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> Mehr Besitz macht glücklich oder ist belastend?
-Agnetha-
Beitrag 08.May.2015 - 09:01
Beitrag #1


ungerader Parallel-Freigeist
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Derzeit fällt mir viel zu Diskutieren ein. (IMG:style_emoticons/default/rolleyes.gif)

Ob Reichtum glücklich macht, wird ja sehr oft besprochen.

Mir geht es jetzt mehr um einen besonderes Aspekt.

Obwohl ich nicht reich bin, eben Mittelklasse, empfinde ich manchmal Gegenstände auch als eine Art Belastung.

So sehr ich mich über Geschenke freue, machmal weiß ich dann nicht was ich damit tun soll. Geschenke weg werfen oder verkaufen kommt mir nicht richtig vor. Jedenfalls nicht wenn sie von für mich wichtigen Menschen kamen. Aber irgendwann ist die Wohnung voll gestellt.

So geht es mir auch immer wieder mit Gegenständen die ich selbst gekauft habe. Manche Dinge erfreuen einen eben nur eine gewisse Zeit. Ist diese Zeit vorbei, kann man sich davon eigentlich auch wieder trennen.
Sofern ein Gegenstand noch okay ist, finde ich es aber oft schwer den einfach weg zu werfen. Ich habe ehrlich gesagt aber auch keine Lust Sachen im Internet zu verkaufen, für die ich pro Stück nicht mehr als 10 Euro bekommen würde.
Früher hat mir das noch mehr Spaß gemacht. Aber heute nicht mehr so. Empfinde ich dann eher als Stress. Man muss die Ware dann ja auch zügig abschicken.

Flohmärkte wären da eher was, aber auch das ist nicht so wirklich meines, da ich auch nicht gern "handle".


Bei manchen Dingen habe ich fast sowas wie ein schlechtes Gewissen, wenn ich sie nicht mehr verwende.
ZB habe ich mir vor Jahren zwei Gameboys gekauft, damit ich mit meiner Freundin gemeinsam spielen kann.
Haben wir auch gemacht, aber jetzt schon lange nicht mehr.
Das fühlt sich dann irgendwie komisch an.


Anderes Beispiel...
ich habe mir vor Kurzem ein neues Smartphone gekauft, da der Akku des alten schon schlecht war.
Den Akku selbst zu tauschen war nicht möglich und ich konnte durch meinen Vertrag sowieso ein neues günstiger bekommen.

Das alte Smartphone liegt jetzt hier, ist bis auf den Akku völlig okay, hat keinen einzigen Kratzer. Das tut mir dann irgendwie auch leid.
Das könnte ich zwar wirklich verkaufen, dachte mir aber ich behalte es als Ersatz, falls mit meinem was sein sollte.
Ist einerseits ein gutes Gefühl, andererseits aber auch wieder nicht.


Wie geht es euch damit?
Kennt ihr sowas?


Mag aber noch dazu sagen, dass das kein großes Problem für mich ist.
Aber manchmal fühlt es sich komisch an.

Und dann denke ich, dass ich gar nicht noch mehr Besitz haben wollen würde, selbst wenn ich reich wäre.
Ich denke zB ein Ferienhaus, in dem ich dann nur 3 Wochen im Jahr bin und das sonst nicht genützt wird, das würde ich auch nicht gut finden.


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Joey
Beitrag 08.May.2015 - 10:46
Beitrag #2


Im Frühling.
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Oh, ich kann Deine Gedanken ein wenig verstehen. Mir geht es mit manchen Dingen auch so und ich überlege schon, meine Wohnung durchzuwuseln und alte Dinge einfach zu verschenken.
Manches finde ich deshalb belastend, weil ich nicht einschätzen kann, inwiefern ich die Sachen noch brauche. Ich befürchte dann, dass ich, sobald ich es los bin, doch wieder gebrauchen könnte. Das macht es mir manchmal schwer.

Das Erste, was mir gerade ad hoc einfällt:
Du brauchst nichts wegwerfen. Vielleicht wäre es eine Alternative für Dich, zu tauschen?
Die wichtigsten Tauschbörsen

Oder aber zu verschenken?
Verschenk-Seite

Es passt zwar nicht so ganz, aber ich musste auch an den Kanadier denken, der damit begann, eine rote Büroklammer gegen höherwertige Sachen zu tauschen und am Ende Besitzer eines Hauses wurde.
Finde ich schon irgendwie interessant, dass es geklappt hat. (IMG:style_emoticons/default/smile.gif)
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leslie
Beitrag 08.May.2015 - 17:43
Beitrag #3


Miau
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Interessante Frage (IMG:style_emoticons/default/wink.gif)

Ich bin nun gewiss nicht reich - und ich bin in einer alles anderen als reichen Familie aufgewachsen (von Armut kann man nicht sprechen, immerhin konnten wir alle 2 Jahre 14 Tage Nordseeurlaub genießen - aber im Vergleich zu meinen Mitschülerinnen auf der weiterführenden Schule hab´ ich doch gemerkt, dass andere deutlich mehr haben... fand ich aber nie so schlimm, immerhin hab´ ich gelernt, mit Geld umzugehen. Aber ich schweife ab (IMG:style_emoticons/default/wink.gif) )

Ich bin ein ziemlich genügsamer Mensch. Mein erstes Handy hab´ ich 1999 bekommen und 10 Jahre gehabt, bevor ich es meiner Mutter "vererbt" habe. Ich glaube, es lebt heute noch. Mein zweites Handy hat leider irgendwann den Geist aufgegeben, das dritte... puuuh... ich glaube, da war´s dann meine Frau, die ein supertolles Angebot für ein neues gefunden hat, und obwohl das eigentlich nicht mein Ding ist, hab´ ich dann zugestimmt. Also hab´ ich jetzt in meinem 42jährigen Leben mein insgesamt 4. Handy, und ich bin fest entschlossen, das auch weiterhin zu nutzen... Gewohnheitstier eben (IMG:style_emoticons/default/wink.gif)

Meine Frau ist da komplett anders: Die durchforscht immer das Internet, was es denn Neues in Sachen Technik gibt - und sie muss irgendwie auch immer das Neueste haben. Allerdings macht sie´s dann so geschickt, dass sie nicht einfach draufloskauft, sondern sie vergleicht die Angebote, sie schaut nach, was sie für ihre gebrauchten Sachen noch bekommt - und am Ende zahlt sie nur wenige Euro drauf (wenn überhaupt), um das neue Produkt zu erhalten.
Manchmal profitiere ich davon (z. B., als sie letztens ´nen neuen Laptop wollte, der alte aber noch gut war.... den hat sie als "Reserve" behalten - siehe da, kurz drauf ging mein Laptop komplett in die Binsen und ich habe ihren "geerbt"....) - manchmal denke ich, frau kann´s auch übertreiben (IMG:style_emoticons/default/wink.gif) Aber da sie nicht über ihre Verhältnisse lebt, ist das ok für mich (IMG:style_emoticons/default/wink.gif)

Fazit meines Sermons: Reich bin ich sicher nicht, aber arm bin ich auch nicht (und bin sehr dankbar und froh darüber) und ich habe deutlich mehr als das, was damals meine Eltern hatten. Ich bin sehr zufrieden mit dem, was ich habe und ich wüsste auch nicht wirklich, was ich mit "noch mehr" anfangen sollte. Ich brauche weder ein Haus noch einen Garten mit Swimming-Pool.
Die fehlgekauften, weil zu kleinen Hausschuhe für 7,95 von meiner Frau hab´ ich ihr abgekauft und werde sie am Montag einem meiner Schüler schenken, der seit 2 Jahren in den ausgelatschten, viel zu großen und fast unbesohlten Hausschuhen seines Vaters rumläuft... Da ist mein Geld doch sinnvoll investiert (IMG:style_emoticons/default/wink.gif)

LG, Leslie
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-Agnetha-
Beitrag 08.May.2015 - 18:09
Beitrag #4


ungerader Parallel-Freigeist
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ZITAT
Manches finde ich deshalb belastend, weil ich nicht einschätzen kann, inwiefern ich die Sachen noch brauche. Ich befürchte dann, dass ich, sobald ich es los bin, doch wieder gebrauchen könnte. Das macht es mir manchmal schwer.


Das geht mir auch so. Ist manchmal wirklich schwer zu sagen.
Es kommt nämlich schon auch vor, dass ich mich freue Dinge aufgehoben zu haben. Ich habe zB die Sonnenfinsternis-Brille von 1999 aufgehoben.
Dieses Jahr gab es ja wieder eine, wenn auch keine totale. Da konnte ich die Brille sehr gut brauchen und habe mich gefreut.

Meine Mutter hat vor 1-2 Jahren eine "Bunte" (Zeitschrift) aus den 60er Jahren gefunden. Das fand ich wirklich toll, wirklich interessant zu lesen.

Aber alles aufheben kann man nicht.

Vorallem habe ich auch das Problem, dass ich Gegenstände auch komplett vergesse, wenn sie irgendwo verstaut sind.
Es nützt wenig etwas zu haben, wenn man das dann nicht wenn weiß, wenn man es brauchen könnte. (IMG:style_emoticons/default/rolleyes.gif)


ZITAT
Das Erste, was mir gerade ad hoc einfällt:
Du brauchst nichts wegwerfen. Vielleicht wäre es eine Alternative für Dich, zu tauschen?
Die wichtigsten Tauschbörsen

Oder aber zu verschenken?
Verschenk-Seite


danke!
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june
Beitrag 08.May.2015 - 19:00
Beitrag #5


Gut durch
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Hach ich liebe dieses Forum! <3

Mich treibt das Thema Minimalismus seit ca. einem Jahr (oder länger?) um.
Ich habe unfassbar viel verschenkt, verkauft, entsorgt.
Und immer noch habe ich das Gefühl: Ich habe zu viel!
Ich bin nicht radikal genug!
Das betrifft meine Kleidung, meine Bücher, meine Arbeitsmaterialien.
Einfach zu viel Kram!

Parallel zu meinem Plastikzeug-Entsorgen (den Thread habe ich neulich hier mal eröffnet) habe ich so auch ganz schön viel anderen Kram entsorgt und fühle mich immer besser und leichter.

Natürlich weiß ich, dass das "first world problems" sind.

Freu mich auf alle weiteren Beiträge!

LG June

Edith sagt, dass ich vor lauter Euphorie und "Mich zu Hause fühlen" meinen Klarnamen angegeben habe...

Der Beitrag wurde von june bearbeitet: 08.May.2015 - 19:01
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shark
Beitrag 08.May.2015 - 19:49
Beitrag #6


Strösenschusselhai
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Beiträge: 21.898
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Userinnen-Nr.: 741



Oh je... mein Schmerz-Thema.... (IMG:style_emoticons/default/sad.gif)

Ich bin ja auch alles Andere als wohlhabend, aber vielhabend bin ich schon .... (IMG:style_emoticons/default/wink.gif)

Ich erklär mir meinen Wunsch nach schönen Dingen, die mir gehören, so, dass ich das eben bis weit in mein Erwachsenenleben hinein gar nicht hatte... also, etwas, das wirklich nur mir gehört.
Richtig aufgefallen ist mir das, als ich nach meiner Trennung von meinem damaligen Mann 1998 in meine allererste eigene Wohnung gezogen bin.
Plötzlich hatte ich den einzigen Schlüssel zu einer Wohnung. Und das, was darinnen war, war auch meins. Niemand konnte es haben wollen oder einfach mitnehmen oder sowas. Alles meins!

Anfangs bin ich jeden Abend mit richtigen Glücksgefühlen durch die winzige Wohnung gegangen und hab alles angefasst.
Das sind meine Gläser, das ist mein Esstisch, das ist mein Radiogerät, das ist mein Duschvorhang, mein Bett, mein Telefon mit meiner eigenen Nummer, meins....
Fast alles kam vom Flohmarkt oder war von meiner Mama oder von FreundInnen geschenkt, aber jetzt war es eben meins. Das war ein unfassbar gutes, sicheres Gefühl.

Und ganz lang haben diese "ersten Besitztümer" eine echt wichtige Rolle gespielt und ich hätt sie nicht hergegeben. Wenn eines der Gläser kaputt ging, hat mich das richtig traurig gemacht.
Obwohl mein erstes Bett ein Bettsofa war, das überhaupt nicht bequem war, hab ich es ewig behalten; zuletzt stand es im Gästezimmer rum und hat unsere Gäste gequält... (IMG:style_emoticons/default/patsch.gif)
Erst kürzlich habe ich mich dann doch davon trennen können.

Geblieben ist aber mein Hang, mir Dinge anzueignen. Schöne Dinge, nicht jeden Kram, aber ich kann nur schlecht widerstehen, wenn ich etwas sehe, das mir sehr gefällt und das zu mir und in mein Haus passt.
Ich kaufe grundsätzlich so gut wie nur auf Flohmärkten; das heißt: nicht so oft und nicht teuer.
Aber die Sachen sind dann halt da. Und weil sie eben auch für den Ort stehen, an dem ich sie entdeckt habe, vielleicht für einen besonders schönen (oder total verregneten) Tag oder was auch immer... einfach anders als wenn die Dinge aus dem Kaufhaus kämen ... ist es besonders schwierig, sie wieder herzugeben. Selbst wenn ich sie nicht mehr verwende oder sogar mehrfach Gleichartiges mein Eigen nenne...


In diesem Jahr muss ich meinen Dachboden entrümpeln. Der ist ein einziges Chaos und ich hab regelrecht Horror davor.
Ich weiß allerdings, dass es sich gut anfühlen wird, "auszumisten".
Schon wenn ich mit ner Ladung Kram im Auto losfahre und ihn wegbringe (zum Flohmarktladen einer Bekannten, zum Umsonstmarkt oder auch nur zum Recyclinghof), fühlt sich das fantastisch an. Befreiend.
Aber bis es soweit ist...!! (IMG:style_emoticons/default/wacko.gif)
Es fällt mir sehr schwer, anzufangen.... dabei brauch ich eigentlich immer Hilfe. Ein guter Freund wird kommen und mich mit dem Dachboden unterstützen und meine Jüngste auch.
Meine Frau lass ich nicht rauf. Die ist so eine Minimalistin... die will immer gleich alles wegwerfen... (IMG:style_emoticons/default/biggrin.gif) Zum Glück wohnen wir nicht zusammen... (IMG:style_emoticons/default/laugh.gif)

Also... ja, Besitz loswerden kann echt befreiend sein.
Endlich kann ich das grundsätzlich so sehen anstatt zu denken, dass das Anhäufen von Dingen mich "wirklicher" macht.
Manchmal stell ich mir vor, dass ich alles wegnehme, was da ist bis auf die notwendigsten Dinge. Und erst mal würd ich die Dinge wegtun, in eine Garage oder so. Und mal schauen, wie es sich anfühlt, wenn es um mich her leer ist. Überschaubar. Reduziert. Und dann, wenn das gut wäre, alles herzugeben.
Aber ich bin noch nicht so weit, das zu können; nicht mal richtig dran denken kann ich ohne dass es mich traurig macht.

Das alles ist eine riesige Aufgabe für mich, die ich jeden Tag neu beginne. Oft nur im Kopf, aber immerhin. (IMG:style_emoticons/default/wink.gif)

Ach ja... letzhin habe ich mich erfolgreich von etwas getrennt, das ich sehr liebte.
Ein altes, wunderschönes Mokkaservice.
Ich habe es einer guten Freundin zum Geburtstag geschenkt, weil es zu ihrem Teegeschirr, auf das sie so stolz ist, weil sie es eben auch auf einem Flohmarkt ergattert hat, perfekt passt.
Gleiches Design, gleiche Manufaktur, gleicher Jahrgang.
Sowas passiert nicht oft mit so seltenen Sachen.
Jedenfalls hab ich es ihr geschenkt, das Mokkaservice. In einem aufwändig selbst gestalteten Paket... das musste sein für den Abschied.
Aber ich fühl mich gut, dass sie es jetzt hat. Und es fehlt mir nicht. (IMG:style_emoticons/default/smile.gif)

Der Beitrag wurde von shark bearbeitet: 08.May.2015 - 19:53
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-Agnetha-
Beitrag 08.May.2015 - 20:29
Beitrag #7


ungerader Parallel-Freigeist
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ZITAT
Mich treibt das Thema Minimalismus seit ca. einem Jahr (oder länger?) um.
Ich habe unfassbar viel verschenkt, verkauft, entsorgt.
Und immer noch habe ich das Gefühl: Ich habe zu viel!
Ich bin nicht radikal genug!



Interessant, ich habe darüber nach gedacht, aber ich denke so bin ich dann auch wieder nicht.

Das ist wohl widersprüchlich, aber mir ist es auf der anderen Seite schon auch wichtig, dass bestimmte Dinge, die ich tatsächlich verwende, vorhanden sind.
Zum Beispiel vermisse ich in anderen Haushalten manchmal bestimmte Dinge für die Küche, wie zB Stabmixer, Schöpfkellen, Eiswürfelbereiter, usw.

Blöd sind wirklich die Dinge, von denen ich nicht recht weiß ob ich sie nochmals brauche oder nicht.
Oder die nicht nicht wirklich brauche, aber auch nicht weg geben will.


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shark
Beitrag 08.May.2015 - 21:47
Beitrag #8


Strösenschusselhai
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Mir hat da mal wer gesagt, dass Dinge, die man ein Jahr lang nicht benutzt hat, genausogut nicht da sein können.
Stimmt für mich auch irgendwie - allerdings nutzt das halt nur was, wenn man nicht so ne Kandidatin ist wie ich, die "für alle Fälle" Dinge aufhebt. (IMG:style_emoticons/default/biggrin.gif)
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-Agnetha-
Beitrag 09.May.2015 - 09:17
Beitrag #9


ungerader Parallel-Freigeist
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Für mich stimmt das nicht so ganz.

Wobei es sicher sehr viel hilft ca. einmal im Jahr alles durchzusehen.

Wenn ich das mache, finde ich schon immer einige Dinge die weg können. Vor allem Kleinigkeiten, zB Papier-Zeugs (zB Werbung/Gutscheine die ich aufgehoben hatte, die inzwischen aber nicht mehr gültig sind), Medikamente und Kosmetikartikel, die schon abgelaufen sind, usw.

Es gibt aber für mich schon auch nicht wenige Dinge die ich seltener als einmal im Jahr brauche, die aber dennoch sinnvoll sind.
In erster Linie Bücher und DVDs (aber ich denke die sind damit sowieso nicht gemeint): Ich lese durchaus Bücher gerne irgendwann ein zweites Mal und schaue Filme mehrmals, aber nicht schon nach einem Jahr.

Ich habe viele Brettspiele und es wird nicht jedes einmal im Jahr gespielt. Sie werden gespielt, aber eben seltener.

Weiters auch zB Sportgeräte.
Ich war zB sicher 4-5 Jahre nicht Nordic Walken, aber dann doch wieder. War also gut, die Stöcke dafür noch zu haben.
Ich bin auch seit einem Jahr nicht mehr Rad gefahren, aber irgendwann brauche ich das Fahrrad sicher wieder.

Bei Kleidung kommt es drauf an....
Wenn das Gewicht oft schwankt, hat es schon Sinn Sachen aufzuheben, die im Moment zu groß oder zu klein sind.
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Lucia Brown
Beitrag 09.May.2015 - 10:07
Beitrag #10


- keep it up you go girl -
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Jedes Mal wenn ich im Urlaub in einen kleinen Apartment, bzw. auch schon mal Bauwagen wohne, denke ich mir, dieser Platz würde für mich auch ausreichen.

20 – 30 qm, vielleicht sogar noch weniger und darin das Nötigste. Bett, Kleiderschrank, Küche, Musikinstrumente. Bei Musikinstrumente fängt es allerdings schon an, problematisch zu werden, denn ich habe davon eine Sammlung, die auf drei Räumen innerhalbe der Stadt verteilt sind. Eigentlich bräuchte ich dafür ein Schloss. Und ab und zu gebe ich Kurse in einer Burg und in einem Schloss und stelle mir vor, wie ich auch dort alles vollstellen könnte. Kreativräume, Konzertraum, ach so vieles schaffen. Und doch weiß ich auch, was Besitz, sprich: ein eigenes Haus alles an Bequemlichkeiten und Unbequemlichkeiten mit sich bringt. Bequemlichkeiten meine ich jetzt gar nicht so positiv, eher wie festsitzen, immer da bleiben, sich nicht mehr bewegen. Unbequemlichkeiten meine ich all die vielen Handwerker-Problem-Geschichten, wenn mal was am Haus kaputt ist und dann letztendlich wer wird es erben und die Streitigkeiten Drumherum.

Biste jedoch in Miete, stehen die Konflikte mit Vermieter oder der Vermieterin vor der Tür. Die sind auch nicht sehr lustig. Ergo, ein Wohnmobil kaufen und damit frei durch die Lande fahren. Am besten parken mit See- oder Meerblick und immer wild-romantisch halt. Habe ich noch nicht ausprobiert und würde es sehr gerne.

Mit weniger Dingen leben ist schon lange mein Traum. Ich brauche jedoch unglaublich viel Zeit um auszumisten. Ich könnte dies und das ja immer mal noch gebrauchen.

Ein Übungsfeld in dem es noch viel zu lernen gibt.
Euch geht es nicht anderes, wie ich hier lese.

Tante Lucia
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Rafaella
Beitrag 09.May.2015 - 15:37
Beitrag #11


Freies Vögelchen
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ZITAT(Lucia Brown @ 09.May.2015 - 11:07) *
Jedes Mal wenn ich im Urlaub in einen kleinen Apartment, bzw. auch schon mal Bauwagen wohne, denke ich mir, dieser Platz würde für mich auch ausreichen.

20 – 30 qm, vielleicht sogar noch weniger und darin das Nötigste.

Tante Lucia


Das ist auch mein Traum. Wobei alles relativ ist. Meine gute Freundin M. meinte, als sie meine Wohnung sah und die Sachen: also mit sooo wenig könnte ich nicht leben. Definitiv ist mir das aber noch zu viel. Das Problem ist, dass ich versuche, nicht dauernd neue Sachen zu kaufen, Klamotten, denn ich trage sehr indviduelle Sachen, die gibts nicht immer, und sie kommen nicht aus der Mode, da sie nicht modern sind, daher trage ich sie, bis sie mir vom Leib fallen. Dadurch ist der große Wandschrank im Flur pickepackevoll, und eh mein Sündenfall, wenn da mal jemand reinschaut....oi oi oi.
Dann die Bücher, ich habe vor 2 Jahren mächtig entsorgt und nur behalten Bücher, die mich sehr beeindruckt und geprägt haben, Klassiker der feministischen -und Lesbenliteratur, Fachliteratur und natürlich Bücher, die ich noch lesen wollte. Jetzt habe ich vor 2 Jahren mein Elternhaus aufgelöst, seitdem stehen die Bücher meiner Eltern im Bücherregal und es ist einfach zu viel. Ich kann die aber nicht wegtun, emotional, denn das ist wie geistiges Erbe und eine letzte Erinnerung, also sehr sentimental.
Papiere - von meinen vielen Fortibldungen, die ich gehalten und selber genommen habe - aber eigentlich schau ich da nicht rein, ich mache die Dinge mehr situativ-intutiv.
Alle steht im Ivarregal, ebenfalls pickepackevoll, davor elegant ein uralter Wandschirm von dem schwedischen Möbelhaus, auch schon etliche Jahre alt...
Am liebsten hätte ich einen Kahlschlag, da ich in der nächsten Zeit aber nicht umziehe und ich auch die Bude nicht abfackeln möchte, muss ich da wohl mal ein paar Entscheidungen treffen.

Der Beitrag wurde von Rafaella bearbeitet: 09.May.2015 - 15:39
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-Agnetha-
Beitrag 09.May.2015 - 18:02
Beitrag #12


ungerader Parallel-Freigeist
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Manchmal gucke ich "Unsere kleine Farm" und finde es dann toll mit wie wenig man leben kann und wie sehr sich die Leute in der Serie über kleine Dinge freuen können. Zwar würde ich nicht in dieser Zeit leben wollen (nicht so gute Medizin wie heute, usw), aber diesen Aspekt finde ich schon irgendwie toll.
Auch dass die Bürokratie damals offenbar noch nicht so schlimm war. Die Mutter verkauft einfach ihre Eier im Laden. Der Vater repariert immer mal wieder etwas für Nachbarn und bekommt dafür Geld, usw. Aber das ist wieder ein anderes Thema.

So ein einfaches Leben stelle ich mir dann schon auch schön vor.
Allerdings nicht für mich, da ich ja anders kenne.
Leider kann ich das schlecht rückgängig machen und manchmal macht mir das fast Angst.

Ich hatte einige Jahre einen Wäschetrockner, jetzt nicht mehr.
Vorher war es normal alles eben aufzuhängen. Aber nachdem ich einen Trockner hatte, fehlt er mir. Wobei ich nie alles mit dem Trockner getrocknet habe, eigentlich eh nur Bettwäsche (weil die im Winter schwer aufzuhängen ist), Handtücher (weil sie so schön weich werden) und Socken. Ich hasse es 50 Socken aufzuhängen.

Oder auch das Handy...
Früher kam man ohne klar. Aber jetzt wo ich es kenne, könnte ich nur sehr schlecht ohne.
Dann kam das Smartphone und ehrlich gesagt mag ich auch kein normales Handy mehr haben. Das hat auch ganz sicher nichts damit zu tun im "Trend" zu sein, aber manche Funktionen würden mir sehr fehlen.

Irgendwie macht man sich von vielem abhängig.
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june
Beitrag 10.May.2015 - 12:24
Beitrag #13


Gut durch
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@shark: Danke für deine farbenreiche und bunte Beschreibung dessen, wie es dir mit deinem Besitz ergeht.
Bei mir ist es ganz ähnlich: Alles, was ich besitze, hat seine Geschichte.
Als ich noch sehr jung war, studiert habe, hatte ich ein 7m²-WG-Zimmer; ich war mit meinem Besitz sogar ein Jahr im Ausland. Alles, was ich besessen habe, hat in zwei Bananenkisten plus in einen Rucksack gepasst. (Ausnahme: Bett, Bücherregal und Kleiderregal.) - Das war sehr schön.

Leider hatte ich dann so 2005 eine Krise: Schlimmster Liebeskummer, Ende des Studiums, Beginn des Referendariats...
Diese Zeit war für mich persönlich die Hölle. Da hatte ich dann plötzlich meine erste eigene Wohnung, keine WG mehr - und was habe ich getan?! Angefangen, Dinge zu horten. (Gar nicht messi-mäßig, sondern einfach nur im Vergleich zu vorher.)
Ein Kumpel verließ die Stadt und wollte seinen alten Plüschhocker und das schöne Kitschbild auf den Sperrmüll stellen? Aber die waren doch noch gut! Her zu mir. Meine Mutter sortierte zwei Sauna-Handtücher aus? Die wollte ich doch schon immer haben! Bücher auf dem Antiquariat, am Uni-Stand, kostenlos in der Mensa zum Mitnehmen? Die brauchen doch ein gutes Zuhause! Meine beste Freundin hatte abgenommen und plötzlich passten ihre Jeans nicht mehr? Ich nehm sie gern.

Irgendwie erdeten mich all diese Dinge. Ich war Single, verbrachte viiiel Zeit in meiner Wohnung, lud mir Freunde zum Essen oder Spielen ein, und genoss es, von allem mehr als genug zu haben. (Auch, wenn es nicht viel gekostet hat - wie bei shark.)
So kam es, dass ich plötzlich viel besaß - und zu jedem Stück eine Geschichte erzählen konnte.
Auch meine Uni-Mitschriften horte ich. Ich habe mir sooo viel Mühe gegeben, die Texte liebevoll markiert, exzerpiert; meine Meinung von Dozierenden und Seminar-Teilnehmern gemacht - das ist doch ein Teil meiner Geschichte, meiner Biografie.

Und doch merke ich, wie mich diese für mich wertvollen Dinge anfangen zu belasten, weil sie mir den Raum nehmen, die Luft zum Atmen. Meine Zimmer sind alle sehr ordentlich (weil mir Ordnung total wichtig ist), aber einfach rödelig und voll (mit Büchern und Aktenordnern; sonst habe ich - außer Instrumenten - keinen nennenswerten Besitz).

Ich sehne mich nach einem Befreiungsschlag (daher die Beschäftigung mit Minimalismus), aber ich schaffe es nur peu à peu, mich von den Dingen zu trennen. Evtl. bräuchte ich einfach auch mal mehr Zeit am Stück dazu.
Blöd für mich ist auch, dass mein Beruf es erfordert, dass ich viel Material zur Verfügung habe. Auch das belastet mich.

Und immer wieder die Frage: Warum eigentlich? (IMG:style_emoticons/default/smile.gif)

Naja. Soviel zum Sonntag...
Liebe Grüße und Kaffee in die Runde!
June
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-Agnetha-
Beitrag 10.May.2015 - 13:34
Beitrag #14


ungerader Parallel-Freigeist
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ZITAT
Und immer wieder die Frage: Warum eigentlich?


Meinst du jetzt warum es dich belastet? Gute Frage.


Einige Ideen dazu...

Umso weniger man hat, desto leichter kann man Ordnung halten und desto mehr Überblick hat man darüber.
Vielleicht sind sehr viele Gegenstände auch irgendwie eine Art Kontrollverlust? Denn irgendwann wird es kaum mehr möglich wirklich noch alles auf dem Schirm zu haben. Außer man hat ein sehr gutes Gedächtnis oder ein sehr gutes System.

Dazu vielleicht auch das Gefühl, dass es bei einem Umzug sehr viel Zeit kosten würde alles durchzusehen.

Wie du ja schon hast, konntest du früher alles mitnehmen.
Jetzt würde das wohl nicht mehr gehen. Ist also irgendwie logisch, wenn man sich weniger frei fühlt.


Bei mir ist es dazu auch noch so, dass ich offenbar ein schlechtes Gewissen habe, wenn ich Dinge lange nicht benütze.
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princessrockstar
Beitrag 10.May.2015 - 13:40
Beitrag #15


Vorkosterin
*

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Userinnen-Nr.: 9.266



Ich hab festgestellt, dass mich Besitz reduzieren definitiv glücklich macht und vor allem Platz macht für Veränderungen.

Die Tatsache, dass ich hier schreibe, hat meiner Ansicht nach unmittelbar damit zu tun: Nachdem ich angefangen habe, mich von Dingen zu trennen, die ich nicht unbedingt brauche oder an denen ich nicht hänge, hat sich in meinem Kopf gleichsam ein Schalter umgelegt. Ich bin viel sensibler geworden, vor allem was meine eigenen Bedürfnisse und Wünsche anlangt. Besitz bindet für mich Ressourcen, Aufmerksamkeit, Zeit und Geld, das wurde mir in den letzten 1-2 Jahren sehr bewusst.

Ich pflege Freundschaften intensiver und lasse mich mehr auf meine Freundinnen ein. Außerdem bin ich deutlich mehr unterwegs, unternehme mehr Kulturelles und bin auch öfters mit Freundinnen spontan übers Wochenende auf Reisen. Ich habe mein Bewusstsein dafür zurückerlangt, dass mir nicht nur das Zusammensein mit Frauen immer schon viel wohler tat und Frauen was Wunderbares sind, sondern dass ich nach einer Hetero-Familienphase definitiv für meine Bedürfnisse sorgen und mich auch um mein Bedürfnis nach einer (Liebes-)Beziehung zu einer Frau kümmern muss. Ich habe Sehnsüchte zurückbekommen, die jahrelang im Trubel eines - wahrsten Sinne des Wortes - vollen Familienhaushaltes verschüttet waren.

Es ist nicht so zu verstehen, dass ich kaum mehr was besitze. Ich habe reichlich von dem, was ich brauche. Allerdings habe ich auch ein Hobby, eine frühere Leidenschaft, aufgegeben, weil mir die damit verbundene "Materialschlacht", der materielle und räumliche Aufwand, einfach zu viel geworden war.
Meine Familie teilt meine Philosophie und meine Lebenshaltung nicht. Ich lebe unter Sammlern. Meine Räume allerdings sind strukturiert und übersichtlich und machen mich glücklich und frei. Frei für einen neuen Lebensabschnitt!

Schönen Sonntag!
princessrockstar
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leslie
Beitrag 10.May.2015 - 14:45
Beitrag #16


Miau
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Userinnen-Nr.: 2.495



ZITAT(june @ 10.May.2015 - 13:24) *
Blöd für mich ist auch, dass mein Beruf es erfordert, dass ich viel Material zur Verfügung habe. Auch das belastet mich.

Und immer wieder die Frage: Warum eigentlich? (IMG:style_emoticons/default/smile.gif)


Bist Du Lehrerin? (IMG:style_emoticons/default/wink.gif) LehrerInnen sind JägerInnen und SammlerInnen - das ist einfach so (IMG:style_emoticons/default/wink.gif) Wir haben das Glück, dass wir einen großen Keller zur Verfügung haben - dort stapelt sich alles, was ich jemals für die Schule so brauchen kann. Ich bin - lacht ruhig - mit einem Karton voller Klopapierrollen umgezogen - kann frau ja immer mal in der Schule zum Basteln verwenden (IMG:style_emoticons/default/wink.gif)
IN unserer Wohnung ist der Platz sinnvoll genutzt, ich sammle Bücher, meine Frau sammelt DVDs - mit entsprechenden Regalen ist die Wohnung halt voll gestellt, dazwischen diverse Katzenkratzbäume und die eine oder andere Couch oder ein Bett oder ein Kleiderschrank (IMG:style_emoticons/default/wink.gif)
Im Keller findet sich ein Sammelsurium aus allem Möglichen - aber ich werfe das ganz bewusst nicht weg, weil ich genau weiß, sobald ich es weggeworfen habe, fällt mir ein, dass ich es brauche. Es passiert somit durchaus öfter mal, dass ich in den Keller stapfe und ´ne Ladung Wollknäuel hochhole, weil ich denke, da lässt sich in Kunst was Feines draus machen. Oder dass ich aus unserer Sammlung Filmdöschen ein prima Hörmemory basteln kann. Oder dass die ollen Bettlaken meiner Schwiegermutter prima Karnevalskostüme werden können... Oder oder oder. Wer also in unseren Keller kommt, denkt, wir seien Messies. Im Endeffekt konnte ich aber bisher so ziemlich alles verwerten, was andere als Restmüll schon längst in die Tonne gekloppt haben.
Was allerdings immer noch dort vermodert und nie wieder zum Einsatz kommen wird: Meine ersten Nummernschilder meines ersten eigenen Autos (IMG:style_emoticons/default/wink.gif) Von denen mag ich mich einfach nicht trennen, so nutzlos sie auch sind (IMG:style_emoticons/default/wink.gif)

LG, Leslie
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-Agnetha-
Beitrag 10.May.2015 - 14:52
Beitrag #17


ungerader Parallel-Freigeist
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ZITAT
as allerdings immer noch dort vermodert und nie wieder zum Einsatz kommen wird: Meine ersten Nummernschilder meines ersten eigenen Autos wink.gif Von denen mag ich mich einfach nicht trennen, so nutzlos sie auch sind wink.gif


Ein weiteres Thema: Erinnerungsstücke


Da tue ich mir auch schwer. (IMG:style_emoticons/default/roetel.gif)

Ich habe mehrere A4-Kuverts mit vielen Erinnerungsstücken.... Briefe, Dinge die ich in Urlauben mit genommen habe (Eintrittskarten, Prospekte..), Zettelchen die wir uns in der Schule im Unterricht geschrieben hatten und vieles mehr.
Würde ich nicht weg geben wollen, aber es wird auch immer mehr und ich sehe es mir sehr selten wirklich an.
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Lucia Brown
Beitrag 10.May.2015 - 15:07
Beitrag #18


- keep it up you go girl -
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ZITAT(princessrockstar @ 10.May.2015 - 13:40) *
Meine Räume allerdings sind strukturiert und übersichtlich und machen mich glücklich und frei. Frei für einen neuen Lebensabschnitt!

Schönen Sonntag!
princessrockstar


Dir auch einen schönen Sonntag. Und ich wünschte mir, dass ich hier auch so einen Satz aufschreiben könnte.


ZITAT(june @ 10.May.2015 - 12:24) *
Und immer wieder die Frage: Warum eigentlich? (IMG:style_emoticons/default/smile.gif)

Naja. Soviel zum Sonntag...
Liebe Grüße und Kaffee in die Runde!
June

Danke für den Kaffee und dir auch einen schönen Sonntag. Ich habe mir heute beim Spazierengehen auch die Frage gestellt, warum ich eine Sammlerin bin, obwohl ich das alles gar nicht brauche. Und wie, warum, wieso fange ich zum Sammeln an? Ich habe das Gefühl, dass ich den Grund herausfinden möchte, damit ich dann nachhaltig Platz schaffe.

Neulich ist mir ein Grund begegnet. Ich bekomme auch viel schenkt und ich kann nicht nein sagen. Da ist ein Haken. Obwohl ich genug habe nehme ich trotzdem was an, weil ich dann denke, ich könnte es doch auch wem weitergeben, der was gebrauchen kann. Oft denke ich dann nicht mehr daran.


Der Beitrag wurde von Lucia Brown bearbeitet: 10.May.2015 - 15:11
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princessrockstar
Beitrag 10.May.2015 - 15:40
Beitrag #19


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@ Lucia Brown

Denke, das entwickelt sich, bei mir war's auch nicht immer so. Bloß hab ich gemerkt, dass ich mich im Zuviel nicht entwickle, weil ich quasi immer beschäftigt und damit vom Wesentlichen abgelenkt bin.

Die Idee mit einem "tiny house / home" oder einem Wohnmobil spukt mir auch im Kopf rum.
Ich hab in den ersten eineinhalb Lebensjahren meines Sohnes mit ihm mehr oder weniger in einem alten VW-Bus gelebt und bin herumgefahren. Ich hab das Zusammenleben mit meinem Partner nicht geschafft, damals war ich noch auf der Flucht vor der Vater-Mutter-Kind-Familie, die mich dann letztendlich doch eingeholt hat. War aber eine gute Zeit im Bus und ich hatte ein unkompliziertes und flexibles Kind (IMG:style_emoticons/default/smile.gif)
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Rafaella
Beitrag 10.May.2015 - 17:08
Beitrag #20


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ZITAT(leslie7259 @ 10.May.2015 - 15:45) *
ZITAT(june @ 10.May.2015 - 13:24) *
Blöd für mich ist auch, dass mein Beruf es erfordert, dass ich viel Material zur Verfügung habe. Auch das belastet mich.

Und immer wieder die Frage: Warum eigentlich? (IMG:style_emoticons/default/smile.gif)


Bist Du Lehrerin? (IMG:style_emoticons/default/wink.gif) LehrerInnen sind JägerInnen und SammlerInnen - das ist einfach so (IMG:style_emoticons/default/wink.gif)

Da kann ich noch eine kleine Anekdote zu beitragen. Eine Freundin, Weiterbildungslehrerin und definitiv Messie, Papier und mehr, klagte über den Mess. Ich sagte, es geht dir bestimmt besser, wenn du mal was loswirst. Darauf sie: "Ich habe vor ein paar Wochen mal angefangen, Papier zu entsorgen und darunter war eine Fotokopie von einem Bild, auf dem ein Tiger war. Und ausgerechnet den hätte ich nun für den Unterricht gebraucht. Ich werfe nun also definitiv nichts mehr weg..."
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