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> Unterschied zwischen Männern und Frauen
Françoise
Beitrag 22.Sep.2017 - 19:06
Beitrag #1


Fürstin Pückler
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Netter Artikel zum Thema
http://www.spektrum.de/news/wie-unterschie...-frauen/1500183 (IMG:style_emoticons/default/morgen.gif)
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McLeod
Beitrag 23.Sep.2017 - 06:12
Beitrag #2


mensch.
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Endlich schreibt es mal jemand auf! Danke. Ich erkläre mir so oft den Mund oder die Finger fusselich... Jetzt hab ich einen Link, einmal mit allem. (IMG:style_emoticons/default/wub.gif)
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JuliaLovely86
Beitrag 02.Oct.2017 - 18:46
Beitrag #3


Gemüseputzi
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Sehr interessant der Link^^

Was mir in der aktuellen Gender-Diskussion aber aufstößt: 60 Geschlechter! Meiner Meinung nach hat Mann und Frauen nicht ausschließlich was mit sozialen Rollen zu tun. Zu einem gewissen Teil ja (wie man z.B. bei Transfrauen und Transmännern sehen kann). Der größer Teil ist für mich natürlichen Ursprungs. Es gibt in der Natur halt Mann und Frau und Zwitter (viele Pflanzen und Amphibien sind Zwitter). Darum gibt es ja 2 völlig verschiedene Geschlechtshormone (Testosteron und Östrogen). Für mich ist dieses ganze hin und her mit den 60 Geschlechtern vollkommen überflüssig und dient nur dazu Menschen in mehr Schubladen zu stecken. Den Begriff "Trans" lehnen auch viele Transmenschen ab und nennen sich schlichtweg "Mann" oder "Frau". Sie benutzen den Begriff nur zur Erklärung (Ich bezeichne mich auch schlicht als Frau). Und was das Beispiel mit der Sportlerin angeht, da habe ich ein schönes Zitat:"Wenn man sich innerlich als Frau füllt, dann ist man es auch. Egal was andere meinen mögen!". Man ist, als das was man sich fühlt (IMG:style_emoticons/default/happy.gif) Das habe ich von einer "Trans"Frau. Genau danach lebe ich (IMG:style_emoticons/default/smile.gif)

LG Julia
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McLeod
Beitrag 02.Oct.2017 - 23:10
Beitrag #4


mensch.
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Die Biologie ist ein tückisches Feld, das weitaus komplexer ist, als X/Y-Chromosomen oder Östrogen und Testosteron. Auch gibt es Spezies, bei denen "der Mann" austrägt oder erst beim Paarungsakt entschieden wird wer M/F sein darf dieses Mal. Spoiler: Der längere Regenwurm ist "Mann". 9 Grundbereiche unseres Körpers haben Ausprägungsbereiche, die einer Skala gleichen und nicht 0 und 1. Es gibt eben Normen, die die Endbereiche als "korrekt" einteilen und den Bereich dazwischen pathologisieren und ins eine oder andere erlaubte Feld medizinisch behandeln wollen. Ohne Not, ohne Gesundheitsprobleme (vorher).

Das stößt mir sauer auf. Weil es Kinder betrifft, die irgendwann Erwachsene sind und die Auswirkungen sind enorm. Dagegen ist ein Forumsplausch, in der Geschlechterkategorien auf dem Schulbuchstand Biologie 8. Klasse, Mitte der 80er Jahre abbildet (vielleicht sind die Schulbücher immer noch so, keine Ahnung), zwar zum Kopfschütteln. Das eigentliche Drama ist es, wenn die Fachleute, die über Recht, Verordnungen, Medizin befinden, diese Normen in Taten oder Nichtstun umsetzen.

Jede "maskuline Frau" sprengt schon den biologistischen Rahmen. Biologismus ist eine Ideologie, die verkennt, welche sozialen Konstruktionen in Wissenschaften, gerade in "Naturwissenschaften" vorherrschen und wenig wahrgenommen werden. Hör mal Laura Mérit einen Abend lang zu. Oder lies Heinz-Jürgen Voß. Mit Begegnungen, Zuhören, Nachvollziehen und Nach-Denken geht es aber auch schon weit. Ich kann es nur empfehlen. Über "Mutation" und "Varianten". Über "Biodiversität" und "Eindeutigkeitserfordernisse".

Bis dann irgendwann.

McL, noch gar nicht lang her, dass ich über meine Schulbücher frustriert war. Ich dachte, ich hätte was Vernünftiges gelernt. Die Aufklärung ist keine historische Vergangenheit. Sie findet weiterhin statt.
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McLeod
Beitrag 03.Oct.2017 - 22:37
Beitrag #5


mensch.
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Nachtrag: http://www.spektrum.de/news/die-neudefinit...hlechts/1335086

"Wenn man alle Variationen betrachtet, zeigt jeder hunderste Mensch eine DSD" ist also nichtmal biologisch-sachkundig den Normvorstellungen eindeutiger M/F-Zuordnung entsprechend. Nach dem heutigen Kenntnisstand und da hat sich in den letzten 20 Jahren so viel getan, dass die nächsten 50-100 Jahre unser Schulbiobuch-Verständnis auf den Kopf stellen werden.

Für uns im Zusammenleben ist die Frage: Welche Rolle spielt die biologische Dimension von Zwei- oder Mehr-Geschlechtlichkeit? Ich finde die durchaus extrem sozialisierend: "Kind, werde nicht schwanger, wenn Du noch zur Schule gehst..." Svhon im Kindergarten wird Geschlechtertrennung eingeübt. Jungs-WCs, Mädchen-Umkleiden. Sexualisierung Deluxe. Dabei gibt es biologisch keinen Grund zur Sorge: Kindergartenkinder werden keine Kinder in die Welt setzen. Genitalien werden so extrem tabuisiert, dass junge Frauen sich nicht "schön genug" fühlen, in einer Partnerschaft intim zu werden. (Hatten wir mal als Thema hier im Forum mit tollem Link zu einer Kunstaktion mit Gipsabdrücken vieler Vulven) Die biologische Komonente bestimmt einen Teil meines Körperbaus, der aber in einer Dienstleistungsgesellschaft kaum noch gefragt ist zum Broterwerb. Der Hormonhaushalt bestimmt einen Teil meines Gefühlslebens. Aber nicht in extrem unterscheidbarer Weise als Teil Von Gruppe A zur Gesamtgruppe B (siehe Artikel 1 von Francoise). Fortpflanzung ist total kontrollierbar geworden und Sexualität emanzipiert sich dadurch auch bei Heteros (Paarkombinationen, die in einem gewissen Anteil Nachwuchs-fähig sind, längst nicht alle) von Lebensplanungen. Die Rolle, die wir den Menschen der Gruppen X und Y zuweisen sind in hohem Maß von einer Biologie-Unterscheidbarkeit bestimmt, die kaum noch die Rolle spielt, die bei technologiefreien Spezies ("Menschenaffen") noch zu beobachten ist. Konfliktreduktionssex, Führungs- und Hegeaufgaben(teilung) und Zeugungsprivilegien für Silberrücken... Also ehrlich... Das wollen wir ja auch nicht, soooo naturnah leben, oder?

Über medizinisches/biologisches Wissen hinaus müss(t)en wir den Stellenwert von Geschlecht mal in Frage stellen. Vielleicht tun wir es schon. Was tust Du? (IMG:style_emoticons/default/wink.gif)

McGuteNacht
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Vereinfachte Darstellung Aktuelles Datum: 11.12.2017 - 08:29