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> Umgang mit einem Seitensprung
LisaLouise
Beitrag 09.Oct.2018 - 20:09
Beitrag #1


Filterkaffeetrinkerin
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Liebe Frauen

Ich brauche noch einmal euren Rat, weil ich vor einer Situation stehe, die sehr schwierig für mich ist.
Und ich wollte mir anhören, wie ihr reagieren würdet, oder was ihr ratet. Denn ich weiß nicht weiter.

Als ich im Krankenhaus gewesen bin, ist einiges mit meiner Frau passiert.
Sie wurde ziemlich aus der Bahn geworfen. Die Trennung von mir, Kontaktverbot und die ganzen Diagnosen haben sie ziemlich mitgenommen.
Irgendwie folgte eine Hiobsbotschaft auf die nächste. Denn zuerst hatte sie angenommen, wir müssten das alles "nur" gemeinsam durchstehen und es würde alles gut. Das es keine Aussicht auf Heilung gibt und wir nur lernen können, mit dem allem zu leben hat sie stark mitgenommen. Es war eine völlig neue Welt die sich auftat. Schlaflose Nächte, Bücher und jede Menge Fachtexte, Krankschreibungen und schließlich gab es Ärger auf ihrer Arbeit, der dann in einer Kündigung mündete.
Und ihr wurde auch von mehreren Leuten geraten, sich von mir zu trennen.
Es gab noch ein paar andere Umstände und Vorfälle, die ich nicht aufschreiben möchte. Jedenfalls war sie völlig neben der Spur und hat mit einer anderen Frau geschlafen.
Das war ihre Ex Freundin. Die haben sich zufällig wieder getroffen und sie hat anscheinend die Gunst der Stunde genutzt und rücksichtslos Kontakt gesucht.
So weit so schlecht.
Sie hat mir dann alles erzählt, denn wir sind immer ehrlich miteinander und gehen offen mit unseren Gefühlen um.
Und ich hatte sogar Verständnis dafür, da ich es logisch erklären kann und sie mir auch versprochen hat, es sei rein körperlich gewesen und sie habe mich nie geistig betrogen, oder will etwas von ihr. Wir unterscheiden da immer sehr stark.
Mein Standpunkt war das unsere Beziehung viel tiefer geht, als so etwas körperliches und das hat sie auch gesagt. obwohl es ihr leid tat.
Sie hat sehr geweint und sich entschuldigt.

Eigentlich hatte ich meinen Frieden damit gemacht, aber nun habe ich leider etwas gelesen, was ich nicht lesen sollte.
Ich habe nicht spioniert, es war reiner Zufall und hätte ich es gewusst, hätte ich es niemals gelesen. Dort stand, sie habe Dinge gespürt, an die sie sich kaum noch erinnert hat.
Nicht beim Sex, sondern als sie zusammen gewesen sind. Weil sie nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen musste und sich auch mal anlehnen konnte.
Und das es auch mal um sie ging. Die schlimmste Reaktion habe ich innerlich empfunden, als ich las, sie hätte zu ihr "auf schauen" können.
Jetzt glaube ich, ich bin verletzt und das an der Sache doch mehr dran ist, als ich angenommen habe. Zu erwähnen ist noch das sie auch schrieb, sie liebt mich und würde mich niemals verlassen, oder austauschen.
Sie wüsste was sie an mir hat und das ich ihr dafür ganz andere Dinge geben kann.

Nun weiß ich nicht was ich machen soll und ob ich mit ihr darüber reden soll.
Denn ich hätte es nicht lesen sollen und es ist privat gewesen. Mit 2 Leuten habe ich darüber gesprochen und beide rieten mir, es dabei zu belassen.
Aber ich bin innerlich sehr unruhig und verunsichert. Diese Frau ist schon um die 40 und sehr hübsch. Außerdem sehr stark und selbstbewusst.
Und gesund.
Ich kann da niemals mithalten, oder ihr das geben was sie sich wünscht, oder anscheinend fehlt. Ich denke auch, es ist alles meine Schuld.
Wenn ich gesund wäre, dann wäre es alles nie passiert. Und auch ob es ihr ohne mich vielleicht besser gehen würde.
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june
Beitrag 09.Oct.2018 - 21:38
Beitrag #2


Gut durch
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Das, was du relativ am Ende sagst, spricht doch für sich - ich würde daher auf den Rat deiner beiden Freunde hören und es dabei belassen - und diese Worte im Kopf behalten:
ZITAT(LisaLouise @ 09.Oct.2018 - 21:09) *
Zu erwähnen ist noch das sie auch schrieb, sie liebt mich und würde mich niemals verlassen, oder austauschen.
Sie wüsste was sie an mir hat und das ich ihr dafür ganz andere Dinge geben kann.

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McLeod
Beitrag 10.Oct.2018 - 07:01
Beitrag #3


mensch.
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Hey...

Viel los. Erkenntnisse, Verdauen, Lernen anders zu leben, dazu Stress im Umfeld. Da mal durchzuatmen und eine Insel zu finden, mal aus der einen Aufgabe in eine andere "Rolle" sich fallenlassen können... Das kann eine Ressource sein (wenn auch nicht unbedingt mit der Ex - auch wenn es theoretisch Konstellationen gibt, in denen das auch eine Option ist).

Ich hab keine Ahnung, wie gut Ihr beide sowas besprechen könnt und ob das gerade ansteht. Vielleicht mal die Chance nutzen, das mit therapeutischem Fachpersonal zu erforschen und zu differenzieren, was Dich in dieser Konstellation alles bewegt... Verlustangst, Kränkung, viele andere Möglichkeiten... Wir Menschen sind da sehr verschieden.

Kann mir jedenfalls vorstellen, dass Deine Freundin Inselbesuche in einer guten Form (nicht wie geschehen) ganz gut gebrauchen kann, um Kraft zu schöpfen, die sie ja investieren mag in Eure Gemeinsamkeit. Vielleicht findet Ihr Inseln, die für Euch beide gut gehen...

McVorLeod
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LisaLouise
Beitrag 10.Oct.2018 - 09:43
Beitrag #4


Filterkaffeetrinkerin
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Ich habe gestern schon mit jemandem gesprochen und was mich bewegt... Ich weiß es auch.
Nur habe ich mich nicht richtig getraut, es aufzuschreiben. Es ist nämlich so, dass ich versuche zu ergründen was Liebe ist. Beziehungsweise wie die sich anfühlt und ob es für mich dasselbe ist, wie für alle anderen auch.
Vielleicht, sehr wahrscheinlich sogar, klingt das für euch verrückt. Aber im Verlauf dieser Beziehung habe ich Sachen gespürt und beobachtet, die neu für sind und wo ich nie gedacht hätte das sie dazu gehören. Oder ich sie empfinden kann.
Aber da sind eben auch diese vielen Defizite und nun überlege ich ob sie vielleicht bei der anderen Frau gemerkt hat... Na ja.. das meine Liebe nicht richtig ist.
Ich weiß das es sich doof anhört, aber es ist sehr schlimm für mich. Das "medizinische Fachpersonal" und noch jemand anders haben mir gesagt, das wäre Quatsch (in netteren Worten), aber..
In mir schwelen eben solche Konflikte sehr lange und sie bedeuten für mich mehr, als für andere. Dazu kommt noch: Wir schreiben uns immer sehr viel, auch Gedichte und so.
Und dort, wo ich diese Sachen gelesen habe, stand eben auch noch ein Gedicht. Es war wohl eine Art Abrechnung, aber ich glaube darin auch eine Art Sehnsucht erkannt zu haben.
Nur bin ich nicht sicher.

ZITAT(McLeod @ 10.Oct.2018 - 08:01) *
Ich hab keine Ahnung, wie gut Ihr beide sowas besprechen könnt und ob das gerade ansteht.



Wir besprechen alles sehr gut, oder wir schreiben uns, wenn es manchmal nicht geht. Was wieder an mir liegt.
Aber ich weiß nicht ob es sie nicht vielleicht von mir weg treibt. Der Zeitpunkt ist eigentlich ungünstig, weil sich alles gerade normalisiert.
Und wenn ich ganz offen bin...
Auf die Gefahr mich zu blamieren... Aber vielleicht ist es eh schon egal. Ich habe überlegt, ob es nicht besser ist, wenn ich sie verlasse.
Vielleicht ist sie dann glücklicher und kann das haben was ich nicht zu geben vermag. Keine Ahnung.

Auf jeden Fall danke ich euch, für eure Ansichten. Es hilft mir.
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McLeod
Beitrag 10.Oct.2018 - 10:21
Beitrag #5


mensch.
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Defizite... Hm... Mich irritieren solche Maßstäblichkeiten immer, sobald sie von Außen gemessen bzw. beschrieben werden.

Es ist wichtig, sich selbst zu kennen. Und Unterschiede gibt es immer, dazu die Gaußsche Normalverteilung, nach der ein dicker Bauch "das Normale" umfasst. Aber sie zeigt halt auch: Die flachen Teile, die Seltenheiten sind auch Teil des normalen Vorkommens. Das wird nur oft vergessen. Ich finde, es kann nicht funktionieren, Menschen in den ducken Bauch hinzubiegen. Es kann nur darum gehen, guten Umgang mit Gewohnten/Erwarteten und Seltenem/Unerwarteten zu finden. Jeder Mensch hat das Recht, solange es im gesetzlichen Rahmen bleibt, er*sie selbst zu sein. Und Begegnungen und Partnerschaften hieße dann auszuloten und herauszufinden, wie das Miteinander beiden gut tut. Braucht es Bedingungen und wenn ja, welche und sind die von beiden gewollt und machbar?

Nur ein paar Gedanken.

McLeod
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pfefferkorn
Beitrag 10.Oct.2018 - 13:10
Beitrag #6


Gut durch
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... die erste zu sein, die verlässt - ist eine Lösung, aber sie führt nicht zu dem, was du eigentlich möchtest - so empfinde ich es - und: wahrscheinlich wirst du es auch nicht konsequent "durchziehen", weil es gar nicht deinem Interesse entspricht - deshalb würde ich den Gedanken einfach fallen lassen -

ich würde sprechen über das, was du gelesen hast - und eben auch darüber, dass du weißt , dass es nicht für dich bestimmt war - ich sehe keine Grund für Heimlichkeiten - und Unsicherheiten - ich glaube, es hilft , gerade in schweren Zeiten, auf den Tisch zu packen und anzusprechen, was sich als Bedürfnis formt -
und ich lese, dass du das Bedürfnis hast zu sprechen, denn du hast unabsichtlich eine Grenze überschritten und hast etwas erfahren, was du eigentlich nicht wissen solltest - und ich glaube es ist gut, sich dem zu stellen und das der anderen Frau gegenüber auch anzusprechen - das kann ja mal passieren! und dann sollten beide mit den Konsequenzen leben - -

- ich finde es spannend, dass du ergründest , was Liebe für Dich bedeutet - und ich bin der festen Überzeugung, dass es sich für jede anders anfühlt - Wertungen helfen mir da nicht - ich habe verschiedene Menschen in meinem Leben geliebt und tue das auch noch :-) und jeder Vergleich hinkt - ich kann gucken, was in den Beziehungen jeweils gut geht - ich kann gucken, was den gemeinsamen Alltag mit der einen/ der anderen ausmacht - all das kann ich begreifen -
ich kann sehen, wen ich bewundert habe - und wann ich mich gefreut habe, mal was besser zu können als die andere - aber "liebe" fassen zu wollen ist glaube ich ein Unterfangen, dass nicht gelingen kann im Vergleich

- vielleicht könnt ihr ein bisschen genießen, was ihr euch zu geben vermögt - und jede über sich reden - ohne Vergleiche mit anderen - einfach nur über sich reden, wie geht es mir .... und die "Normalität" die sich eingestellt hat, braucht ja nicht gleich durcheinanderzukommen - vielleicht ist es ja auch möglich, Normalität und schwierige Gespräche miteinander zu verbinden -

auch nur ein paar Gedanken :-)
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LisaLouise
Beitrag 10.Oct.2018 - 15:58
Beitrag #7


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Auch Dir vielen Dank

Und auch dafür das ihr mich nicht ablehnt.
Ich habe nachgedacht und werde nachher mit ihr reden, wenn sie von der Arbeit kommt. Dazu habe ich mir auch einen Zettel geschrieben, damit ich nichts vergesse und alles genauso sagen kann, wie ich es vor habe.
Sie wird es verstehen, denn sie ist sehr klug, lieb und warmherzig.

McLeod schrieb

ZITAT
Es ist wichtig, sich selbst zu kennen.


Und das sind eben meine Defizite.
Das Dich diese Maßstäbe irritieren, wundert mich nicht. Es ist eben diese blöde Krankheit und sie wirkt auf jeden so, weshalb ich mir schon vieles anhören musste.
Ich kenne mich nicht sehr gut und kann ja nicht mal deuten, ob ich verletzt bin.
Es erscheint mir aber so zu sein und deshalb muss ich dem nachgehen. Denn ich habe Angst sie zu verlieren. Ich bin zu allem bereit, um diese Beziehung zu erhalten.
Und ich habe diese Frau schon sehr viel näher an mich heran gelassen, als ich es je für möglich gehalten habe. Wahrscheinlich kann ich es nie wieder, weil das etwas ganz besonderes ist.
Das wusste ich sofort, als ich sie das erste Mal gesehen habe. Auch wenn das nach Disneyfilm Romantik klingt.

Pfefferkorn schrieb:

ZITAT
und die "Normalität" die sich eingestellt hat, braucht ja nicht gleich durcheinanderzukommen - vielleicht ist es ja auch möglich, Normalität und schwierige Gespräche miteinander zu verbinden


Es ist sehr oft so. Ich habe so ein Thema und das beschäftigt mich sehr lange, innerlich.
Ich mache mir sehr viele Gedanken und einen Plan. Überlege hin und her, drehe und wende... Und dann kommt sie nach Hause, ich fange damit an... Und dann lacht sie und löst es es ganz einfach, weil es eben gar keine große Sache ist.

Es wie eine Alexandra, die den gordischen Knoten einfach zerschlägt.

Deswegen habe ich ja den Thread auch gemacht. Weil ich wissen wollte, ob ich eben wieder so eine riesen Sache aus irgendwas mache, wo wieder nichts ist.
Denn speziell in diesem Fall habe ich eben Sorge, dass für sie noch mehr dahinter steckt und sie vielleicht selbst schon darüber nachdenkt...
Ich will nicht das sie aus Mitleid bei mir bleibt, oder aus Pflichtgefühl.

Aber wir werden das schon gut regeln, denn wir haben es bisher immer geschafft.
Es gab schon mal so eine ähnliche Sache, die aber doch ganz anders war. Und da haben wir auch eine gute Lösung gefunden, mit der beide zufrieden waren.


Ich bedanke mich sehr herzlich für eure Zeit und Aufrichtigkeit

Der Beitrag wurde von LisaLouise bearbeitet: 10.Oct.2018 - 16:00
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McLeod
Beitrag 10.Oct.2018 - 16:37
Beitrag #8


mensch.
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Sich noch nicht zu kennen und wahrzunehmen ist für mich weder eine ungewohnte Vorstellung, noch ein Defizit.

Nach vielen, vielen Gedankengängen über eine simple Lösung erstaunt zu sein: Mein täglich Brot ;-) also irgendwie "normal".

Wenn Du sie fragst, weshalb sie bei Dir ist und bleibt, vertraust Du ihrer Antwort oder bleibt die Sorge wegen Pflicht und Mitleid? (Und was ist daran für Dich unerwünscht?)

Wenn ich fragen darf... Musst auch nicht antworten, wenn die Fragen nicht stimmig sind für Dich...

McInteressiert
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LisaLouise
Beitrag 10.Oct.2018 - 17:23
Beitrag #9


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Darf ich ganz offen sein?
Auf die Gefahr hin, dass ich hier vielleicht nie wieder etwas schreiben kann?

ZITAT(McLeod @ 10.Oct.2018 - 17:37) *
Sich noch nicht zu kennen und wahrzunehmen ist für mich weder eine ungewohnte Vorstellung, noch ein Defizit.

Nach vielen, vielen Gedankengängen über eine simple Lösung erstaunt zu sein: Mein täglich Brot ;-) also irgendwie "normal".


Ich weiß nicht ob Du es gelesen hast. Ich habe Borderline und wahrscheinlich eine PTBS.
Für mich bedeuten viele Dinge Stress, die für andere normal sind. Zwischenmenschliche Beziehungen, Liebesbeziehungen und Kontakt mit anderen Menschen, machen mir Angst und ich kann damit nicht umgehen. Sie nicht verstehen" Und 1000 andere Macken! Ich konnte lange Zeit nicht telefonieren und auch heute nur bestimmten Menschen und oft nur mit Planung.
Nähe macht mir Angst, obwohl ich sie suche. Ich wünsche mir nichts weiter, als geliebt zu werden, aber gleichzeitig fühle ich mich davon manchmal in die Enge getrieben und ergreife die Flucht.
Ich fange dann manchmal Streit an, oder ich sage ihr das ich sie hasse, sie weggehen soll und nie mehr wiederkommen. Während in mir alles danach verlangt das sie bei mir bleiben soll.
Ich ignoriere sie manchmal tagelang, oder bin gemein zu ihr. Manchmal lache ich sie sogar aus. Sage das sie perfekt und ist eine Superprinzessin.....
Unsere Strategie dagegen ist das Schreiben, weil ich da normal sein kann. Meistens zumindest. Wir wussten ja lange nicht das ich das habe, eigentlich erst seit 3 Monaten und haben es intuitiv entwickelt.
Der Professor hat gesagt, ich besitze die Fähigkeit, beim Schreiben die Dinge besser auszudrücken und von außen zu betrachten. Er nennt es "Skill".
Für mich bedeutet eine Partnerschaft viel mehr als für andere Menschen. Eine Art Symbiose sogar..
Und sie ist der geduldigste Mensch den ich kenne und sieht bei allem nur mich und wer ich bin.
Obwohl ich weiß wie schwer es für sie ist und das sie oft verzweifelt ist, Wie lange noch?

Es gibt ein Buch, welches sie gelesen hat und man muss nur den Titel kennen, um das Konzept zu verstehen.
"Ich hasse Dich- Verlass mich nicht". Das ist eben das Konzept. Ich wollte es auch lesen, schaffe es aber noch nicht.

ZITAT
Wenn Du sie fragst, weshalb sie bei Dir ist und bleibt, vertraust Du ihrer Antwort oder bleibt die Sorge wegen Pflicht und Mitleid? (Und was ist daran für Dich unerwünscht?)


Ich weiß es nicht.
Aber grundsätzlich vertraue ich ihr. Es hat sehr lange gedauert bis ich das konnte.
Ich musste erst merken das sie... Sie hat mir noch nie etwas böses gewollt, oder etwas getan was mir schadet. Das zu erkennen hat lange gedauert und war harte Arbeit. Für beide Seiten.
Um es zu verstehen, McInteressiert ( (IMG:style_emoticons/default/smile.gif) ) Es kommt auf die Situation an, Tagesform und noch viele andere Dinge.
Meine "Launen" die keine sind, wechseln sehr oft und mitunter schnell. Sie sagt, sie weiß oft nicht, welchem Menschen sie an dem Tag und in der Stunde begegnet.
Mir tut es sehr leid, dass ich eben so bin.

Deshalb die Überlegung, sie zu verlassen.
Vielleicht versteht ihr es jetzt besser. Und denkt nicht, ich bin irgendwie reflektiert, oder von selbst auf das alles zu kommen.
Der Professor, hat mir vieles erklärt und auch meine Frau. Und irgendwie überlege ich, ob ich ihr das wirklich alles antun will.

Ich bin ja nicht mit ihr zusammengewesen, weil ich sie liebe (am Anfang). Sondern weil ich jemanden brauche, der mich beschützt und stark ist und alles.
Das sind meine Ziele gewesen, vorher. Und kurz bevor ich sie erreicht habe, wurde mir die Nähe zu viel und ich habe die Sachen beendet.
Aber bei ihr ist es ganz anders. Ich entdecke viele Dinge, die ich für Liebe halte und wo ich mir sicher bin, dass ich sie nicht kopiere.

Vielleicht verurteilt ihr mich jetzt dafür und vielleicht sollte ich das hier alles gar nicht aufschreiben, weil ihr schlecht von mir denkt.
Aber ich glaube, es gehört zusammen. Weil ich aus euren Antworten zwar viel Hilfe herausziehen kann, aber denke ihr versteht nicht alles.
Wie auch? Niemand kennt sich groß damit aus.

Klingt das, als wäre ich verrückt?
Die Frage ist ernst gemeint

Der Beitrag wurde von LisaLouise bearbeitet: 10.Oct.2018 - 17:25
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McLeod
Beitrag 10.Oct.2018 - 18:18
Beitrag #10


mensch.
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Heyho...

Ich hab das gelesen. Und vielleicht gibt es mehr Menschen, die Dir ähnlich sind und ähnlich erleben, als Du denkst? Du beschreibst gerade seitenlang, was bei Dir los ist und das ist ein "sich gut kennen". Auch die Schwierigkeiten. Sich manchmal ganz und gar nicht sicher zu sein "bin ich das, kopiere ich, übernehme ich gerade was mir eigentlich Fremdes?"... Diese Frage ist eine andere als ein "kenn ich mich" (für mich, Du kannst das anders sehen, natürlich), das ist ein "ich kann es für mich nicht gut zuordnen, aber ich kenne mich und weiß, dass das zu mir dazugehört, dass es mir so geht immer wieder". Wird mein Unterschied klar(er) und ist er für Dich überhaupt relevant?

McL
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Lian
Beitrag 10.Oct.2018 - 18:39
Beitrag #11


Vorkosterin
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Nochmal:

Ich finde es nicht gerade prickelnd, solche Sachen im Internet auszumachen.
Weil Frau darüber reden kann und es für alles eine Lösung gibt. So wie immer, wenn man sich liebt.
Schuld oder nicht Schuld, darum geht es doch dabei gar nicht, findest Du nicht? Wie hier schon gesagt wurde, geht es darum, was jede will und das ist zu klären.
Wenn beide dasselbe wollen, findet sich auch ein Weg. Immer.

Der Beitrag wurde von Lian bearbeitet: 10.Oct.2018 - 18:55
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LisaLouise
Beitrag 10.Oct.2018 - 18:43
Beitrag #12


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Ja, der Unterschied ist klar geworden und ich Danke für eure Zeit
Ich hätte vielleicht alles etwas klarer ausdrücken müssen. Oder es lassen sollen.
Den Rest mache ich mit mir selbst aus und innerlich. Die verrückten Gedanken, die ich mir sonst noch gemacht habe, lasse ich mal weg
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Vereinfachte Darstellung Aktuelles Datum: 22.10.2018 - 11:01