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> Stehe ich auf Frauen?
Feder
Beitrag 05.Aug.2017 - 20:15
Beitrag #1


Geschirrspülerin
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Hallo zusammen,

Ich habe eine Frage, die sich wahrscheinlich jede hier gestellt hat: Stehe ich auf Frauen? Ich weiß, dass nur ich diese Frage beantworten kann, aber vielleicht sieht man von außen andere Dinge als ich sie sehe.

Einerseits denke ich, dass schon vieles darauf hinweist. Andererseits denke ich - so komisch es vielleicht klingt -, dass ich es mir vielleicht nur einrede, weil ich es mir irgendwie wünsche, weil ich dann anders bin & ich es mir verrückterweise bequemer vorstelle, weil ich mit Frauen besser klar komme als mit Männern. Ich glaube, ich gehe auch zu rational an dieses Thema ran.

Im Januar dachte ich das erste Mal so richtig darüber nach, dass ich auf Frauen stehen könnte. Dass es auch diese sexuelle Richtung gibt, wusste ich vorher auch, aber irgendwie hab ich das nie mit mir im Zusammenhang gesehen. Homophob bin ich nicht & fand solche Themen schon immer interessant. Aber ich bin eine große Meisterin im Ignorieren von Dingen, sodass es nicht verwunderlich ist, dass mir sowas erst später auffällt, auch wenn das nicht ganz so spät ist.

Was mich auf die Idee gebracht hat, war ein Buch bzw. mehrere Bücher, die ich recht kurz hintereinander gelesen habe. Nach dem einen Buch fiel mir dann auf, dass ich Frauen auch gerne auf den Hintern schaue. Männerhintern finde ich eigentlich total uninteressant. Eigentlich finde ich insgesamt Frauen viel interessanter anzuschauen als Männer & ich denke oft, wenn ich andere Frauen sehe, dass sie schön sind. Andererseits denke ich auch bei manchen Männern, dass die interessant aussehen.
Und naja die Brüste sind auch nicht uninteressant für mich & es gab schon Situationen, wo ich drüber nachgedacht habe eine Frau zu küssen (& das lange bevor ich auf den Gedanken kam, dass ich auf Frauen stehen könnte). Ich hab es aber unterdrückt, weil mir immer klar war, dass mein Gegenüber garantiert nichts von mir wollte & ich eigentlich auch nichts von ihr wollte & ich auf einmal nur diesen Gedanken hatte. Ich versuche solche Gedanken eher zu vermeiden, weil ich dann rot & komisch werde.

Als ich jedenfalls auf die Idee kam, hab ich mich natürlich total viel informiert & wollte es natürlich unbedingt herausfinden. Nach diesem Anfang aber hab ich schließlich das Thema beruhen lassen & es ist wieder im Hintergrund verschwunden, wobei ich ab & zu Frauen, die ich noch nicht so gut kannte, interessant genug fand, bis sie dann ihre Partner erwähnten. Irgendwie kenne ich nur Heterofrauen mit Partner, weshalb auch immer.
Zwischendurch hatte ich auch eine Art Date mit einem Mann, aber nur weil er was von mir wollte, ich noch nicht so recht wusste, was er von mir wollte & ich neugierig war, was er von mir wollte. Danach wollte ich ihn nie wiedersehen, obwohl eigentlich nichts schlimmes geschehen ist. Es hat mich nur danach irgendwie geschüttelt oder ich hab Angst bekommen & auf jeden Fall wusste ich, dass wir einfach nie im Leben zusammenpassen würden. Bei der ganzen Geschichte fand ich es sehr erstaunlich, dass ich es komplett verdrängt habe, dass ich eher auf Frauen stehen könnte. Naja, keine Ahnung, was ich davon halten soll. Entweder mag ich einfach nur Beziehungen nicht oder habe Angst davor, weil ich noch nie eine geführt habe, oder ich mochte den Gedanken nicht, weil ich nicht auf Männer stehe, oder ich mochte ihn einfach nur nicht. Ich fands auch gruselig, dass er sich anscheinend echt in mich verliebt hatte & alles für mich tun würde & er irgendwie auch anhänglich war, was ich gar nicht mochte, weil er mich nicht interessiert hat.

Was mich halt verunsichert, ist, dass ich schon ein paar Mal in Jungen/Männer verliebt war, aber nie so richtig bewusst in eine Frau.
Das mit den Jungen/Männern war aber nur eine Schwärmerei, ohne dass da was draus geworden ist & irgendwann fand ich die auch alle doof & es hatte sich dann ausgeliebt.
In eine Frau war ich irgendwie noch nie so richtig verliebt, wobei ich in der Schule schon von ein paar Freundinnen richtig besessen war. Aber da kam mir der Gedanke Liebe nie.

Das war gerade alles, was mir dazu einfiel & vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen.
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leslie7259
Beitrag 06.Aug.2017 - 10:08
Beitrag #2


Miau
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Hallo Feder,

tja, im Prinzip beantwortest Du Dir Deine Frage ja tatsächlich gleich im ersten Satz selbst (IMG:style_emoticons/default/wink.gif)
Man kann da natürlich rein kopfmäßig rangehen: Was ist hier, was ist da, warum dies, warum das?

Für mich persönlich hat sich die Frage nie gestellt - eben weil ich mich seit Teenagerzeiten immer nur in Frauen verliebt habe und Männer komplett uninteressant fand. Frage für mich also ganz schnell beantwortet (IMG:style_emoticons/default/wink.gif) (Es hat dann etwas länger gedauert, zu definieren, dass ich dann wohl tatsächlich lesbisch bin - das war so Mitte der 1980er Jahre, also schon ´ne Weile her (IMG:style_emoticons/default/wink.gif) - aber dass ich mit Jungs nix anfangen kann und einfach nur Frauen attraktiv finde und mich in sie verliebe, DAS war klar (IMG:style_emoticons/default/wink.gif) ) (Auf den Hintern geschaut habe ich aber weder bei Männern noch bei Frauen (IMG:style_emoticons/default/wink.gif) Es war einfach die Gesamtausstrahlung - sei es jetzt eine schlanke oder auch eine etwas moppeligere Frau, sei es blond oder dunkelhaarig, braun- oder blauäugig - es kam auf das "Gesamtpaket" an, und das kommt es für mich bis heute... und natürlich, vieles davon waren Schwärmereien, letztendlich kommt es natürlich auch entscheidend auf den Charakter an - aber das ist jetzt natürlich nicht geschlechterspezifisch...)

So, das hilft Dir jetzt nur peripher...

Warst Du denn schon mal in "Lesbenkreisen" unterwegs? Also entsprechende Lokale z. B.?
Ich war ja damals auch ständig unglücklich in vergebene Heten verliebt - ich bin dann in einen Lesbenchor gegangen, auch wenn ich mit Singen eigentlich nichts am Hut hatte - da hab´ ich dann meine Traumfrau zwar auch nicht getroffen, aber endlich mal "Gleichgesinnte", und es war eine total tolle Zeit, die ich nicht missen möchte.

Da gibt es außerdem noch so einen schönen Spruch: "Das hat man doch nicht in seiner Macht, in wen man sich verliebt."
Und wie die Niederrheiner so schön sagen: "Et kütt, wie et kütt" (IMG:style_emoticons/default/wink.gif)

In diesem Sinne viel Erfolg auf dem Weg Deiner Selbstfindung!
LG Leslie

Der Beitrag wurde von leslie7259 bearbeitet: 06.Aug.2017 - 10:09
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Feder
Beitrag 06.Aug.2017 - 16:07
Beitrag #3


Geschirrspülerin
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Hallo Leslie,

Vielen Dank für deine Antwort!

Ich glaube, ich bin viel zu rational & kopflastig in Liebesdingen. (IMG:style_emoticons/default/sad.gif)

Bei mir ist das auch eher die Gesamtausstrahlung (finde sowohl dicke als auch dünne Frauen schön). Man sieht immer wieder so Leute, die einen irgendwie faszinieren.

Irgendwie traue ich mich nicht in Lesbenkreisen mich zu bewegen, weil es ja wirklich doof wäre, wenn sich rausstellen würde, dass ich doch nicht dazugehören würde.
Es gibt Angebote in meiner Stadt.

Die Sprüche stimmen ja beide, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich mir alles kaputtdenke & das auch nicht abstellen kann.
Ich hab aber noch nie eine Person getroffen, wo es wirklich gefunkt hat, aber vielleicht habe ich das auch noch nie bemerkt.

Und ja, du hast Recht, die einzige Person, die die Frage beantworten kann, bin noch immer ich.

Viele Grüße
Feder
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McLeod
Beitrag 06.Aug.2017 - 17:07
Beitrag #4


mensch.
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Ganz trocken gesagt: Es gibt lesbische Frauen, die sich in lesbischer Subkultur nicht "zu Hause" fühlen und Frauen, die im Stadium "questioning" kommen, für sich Klarheit "oh, ähm, hetero..." finden und ihre Freundschaften und Besuche beibehalten. Lesbische Kreise sind ja keine Fanclubs von Schalke und Du stellst plötzlich fest: BVB ist DEIN Verein.

Komm doch einfach mal vorbei, statt Dir den Kopf zu zerbrechen. Das Leben lässt sich nicht in der Theorie (er)leben... 3€ ins Phrasenschwein von mir dafür 😉

Manchmal hilft eine Art kleines Buddy-Programm, ein erster persönlicher Kontakt zu einer Frau vor Ort, die Dich dann mitnimmt, so dass Du nicht allein hin musst...
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Feder
Beitrag 06.Aug.2017 - 20:49
Beitrag #5


Geschirrspülerin
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ZITAT(McLeod @ 06.Aug.2017 - 18:07) *
Komm doch einfach mal vorbei, statt Dir den Kopf zu zerbrechen. Das Leben lässt sich nicht in der Theorie (er)leben...


Das ist echt ein genialer Gedanke! Manchmal hat man echt ein Brett vor dem Kopf. Und das ist ein Argument, womit ich mich selbst schachmatt setzen kann.
Ich bin ein furchtbar passiver Mensch, der aus Angst viele Dinge nicht tut.

Ich werde mal zu einem Lesbenabend gehen, am besten nächste Woche, bevor ich einen Rückzieher machen kann.
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plop
Beitrag 07.Aug.2017 - 01:23
Beitrag #6


feministische winterfeste klimperlesbe
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du müsstest uns ja dannbitte zumindest hier erzählen ob du es geschafft hast,hinzugehen (IMG:style_emoticons/default/rolleyes.gif)
vielleicht erhöht das ein bisschen deine aktionsentschlossenheit.
und falls du es nicht schaffst-aufgeschoben ist nicht aufgehoben!
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Feder
Beitrag 07.Aug.2017 - 06:10
Beitrag #7


Geschirrspülerin
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Das hatte ich vor. (IMG:style_emoticons/default/smile.gif)
Ich hab es mir jetzt fest vorgenommen & werde es auch tun.
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leslie7259
Beitrag 07.Aug.2017 - 10:42
Beitrag #8


Miau
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Das finde ich toll!
Einfach mal locker-unverbindlich vorbeischauen - was soll da schon passieren? Zu verlieren hast Du nichts, gewinnen kannst Du an Erfahrung (so, ich werfe dann gleich mal 3 Euro hinterher in McLeods Phrasenschwein (IMG:style_emoticons/default/biggrin.gif) )
(Ja, das sage ich so leicht, es hat mich einiges an Überwindung gekostet, damals zum Lesbenchor aufzubrechen - aber im Nachhinein bin ich sehr froh, dass ich es tatsächlich gewagt habe; wie gesagt, es war eine tolle Zeit und ich wäre wahrscheinlich bis heute dort, wenn ich dann nicht nach ungefähr zwei Jahren (oder waren es drei?) zu weit weggezogen wäre - fast ein Jahr bin ich dann noch jede Woche gependelt, aber das war mir dann auf Dauer einfach zu anstrengend...)

Ich wünsche Dir jedenfalls viel Glück und würde mich auch freuen, wenn Du dann berichtest, wie es so war (IMG:style_emoticons/default/wink.gif)

LG Leslie
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