lesbenforen.de

Willkommen, Gast ( Anmelden | Registrierung )

> Bitte beachten

Denk bitte daran, dass unser Forum öffentlich einsehbar ist. Das bedeutet: wenn du hier dein Herz ausschüttest, kann das von allen gelesen werden, die zufällig unser Forum anklicken. Überleg also genau, was du preisgibst und wie erkennbar du dich hier machst. Wir löschen keine Threads und keine Beiträge, und wir verschieben auch nichts in unsichtbare Bereiche.

Du kannst deinen Beitrag nach dem Posten 90 Minuten lang editieren, danach nicht mehr. Lies dir also vor dem Posten sorgfältig durch, was du geschrieben hast. Dazu kannst du die "Vorschau" nutzen.


Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Webseite erklärst du dich mit der Verwendung von Cookies einverstanden.

11 Seiten V  « < 9 10 11  
Reply to this topicStart new topic
> Ambivalenz - wie da raus kommen?
MsJones
Beitrag 20.Oct.2018 - 11:50
Beitrag #201


Fürstin Pückler
*********

Gruppe: Members
Beiträge: 226
Userin seit: 18.09.2016
Userinnen-Nr.: 9.663



ZITAT(Françoise @ 14.Oct.2018 - 18:31) *
Hey liebe MsJones,
wie geht's Dir?



Liebe Francoise,

danke dir (IMG:style_emoticons/default/bluemele.gif) fürs Nachfragen - meine Antwort kommt erst jetzt, weil ich in letzter Zeit nicht so online-schreibfreudig war, aus verschiedenen Gründen.
Kurz gesagt: mir geht es soweit gut (seelische Balance), wenn frau mal die Kniebeschwerden wegläßt. Diese sind mit den Schmerz-Medis arg gedämpft.
In ein paar Tagen geht es nun in die Klinik zur OP.
Diese Entscheidung habe ich nach sorgfältigem Abwägen von Für und Wider getroffen, nachdem ich nun doch zeitnah eine Zweit- und Drittmeinung organisieren konnte.

Als diese dann die OP-Empfehlung für den 'Einbau' eines Implatates eher noch bestätigten, haute mich das vor ein paar Wochen noch mal richtig um und ich habe viel geweint ... (so wie es meine Art ist: das "Tal der Tränen" durchschreitend).
Und ich bin dankbar dafür, daß es Menschen gab, die mir völlig überraschend ihren Trost und ihre Anteilnahme schenkten, von denen ich es nicht erwartet hatte.
Zum Beispiel schrieb mein Chef mir eine liebe Karte - ich hatte ja noch Organisatorisches zu regeln wegen meiner Arbeit, die Stelle ist befristest und endet bald.
Einige meiner Team-Kollegen fanden so mitfühlende Worte - das war gut annehmbar für mich.
Ich freue mich darüber, daß man und frau mich da so gut leiden kann :-)

Dann fiel uns auf, das ich ja noch meinen restlichen Urlaub nehmen muß, bevor ich ins KH gehe.
Das war fast eine lustige Situation, denn ich wollte eigentlich wieder arbeiten, sitzend am PC (mein Klinik-Doc hatte mir das empfohlen, um mich abzulenken und mit einer Orthese/Bandage ausgestattet). Ich wollte unbedingt noch ein begonnenes Projekt beenden, woran mein berufliches Herz hängt.
Auch da haben wir eine gute Lösung gefunden, daß ich 'das' fertig machen kann - das finde ich für mich einen guten Abschied von dieser Stelle, so schrittweise fällt mir das leichter.

Und ich bin so erleichtert, daß ich für meinen Hund eine sehr gute Möglichkeit gefunden habe, wo er einfach "Urlaub" machen kann, wenn ich im KH bin.
Da ist er mal raus aus der Stadt und hat Haus mit Garten zur Verfügung - und, eine ganz liebe tierliebe Familie.
So wird es mir etwas leichter fallen ihn 'aus der Hand' zu geben dann.

Was Frau Kolln. Ambivalent betrifft, die ja nun den privaten Kontakt wieder aufnahm usw., hat sich nun das Eine oder Andere doch getan, was ich beschreiben möchte.
Ich hatte mich - als ich das letzte Mal hier schrieb - doch eher zurückgezogen, nicht mehr geschrieben o.ä.
Und da meldete sie sich wieder ...


Ups, ich mache mal hier eine Pause und schreibe nachher weiter, denn meine Nachbarin bimmelte mich an.
Bis später,

Ms.

Der Beitrag wurde von MsJones bearbeitet: 20.Oct.2018 - 11:55
Go to the top of the page
 
+Quote Post
MsJones
Beitrag 20.Oct.2018 - 23:40
Beitrag #202


Fürstin Pückler
*********

Gruppe: Members
Beiträge: 226
Userin seit: 18.09.2016
Userinnen-Nr.: 9.663



Fortsetzung:

Es war mir vor einigen Wochen wichtig, daß ich auf Distanz zu ihr bleibe, keine Erwartungen aufkommen lasse.
Ich schrieb einfach keine simsen mehr oder nahm anderweitig Kontakt zu ihr auf.
Das so auslaufen lassen, wäre mir fast 'lieb' gewesen - ich würde sie dann eh nicht mehr wiedersehen, wenn meine Stelle endet.
Und: ich war innerlich so ruhig dabei.

Prompt meldete sie sich ein paar Tage später per Kurznachricht, um mir mitzuteilen, sie habe immer noch volle Tage (= keine Zeit), würde an mich denken und hoffen, sie könne mich bald mal wieder anrufen.
Weitere Tage später kündigte sie einen konkreten Tag mit Zeit an, wo sie anrufen wolle.
Ich willigte ein und fand mich damit wieder mal inkonsequent - vielleicht kann ich mit ihr am Telefon mit ihr über das "Zeitproblem" und meine Befindlichkeiten dazu reden, dachte ich da.

Sie hat nicht angerufen, sondern sagte per sms ab, weil sie wegen Beziehungsproblemen mit ihrem Lebenspartner so "durch den Wind" sei.
Ich war nicht mal mehr sauer (hatte mir extra die Zeit frei gehalten) oder sowas, denn ich hatte das an dem Tag bereits geahnt - und, antwortete ihr nicht darauf.
Ein paar Stunden später entschuldigte sie sich und ich solle nicht von ihr denken, daß sie sich rausredet. Sie fahre paar Tage weg und rufe danach an, wieder mit Zeitvorschlägen.
Meine Höflichkeit ließ mich ihr antwortend schreiben, daß ich 'sowas' nicht von ihr denke und es zumindest okay ist, eine Absage zu schicken - mehr nicht.

Am letzten Tag ihrer Vorschläge - an einem Sonntagabend, nach 21.00 Uhr - fragte sie an, ob ich telefonieren wolle.
Ich konnte zu dem Zeitpunkt nicht "nein" sagen, bat sie jedoch, sich dafür Zeit und Ruhe zu nehmen.

Und dennoch kam es wieder zu dem Phänomen, daß sie in dem Telefonat so mitten drin im Thema plötzlich - mir ins Wort fallend - verkündete: jetzt müde zu sein und zum Ende kommen wolle. Sie fragte mich nicht, ob ich noch was sagen wolle. Mir war das gefühlt zu abrupt, zumal ich was Wichtiges besprechen wollte. Ich fühlte mich übergangen.
Ansprechen konnte ich das in der Situation nicht, weil ich ihr zumindest vermitteln wollte, daß ich ihr Bedürfnis verstehe und akzeptiere.

Es fing danach an, mich zu bedrücken, dieses Ungleichgewicht, meine zunehmende Unzufriedenheit über Gesprächsenden beim Telefonieren.
Ich bat sie daraufhin um ein Gespräch und wir konnten das ganz gut klären bzw. ich machte konstruktiven Vorschlag fürs Telefonieren.
Gut war dabei, daß ich das vorwurfsfrei hinbekam - allerdings merkte ich, wie anfange mich wieder nicht zu trauen zu meinen Bedürfnissen auch zu stehen, sie tapfer zu vertreten.

Weil ich jedoch so erfreut über diese Klärung war, habe ich sie spontan zu mir eingeladen - so eine Art von Kranke-Kollegin-Besuch - weil es auch besser ist, mal nicht nur zu telefonieren. Sie nahm die Einladung sehr dankend an.
Ich ertappte mich bei dem Gedanken "sie kommt eh nicht".

Als ich meinen letzten Arbeitstag im Team hatte, kam sie und brachte mir ein Buch fürs Krankenhaus mit und versicherte, daß sie auf jeden Fall mal bei mir zuhause vorbeikomme.

Ja, sie hat tatsächlich ihr Wort gehalten und mich in meiner Wohnung besucht.
(Ich gebe zu, daß bis zuletzt hin- und herschwankte, ob das so eine gute Idee von mir war, ob ich nicht lieber absage - quasi Angst vor meiner eigenen Courage hatte, den ich gebe ja nun meinen privaten Wohnraum preis)

Die Eindrücke von ihrem Besuch sind noch recht frisch und ich stelle fest, daß sich mehr und mehr Enttäuschung zeigt im Nachgang.
Und Traurigkeit, von der ich momentan nicht weiß, wo sie herkommt - was ist nur los mit mir?
Ich hatte mich auf sie gefreut (als ich mich dann endlich entschieden hatte, nicht vorher abzusagen).

Sie blieb nur kurz - für mein Erleben: zu kurz - das Gespräch verlief in Tendenzen: merkwürdig und ihr Verhalten in meiner Wohnung war grenzüberschreitend (zB. ging sie einfach an meine Sachen). Nach zwei Stunden verkündete sie, jetzt nicht mehr aufnahmefähig zu sein - wieder als ich länger etwas von mir erzählte - und sie wolle etwas anderes machen bzw. jetzt gehen. Wieder war ich zu "brav" in der Situation ...

Dazu werde ich später noch was ergänzend schreiben.


Danke an euch
und
kommt gut durch die Nacht,


Ms Jones



















Go to the top of the page
 
+Quote Post
MsJones
Beitrag 21.Oct.2018 - 11:49
Beitrag #203


Fürstin Pückler
*********

Gruppe: Members
Beiträge: 226
Userin seit: 18.09.2016
Userinnen-Nr.: 9.663



Nachtrag:

Gestern abend schrieb ich u.a., daß sie während ihres Besuches "grenzüberschreitend" war.
Da ich nicht mehr editieren kann, möchte ich das etwas abmildern, weil zu starkes Wort dafür, passt nicht ganz.

Mich bestürzt, wie ich an der Frau herumkrittel und frage mich, ob das eine innere Abwehrmaßnahme sein könnte (?)
Momentan habe ich keine Ahnung, weshalb mich 'das Alles' wieder mehr beschäftigt oder besser gesagt,
wieso es mir nach ihrem Besuch nicht gut ging, dh. so traurig wurde/bin - damit habe ich nicht 'gerechnet'.

Wieso kann ich nicht das Positive hochhalten und das, was sie mir gab, an dem Tag ??
Ich kann es zwar 'sehen', mich jedoch nicht so darüber freuen, wie ich es von mir kenne, wenn mich jemand besucht.
Hach, was ein doofer Zustand gerade ...

Nochmal: ich habe mich auf sie gefreut und darüber, daß sie ihr Wort gehalten hat.
Sogar den Tisch hatte ich liebevoll gedeckt für unseren Kaffeeklatsch ...

Als ich ihr meine Wohnung zeigte, zur besseren Orientierung usw. - mit viel Humor von mir erklärt - öffnete sie einfach dabei die Terassentür, um mal nach zu schauen wie es hinten raus so aussieht. Sie machte das so beherzt (ich hätte mich sowas in einer fremden Wohnung nicht getraut) und ich lief ihr wie ein Trottel hinterher.
Wieder drinnen stand sie vor (m)einem Regal, wo ich eine geborgte Skizze von ihr liegen hatte, die ich ihr später wiedergeben wollte.
Sie nahm sie einfach, ohne mich zu fragen bzw. halb zu sagen "nehm ich wieder mit"...
Ich stand erstaunt daneben und fand ihre Forschheit fast übergriffig (mir fällt gerade kein passenderes Wort ein) - sie war da gerade mal 10 Minuten da.
Warum stört mich das jetzt, fragte ich mich in der Situation?

Ihr mitgebrachtes Geschenk fand ich eine so liebe Geste, auch was auf der Karte stand - mich rührte das sehr, als wir beim Kaffee saßen.
Das sagte ich ihr auch.

Ich bemerkte, daß mir alles zu schnell ging und ich mich so blöd unsicher (aufgeregt?) im Kontakt fühlte - im Gespräch riss sie ein Thema nach dem anderen an - ich kam nicht hinterher, konnte nicht so drauf eingehen wie es sonst meine Art ist (bei einem Aspekt bleiben, vertiefen) - das war mir zu sprunghaft.
Ansprechen konnte es ich in dem Moment nicht.

Mir fiel auf (als sie so vor mir saß), daß ich sie nicht echt fand, i.S. von authentisch - das hat mich fast erschreckt (tut auch jetzt noch), als würde eine Hülle vor mir sitzen, alles andere irgendwie so ... (fehlt mir gerade das Wort)

Auf eine Nachfrage von ihr, begann ich von mir und Erlebnissen/Erfahrungen zu erzählen. Innerlich wurde ich ruhiger.
Sie hörte mir zwar nach außen hin zu, doch in ihrem Gesicht war zu sehen, daß ihre Augen müde aussahen und sie nicht bei der "Sache" war.
Ich hielt inne und wollte fragen, ob ich sie langweile mit dem was ich erzähle. Doch dazu kam ich gar nicht.
Sie äußerte eben dieses Nicht-mehr-aufnahmefähig-zu-sein (was ich gestern bereits schrieb)und sie etwas jetzt was Anderes machen wolle.
"Du willst jetzt schon gehen", fragte ich.
"Ja, wir können ja noch ein Stück laufen" (sie wollte noch was einkaufen)

Ich bedauerte, daß die Zeit gefühlt zu schnell vergangen sei und folgte ihrem Vorschlag.
Auf dem Weg erzählte sie mir überraschend von ihren psychischen Problemen vor ein paar Jahren, obwohl keine Zeit mehr dafür war - sie wollte ja nach Hause.
Wieder wollte ich auf sie eingehen und darüber lieber in Ruhe reden.
Ich hörte mir alles an und schwieg.

Beim Verabschieden fiel ihr auf/ein, daß ich ja in die Klinik muß - als sie mich umarmte, spürte ich keine Nähe zwischen uns - so als wäre eine Art Sicherheitsabstand eingebaut.
Mein Bedauern über "schade, daß die Zeit so schnell vergangen ist ...", wurde fast "weggewischt" (so kam es bei mir an) - und, mir angekündigt, daß sie ja wiederkomme ...

Ein paar Stunden später merkte ich, wie es anfing mich traurig zu machen.
Ich ertappte mich bei der Frage: "wieso (zur Hölle) kommt sie mich denn überhaupt besuchen?"
Aus Neugier?
Aus echtem Interesse?

Keine Ahnung.

Ich schrieb ihr noch, daß sie sich hoffentlich bei mir wohl gefühlt und willkommen gefühlt hat (weil, das 'wußte' ich nicht) und es schade fand, daß wir kaum Zeit zum Reden hatten.

Ihre Antwort finde ich in meiner derzeitigen Gefühlslage schon in gewisser Weise hilfreich:
Es sei für sie gut.
Sie habe dieses "kaum-Zeit" nicht so empfunden.

Ihre Frage, wieviel Zeit ich mir denn wünsche, will ich nicht quantitativ in Zahlen ausdrücken:
Weil ich 'weiß' oder ahne, daß meine Wünsche nach mehr Zeit sich hier wohl nicht erfüllen werden - egal, ob ich sie vorher noch äußere oder nicht.

Vielleicht bin ich auch einfach nur ungerecht ihr gegenüber oder unfair.


Danke fürs Mitlesen, liebe Frauen - vielleicht hat die eine oder andere noch einen Hinweis oder eine Meinung übrig.


- wünsche einen schönen Sonntag
und wir lesen uns,


Ms Jones.

Der Beitrag wurde von MsJones bearbeitet: 21.Oct.2018 - 12:35
Go to the top of the page
 
+Quote Post
McLeod
Beitrag 21.Oct.2018 - 14:16
Beitrag #204


mensch.
************

Gruppe: Members
Beiträge: 6.275
Userin seit: 29.03.2006
Userinnen-Nr.: 2.777



ZITAT(MsJones @ 21.Oct.2018 - 00:40) *
Und dennoch kam es wieder zu dem Phänomen, daß sie in dem Telefonat so mitten drin im Thema plötzlich - mir ins Wort fallend - verkündete: jetzt müde zu sein und zum Ende kommen wolle. Sie fragte mich nicht, ob ich noch was sagen wolle. Mir war das gefühlt zu abrupt, zumal ich was Wichtiges besprechen wollte. Ich fühlte mich übergangen.
Ansprechen konnte ich das in der Situation nicht, weil ich ihr zumindest vermitteln wollte, daß ich ihr Bedürfnis verstehe und akzeptiere.


Hey MsJones...

Ich hab da mal zwei Sätze fett gedruckt, der mir sehr auffielen. Vielleicht fielen sie mir deswegen auf, weil ich selbst ein wenig übe und trainiere, meine Bedürfnisse so ernst zu nehmen, dass ich sie auch artikuliere.

Wäre eine Aussage für Dich denkbar, die irgendwie in die Richtung geht von "Hui... schade, dass wir schon aufhören, ich kann verstehen, dass Du müde bist. Ich mag ein Ende von Telefonaten etwas lieber mit etwas Vorlauf. Und eigentlich hätte ich auch total gerne mit Dir was mir Wichtiges besprochen. Finden wir dafür dann Zeit in einem neuen Telefonat demnächst? Wenn Du dann auch nicht am Ende des Wachseins bist, was ich gut verstehen kann..."

Ich hab die vage Idee, dass nichts zu sagen auch nicht Dein Ziel erreicht, dass Du ihr darüber indirekt mitteilst, ihre Bedürfnisse nachzuvollziehen und wertzuschätzen... Und sie hat keine Chance, Deine Bedürfnisse und Wünsche kennenzulernen und den unausgesprochenen(?) Wunsch, was Wichtiges zu besprechen. Und was wichtig ist, muss halt auf die nächste Agenda. Das ist ja immer so, wenn eine Zeit des Miteinanders endet. Finde ich, vielleicht etwas arg geprägt zur Zeit von vollen Agenda-Listen für Sitzungen...

Was denkst Du...? Ist irgednwas in die Richtung denkbar für Dich? Ich finde es nämlich klasse, wie gut Du Deine Gedanken und Gefühle hier aufschreibst und was Dein Wunsch gewesen wäre. Bei mir hapert es eher an dieser Stelle, ich muss ganz schön sortieren, bis ich das klar habe ;-) Also anderes Training... Aber aussprechen finde ich (auch?) schwer...

Beste Grüße
McLeod

Der Beitrag wurde von McLeod bearbeitet: 21.Oct.2018 - 14:16
Go to the top of the page
 
+Quote Post
MsJones
Beitrag 22.Oct.2018 - 23:17
Beitrag #205


Fürstin Pückler
*********

Gruppe: Members
Beiträge: 226
Userin seit: 18.09.2016
Userinnen-Nr.: 9.663



Liebe Mc Leod,

freut mich von dir wieder mal zu lesen und herzlichen Dank für die Anerkennung *knicksmach*
Ich wünsche dir, daß du weiter Fortschritte machen kannst im Bedürfnisse-ernstnehmen und Wünsche-zu-differenzieren (IMG:style_emoticons/default/cool.gif)

ZITAT
Was denkst Du...? Ist irgednwas in die Richtung denkbar für Dich?
Ich finde es nämlich klasse, wie gut Du Deine Gedanken und Gefühle hier aufschreibst und was Dein Wunsch gewesen wäre.


So ähnlich wie du es in deinem post vorgeschlagen hast, beginnend mit "Hui ... schade ...", habe ich es letztens in der von mir erwähnten Klärung nach diesem Telefonat mit dem zu schnellem Ende getan: als Vorschlag formuliert, allerdings ohne eine Bitte fürs nächste Mal/Telefonat an sie zu richten - das fällt mir erst jetzt so richtig auf - ich mich 'das' nicht getraut habe oder gar nicht erst versucht habe.
Sie hat auf den Vorschlag kooperativ reagiert.

Nun hat jedoch ihr Kurzbesuch bei/in mir etwas verändert, was ich noch nicht in Worte kleiden kann und es vermutlich gar nicht mehr 'nötig' ist ihr meine Bedürfnisse/Wünsche mitzuteilen. Sie hat mich zwar gefragt wieviel Zeit ich mir denn wünsche, doch ich spüre eine Blockade darauf zu antworten und wich aus.


Ich will keine virtuelle sms-mail-Bekanntschaft mit ihr führen.
Ich erlebe, daß sie in ihrem Leben keinen Platz für eine nähere Bekanntschaft/Freundschaft hat bzw. den für mich nicht hat, sondern mich irgendwie so "dazwischen" schiebt.
Ich möchte nicht warmgehalten werden, so wie @Francoise das hier mal schrieb.

Wer will, findet Wege.
Wer nicht will, findet Gründe.


herzlichen Abendgruß und bis bald - mal sehen, ob es in der Klinik W-Lan für Partienten gibt ;-)

Ms.Jones




Go to the top of the page
 
+Quote Post
McLeod
Beitrag 23.Oct.2018 - 09:42
Beitrag #206


mensch.
************

Gruppe: Members
Beiträge: 6.275
Userin seit: 29.03.2006
Userinnen-Nr.: 2.777



Ich schmunzle gerade. Eine Freundin, in schwieriger Situation, bat mich mal um ein Treffen. Aber nicht in einem engen Zeitrahmen, wie es das Treffen davor gewesen war (ich hab oft einen vollen Kalender). Also fragte ich sie, welchen Zeit-Raum sie als entspannt für sich erleben würde, ich würde es dann gern so einrichten. Denn ich wollte ja auch, dass es ihr gut geht.

Diese Frage hat sie super-gestresst, wie es schien. Es war ihr nahezu unmöglich, etwas dazu zu sagen. Erst als ich einen Vorschlag machte, nahm sie den an und wir fanden dann einen Tag dafür.

Auch wenn das nur meine Wahrnehmung war... irgendwie erinnert mich Dein "Sie hat mich zwar gefragt wieviel Zeit ich mir denn wünsche, doch ich spüre eine Blockade darauf zu antworten und wich aus." daran. Weißt Du, was Dich blockiert hat?

Und ich schmunzle noch an anderer Stelle: das mit den SMS... Ich bin seit gefühlten Ewigkeiten in diesem Internet unterwegs, früher Chats und Mailinglisten, heute messengere ich und halte mit entfernt wohnenden Menschen Kontakt, ebenso wie mit meinen Freundesmenschen um die Ecke. Voller Kalender, you know...? Ein mir sehr lieber Mensch, mit dem ich gerne Gedanken und Momente in Echtzeit geteilt habe (was mir sehr selbstverständlich ist), hat mir gerade erst mitgeteilt, dass das irgendwie für ihn nicht passt. Es sei irgendwie zu indirekt. Und nun nutzen wir die SMS/Messenger-Funktion nur noch, um uns zu verabreden oder zu sagen "Bahn hat Verspätung, komme später" und wenn wir mal zwischen den Begegnungen was miteinander teilen wollen, dann im Format Brief/Postkarte/Mail. Ach so... und telefonieren ;-) Old School ist auch cool.

Es ist etwas ungewohnt für mich und ich muss mich zur Zeit noch etwas disziplinieren, der Griff zum Handy ist so eine Gewohnheit geworden - merke ich dadurch.

Und doch: ich mag es. Mag mich auf andere Wege einlassen. Mag auch, dass sich mein Leben in gewisser Weise dadurch verändert. Es zieht wie so ein in den See geworfener Stein Kreise und beeinflusst auch ein wenig was drumrum.

Aber das ist ja gerade nicht Thema. Ich wollte eigentlich sagen: Auch bei Hardcore-Online-Junkies ist der Wunsch nach einer anderen Form des Miteinanders gut aufgehoben... Ach... Witzig... merke gerade, dass sich jene Freundin aus Beispiel 1 damals auch mehr Treffen gewünscht hatte. Ging aber nicht, allein aus logistischen Gründen und begrenzten Ressourcen. Die ich nicht umschichten wollte. "Das mit dem "nicht konnte" ist ja immer so eine Selbsttäuschung, bei mir jedenfalls. Ich kann alles ;-) theoretisch jedenfalls. Ich wollte nicht auf Anderes verzichten, so ist es letztlich... Und das ist ja auch okay so.

So, etwas ungeordnet heute... Pick Dir raus, was passt, falls was passt. Zum fröhlichen weiterspinnen und -drehen.

McLeod

Der Beitrag wurde von McLeod bearbeitet: 23.Oct.2018 - 09:43
Go to the top of the page
 
+Quote Post
Françoise
Beitrag 28.Oct.2018 - 11:12
Beitrag #207


Satansbraten
***********

Gruppe: Members
Beiträge: 515
Userin seit: 24.09.2016
Userinnen-Nr.: 9.670



ZITAT(MsJones @ 22.Oct.2018 - 23:17) *
Ich will keine virtuelle sms-mail-Bekanntschaft mit ihr führen.
Ich erlebe, daß sie in ihrem Leben keinen Platz für eine nähere Bekanntschaft/Freundschaft hat bzw. den für mich nicht hat, sondern mich irgendwie so "dazwischen" schiebt.
Ich möchte nicht warmgehalten werden, so wie @Francoise das hier mal schrieb.

Wer will, findet Wege.
Wer nicht will, findet Gründe.



Das kann ich gut verstehen.
Ich glaube, solche Konstellationen können gut funktionieren, wenn beide die gleichen Wünsche und Erwartungen haben.
Wenn aber eine sich "mehr" (was auch immer) wünscht, führt sowas schnell zu Verletzungen.

Bedürfnisse ansprechen macht es dann manchmal sogar eher noch zusätzlich anstrengend, weil die eine -so wie Du es ja auch formulierst- weiß, dass es eh nie das Ersehnte in der ersehnten Form geben wird. und die andere unter Stress gerät, weil sie evt in das Gefühl gerät, nicht zu genügen und die andere zu enttäuschen (was ja auch real so ist) und das auch erstmal verdauen muss.



Ich wünsche Dir weiter gute Besserung und viel Kraft zur Bewältigung der kommenden Behandlungen und nette Menschen um Dich herum.
Go to the top of the page
 
+Quote Post
Kara
Beitrag 30.Nov.2018 - 23:34
Beitrag #208


Naschkatze
**********

Gruppe: Members
Beiträge: 342
Userin seit: 11.11.2004
Userinnen-Nr.: 749



Liebe MsJones,wie geht es dir inzwischen?Körperlich als auch seelisch?
Go to the top of the page
 
+Quote Post
Françoise
Beitrag 11.Dec.2018 - 09:34
Beitrag #209


Satansbraten
***********

Gruppe: Members
Beiträge: 515
Userin seit: 24.09.2016
Userinnen-Nr.: 9.670



Liebe MsJones, ich schicke gute Gedanken und ein Kraftpaket ans Krankenbett. Hoffentlich gehts Dir gut (IMG:style_emoticons/default/flowers.gif)

Der Beitrag wurde von Françoise bearbeitet: 11.Dec.2018 - 09:54
Go to the top of the page
 
+Quote Post
Hortensie
Beitrag 11.Dec.2018 - 09:50
Beitrag #210


"Jeck op Sticker"
************

Gruppe: Members
Beiträge: 13.773
Userin seit: 18.10.2008
Userinnen-Nr.: 6.317



Liebe MsJones, ich hoffe,es geht Dir gut. Ich schicke Dir viele gute Wünsche.
Go to the top of the page
 
+Quote Post

11 Seiten V  « < 9 10 11
Reply to this topicStart new topic
2 Besucherinnen lesen dieses Thema (Gäste: 2 | Anonyme Userinnen: 0)
0 Userinnen:

 



Vereinfachte Darstellung Aktuelles Datum: 19.12.2018 - 16:52