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Closed TopicStart new topic
> Angst ***ACHTUNG! KANN TRIGGERN!***
Wind
Beitrag 19.Jun.2016 - 08:30
Beitrag #1


Suppenköchin
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Hallo zusammen,

ich war schon ne ganze Weile nicht mehr hier, hab mich irgendwie nicht mehr getraut.

Im März hatte meine Frau einen Herzinfarkt und seither plagen mich Ängste, die mir beinahe die Luft zum Atmen nehmen.

Obwohl meine Frau sich gut erholt hat und auch weiterhin ganz viel macht, oder auch nicht mehr macht, hab ich ständig Angst, dass ein weiterer Infarkt kommen wird, dass ich sie verliere, dass sie stirbt.

Diese Angst ist sehr quälend und ich erwähne sie meiner Frau gegenüber nur ganz abgeschwächt, weil ich sie damit nicht belasten mag.

Jetzt hab ich Kontakt zu anderen Betroffenen gesucht, um mit dieser Angst nicht mehr alleine zu sein, bzw., um sie zu überwinden.

Von daher meine Frage: hat jemand von Euch so etwas schon mal erlebt und mag mir ein bisschen von den Erfahrungen berichten?

Ich will mit dieser Angst nicht mehr alleine sein und brauch dringend Rat.

Liebe Grüße

Wind
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dietutwas
Beitrag 19.Jun.2016 - 10:04
Beitrag #2


Gut durch
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Guten Morgen Wind,

die grundsätzliche Angst vor Verlust. Nach solchen Erfahrungen holt uns diese mehr oder minder gut gedeckelte Angst wieder ein.
Ängste sind wichtig und retten uns auch mal das Leben, wer keine Angst hat...

Ich denke frau sollte unbedingte ihre Ängste verbalisieren können. Auch gegenüber deiner Frau. Verschwiegende Ängste, aus Rücksichtnahme stiften häufig nur Verwirrung.

Ich hatte vor vielen Jahren ein Erlebnis (Einzelheiten sende ich dir über PN), dass mich in dieser Angst fast hat ertrinken lassen. Ich konnte diese Lähmung körperlich spüren. Ich hatte Glück, dass es jemanden gab, die genau die Worte sagte, die mir halfen eine aktive Endscheidung für das Leben, wie es nunmal ist, zu treffen.
Das Leben beinhaltet Verlust und zwar nicht nur ein bisschen, sondern immer wieder sehr massiv. Oftmals unerwartet trifft er uns. Selbst, wenn wir vorbereitet sind, eben durch Krankheit und leider setzt dann diese Lähmung ein. So dass, das Atmen schwer wird. Meine aktive Entscheidung war die Zeit, die ich bekommen würde, nicht nur zu nutzen, sondern zu gestalten, zu lieben und zu genießen. Jede noch so kurze Sekunde. Es war damals nicht klar, wieviel Zeit das Leben uns schenken würde. Zwei Stunden, ein Tag 4 Monate, 30 Jahre? Aber durch meine Akzeptanz dieser Umstände verschwand die lähmende Angst und ich konnte im hier und jetzt ankommen. Das war mit eine der besten Erfahrungen, die mir je geschenkt wurde.

Ich bewundere dich dafür, dass du dir aktiv Hilfe suchst, um dieser (wie ich empfinde) zerstörerischen Angst zu entgehen. Viel Erfolg dabei.

Gute Beserung an deine Frau und viel Kraft für euch wünscht

dietutwas
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Wind
Beitrag 19.Jun.2016 - 10:27
Beitrag #3


Suppenköchin
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Userin seit: 04.11.2015
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Hallo dietutwas,

hab großen Dank für Deine Worte.

Ja, diese Verlustangst ist zerstörerisch und deshalb versuche ich auch irgendwie da wieder raus zu kommen. - Nur alleine tu ich mich da gerade sehr schwer.

Meine Frau ist beinahe 20 Jahre älter als ich und wir haben eigentlich immer mal wieder das Thema Sterben, Tod, Krankheit, usw. thematisiert.
Wir halten das beide für sehr wichtig, weil es den Partner auch entlasten kann, wenn manches im Vorfeld eben auch mal schon besprochen und Vorstellungen und Wünsche geäußert wurden.
Wir gingen immer sehr offen damit um aber als dann im März dieser Infarkt, direkt neben mir, in unser Leben knallte, da wurde aus der Theorie brutale Praxis und ich gebe zu, ich komm viel weniger damit klar, als meine Frau.

Natürlich haben wir darüber gesprochen und wir haben auch einiges in unserem Leben zusammen verändert. - So rauchen wir z. Bsp.nicht mehr.
Aber ich möchte sie einfach nicht so gewaltig mit meiner Angst konfrontieren, weil sie auf einem guten Weg ist und ich andere Möglichkeiten finden will, um dieser Angst Herr zu werden.

Meine Frau hat kurz nach ihrem Infarkt gesagt, dass wir nie wieder etwas aufschieben und dass wir unser Leben jeden Tag leben, nicht wissend, wie lange es dauern wird. - Das setzen wir super gut um aber diese Angst blockiert mich eben immer wieder.

Das darf so nicht mehr weiter gehen, weil diese Form von Angst einfach auf Dauer auch total ungesund ist. - Ich such da echt einen Weg raus und ich habe halt die Hoffnung, dass reden mit Betroffenen, mir sehr helfen könnte.

Wind

ZITAT(dietutwas @ 19.Jun.2016 - 11:04) *
Guten Morgen Wind,

die grundsätzliche Angst vor Verlust. Nach solchen Erfahrungen holt uns diese mehr oder minder gut gedeckelte Angst wieder ein.
Ängste sind wichtig und retten uns auch mal das Leben, wer keine Angst hat...

Ich denke frau sollte unbedingte ihre Ängste verbalisieren können. Auch gegenüber deiner Frau. Verschwiegende Ängste, aus Rücksichtnahme stiften häufig nur Verwirrung.

Ich hatte vor vielen Jahren ein Erlebnis (Einzelheiten sende ich dir über PN), dass mich in dieser Angst fast hat ertrinken lassen. Ich konnte diese Lähmung körperlich spüren. Ich hatte Glück, dass es jemanden gab, die genau die Worte sagte, die mir halfen eine aktive Endscheidung für das Leben, wie es nunmal ist, zu treffen.
Das Leben beinhaltet Verlust und zwar nicht nur ein bisschen, sondern immer wieder sehr massiv. Oftmals unerwartet trifft er uns. Selbst, wenn wir vorbereitet sind, eben durch Krankheit und leider setzt dann diese Lähmung ein. So dass, das Atmen schwer wird. Meine aktive Entscheidung war die Zeit, die ich bekommen würde, nicht nur zu nutzen, sondern zu gestalten, zu lieben und zu genießen. Jede noch so kurze Sekunde. Es war damals nicht klar, wieviel Zeit das Leben uns schenken würde. Zwei Stunden, ein Tag 4 Monate, 30 Jahre? Aber durch meine Akzeptanz dieser Umstände verschwand die lähmende Angst und ich konnte im hier und jetzt ankommen. Das war mit eine der besten Erfahrungen, die mir je geschenkt wurde.

Ich bewundere dich dafür, dass du dir aktiv Hilfe suchst, um dieser (wie ich empfinde) zerstörerischen Angst zu entgehen. Viel Erfolg dabei.

Gute Beserung an deine Frau und viel Kraft für euch wünscht

dietutwas

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Wind
Beitrag 19.Jun.2016 - 10:40
Beitrag #4


Suppenköchin
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Man muss wohl einfach auch akzeptieren, dass man manche Dinge nicht beeinflussen kann, dass man vielem einfach hilflos und machtlos gegenüber steht.

Das Jetzt und Hier, das liegt in meiner Hand und vielleicht sollte ich mich sehr viel mehr darauf einlassen und nicht ständig darüber nachdenken, was vielleicht irgendwann mal passiert, oder eben auch nicht.

Der Kopf will in die richtige Richtung aber meine Emotionen bringen mich immer wieder etwas aus der Bahn aber ich arbeite dran.



ZITAT(Wind @ 19.Jun.2016 - 11:27) *
Hallo dietutwas,

hab großen Dank für Deine Worte.

Ja, diese Verlustangst ist zerstörerisch und deshalb versuche ich auch irgendwie da wieder raus zu kommen. - Nur alleine tu ich mich da gerade sehr schwer.

Meine Frau ist beinahe 20 Jahre älter als ich und wir haben eigentlich immer mal wieder das Thema Sterben, Tod, Krankheit, usw. thematisiert.
Wir halten das beide für sehr wichtig, weil es den Partner auch entlasten kann, wenn manches im Vorfeld eben auch mal schon besprochen und Vorstellungen und Wünsche geäußert wurden.
Wir gingen immer sehr offen damit um aber als dann im März dieser Infarkt, direkt neben mir, in unser Leben knallte, da wurde aus der Theorie brutale Praxis und ich gebe zu, ich komm viel weniger damit klar, als meine Frau.

Natürlich haben wir darüber gesprochen und wir haben auch einiges in unserem Leben zusammen verändert. - So rauchen wir z. Bsp.nicht mehr.
Aber ich möchte sie einfach nicht so gewaltig mit meiner Angst konfrontieren, weil sie auf einem guten Weg ist und ich andere Möglichkeiten finden will, um dieser Angst Herr zu werden.

Meine Frau hat kurz nach ihrem Infarkt gesagt, dass wir nie wieder etwas aufschieben und dass wir unser Leben jeden Tag leben, nicht wissend, wie lange es dauern wird. - Das setzen wir super gut um aber diese Angst blockiert mich eben immer wieder.

Das darf so nicht mehr weiter gehen, weil diese Form von Angst einfach auf Dauer auch total ungesund ist. - Ich such da echt einen Weg raus und ich habe halt die Hoffnung, dass reden mit Betroffenen, mir sehr helfen könnte.

Wind

ZITAT(dietutwas @ 19.Jun.2016 - 11:04) *
Guten Morgen Wind,

die grundsätzliche Angst vor Verlust. Nach solchen Erfahrungen holt uns diese mehr oder minder gut gedeckelte Angst wieder ein.
Ängste sind wichtig und retten uns auch mal das Leben, wer keine Angst hat...

Ich denke frau sollte unbedingte ihre Ängste verbalisieren können. Auch gegenüber deiner Frau. Verschwiegende Ängste, aus Rücksichtnahme stiften häufig nur Verwirrung.

Ich hatte vor vielen Jahren ein Erlebnis (Einzelheiten sende ich dir über PN), dass mich in dieser Angst fast hat ertrinken lassen. Ich konnte diese Lähmung körperlich spüren. Ich hatte Glück, dass es jemanden gab, die genau die Worte sagte, die mir halfen eine aktive Endscheidung für das Leben, wie es nunmal ist, zu treffen.
Das Leben beinhaltet Verlust und zwar nicht nur ein bisschen, sondern immer wieder sehr massiv. Oftmals unerwartet trifft er uns. Selbst, wenn wir vorbereitet sind, eben durch Krankheit und leider setzt dann diese Lähmung ein. So dass, das Atmen schwer wird. Meine aktive Entscheidung war die Zeit, die ich bekommen würde, nicht nur zu nutzen, sondern zu gestalten, zu lieben und zu genießen. Jede noch so kurze Sekunde. Es war damals nicht klar, wieviel Zeit das Leben uns schenken würde. Zwei Stunden, ein Tag 4 Monate, 30 Jahre? Aber durch meine Akzeptanz dieser Umstände verschwand die lähmende Angst und ich konnte im hier und jetzt ankommen. Das war mit eine der besten Erfahrungen, die mir je geschenkt wurde.

Ich bewundere dich dafür, dass du dir aktiv Hilfe suchst, um dieser (wie ich empfinde) zerstörerischen Angst zu entgehen. Viel Erfolg dabei.

Gute Beserung an deine Frau und viel Kraft für euch wünscht

dietutwas


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McLeod
Beitrag 19.Jun.2016 - 20:04
Beitrag #5


mensch.
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Ich würde mir wünschen, die Angst meiner Partnerin zu kennen. Nicht, weil ich sie ihr nehmen kann. Aber ich wollte nicht, dass sie allein damit sein muss.
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Wind
Beitrag 20.Jun.2016 - 12:45
Beitrag #6


Suppenköchin
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Hallo McLeod,

nur ganz kurz, weil ich gerade ein paar Tage im Urlaub bin.

Meine Frau kennt meine Angst und wir reden ja auch darüber aber eben nicht im gesamten
Umfang.
Ich möchte meine Frau entlasten und nicht belasten, was ich sicher tun würde, wenn sie das
ganze Ausmaß meiner Angst kennen würde.

Wind

ZITAT(McLeod @ 19.Jun.2016 - 21:04) *
Ich würde mir wünschen, die Angst meiner Partnerin zu kennen. Nicht, weil ich sie ihr nehmen kann. Aber ich wollte nicht, dass sie allein damit sein muss.

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McLeod
Beitrag 20.Jun.2016 - 15:19
Beitrag #7


mensch.
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Hallo Wind... Du beschreibst, dass Ihr sehr offen redet, schon immer geredet habt. Dass Du denkst, Du kommst gerade schlechter mit dem Infarkt und dem Weiterleben danach klar, als sie. Dass sie auf einem guten Weg ist - Du aber gerade auf einem Abweg. Was wäre, wenn sie gar nicht auf dem guten Weg ist auf dem Du sie wähnst... wenn sie mit manchem massive Probleme hat und Dich ein Bild sehen ließe, das Dich in Sicherheit wiegt zur Zeit? Was würdest Du Dir in so einem Fall für Dich wünschen? Wie ginge es Dir damit?

Ich frage, weil ich die Antwort nicht kenne und ehrlich an Deiner Perspektive interessiert bin. Vermuten möchte ich nicht. Das ist keine Grundlage für gute Ratschläge, es sei denn, es ist das Gefühl von "ich weiß genug für eine Hypothese" da - dazu sind wir hier noch viel zu kurz im Gespräch... Und ich meine erst recht nicht, dass sie Dir was vorspielt!! Nur damit das klar ist. (IMG:style_emoticons/default/flowers.gif)

Der Beitrag wurde von McLeod bearbeitet: 20.Jun.2016 - 15:19
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Wind
Beitrag 29.Jun.2016 - 15:54
Beitrag #8


Suppenköchin
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Hallo McLeod,

das ist eine schwierige Frage und ich hab sie mir selber schon oft gestellt.

Würde meine Frau mir etwas " vorspielen ", würde es ihr gar nicht so gut gehen, wie sie mir sagt, hätte sie massive Probleme, von denen ich nichts weiss,
dann würde ich mir sicher wünschen, dass sie mit mir " ehrlicher " umgehen würde und ich würde mich ganz bestimmt nicht gut damit fühlen.

Aber das ist halt nur die eine Seite der Medaille!

Müsste ich nicht akzeptieren, dass meine Frau eben so mit diesem Infarkt und allen, damit verbundenen Ängsten, umgeht?

Nicht jeder legt sein Inneres gerne auf den Tisch und wenn meine Frau verdrängt, weil es ihr das Leben leichter macht, dann dürfen sie doch meine Ängste nicht beeinflussen.

Meiner Frau gehts gut, das ist das was sie mir jeden Tag sagt und was ich auch spüre. - Wie es tatsächlich in ihr aussieht, das weiß ich vermutlich nicht wirklich.

Sie hat Kontakt zu Menschen, die auch einen Infarkt hatten und ich denke schon, dass es ihr in diesem Umfeld auch leichter fällt über die eine oder andere Angst zu sprechen und ich will versuchen, eben auch mit Menschen in Kontakt zu kommen, mit denen ich über meine Ängste reden kann.

Das heißt nicht, dass hier nicht mehr darüber gesprochen wird aber ich spüre halt auch, dass meine Überangst, meine Überfürsorge, ihr eher schadet und sie in eine Unruhe versetzt, was ich so nicht will.

Bitte entschuldige, vielleicht hab ich Deine Frage nicht klar beantwortet aber das ist gerade sehr schwer, weil ich selber noch nach Antworten für mich suche.

Wind



ZITAT(McLeod @ 20.Jun.2016 - 16:19) *
Hallo Wind... Du beschreibst, dass Ihr sehr offen redet, schon immer geredet habt. Dass Du denkst, Du kommst gerade schlechter mit dem Infarkt und dem Weiterleben danach klar, als sie. Dass sie auf einem guten Weg ist - Du aber gerade auf einem Abweg. Was wäre, wenn sie gar nicht auf dem guten Weg ist auf dem Du sie wähnst... wenn sie mit manchem massive Probleme hat und Dich ein Bild sehen ließe, das Dich in Sicherheit wiegt zur Zeit? Was würdest Du Dir in so einem Fall für Dich wünschen? Wie ginge es Dir damit?

Ich frage, weil ich die Antwort nicht kenne und ehrlich an Deiner Perspektive interessiert bin. Vermuten möchte ich nicht. Das ist keine Grundlage für gute Ratschläge, es sei denn, es ist das Gefühl von "ich weiß genug für eine Hypothese" da - dazu sind wir hier noch viel zu kurz im Gespräch... Und ich meine erst recht nicht, dass sie Dir was vorspielt!! Nur damit das klar ist. (IMG:style_emoticons/default/flowers.gif)

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Wind
Beitrag 29.Jun.2016 - 18:03
Beitrag #9


Suppenköchin
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So, jetzt hatte ich gerade die Situation, dass meine Frau ihr Nitro Spray brauchte und was hab ich gemacht? - Ich wurde panisch!!!!

Meine Frau hat mir gesagt, dass ihr mein Verhalten nicht gut tut und dass ich ihr endlich vertrauen soll.

Ich muss was tun, ganz dringend! - Diese Angst muss weg!!!!!

ZITAT(Wind @ 29.Jun.2016 - 16:54) *
Hallo McLeod,

das ist eine schwierige Frage und ich hab sie mir selber schon oft gestellt.

Würde meine Frau mir etwas " vorspielen ", würde es ihr gar nicht so gut gehen, wie sie mir sagt, hätte sie massive Probleme, von denen ich nichts weiss,
dann würde ich mir sicher wünschen, dass sie mit mir " ehrlicher " umgehen würde und ich würde mich ganz bestimmt nicht gut damit fühlen.

Aber das ist halt nur die eine Seite der Medaille!

Müsste ich nicht akzeptieren, dass meine Frau eben so mit diesem Infarkt und allen, damit verbundenen Ängsten, umgeht?

Nicht jeder legt sein Inneres gerne auf den Tisch und wenn meine Frau verdrängt, weil es ihr das Leben leichter macht, dann dürfen sie doch meine Ängste nicht beeinflussen.

Meiner Frau gehts gut, das ist das was sie mir jeden Tag sagt und was ich auch spüre. - Wie es tatsächlich in ihr aussieht, das weiß ich vermutlich nicht wirklich.

Sie hat Kontakt zu Menschen, die auch einen Infarkt hatten und ich denke schon, dass es ihr in diesem Umfeld auch leichter fällt über die eine oder andere Angst zu sprechen und ich will versuchen, eben auch mit Menschen in Kontakt zu kommen, mit denen ich über meine Ängste reden kann.

Das heißt nicht, dass hier nicht mehr darüber gesprochen wird aber ich spüre halt auch, dass meine Überangst, meine Überfürsorge, ihr eher schadet und sie in eine Unruhe versetzt, was ich so nicht will.

Bitte entschuldige, vielleicht hab ich Deine Frage nicht klar beantwortet aber das ist gerade sehr schwer, weil ich selber noch nach Antworten für mich suche.

Wind



ZITAT(McLeod @ 20.Jun.2016 - 16:19) *
Hallo Wind... Du beschreibst, dass Ihr sehr offen redet, schon immer geredet habt. Dass Du denkst, Du kommst gerade schlechter mit dem Infarkt und dem Weiterleben danach klar, als sie. Dass sie auf einem guten Weg ist - Du aber gerade auf einem Abweg. Was wäre, wenn sie gar nicht auf dem guten Weg ist auf dem Du sie wähnst... wenn sie mit manchem massive Probleme hat und Dich ein Bild sehen ließe, das Dich in Sicherheit wiegt zur Zeit? Was würdest Du Dir in so einem Fall für Dich wünschen? Wie ginge es Dir damit?

Ich frage, weil ich die Antwort nicht kenne und ehrlich an Deiner Perspektive interessiert bin. Vermuten möchte ich nicht. Das ist keine Grundlage für gute Ratschläge, es sei denn, es ist das Gefühl von "ich weiß genug für eine Hypothese" da - dazu sind wir hier noch viel zu kurz im Gespräch... Und ich meine erst recht nicht, dass sie Dir was vorspielt!! Nur damit das klar ist. (IMG:style_emoticons/default/flowers.gif)


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McLeod
Beitrag 29.Jun.2016 - 18:19
Beitrag #10


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Hey Wind... ganz schön durch den Wind? Panikattacke, Angst muss weg... magst Du mal mit einem Profi vor Ort reden, eine Frauenberatungsstelle, ein(e) Coach, Therapeut.in? Es geht ja nicht nur um Deine Frau, Dir tut dieses Seelenleben in Dir ja auch nicht gut. Angst als Schutzmechanismus ist wichtig, um Gefahren bewusst oder eben auch nicht einzugehen... Hier verselbstsändigt sie sich gerade.

(IMG:style_emoticons/default/troest.gif)
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Wind
Beitrag 29.Jun.2016 - 18:25
Beitrag #11


Suppenköchin
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Ja, es gibt Situationen, da bin ich wohl wirklich durch den Wind!

Ich bin in Therapie aber das hilft halt gerade nicht wirklich.



ZITAT(McLeod @ 29.Jun.2016 - 19:19) *
Hey Wind... ganz schön durch den Wind? Panikattacke, Angst muss weg... magst Du mal mit einem Profi vor Ort reden, eine Frauenberatungsstelle, ein(e) Coach, Therapeut.in? Es geht ja nicht nur um Deine Frau, Dir tut dieses Seelenleben in Dir ja auch nicht gut. Angst als Schutzmechanismus ist wichtig, um Gefahren bewusst oder eben auch nicht einzugehen... Hier verselbstsändigt sie sich gerade.

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McLeod
Beitrag 29.Jun.2016 - 18:38
Beitrag #12


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Wenn es ein Zaubermitel gäbe (glitzerglitzer), das die Angst lösen könnte, bis sie sich unbemerkbar klein macht...

...wie würde es sich anfühlen...

...was im Körper wäre leichter, freier, entlastet...?

Woher kennst Du dieses Gefühl sonst noch...?

Aus anderen Situationen, aus anderen Momenten...?

Was ist das Besondere an diesen Momenten, was tust Du da...?



Was aus dem Tun dieser anderen Momenten wäre jetzt machbar? Oder was Ähnliches?



Wann hilft Deine Therapie weiter...?


Ich würde Dir so gern weitehelfen zu Deinen Lösungsmöglichkeiten. Die sind ja immer ganz persönlich. Ich finde es auch mutig und richtig, hier so eine Art Schrei, Hilferuf auszusenden. Ich kann zuhören (quasi), andere lesen auch mit. Eine empathische Gemeinschaft. Kann das Problem nicht bei der Wurzel packen, aber den Moment vielleicht erleichtern. Du bist nicht allein.
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Wind
Beitrag 29.Jun.2016 - 18:41
Beitrag #13


Suppenköchin
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Deine Fragen überfordern mich gerade aber ich bin so dankbar, dass ich nicht alleine bin (IMG:style_emoticons/default/flowers.gif)


ZITAT(McLeod @ 29.Jun.2016 - 19:38) *
Wenn es ein Zaubermitel gäbe (glitzerglitzer), das die Angst lösen könnte, bis sie sich unbemerkbar klein macht...

...wie würde es sich anfühlen...

...was im Körper wäre leichter, freier, entlastet...?

Woher kennst Du dieses Gefühl sonst noch...?

Aus anderen Situationen, aus anderen Momenten...?

Was ist das Besondere an diesen Momenten, was tust Du da...?



Was aus dem Tun dieser anderen Momenten wäre jetzt machbar? Oder was Ähnliches?



Wann hilft Deine Therapie weiter...?


Ich würde Dir so gern weitehelfen zu Deinen Lösungsmöglichkeiten. Die sind ja immer ganz persönlich. Ich finde es auch mutig und richtig, hier so eine Art Schrei, Hilferuf auszusenden. Ich kann zuhören (quasi), andere lesen auch mit. Eine empathische Gemeinschaft. Kann das Problem nicht bei der Wurzel packen, aber den Moment vielleicht erleichtern. Du bist nicht allein.

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McLeod
Beitrag 29.Jun.2016 - 18:45
Beitrag #14


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Gern...

Und lass die Fragen dann einfach beiseite. Erleichterung ist das einzige Ziel zur Zeit. Das klarere Denken kommt dann später wieder.


Ich kämpfe übrigens ganz akut auch gerade gegen aufkeimende Angst. Und unterdrücken ist so la la... Zulassen ist auch doof. Nach hause gehen hieße: allein sein. Bin ich hier ja eigentlich auch, aber irgendwie ist da nochmal anders. Ich glaub, ich sollte aufräumen. Aufräumen war immer guter Aktionismus für mich. Und ist eh gerade notwendig. Eine Mischung aus Ablenken und ins Tun kommen und danach wohler fühlen.

McLeod

Der Beitrag wurde von McLeod bearbeitet: 29.Jun.2016 - 18:45
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dietutwas
Beitrag 29.Jun.2016 - 22:02
Beitrag #15


Gut durch
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Hallo Wind,

vielleicht hilft es dir so viele Informationen, wie möglich zu sammeln.

Panik tut leider auch deinem Herzen auf Dauer nicht gut.

Ich denk an dich, wünsche dir viel Kraft und hoffe, dass du eine gute Gruppe zum Austausch findest.
(IMG:style_emoticons/default/troest.gif)

LG dietutwas
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Nelli
Beitrag 30.Jun.2016 - 21:17
Beitrag #16


Geschirrspülerin
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Hallo Wind,

möchte dir Mut und Vertrauen rüber schicken. Beides hilft gegen die Angst. Schließe mich an, konkretes Wissen, banale Wahrscheinlichkeiten, ganz reelle Informationen helfen tatsächlich gegen das oft so diffuse Angstgespenst.
(Ich sag das nicht einfach so, ich hab da leider sehr sehr viel eigene Erfahrungen damit)

Aber noch was ganz entscheidendes hilft, und das hoffe ich sehr, dass du das hast, ganz unmittelbar, in deiner Nähe: Kontakt und verlässliche Menschen um dich, denen du dich anvertrauen kannst mit allem. auch den schlimmsten Ängsten.

Ja, das wünsch ich dir... und eine Hand die die deine hält...

(zumindest in Gedanken) Nelli
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Wind
Beitrag 01.Jul.2016 - 14:28
Beitrag #17


Suppenköchin
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Danke McLeod, für Dein Verständnis (IMG:style_emoticons/default/bluemele.gif)

Ich schätze Deine Fragen sehr und möchte sie auch mit bestem Wissen und Gewissen beantworten. -nur fehlt mir da gerade ein bisschen der Kopf.

Ich hoffe, Du konntest und kannst mit Deiner Angst besser umgehen und Ablenkung ist sicher nicht die schlechteste Möglichkeit.
Versuch ich auch immer wieder und manchmal gelingts ja auch ganz gut.

Wind, die hute nicht mehr ganz so durch den Wind ist (IMG:style_emoticons/default/roetel.gif)

ZITAT(McLeod @ 29.Jun.2016 - 19:45) *
Gern...

Und lass die Fragen dann einfach beiseite. Erleichterung ist das einzige Ziel zur Zeit. Das klarere Denken kommt dann später wieder.


Ich kämpfe übrigens ganz akut auch gerade gegen aufkeimende Angst. Und unterdrücken ist so la la... Zulassen ist auch doof. Nach hause gehen hieße: allein sein. Bin ich hier ja eigentlich auch, aber irgendwie ist da nochmal anders. Ich glaub, ich sollte aufräumen. Aufräumen war immer guter Aktionismus für mich. Und ist eh gerade notwendig. Eine Mischung aus Ablenken und ins Tun kommen und danach wohler fühlen.

McLeod



Liebe dietutwas,

(IMG:style_emoticons/default/flowers.gif) und ganz herzlichen Dank.

Wind


ZITAT(dietutwas @ 29.Jun.2016 - 23:02) *
Hallo Wind,

vielleicht hilft es dir so viele Informationen, wie möglich zu sammeln.

Panik tut leider auch deinem Herzen auf Dauer nicht gut.

Ich denk an dich, wünsche dir viel Kraft und hoffe, dass du eine gute Gruppe zum Austausch findest.
(IMG:style_emoticons/default/troest.gif)

LG dietutwas
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McLeod
Beitrag 01.Jul.2016 - 14:31
Beitrag #18


mensch.
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ZITAT(Wind @ 01.Jul.2016 - 15:28) *
Danke McLeod, für Dein Verständnis (IMG:style_emoticons/default/bluemele.gif)

Ich schätze Deine Fragen sehr und möchte sie auch mit bestem Wissen und Gewissen beantworten. -nur fehlt mir da gerade ein bisschen der Kopf.

Ich hoffe, Du konntest und kannst mit Deiner Angst besser umgehen und Ablenkung ist sicher nicht die schlechteste Möglichkeit.
Versuch ich auch immer wieder und manchmal gelingts ja auch ganz gut.

Wind, die hute nicht mehr ganz so durch den Wind ist (IMG:style_emoticons/default/roetel.gif)


(IMG:style_emoticons/default/smile.gif) (IMG:style_emoticons/default/flowers.gif) diese Woche war exorbitant wechselhaft. Ich geb ihr den bipolaren Orden für Gefühlsextreme und guten Umgang mit dem Kopfkino. Es hat sich gelohnt, nicht zu viel auszuweichen.

So... muss wieder. Tief einatmen, loslassen, die Dinge tun, die anstehen. Mantramantra... Murmelmurmel...
McLeod
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Wind
Beitrag 01.Jul.2016 - 14:38
Beitrag #19


Suppenköchin
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Hallo Nelli,

auch Dir ganz lieben Dank (IMG:style_emoticons/default/bluemele.gif)

Mut und Vertrauen kommt bei mir an und mir geht es mit meiner Angst schon etwas besser.

Informationen hab ich reichlich eingeholt und mir Wissen angeeignet, hilft leider nur sehr begrenzt aber ich spüre etwas Erleichterung, weil ich mit Menschen über meine Angst sprechen kann und das tut gerade sehr gut. - Nicht alleine sein damit, das ist der Schlüssel gerade und da dank ich jedem einzelnen von Euch (IMG:style_emoticons/default/flowers.gif)

Alles Liebe und Gute wünsch ich Dir und dass auch Du immer eine Hand spüren darfst, die Deine hält. - Hat mich sehr berührt.

Wind






ZITAT(Nelli @ 30.Jun.2016 - 22:17) *
Hallo Wind,

möchte dir Mut und Vertrauen rüber schicken. Beides hilft gegen die Angst. Schließe mich an, konkretes Wissen, banale Wahrscheinlichkeiten, ganz reelle Informationen helfen tatsächlich gegen das oft so diffuse Angstgespenst.
(Ich sag das nicht einfach so, ich hab da leider sehr sehr viel eigene Erfahrungen damit)

Aber noch was ganz entscheidendes hilft, und das hoffe ich sehr, dass du das hast, ganz unmittelbar, in deiner Nähe: Kontakt und verlässliche Menschen um dich, denen du dich anvertrauen kannst mit allem. auch den schlimmsten Ängsten.

Ja, das wünsch ich dir... und eine Hand die die deine hält...

(zumindest in Gedanken) Nelli

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McLeod
Beitrag 01.Jul.2016 - 16:07
Beitrag #20


mensch.
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Informationen und sie einsortieren, gewichten... möchte ich ergänzen, weil ich mich manchmal in Informationen verlor und als ich mit Fachleuten sprach, ds ganz schnell anders aussah. Und sich ander anfühlte. (IMG:style_emoticons/default/morgen.gif)
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