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> Was tut mir eigentlich gut...? Beziehungsgrundsatzfrage(n)
McLeod
Beitrag 15.Jun.2015 - 22:42
Beitrag #41


mensch.
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Liebe pfefferkorn,

ich fand die Unterscheidung zwischen "So geht es nicht weiter, wir müssen was ändern" und "So geht es nciht weiter, ich will mich vielleicht eigentlich also ähm... trennen?" hilfreich. Und auch die Unterscheidung: soll es tatsächlich so sein oder geht es vor allem darum, dass ein Vertrauen darin gibt, dass die andere 1. aktuell keine 2. *ernsthaften* (und 3. unausgesprochenen) Gedanken hegt. Ich glaube, Letzteres ist viel mehr ein Appell an sich selbst, nichts zu vermuten, wo nichts artikuliert wurde. Und vielleicht eine Verabredung: ehe es einseitig um einen Trennungsgedanken geht, sollte es vorher um eine gemeinsame Veränderung gegangen sein.

Wenn ich es mit einer Erfahrung in meinem Leben abgleiche, dann kann ich diese feinen Unterscheidungen verstehen. Meine Partnerin hat mehrfach "dann müssen wir uns trennen" gefunkt, meinte aber gar nicht, dass sie sich trennen will, sondern das war sowas wie ihr persönlicher Seismograf für "es ist ganz ganz schlimm für mich zur Zeit". Es hat eine Weile gedauert, bis sie nachvollzogen hat, was das mit mir machte und dass es hilfreich ist, ein anderes Vokabular zu finden und zu nutzen. Für mich war das schon zunächst der Appell gewesen "Es geht so nicht mehr, wir müssen was ändern". Ich bin da keine Wortklauberin, wenn klar wird, was *eigentlich* gemeint ist. Und zwar wenn es beiden klar wird.

Für mich ist das eine verbale Grenze und auch eine Gedankengrenze, die ich bislang immer wirklich erst im Ernstfall für mich überschritten habe. Wenn der Alltag nicht mehr bewältigbar war, wenn alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ausgeschöpft empfunden waren. Wenn der Akku leer war. Ich halte nicht viel von Beziehungsökonomie: "ach, zu schwierig, mal sehen, ob die nächste es mir leichter macht, ob wir das hier leichter schaffen..." Die Realität ist, dass jede Beziehung ihre Klippen, Untiefen und Stürme hat(te).* Darum suche ich ja schon eine Weile nach einer Art Patentrezept ganz individuell für mich, das quasi die Klippenkompetenz und Sturmschadenreperaturfähigkeit abklopft. Oder das Fundament ist unter der Erde (=unsichtbar) für ein Haus - wo muss es seine tragenden Wände haben, um bei mir sicher zu stehen, wie sieht die Windfestigkeit aus, was dichtet gegen den Regen ab und drin bitte genügend Luft und Licht zum atmen und für jede zur Entfaltung...?

*3 Euro schon wieder ins Phrasenschwein.

PS: je blumiger und bildhafter die Sprache umso weiter eine handfeste, praktikable Lösung entfernt. Aber reziprok dazu umso klarer die Idee dessen, was gesucht wird...

In diesem Sinne, erstmal gute Nacht!
McLeod

Der Beitrag wurde von McLeod bearbeitet: 15.Jun.2015 - 22:44
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McLeod
Beitrag 13.Jul.2015 - 08:59
Beitrag #42


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Die Zeit vergeht... In meiner Familie ist Abschied angesagt von einem Menschen, der die Struktur über Jahrzehnte dominiert und diktiert hat. Ich sage endlich und weine trotzdem manchmal im Stillen. Eigentlich mehr aus Erleichterung über die Last, die sich nun langsam hebt. Und über die Tatsache, dass keine Versöhnung möglich war, wo keine Einsicht lebte. Für mich ist das auch die Wurzel meines Misstrauens. Ob wirklich alles so gemeint ist, wie es gesagt wurde. Ob geliebte Menschen sich als manipulative Monster entlarven. Ob ich genüge. Und ich genügte nie. Niemand tat es. Das war das Fundament des Systems.

Mal sehen, wie es sich jetzt verändert. Wie es mich verändert. Der Wunsch nach etwas mehr Gewissheit, dass es gut ist, dass es eine Zukunft gibt für zwei, dass der Rahmen miteinander genug Freiraum lässt und wo es nötig ist Halt gibt, ist immer noch da. Und die Ratlosigkeit, woran ich das erkennen, erfühlen, wie ich dazu beitragen könnte. Es ist vielleicht einfach nicht an der Zeit dafür.

Danke allen, die sich hier beteiligt haben. Ich reise jetzt schon eine Weile wieder mehr im Leben, als im Kopf. Wenn es neue Fragen gibt, würde ich mich freuen, wieder mit Euch zu brainstormen und Erfahrungen auszutauschen.

McLeod
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pfefferkorn
Beitrag 14.Jul.2015 - 13:45
Beitrag #43


Gut durch
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danke!
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McLeod
Beitrag 28.Jun.2016 - 11:23
Beitrag #44


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Nochmal reingeschaut nach langer Zeit. Weil gerade so viel übereinander gerät, der Prozess weg von alten Mustern immer eine Phase des unangenehmen, manchmal ängstigenden, schwierigen Fühlens ist. Stellte neulich ein Dozent so dar und ich fand mich mal wieder wieder darin. Das Gute daran: dann ist es wohl in Bewegung gekommen aus der Komfortzone heraus. Und das Wirrwarr versucht, mich zurückzuholen in die bekannten Gefilde.

Ne richtig böse Frage, die mein Gehirn (oder welcher Teil auch immer) mir gern stellt: "stellst Du Deine Beziehungsfähigkeit gerade (immer wieder) in Frage, um Dich 1. nicht wirklich einlassen zu müssen und 2. um die Verantwortung für die Entscheidung (und insgesamt für Dein Handeln) abzugeben?" Wobei 1 und 2 vermutlich zusammenhängen. Da ist neuerdings ein dritter Ton dabei: "Nee, ganz ehrlich... es geht so nicht, das weißt Du jetzt, und Du hast noch keine echte Alternative dazu entwickelt." An guten Tagen gefolgt von einem "...lass Dir Zeit".

Hab heute einen Ungeduldigen! Bin aber nochmals sehr dankbar für die Gedanken und Fragen hier in diesem Thread, die ich jetzt bestimmt auch anders lese, als vor gut 1 Jahr.
McLeod

ZITAT(dandelion @ 20.May.2015 - 00:25) *
Könnte dir der Gedanke helfen, dass "dich für alle Unwägbarkeiten einer Beziehung im Gleichgewicht halten" auch eine Form der Verantwortung, des "Alles-Gebens" für eine Beziehung ist? Wäre vielleicht eine kleine Krücke, wenn der Kistenkasper wieder flötet.


Könnte er.
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McLeod
Beitrag 12.Sep.2016 - 08:01
Beitrag #45


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Lerne eine Frau kennen. Schwingungen entstehen. Mutig folgen wir ihnen. Und plötzlich erlebe ich meine Vergangenheit von der anderen Seite: Sie fängt an, sich mehr um die Stabilität und Absicherung unseres Konstrukts zu kümmern, wo ich gerne kennen lernen, erforschen, erzählen, erspüren erlebt hätte. Ich war innerlich noch gar nicht so weit, sagte mein Kopf. Die Chemie kümmerte sich nicht darum. Anfangs. Von dem Stress den die Konfrontation mit der geballten Verunsicherung auslöst, wird sie jedoch bald (jetzt) aufgelöst.

Ich weiß nicht so recht, wie ich damit umgehen kann und will. Für meine Balance habe ich sehr gut gesorgt. Was sie ständig in Angst und Schrecken versetzt. Im Grunde: Ständiges Misstrauen in die Situation, ständige Angst, sie könne mich vergraulen. Und genau das geschieht dadurch irgendwie. Ich will kein Mensch sein, der ständig massive Ängste auslöst, ich will mich nicht ständig gegen Wünsche nach "mehr/fester/versprochen" abgrenzen. Ich lerne, dass ich mich gut abgrenzen kann. Und dass der Preis dafür auch die Nähe ist.

Auf die Frage, was mir gut tut... Das Alleinsein. Das für mich sein. Das kann ich jetzt, durch diese Begegnung, deutlich besser. Wie ich mit dieser Erkenntnis des Moments ihr gegenüber umgehen kann und soll... Keine Ahnung. Die Scheu, sie in ein Loch zu stürzen ist sehr groß. Wir sind beide vom Leben sehr verletzte Seelen. Ich fühle mich an dieser Stelle mit einer Verantwortung konfrontiert, für die ich keine Handlungsideen habe.

Vielleicht ist diese Verantwortung aber nicht mein Job und nicht gut ausgefüllt mit abwarten, ob der Zwischenstand sich nochmal in die andere Richtung, in die Nähe entwickelt.

Gedankenvoll...
McLeod

Der Beitrag wurde von McLeod bearbeitet: 12.Sep.2016 - 08:04
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Engeljess
Beitrag 12.Sep.2016 - 09:21
Beitrag #46


Gut durch
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...........Gedankenfragen!!

Guten Morgen,

Lese erneut dein Thread..... gefläscht, gerührt.........
Das klingt alles sehr plausibel und Erklärend, FAST?
Habe es gelsesen und dachte, jep, kommt dir gerade alles so bekannt vor. Hätte es nur nicht so genau Detailiert Erklären können.

Ich glaube, das du die Verantwortung nicht selbst ALLEINE überlegen, fällen müsstes.
Fragend " habt Ihr mal zusammen darüber gesprochen, weiss die Frau, das die schwingungen auch von deiner Seite aus sind........?
Wurde dies explizit konkret angesprochen, ausgesprochen sodass keiner von beiden alleine mit einer Entscheidung steht und Bdelastent mit Tausend gedanken, Fragen gequält ist.

Wir sind alle Erwachsen, wen eine Entscheidung gefällt wird. (auch die alleinige Entscheidung)
Wird die Frau damit zurecht kommen. Sie wird die Prozesse durch laufen, die mit schmerz erfüllt ist . Könnte mir Vorstellen.
Sie möchte keine Angst auslösen ggf. mitführen.
Schlussentlich müsste Sie Entscheidung entgegen genommen und Akzeptiert werden. Wen es der Wunsch ist, das Alleinsein genau das ist was einem Hilft( was einem gut tut)

Jetzt kann ich nur von mir Persönlich sprechen.
Ich bin oft verunsichert in meinem Handeln. Wie weit darf ich mein Handeln setzten. Ist es erwünscht das es nur von meiner Seite aus geht. Anders rum....... die Aussage" Sie hat ein Freund" schreckt mich immer noch ab. Verunsichert in meinen Gedanken. Überfordert mit der Situation, gefühlen!!
Manchmal hätte ich mir ein gespräch gewünscht um auch die ganze Situation zu klären ggf. Eine Lösung zu finden.
(Traue mich kein erneutes Gespräch anzufangen.....nachdem das letzte gespräch, plum unhöflich ausgesprochen wurde, meinerseits)
Das gefühl zu haben, Höflich gemieden zuwerden. Verunsichert!!
Ich möchte Sie nicht Traurig stimmen ihr Ängste bereiten.

...........überforderte gedanken Ejess🙁






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McLeod
Beitrag 12.Sep.2016 - 11:12
Beitrag #47


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ZITAT(Engeljess @ 12.Sep.2016 - 10:21) *
Ich glaube, das du die Verantwortung nicht selbst ALLEINE überlegen, fällen müsstes.
Fragend " habt Ihr mal zusammen darüber gesprochen, weiss die Frau, das die schwingungen auch von deiner Seite aus sind........?
Wurde dies explizit konkret angesprochen, ausgesprochen sodass keiner von beiden alleine mit einer Entscheidung steht und Bdelastent mit Tausend gedanken, Fragen gequält ist.


Wenn ich Dir jetzt die Zeitspanne der Entwicklung von zufälligem Kennenlernen, spontaner Sommerabend-Verabredung, gegenseitigem Feststellen von "da ist doch was", mutigem Anvertrauen und dann plötzlich aufkommender Kompliziertheit auseinander klamüsern würde, wärst Du vermutlich ähnlich überrascht, wie ich... Überstürzen ist meine Sache nicht, aber sie war sehr mutig und im sich-noch-nicht-gut-kennen war viel Raum für "fühlt sich gut an".

Die Schwingungen, Begehrlichkeiten, Verschossen-Sein müssen ja auch kein Dauerzustand sein. Finde ich. Darum traue ich meiner eigenen Wahrnehmung gerade auch noch nciht so weit. In meinem Leben sind gerade in den letzten Tagen wichtige, schwierige Themen auf den Tisch gekommen. Da war mir schon klar, dass ich mehr in einen Funktionsmodus gehe und mich darum kümmere. Also auch um mich kümmere. Aber ich merke ganz aktuell, dass ich als wir uns trafen, nicht mehr ganz da war. Innerlich zurückgezogen. Überfordert von diesem schnellen Springen auf die Meta-Ebene, auf der wir dann vor allem ihre Verunsicherung thematisierten. Ich komme nicht mehr durch mit den Dingen, die in mir sind. Ich kann sie immer schlechter artikulieren, werde stumm, gehe auf Abstand, lehne Angebote der Nähe ab. Mein Filter sortiert sie unter "ich will, ich will... ich hoffe" ein, mein Vertrauens-Wächter findet keine "Du darfst, lass uns..., es geht auch um Dich"-Signale.

Es ist so eine frische, schnelle Entwicklung. Ich werde mir ja auch erst mühsam klar(er) und sortiere mich.

Also: nein, wir konnten noch gar nicht darüber reden. Ich konnte noch gar nicht in Worte fassen...

McLeod
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Engeljess
Beitrag 12.Sep.2016 - 11:46
Beitrag #48


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Der Beitrag wurde von Engeljess bearbeitet: 12.Sep.2016 - 12:12
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McLeod
Beitrag 12.Sep.2016 - 13:45
Beitrag #49


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McLeod
Beitrag 13.Sep.2016 - 07:29
Beitrag #50


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Ich bin gerade irritiert. Sie hat sich aus dem persönlichen direkten Kontakt zurückgezogen, aber über Social Network-Postings erfahre ich, dass es ihr nicht gut geht.

Äußerst irritiert...
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once8
Beitrag 13.Sep.2016 - 12:53
Beitrag #51


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Liebe McLeod,

ich mag deine respektvolle Weise, eure Beziehung zu sehen und anzugehen, wunderbar, raumgebend und feinfühlig fühlt es sich für mich an.
Warum fragst du sie nicht einfach, ob es ihr gut geht?

Nachdenkliche Grüße, once
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McLeod
Beitrag 13.Sep.2016 - 13:17
Beitrag #52


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Es geht ihr ja nicht gut. Sie schrieb mir kurz danach eine Antwort auf diese Frage...

Und ich hab auch so meine Grenzen und Probleme mit der Situation. Sie will Sicherheiten, ich will Freiraum. Ich will Zweisamkeit, sie stellt mich ihrem Freundeskreis vor, nachdem der schon mehr von mir erfahren hat, als mir lieb ist... Eigentlich weiß ich gar nicht, was sie schon alles erzählt bekommen haben. Auf jeden Fall sehr viel von dem zwischen uns...

Wir sind doch noch beim Kennenlernen und Erfahrungen sammeln und reinhorchen und -fühlen...

McLeise

Der Beitrag wurde von McLeod bearbeitet: 13.Sep.2016 - 13:18
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once8
Beitrag 13.Sep.2016 - 16:38
Beitrag #53


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ZITAT(McLeod @ 13.Sep.2016 - 14:17) *
Es geht ihr ja nicht gut. Sie schrieb mir kurz danach eine Antwort auf diese Frage...

Und ich hab auch so meine Grenzen und Probleme mit der Situation. Sie will Sicherheiten, ich will Freiraum. Ich will Zweisamkeit, sie stellt mich ihrem Freundeskreis vor, nachdem der schon mehr von mir erfahren hat, als mir lieb ist... Eigentlich weiß ich gar nicht, was sie schon alles erzählt bekommen haben. Auf jeden Fall sehr viel von dem zwischen uns...

Wir sind doch noch beim Kennenlernen und Erfahrungen sammeln und reinhorchen und -fühlen...

McLeise



Weiß sie von deinen Gedanken? Deinem Empfinden? Deinen Grenzen?
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McLeod
Beitrag 13.Sep.2016 - 17:02
Beitrag #54


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ZITAT(once8 @ 13.Sep.2016 - 17:38) *
Weiß sie von deinen Gedanken? Deinem Empfinden? Deinen Grenzen?


Wenig. Es gab zuletzt ja kaum Raum dafür. Wenn ich etwas aussprach, wurde es gleich zur Gefahr und vor allem daraufhin vom Tisch gewischt, dass es ja alles gut, okay und normal sei. Wir sahen uns, es begann sehr nah, dann wurde es in der Kommunikation schnell metatechnisch und es ging viel um ihre Ängste. Wenn ich was erzählte, kamen schnell Fragen, die ich nicht einfach so beantworten konnte und die mich sehr stressten. Der Stress wird dann schnell kleingeredet und es geht irgendwie mit anderen Themen weiter: ihren.

Versteh mich nicht falsch, mir geht es nicht um Quantitäten. Ich weiß, dass sie gerade ganz viel akut hat und ich kann das eigentlich auch gut aushalten, begleiten, zuhören, ab und zu Perspektiven anbieten.

Es war zuletzt nur dergestalt, dass ich selbst in den wenigen sehr akuten Momenten bei mir keinen Raum bekam fürs Worte finden, aussprechen, gehört werden.

Und bei einer Veranstaltung auf die Freunde zu treffen, die mich freundlich-wissend zur Begrüung anlächeln, zudem noch zwei spezielle Freundinnen von mir zugegen, mit denen ich wirklich nicht meine Privatheit teile, fühlte ich mich schlicht so gar nicht nach Nähe und musste den Nachmittag für mich auch erstmal verarbeiten. Ich bin halt keine, die eruptiv das aktuelle Empfinden raushaut. Ich will das gut sortieren, denn vieles davon sind auch alte Sachen. Ich muss ja auch meine Selbstwahrnehmung immer noch üben. Ist das eher sich-beobachtet-fühlen oder geht es um Bewertung, fühle ich mich unter Druck, unsere Nähe öffentlich zu beweisen, ist es der überraschend raue Ton und Umgang? War es was anderes...?

Ich nehme mir Zeit dafür. Nicht, weil ich es vermeiden will, darüber in den Austausch zu gehen. Sondern weil es viel Sortierarbeit ist. Und vieles kann ich dann auch für mich abhaken: ach... alter Kram.

Aber ich merkte: es war schwierig für sie, mich in mir zurückgezogen zu erleben. Ich ahne, dass sie es auf sich bezieht. Und das war für den Teil "ich fühle mich unter Druck, mich öffentlich zuneigungsvoll zu zeigen" ja auch so. Sie hatte es vorher angesprochen und mich da schon volle Breitseite erwischt. Das weiß sie also. Sie wird es womöglich als Ablehnung ihr gegenüber empfunden haben. Nicht als den inneren Stress und das Merken: ich bin noch nicht so weit. Ich müsste da erst noch in Ruhe weiter gehen miteinander. Mehr Miteinander erleben, in inaderen Settings. Mit mehr Ruhe und Zeit füreinander.

Je mehr wir drüber schreiben, umso weiter rollt es. Gut so. Danke.
McLeod

Der Beitrag wurde von McLeod bearbeitet: 13.Sep.2016 - 17:03
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once8
Beitrag 13.Sep.2016 - 23:50
Beitrag #55


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ZITAT(McLeod @ 13.Sep.2016 - 18:02) *
Wenig. Es gab zuletzt ja kaum Raum dafür. Wenn ich etwas aussprach, wurde es gleich zur Gefahr und vor allem daraufhin vom Tisch gewischt, dass es ja alles gut, okay und normal sei. Wir sahen uns, es begann sehr nah, dann wurde es in der Kommunikation schnell metatechnisch und es ging viel um ihre Ängste. Wenn ich was erzählte, kamen schnell Fragen, die ich nicht einfach so beantworten konnte und die mich sehr stressten. Der Stress wird dann schnell kleingeredet und es geht irgendwie mit anderen Themen weiter: ihren.

Versteh mich nicht falsch, mir geht es nicht um Quantitäten. Ich weiß, dass sie gerade ganz viel akut hat und ich kann das eigentlich auch gut aushalten, begleiten, zuhören, ab und zu Perspektiven anbieten.

Es war zuletzt nur dergestalt, dass ich selbst in den wenigen sehr akuten Momenten bei mir keinen Raum bekam fürs Worte finden, aussprechen, gehört werden.

Und bei einer Veranstaltung auf die Freunde zu treffen, die mich freundlich-wissend zur Begrüung anlächeln, zudem noch zwei spezielle Freundinnen von mir zugegen, mit denen ich wirklich nicht meine Privatheit teile, fühlte ich mich schlicht so gar nicht nach Nähe und musste den Nachmittag für mich auch erstmal verarbeiten. Ich bin halt keine, die eruptiv das aktuelle Empfinden raushaut. Ich will das gut sortieren, denn vieles davon sind auch alte Sachen. Ich muss ja auch meine Selbstwahrnehmung immer noch üben. Ist das eher sich-beobachtet-fühlen oder geht es um Bewertung, fühle ich mich unter Druck, unsere Nähe öffentlich zu beweisen, ist es der überraschend raue Ton und Umgang? War es was anderes...?

Ich nehme mir Zeit dafür. Nicht, weil ich es vermeiden will, darüber in den Austausch zu gehen. Sondern weil es viel Sortierarbeit ist. Und vieles kann ich dann auch für mich abhaken: ach... alter Kram.

Aber ich merkte: es war schwierig für sie, mich in mir zurückgezogen zu erleben. Ich ahne, dass sie es auf sich bezieht. Und das war für den Teil "ich fühle mich unter Druck, mich öffentlich zuneigungsvoll zu zeigen" ja auch so. Sie hatte es vorher angesprochen und mich da schon volle Breitseite erwischt. Das weiß sie also. Sie wird es womöglich als Ablehnung ihr gegenüber empfunden haben. Nicht als den inneren Stress und das Merken: ich bin noch nicht so weit. Ich müsste da erst noch in Ruhe weiter gehen miteinander. Mehr Miteinander erleben, in inaderen Settings. Mit mehr Ruhe und Zeit füreinander.

Je mehr wir drüber schreiben, umso weiter rollt es. Gut so. Danke.
McLeod



Liebe McLeod,

ich weiß nicht, ob ich richtig verstehe, ..formuliere einfach mal drauflos. Bremse mich, falls nötig.
Ich sehe viele Annahmen, Vermutungen, daraus resultierende Ängste, du fühlst dich nicht gesehen in deinen akuten Momenten und die Beziehungswaage ist damit -so empfinde ich es- aus dem im besten Falle beweglichen Gleichgewicht geraten, da jede ihre eigenen Messinstrumente hat. Nichts, das mit etwas Zeit, Zuwendung, Vertrauen und gegenseitigem Anhören nicht gelöst werden könnte.
Allerdings benötigt das Öffnung von beiden Seiten-und gerade wenn sie dir den benötigten Raum bisher nicht geben konnte, wäre das eine Sache, die mir unbedingt beredenswert scheint.
Vielleicht habt ihr einfach zwei unterschiedliche Geschwindigkeiten..beide sind ok, nur benötigt die jeweils andere die Achtsamkeit und Akzeptanz gegenüber der (Entwicklung und) aktuellen Position der anderen?

Ich wünsche dir, dass ihr darüber reden könnt...ohne, dass sie es als Gefahr auffasst, sondern als Möglichkeit, Weg und Abenteuer.
Und ich möchte mich dafür bedanken, dass ich mal wieder teilhaben darf an deinen Gedanken und Formulierungen!

once
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McLeod
Beitrag 14.Sep.2016 - 06:49
Beitrag #56


mensch.
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Guten Morgen, once...

Wir haben gestern das Gespräch wieder aufgenommen. Annahmen waren es nur ein paar. Sie hatte sich ja ständig und umgehend mit ihren Ängsten erklärt. Und auch meine Momente mit Stress und Aufgewühltheit waren sicht- und hörbar. Sie hatten aber keinen Raum bekommen.

Dieses Thema "Klarheit darüber, was das hier mit uns jetzt ist" wird uns noch lange begleiten, denke ich. Einfach, weil das *mein* Thema ist. "Übliche" und "klassische" Selbstverständlichkeiten kann ich nicht mehr bieten. Ich muss wohl erst Erfahrungen sammeln, wie es geht, ohne die alten inneren Leitsätze (die sich als untauglich erwiesen haben und die mir in den letzten Jahren langsam klar wurden) mit einem anderen Menschen zu sein.

Und sie wird für sich gucken und auch achten müssen, ob das für sie geht. Was das mit ihr macht.

So ist es gerade.
McLeod
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once8
Beitrag 14.Sep.2016 - 20:36
Beitrag #57


Satansbraten
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Guten Abend, McLeod!

Schön, dass ihr wieder im Gespräch seid! Umso trauriger macht es mich persönlich-weil ich gerade auch eine Begegnung habe, in der ich mich in meinen Sorgen und Ängsten nicht gehört werde- dass deine Stressmomente keinen Raum bekommen haben... Ich sehe mich in dieser meiner Beziehung auf dem Rückzug, weil eben dieser Raum nicht gegeben wird, obwohl ich ihn mir zu nehmen beginne, jedoch ihrerseits keine Reaktion darauf kommt.

Über diese Themen versuche ich auch ein "was ist das zwischen uns" herauszufinden, ich vermute jedoch inzwischen, dass ich auf wenig Resonanz hoffen kann. Und hoffe sehr, dass das bei dir anders ist!

Wie willst du es anpacken, deine alten "Leitsätze" über Bord zu werfen?

Viele Grüße und hab einen schönen lauen Abend!
Once
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Joey
Beitrag 15.Sep.2016 - 06:50
Beitrag #58


Im Frühling.
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Liebe McLeod,

ich war bis vor einiger Zeit selber noch in einem ähnlichen Emotionsgeflecht. Das ging über beinahe ein Jahr und ich muss zugeben, dass ich wohl eher in der anderen Situation war. Ich bin mit großen Schritten vorgelaufen. Wenn sie mich ein bisschen bremste, weil es zu schnell war, fühlte ich mich ausgebremst und zweifelte ebenfalls - aber immer an mir. Ich dachte, es läge auch an mir, doch das war nur am Anfang so. Wir sprachen viel über uns und ich habe mit der Zeit gelernt, mich ihrem Tempo anzupassen. Phasenweise war es sogar so, dass ich langsamer ging. Die Momente im Gleichschritt habe ich genossen, doch sie waren eher selten.
Das Problem ist, dass Du nicht wirklich viel machen kannst, um ihr ihre Ängste, die vielleicht auch durch die empfundene Zurückweisung entstehen mögen, nehmen kannst.
Wie once8 anmerkt, scheint es tatsächlich ein Ungleichgewicht bei euch zu geben.

Ich wünsche Dir und euch sehr, dass ihr den Gleichschritt findet, ohne dass eine ins Straucheln gerät oder sich unwohl damit fühlt.
Es braucht Zeit, Raum, Geduld, Achtsamkeit auf beiden Seiten und ich wünsche Dir, dass auch Deine Momente Raum bekommen und Gehör finden.
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McLeod
Beitrag 15.Sep.2016 - 07:14
Beitrag #59


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ZITAT(once8 @ 14.Sep.2016 - 21:36) *
Wie willst du es anpacken, deine alten "Leitsätze" über Bord zu werfen?


Moin...

Das war ja erstmal ein langer Weg, sie zu erkennen. Geboren aus der Leere nachdem ich dachte, für eine lebenslange Beziehung reif zu sein und gut angekommen bei der Partnerin dafür. In diesem Thread hier hab ich dem ja auch nachgespürt. Dieses "manche Dinge wiederholen sich, obwohl die Partnerinnen so unterschiedlich waren - also könnte es sein, dass ich es mitbringe und es in mir etwas gibt, das dazu beiträgt..."

Und wie das so ist mit "Geburten", davor war die "Schwangerschaft"... Auch viele Entwicklungen und Reflektionen. Erkenntnisse und Fehleinschätzungen. Früher sehr viel Kopf. Mittlerweile auch Bewusstheit für Emotionalitäten, die ich früher nicht direkt oder klar (weiß nicht, wie ich es besser beschreiben könnte) wahrgenommen habe. All das war jetzt nicht eine pure Eigenleistung, ich hatte Hilfe von ganz unterschiedlicher Seite, nicht immer bewusst gegeben. Manchmal quasi "eingekauft", von Menschen, die sich mit sowas auskennen.

Eine "Runde" hab ich quasi hinter mir... Was mach ich denn stattdessen, wenn der Automatismus, den ich mittlerweile sehe / erkenne / spüre nicht mehr laufen soll? Er läuft natürlich, heißt ja nicht umsonst: Automatismus. Aber ich konnte, wie bei einem Getriebe, auf die Kupplung treten und er griff nicht mehr. Ich hab mich nicht mehr danach verhalten. Was erstmal war: gar nichts tun können. Hauptsache nicht das gut gewohnte Programm abspulen. Es aushalten, dann eben nichts zu tun. Mich seitenlang mit meinen Notizbüchern zu reflektieren oder auch unreflektiert die Dinge wie Briefe runterzuschreiben, die ich gern getrieben vom inneren Bedürfnis hinter den Leitsätzen, gesagt hätte. Die meisten dieser Beiefe hab ich aber für mich behalten. Kupplung treten. Auch: es auszuhalten, dass Erkennen noch nicht bedeutet, es mal eben anders machen zu können.

Immer wieder diese Frage: wenn Du Dir eine andere, schönere, sich gut anfühlende Variante vorstellen könntest - welche wäre es? Was würdest Du Dir selbst wünschen, wenn Du Deine beste Freundin wärst, als gute Alternative?

Und wenn ich mal zu einer Antwort kam oder komme, dann probiere ich sie aus. Das sind eher kleine Dinge. Gar nicht große Würfe. Einfach: Verhalten oder Kommunikation in einzelnen Situationen.

Durch einige Seminare, die ich beruflich belegen durfte, habe ich ein wenig Grundwissen auf der Metaebene dazu bekommen: wie laufen Veränderungsprozesse in uns Menschen ab? Zum Beispiel. --- dass Veränderung ohne Irritation und Unwohlsein beim Verlassen der Konfortzone des Vertrauten nicht geht. Dass es mehrere Anläufe benötigen dürfte, weil das "schwarze Loch" des alten Misters eine Anziehungskraft hat. Weil nun mal Automatismen auch das Notfallprogramm für die Zeiten sind, in denen wir Stress empfinden, nicht so viel nachdenken können.

Ich nehme meinen Stress inzwischen viel deutlicher wahr. Manchmal körperlich. Oder emotional. Manchmal anhand der Dinge, die ich gerade tun will. Also wenn ich merke: "oh ... Obacht, Muster! Da könnteste gerade von etwas gestresst werden"

Das dann zu klären und an eine Alternative zu kommen, dauert manchmal Tage. In denen ich mir Zeit für mich lasse. Weitere Notizbücher vollschreibe. Schreiben ist die beste Methode für mich geworden, gedanklich zu entschleunigen. Bewusstheit zu üben. Es ist so unendlich langsamer, als mein Denken. Das überdurchschnittlich schnell ist. Auch eine Erkenntnis der letzten Jahre... "Was?? Das geht gar nicht allen anderen auch so?" ... Ich war bei Schnelldenkern und -kommunizierenden aufgewachsen. Ich dachte natürlich, alle sind so. Das war gar kein bewusstes Denken von der Welt.

Und jetzt, ich fühle mich eigentlich noch nicht weit genug dazu, läuft dieses ganze Gucken-Tun-Nachgucken-Huch?!-Ähm-Andersaberwie?-Ding im Wechselspiel mit einer Frau. Ich kann eigentlich zu vielem nur sagen: "ich kann Dir gar nicht sagen, was mir wichtig ist und welche "Regeln" es gibt mit denen ich mich wohl fühle... Ich hab da quasi Tabula-Rasa gemacht und muss es selbst herausfinden. Ich kann es nicht in der Theorie vorab entwerfen. Das wäre nur Kopf. Ich muss es an Leib und Leben erfahren. Gucken, wie es sich anfühlt. Mir Zeit nehmen, wenn es in mir turbulent wird. Das Alte raussortieren. Das ist alles sehr Ungewohnt. Ich hab keine Ahnung, was das Ergebnis sein wird. Ob es eine Beziehung wird. Ob es eine wird, die für uns beide passt."

Learning by doing. Selten hatte dieser Satz so eine Berechtigung.

Keine Ahnung, ob das jetzt verständlich war für Dich und die Frage beantwortet.

Vielleicht ein kleines Beispiel: als ich in diesem Sommer den Thread hier nichmal durchlas, konnte ich Gedankenvorschläge inzwischen ganz anders sehen und annehmen, als letztes Jahr. Zwar war ich schon länger auf den Trichter gekommen, ich müsste mich mehr um mein seelisches und körperliches Wohlergehen kümmern. Aber das war irgendwie erstmal nur ein Dienst an mir selbst. Gegen Burnout und ähnliches. Es auch als einen Aspekt eines Miteinanders und einer Vernatwortung für das Gemeinsame oder auch das Gegenüber zu verstehen - und das dann auch nicht als eine freakig-schräge Form der Verantwortungsübernahme für Andere zu verstehen - war möglich geworden.

Hmmm. So. Ich schick es jetzt ab. Schau, was Du mitnehmenk Annst und magst.

McLeod
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McLeod
Beitrag 25.Sep.2016 - 21:35
Beitrag #60


mensch.
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Hey Joey,

ich hab Dein Posting irgendwie überlesen neulich... Vermutlich, weil ich gerade schrieb und schrieb (IMG:style_emoticons/default/wink.gif) danke dafür. Ich sehe es ähnlich, dass ich keine Ängste nehmen kann, aber annehmen als ihre Realität, so wie meine Stressmomente meine Realität sind. Da kann sie auch nichts dran machen. Ich möchte auch gar nicht, dass sie versucht zu erahnen, wie sie vermeidbar wären. Ohne "meine" Stress-Momente könnte ich vieles über mich gar nicht lernen und erkennen. Und kennenlernen geht auch gar nicht, ohne einander mal zunah, zu sehr wasauchimmer zu geraten. Wir sind sehr berührbar und reagieren / erleben uns sehr intensiv emotional. Jede bringt eine enorm erlebnisreiche Lebensgeschichte mit.

Jede Woche bringt im Moment viel Bewegung. Eine Mischung aus spannenden, offenen Zeiten und Abstand, Stress, Schwierigem. Es gibt inzwischen Raum und vor allem auch von mir das Wagnis, mich und meine mir selbst auch nie so dauerhaft klare Situation in Worte zu fassen. Wir haben erstmal anerkannt und verstanden/nachgefühlt, dass es diesen Wechsel gibt zwischen Nähe und Schwingungen und Dissonanz und Distanz. Und wir sind gerade dabei, einen kleinen Rahmen zu schaffen für Austausch und Begegnung. Auf der Grundlage der Zwiegespräche nach Möller, die ich vor ewigen Jahren mal hier im Forum kennengelernt habe. (Falls die damalige Hinweisgeberin sich erinnert: schonmal vorab danke! Die Idee begleitet mich schon sehr lange, durch verschiedene Konstellationen. Hier gibt es einen fruchtbaren Boden, bin gespannt.)

Raum finden hast Du geschrieben und so hab ich meine Situation auch selbst empfunden... Raum schaffen ist möglich. Und den ersten Schritt dafür hab ich mit mir erstmal gemacht: ich will mich in einem Raum überhaupt erfahrbar machen für sie. Es nicht mit mir allein dauerhaft aushandeln.

Hm... So long erstmal.
McLeod
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