit mir anstellt, so als sei sie absichtlich so zu mir. Ich kann auch knallhart sein, wenn sich Männer in mich verlieben und kann sie nicht ernst nehmen, weil sie mich in meiner Liebe zu Frauen ja auch nicht ernst nehmen, sonst würden sie sich ja nicht einbilden, dass ich ebenfalls auf sie stehen könnte. Vielleicht habe ich die Retourkutsche also verdient, dass ich immer für Heteras schwärme, die unmöglich meine Gefühle erwidern können. Zur Zeit habe ich ständig den Wunsch, komplett aus meinem Leben auszubrechen, irgendwo ganz anders hinzugehen, ganz allein, ohne Familie, Freunde, alles komplett hinter mich zu lassen. Aber ich wüsste, es würde nicht lange dauern und ich wäre in der gleichen Situation in einem anderen Land, mit einem anderen Menschen. Man kennt mich eigentlich hauptsächlich total fröhlich, überdreht, glücklich. Ich weiß, wofür ich alles dankbar sein kann. Hey, ich darf mit ihr, mit einer der großartigsten Frauen, jeden Tag zusammenarbeiten. Aber es reicht mir irgendwie nicht. Ich will mehr.... und ich will nicht mehr.

Der Beitrag wurde von Kirre bearbeitet: 03.Feb.2020 - 23:54
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june
Beitrag 04.Feb.2020 - 07:58
Beitrag #2


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Hallo,

ufz, da ist ja ziemlich viel los bei dir emotional.

Sie ist hetero und sie möchte keine Beziehung.
Da heißt es - schon aus Respekt für Sie, aber auch aus Respekt vor dir selbst: loslassen. Hast du ja schon gesagt.
Ist natürlich fies, wenn das Objekt der Begierde ständig um einen herum ist. Königsdisziplin sozusagen.

Entfliehen kann man solch schmerzhaften Situationen nicht immer. Aber daran wachsen.

Falls du Hilfe brauchst, z.B. eine Therapie (am besten speziell für Hochsensible), dann gönn sie Dir!
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pfefferkorn
Beitrag 04.Feb.2020 - 13:30
Beitrag #3


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Ganz schön viel los bei Dir :-)

ich glaube nicht, dass du durch loslassen die Chance auf eine Freundinnenschaft verspielst, sondern sie genau gewinnst -
ich befürchte, wenn du so weitermachst wie bisher, wird sie dir so richtig den Stuhl vor die Tür stellen - weil sie sich belästigt fühlt - für mich klingt dein Ton ganz schön beengend -
wenn ich das mal so direkt feedbacke - und das traue ich mich jetzt, weil Du auch beschäftigt bist und es da auch um Deinen Arbeitsplatz geht, und da mags eine ja angenehm haben -


... im Grunde höre ich auch eine Unterstellung raus ... "wenn sie mal Zeit hat, in sich reinzuhören, könne es vielleicht doch sein, das sie auf dich steht" - da nimmst du sie meiner Meinung nach ja nicht sehr ernst in ihren Aussagen -

vielleicht kann es Dir gelingen, ein wenig Ruhe in Dein Gefühlsleben zu bringen und auch ernst zu nehmen, was da an Reaktion von Deiner Chefin kommt - auch wenns wehtut - wäre eine Eskalation der Situation ja nicht wünschenswert

ich wünsche dir viel Gelassenheit und Austausch

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Kirre
Beitrag 08.Feb.2020 - 12:08
Beitrag #4


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Hallo june,

Danke für Deine klaren Worte.
Es stimmt, ich empfinde es auch als respektlos, wenn Mann meine Liebe zur Frau nicht akzeptiert... ich möchte ihr nicht ebenfalls unrecht tun.
Und nachdem ich alles hier abgelassen habe, ging es auf einmal. 1 Jahr lang habe ich mich vehement dagegen gesträubt, sie "loszulassen". Ich dachte, loslassen bedeutet, sich abzuwenden, den anderen in Ruhe zu lassen, nicht mehr für ihn da zu sein. Dass daraus wohl eher keine Freundschaft entstehen kann, ist ja irgendwie logisch, oder? Daher habe ich das nicht tun wollen.
Nun hat es irgendwie geklickt, auch durch Eure Antworten, auf die ich nicht zeitnah reagieren konnte. Ich kontaktiere sie nicht mehr außerhalb der Arbeitszeit und hoffe zwar jedesmal bei einer neuen Nachricht, dass sie irgendwie doch von ihr sein möge, aber die Hoffnung und Aufregung halten sich vergleichsweise sehr in Grenzen. Zu wissen, dass nichts von ihr kommt, hat auch etwas Beruhigendes und Sicheres. Ich kann wesentlich entspannter sein und muss mich auch nicht mehr damit stressen, ob ich was schreibe, wie ich was schreibe usw. Ich bin wieder zuversichtlich, dass sich von allein mal wieder ein privates Treffen oder so ergeben wird, auch ohne mein großes Zutun. Immerhin, ich kann ihr nicht entfliehen durch die Arbeit. Aber ich habe die Arbeit auch sicher und ich muss nicht fürchten, den Kontakt zu ihr zu verlieren, wenn ich mich privat zurückziehe. Wir sehen uns ja zwangsläufig und auch das bringt eine gewisse Ruhe und Zuversicht.

Ich habe tatsächlich eine Therapeutin gefunden, die auch auf Hochsensibilität geschult ist. Sollte ich je wieder so ein extremes Tief empfinden, kann ich sie im Notfall aufsuchen. Ist wohl wirklich keine schlechte Idee !

@Pfefferkorn: Vielen Dank für Deine klaren Worte. Ich denke extrem viel nach und hinterfrage so ziemlich jeden meiner Schritte und es ist mir wichtig, das, was mich an Gefühlen überfordert, nicht an ihr auszulassen. Ich glaube also nicht, dass ich sie wirklich bedränge. Das ist eher in meinem Kopf. Ich würde sie gern am liebsten ständig trösten, für sie da sein usw., tu es aber nicht. Ich höre zu, wenn sie was erzählt, und verkneife mir etliche Andeutungen, Kommentare und Gefühlsäußerungen usw. Ganz oft ist es so, dass ich irgendwann doch in einem Satz etwas erzähle und sie dann fragt, warum ich das nicht gleich gesagt hätte, ob ich mich nicht getraut hätte.

Ja, das ist wirklich eine blöde Unterstellung meinerseits, die ich versuche, jetzt zu lassen. Natürlich habe ich nach wie vor die Hoffnung, dass die Zeit uns vielleicht näher zusammenführt. Denn es ist schon so, dass sie zu mir ein anderes Verhältnis hat als zu den Kolleginnen, wir necken uns einfach oft. Sie berührt einen dabei auch immer häufiger, verliert einfach immer mehr die Hemmschwelle. Umgekehrt ist das nicht so, das einzige, was mal passiert, dass ich sie mit einem Papierkügelchen abschieße in meinem Übermut, dann jedesmal fürchte, gleich flippt sie aus, da das zu weit ging, stattdessen lacht sie sich kaputt. Sie mag mich wirklich. Und wenn ich aufhöre, darüber nachzudenken, wie es mir gelingen könnte, sie zu küssen, dann kann ich auch so sein, wie ich eigentlich bin: fröhlich, aufgekratzt, hilfsbereit, zuvorkommend usw. Und das ist ein noch viel schöneres Gefühl als Trübsal zu blasen, weil sie mich nicht in die Kiste kriegen will. (IMG:style_emoticons/default/biggrin.gif)
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pfefferkorn
Beitrag 10.Feb.2020 - 12:07
Beitrag #5


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das klingt gut! ich freu mich für dich - ... danke für das gute Beispiel, dass Aufschreiben manchmal "mehr" macht - dass sich da Prozesse in Bewegung setzen.... das ist toll zu erleben und: ... ich werds auch mal wieder tun :-)
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Kirre
Beitrag 27.Feb.2020 - 00:26
Beitrag #6


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Hallo Ihr alle ... vielleicht weiß noch mal eine einen Rat... ich bin zur Zeit ein bisschen ratlos und traurig. Ich habe mich ziemlich gut daran gehalten, ihr nicht einfach so zu schreiben. Stattdessen kamen von ihr Nachrichten mit Herzküsschensmilies als Einleitung und Abschluss jeder einzelnen Message. Was für eine Kribbelei.... Zumal ich von den Kolleginnen weiß, dass sie die bei denen super selten schickt. Die eine Kollegin bekam sogar erst jetzt zum ersten Mal besagten Smilie, obwohl die sich ewig kennen. Sie fand das ziemlich irritierend und grenzüberschreitend.
Drauf die Tage nach dem Bombardement an Küssen kam kein einziges mehr. Zwar längere Nachrichten, aber keine Kuss-Smilies. Ich selber nutze die nur, wenn sie damit anfängt... von selbst eher selten, traue ich mich dann nicht. Auf Arbeit wird es noch lockerer, noch neckischer. Ich habe mich auch meiner Kollegin anvertraut, dh. sie weiß, was ich für unsere Chefin übrig habe. Seitdem hat sich das Verhalten meiner Vertrauten auch etwas verändert, aber zum Positiven. Sie springt oft für mich in die Bresche, wenn unsere Chefin mich falsch versteht, das ist richtig süß (IMG:style_emoticons/default/smile.gif) Dann versuche ich seit ner ganzen Weile ein bestimmtes Thema mit ihr zu klären...sie meinte, wir sollten uns dafür mal richtig einen Termin ausmachen, denn so zwischen Tür und Angel wäre das blöd zu klären... einen Termin haben wir bei der Gelegenheit natürlich nicht vereinbart... auf dem Heimweg kam mir plötzlich die Eingebung, dass das der beste Aufhänger ist, um sie zu fragen, ob wir denn was trinken gehen wollen für diesen Anlass.... ich war so stolz auf meinen Mut! Und dann hat sie das ganz raffiniert gelöst... sie meinte, trinken sei eine gute Idee, wir sollten alle zusammen mal wieder weg gehen! (IMG:style_emoticons/default/patsch.gif) Ok, Wink verstanden.... aber den Grund verstehe ich nicht. Sie nennt mich so oft Freundin, heute sogar "meine Süße", wo mir echt das Herz in die Hose rutschte, da das noch nie vor kam und ich auch nicht bei anderen gehört habe, aber dann blockt sie diesen Vorschlag? Wäre ja nicht das erste Mal, dass wir was trinken würden und allein zusammen weg gehen. Ich bin so verwirrt. Ich weiß, logisch, schließlich hätte ich gerne eine ganz andere Beziehung zu ihr. Aber da ich weiß, dass das nicht geht, möchte ich mich wenigstens wie eine Freundin verhalten. Und Freundinnen gehen doch auch mal zusammen weg, was trinken etc... ich weiß nicht, ob es Sinn macht, sie darauf anzusprechen... wir schreiben uns echt viel teilweise. Und klären vor allem die Dinge, wo wir auf grund von eigener schlechter Laune vielleicht nicht ganz fair oder freundlich miteinander waren. Es wäre also nicht mein erster Gefühlsausbruch ;-) Es ist echt furchtbar. Ich verstehe langsam, warum sich so viele Liebesdinge auf Arbeit abspielen. Man verbringt viel zu viel Zeit mit den Kollegen und hat viel zu wenig Zeit für Hobbies. Ich bin auch schon extra auf der Suche nach neuen Hobbies und neuen Leuten, aber ist zeitlich einfach schwer unterzukriegen. Und sie hüpft mir jeden Tag vor der Nase rum..... stachelt mich an und lässt mich auflaufen... (IMG:style_emoticons/default/sad.gif)
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antalarera
Beitrag 27.Feb.2020 - 13:43
Beitrag #7


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Hallo Kirre,

was ich aus Deinen Zeilen rauslesen kann, ist ein Stück weit auch eine gewisse Verzweiflung und Unsicherheit.

Dazu kann ich Dir nur raten, was ich tun würde, aber sehr schwierig ist. Sprich sie direkt darauf an. Frage sie, was genau sie von Dir möchte. Lass Dich dabei auf kein rumeiern ein. Kläre für Dich und Deine innere Ruhe, ob sie eine reine platonische Freundschaft wünscht, oder mehr, oder ob sie einfach nur nett sein möchte. Sollte sie Dir die Frage mit platonischer Freundschaft beantworten, dann solltest Du ihr klar die Grenzen aufzeigen.
Alles was Du persönlich als Liebesbezeigung siehst, solltest Du ihr erklären, möchtest Du dann Dir gegenüber nicht mehr hören, sehen oder lesen.
Sag ihr, dass dies in Dir nur Hoffnungen und Traurigkeit wegen unerfüllter Wünsche auslöst.
Ich bin immer für klare Linie und direkte Ansagen. Dieses hin und her zehrt nur an den Nerven und bringt nichts.

Echte Freunde verstehen und akzeptieren dies und alle anderen kann man für sich menschlich dann abhaken.

Hoffe Dir damit ein wenig helfen zu können.

Lieben Gruß von antalarera (IMG:style_emoticons/default/flowers.gif)


ZITAT(Kirre @ 27.Feb.2020 - 00:26) *
Hallo Ihr alle ... vielleicht weiß noch mal eine einen Rat... ich bin zur Zeit ein bisschen ratlos und traurig. Ich habe mich ziemlich gut daran gehalten, ihr nicht einfach so zu schreiben. Stattdessen kamen von ihr Nachrichten mit Herzküsschensmilies als Einleitung und Abschluss jeder einzelnen Message. Was für eine Kribbelei.... Zumal ich von den Kolleginnen weiß, dass sie die bei denen super selten schickt. Die eine Kollegin bekam sogar erst jetzt zum ersten Mal besagten Smilie, obwohl die sich ewig kennen. Sie fand das ziemlich irritierend und grenzüberschreitend.
Drauf die Tage nach dem Bombardement an Küssen kam kein einziges mehr. Zwar längere Nachrichten, aber keine Kuss-Smilies. Ich selber nutze die nur, wenn sie damit anfängt... von selbst eher selten, traue ich mich dann nicht. Auf Arbeit wird es noch lockerer, noch neckischer. Ich habe mich auch meiner Kollegin anvertraut, dh. sie weiß, was ich für unsere Chefin übrig habe. Seitdem hat sich das Verhalten meiner Vertrauten auch etwas verändert, aber zum Positiven. Sie springt oft für mich in die Bresche, wenn unsere Chefin mich falsch versteht, das ist richtig süß (IMG:style_emoticons/default/smile.gif) Dann versuche ich seit ner ganzen Weile ein bestimmtes Thema mit ihr zu klären...sie meinte, wir sollten uns dafür mal richtig einen Termin ausmachen, denn so zwischen Tür und Angel wäre das blöd zu klären... einen Termin haben wir bei der Gelegenheit natürlich nicht vereinbart... auf dem Heimweg kam mir plötzlich die Eingebung, dass das der beste Aufhänger ist, um sie zu fragen, ob wir denn was trinken gehen wollen für diesen Anlass.... ich war so stolz auf meinen Mut! Und dann hat sie das ganz raffiniert gelöst... sie meinte, trinken sei eine gute Idee, wir sollten alle zusammen mal wieder weg gehen! (IMG:style_emoticons/default/patsch.gif) Ok, Wink verstanden.... aber den Grund verstehe ich nicht. Sie nennt mich so oft Freundin, heute sogar "meine Süße", wo mir echt das Herz in die Hose rutschte, da das noch nie vor kam und ich auch nicht bei anderen gehört habe, aber dann blockt sie diesen Vorschlag? Wäre ja nicht das erste Mal, dass wir was trinken würden und allein zusammen weg gehen. Ich bin so verwirrt. Ich weiß, logisch, schließlich hätte ich gerne eine ganz andere Beziehung zu ihr. Aber da ich weiß, dass das nicht geht, möchte ich mich wenigstens wie eine Freundin verhalten. Und Freundinnen gehen doch auch mal zusammen weg, was trinken etc... ich weiß nicht, ob es Sinn macht, sie darauf anzusprechen... wir schreiben uns echt viel teilweise. Und klären vor allem die Dinge, wo wir auf grund von eigener schlechter Laune vielleicht nicht ganz fair oder freundlich miteinander waren. Es wäre also nicht mein erster Gefühlsausbruch ;-) Es ist echt furchtbar. Ich verstehe langsam, warum sich so viele Liebesdinge auf Arbeit abspielen. Man verbringt viel zu viel Zeit mit den Kollegen und hat viel zu wenig Zeit für Hobbies. Ich bin auch schon extra auf der Suche nach neuen Hobbies und neuen Leuten, aber ist zeitlich einfach schwer unterzukriegen. Und sie hüpft mir jeden Tag vor der Nase rum..... stachelt mich an und lässt mich auflaufen... (IMG:style_emoticons/default/sad.gif)



edit kawa: Schrift leiser gedreht


Der Beitrag wurde von kawa bearbeitet: 27.Feb.2020 - 17:52
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Kirre
Beitrag 30.Mar.2020 - 22:09
Beitrag #8


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Vielen Dank für Deine Antwort, antalarera! Bei mir gibt es ein bisschen Neues.... wir verstehen uns immer und immer besser, ich werde meine Hemmungen los, ziehe sie auf und necke sie ohne mehr groß darüber nachzudenken. Manchmal ertappe ich mich noch, wie ich voll nervös werde, wenn sie mich "aushorcht" und versuche dann vom Thema abzulenken. (IMG:style_emoticons/default/laugh.gif) Körperkontakt haben wir trotz Mundschutz und Abstandswahrung immer wieder. Das eine mal wollte sie was von mir haben, mein Ich von vor nem Monat hätte es ihr sofort gegeben, um es mir nicht mit ihr zu verscherzen, mein mutigeres Ich hat sich aber einfach weggedreht und "Nö" gesagt, dann klebte sie plötzlich an meinem Rücken, griff mit beiden Händen um mich herum und holte sich, was sie wollte. (IMG:style_emoticons/default/biggrin.gif) (IMG:style_emoticons/default/happy.gif) (IMG:style_emoticons/default/ohmy.gif)
Wir haben jetzt ein paar "running gags" gefunden und seit Ewigkeiten kommt sie nicht mehr mit schlechter Laune zur Arbeit. Heute hat sie mir bei der Verabschiedung so ein "Tschüss" zugerufen, dass mir komplett das Herz in die Hose rutschte, ich kurz verweilte und ihrem Blick stand hielt... und dachte.... sie sieht es... sie durchschaut mich komplett... (IMG:style_emoticons/default/wub.gif)
Ich bin gerade ziemlich glücklich wie es derzeit läuft und hoffe und bete, dass es noch ganz lange weiterlaufen möge, auch wenn sie schon andeutete, dass ich wohl bald Zwangsurlaub nehmen müsste... aber dann fallen mir ständig neue Projekte ein. Dass ich gerne zur Arbeit gehe, weiß inzwischen wirklich jeder. Meine freien Nachmittage will ich nicht haben. Also wenn das nicht langsam auffällt, dann, weil ihr es nicht auffallen will oder sie nichts daran geändert haben möchte (IMG:style_emoticons/default/pfeif.gif) Mal sehen, wie es weiter geht.... Ich wechsle meine Launen ja häufiger von einem Extrem ins andere :/

Der Beitrag wurde von Kirre bearbeitet: 30.Mar.2020 - 22:10
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Kirre
Beitrag 31.Mar.2020 - 14:44
Beitrag #9


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Ich muss mal anmerken..... traurig wurde ich ja nur, weil sie so gar nicht auf meinen Versuch eingestiegen ist, dass sie mit mir was trinken geht.... wie entspannend und geschmeidig es jetzt ist, wo wir uns nur auf Arbeit sehen und solche privaten Dinge gar nicht mehr im Raum stehen, weil zur Zeit ja eh nicht möglich. Irre, wie viel Stress man sich macht, wenn man anfängt zu vergleichen und zu überlegen, was man bloß außerhalb der Arbeit tun könnte, um sich näher zu kommen. Heute hockten wir wieder beide auf dem Boden, eng zusammen gekuschelt und guckten gemeinsam einen Katalog durch.
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antalarera
Beitrag 02.Apr.2020 - 11:58
Beitrag #10


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Hallo Kirre,

das klingt ja gut. Es bleibt für Dich nur zu hoffen, dass sich nach den Corona Ausgangsbeschränkungen auch privat was Treffen und Zeit gemeinsam verbringen angeht etwas ändert. Denn nur irgendwie in der Arbeit, wo sie kein Alibi braucht ist ja auf Dauer nicht das was Du Dir erwünscht und erhoffst.

Alles Gute wünscht Dir antalarera.
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Kirre
Beitrag 16.Jul.2020 - 11:09
Beitrag #11


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Ihr lieben Alle, vielleicht kann mir die eine oder andere nochmal eine andere Sicht geben....
Unsere Beziehung wurde intensiver, aber bleibt sehr wechselhaft. Sie srpingt von super herzlich zu ätzend fies. Man weiß nie, wie sie einem begegnen wird. War sie echt gemein auf Arbeit, schlug mein Herz nach Feierabend höher, weil ich spürte, dass da noch was von ihr kommt. Und wenn ich das Gefühl hatte, kam auch immer was: Eine liebevolle Entschuldigung gespickt mit vielen Wertschätzungen und Zuneigungsbekundungen mit Herzchen und Küsschen usw. Ich habe auf unterschiedliche Art gesagt, dass ich Gefühle für sie habe. Dass ich jedesmal das Bedürfnis habe, sofort alles liegen zu lassen und zu ihr zu eilen, wenn sie ein Problem hat. Ob in Freizeit oder Urlaub. Dass ich ihr verfallen bin.... Es war ein himmlisches Gefühl, so ehrlich sein zu können, zu meinen Feelings stehen zu können und von ihr nicht abgelehnt zu werden. Doch mit der Zeit dämmerte mir: Wenn sie genauso empfinden würde wie ich, hätte sie sich mir doch längst an den Hals werfen können. Also muss ich auch ohne ihre klaren Worte (im Gegenteil, sie sind eher verwirrend ... Zitat.. meine Gefühle sind echt und ernst gemeint... ich hätte sie gleich fragen müssen, was genau sie damit meint (IMG:style_emoticons/default/sad.gif) ) einsehen, dass ich einseitig verliebt bin. Daraufhin wurde ich richtig wütend. Ich habe mich so betrogen gefühlt. Warum sie so nett ist, wenn sie weiß, dass ich auf Frauen stehe und die Chance besteht, dass ich mich verlieben könnte, zumal sie selbst oft betonte, wie ungewöhnlich mein Einsatz sei usw. Ich wollte die Trauer nicht spüren, also ging ich in die Wut, wurde schnell reizbar und da sie eh so ein Kampfgockel sein kann, grins, konnten wir richtig aneinander geraten. Abends ihre Versuche, es wieder gerade zu richten. Aber ich habe abgeblockt. Bis ich irgendwann fand, ich bin es ihr schuldig und erklärte ihr, dass ich mich unwohl fühle zurzeit und es sehr schwierig für mich geworden ist. Dann musste ich noch eine Woche durchhalten und ging in den Urlaub. Nach Feierabend an meinem letzten Tag setzten wir uns noch in die Sonne in ihren Garten und sprachen über Möglichkeiten, das Arbeitsklima zu verbessern. Sie fand es richtig toll. Wieder Chatgespräche am Abend und in den nächsten Tagen. Dann hörte es plötzlich auf. Ich entschied für mich, dass das so nicht weitergehen kann. Ich bin so abhängig von ihr wie vom Wetter. Ist sie gut drauf und strahlt wie die Sonne, blühe ich auf und könnte Bäume ausreißen. Ist sie Regen oder Donner mag ich mich nur verkriechen und werde schlecht gelaunt. Ich vermisse sie sehr, aber ich habe so einen schönen Spruch entdeckt, der mir beim Durchhalten hilft: "Ich bin zwar noch nicht am Ziel, aber schon weiter als gestern."
Nur bald sehe ich sie wieder auf Arbeit. Da sie sich nicht ändert, wird die nächste Entschuldigungs-SMS sicher kommen. Ich hatte mir für mich Verhaltensregeln notiert: 1. Erst min. 1 Stunde warten, ehe ich antworte. 2. Drei Antworten im Abstand tippen und die ehrlichste und kürzeste Antwort verschicken. 3. Keine Gegenfragen stellen, um das Gespräch am laufen zu halten.

Oh man, wenn ich das lese, frage ich mich, was mit mir nicht stimmt. Wie kann ich trotz ihres teils schrecklichen Verhaltens immer wieder alles verzeihen und mir wünschen, ihr nah zu sein?
Wie soll ich die nächste Zeit überstehen (ich bin bei ihr in der Ausbildung).... Ich kann der Situation absolut nicht entfliehen, das steht fest. Aber was mache ich daraus? Ich habe irgendwie Angst, dass sie verschlossen wird, wenn sie merkt, dass ich sie online "auflaufen" lasse. Einerseits wütet in mir ein bockiges, verletztes Kind, das es unmöglich findet, dass sie mich derart um den Finger wickelt, obwohl sie es besser wissen sollte.... andererseits ist da die relaxte, erwachsene Person, die sagt, Du bist groß genug und weißt es doch besser, also entscheide Dich endlich. Sei ihre Freundin oder dämme alles Private ein.
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McLeod
Beitrag 16.Jul.2020 - 15:03
Beitrag #12


mensch.
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Hui, Kirre...

einfache, handhabbare Regeln, um eigene Verhaltensweisen zu verändern, sind total gut und nützlich. Die Intensität Deiner Gedanken um sie und Eure Situation scheint mir enorm, fast atemloses Stakkato: Sie tut dies, ich tu das, dann geht's mir so und dann so, das und das wiederholt sich, da werde ich verzeihend, da ist sie toll, da ist sie unerträglich...

Kommst Du eigentlich dazu, Deine Ausbildung zu machen und ist das ein Lernklima für Dich? Gibt es andere in dem Betrieb/Unternehmen, die auch diese Ätz-Erfahrungen im Job haben mit ihr? Hast Du - trotz Covid19 - noch ausgleichende anders laufende Freund*innenschaften, Hobbies u.ä.? Mir ist klar, dass die Postings hier ein Ausschnitt sind, der ja auch der Tatsache geschuldet ist, dass das eine Art Anlaufstelle mit Schwerpunktthema ist. Ich versuche, mir ein etwas größeres Bild zu machen und weder ja noch nein sind da gute oder schlechte Antworten. Es ist schlicht Dein Leben, über das wir hier mit Dir zu reden gebeten und betraut sind.

Danke auf jeden Fall für Dein Vertrauen. Die erwachsene Person in Dir ist übrigens eine coole Socke. Wer ist die Person in Dir, die all diese Hoffnung auf Nähe und noch mehr Nähe hegt und pflegt? (Wären Fragen, die mir da einfallen, wenn sie Dir zu weit oder nah gehen, ist es voll okay, sie beiseite zu lassen. Das hier ist ein Form, wir kennen uns nicht mal im Ansatz.)

McLeod (herzlich)
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Kirre
Beitrag 17.Jul.2020 - 12:22
Beitrag #13


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Hallo liebe McLeod.

Da hast Du mir viel Stoff zum Nachdenken bzw. Reinfühlen gegeben. : )
Danke für die "coole Socke"! Die coole Socke braucht die Nähe eigentlich nicht, genießt und schätzt sie aber. Ich sehe es auch als positiv für mich, einen Menschen weiterhin zu unterstützen, obwohl man manchmal vor ihm fliehen möchte. Zu trotzen und sich zu verschließen ist leichter, als zu jemanden zu halten und ihn daran zu erinnern, dass er eigentlich ein guter Mensch ist. Darum drehen sich unsere Gespräche eigentlich, deshalb hat sie sich wohl auch gestern wieder gemeldet. (Als wäre meine Absicht, mich von ihr zurückziehen, durch das Schreiben hier ganz deutlich geworden und sogar bei ihr angekommen...) Sie bemüht sich sehr, ein guter Arbeitgeber zu sein, aber sie schafft es ganz oft nicht, ihre Gefühle im Griff zu halten. Und ja, das lässt sie nicht nur an mir, sondern an allen aus. Bis auf ein Neuling gehen die meisten eher mit Unmut zur Arbeit, weil es jeden Tag Stress gibt. Ich sehe diesen wunderbaren Menschen, der wirklich und wahrhaftig ein sehr liebevoller, großzügiger Mensch ist, sich jeden Tag selbst sabotieren. Manchmal schaffe ich es noch, sie mit meiner Gestik und Mimik zu stoppen. Manchmal ergreife ich aber auch einfach die Flucht, wenn ich merke, dass es wieder los geht.
Mich mehr auf die Ausbildung zu konzentrieren ist ein guter Punkt, dem ich mich annähere. Ich neige dazu, mich lieber mit solch psychologischen zwischenmenschlichen Schwierigkeiten zu beschäftigen, als auf Anweisung anatomische Begriffe auswendig zu lernen. Ich bin schon wissensbegierig, aber möglichst auf freiwilliger Basis.
Ein, zwei neue Hobbies sind auch geplant, zu einem bin ich bereits angemeldet. Ich merke auch, wie sehr ich Begegnungen mit Menschen aufsauge. Durch Urlaub konnte ich mal durch die Altstadt schlendern und war in zwei Läden... und ging schwebend wieder hinaus, weil die Begegnungen so toll waren.
Meine Regeln habe ich ganz tapfer befolgt und erst heute geantwortet. In einem Satz. (IMG:style_emoticons/default/happy.gif)
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