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> Lesben auf dem Land, Wie lebt es sich als Lesbe in ländlicher Gegend
Pirola
Beitrag 06.Jul.2012 - 18:55
Beitrag #21


Bekennende Urlesbe
************

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Beiträge: 1.748
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Userinnen-Nr.: 8.090



Hallo Schräubchen,
das kann ich gut verstehen. Ich bin in einer Kleinstadt aufgewachsen und wir sind dann in einen anderen Ort direkt an den
Waldrand gezogen. Dann ging ich nach Berlin , um dort zu studieren. Erst nach 11 Jahren habe ich zusammen mit meiner
Partnerin, die ich immerhin in der riesen Stadt kennenlernen konnte , den Absprung geschafft und bin dann in diese Gegend gezogen.
Hier wohne ich wieder direkt am Waldrand, allerdings in einem ganz anderen Teil Deutschlands. Ich weiss nicht, wie ich
heute wäre,hätte ich diese grosse Freiheit für Lesben in Berlin nicht miterlebt, den CSD und die vielen Veranstaltungsorte
und Treffpunkte. Aber die Natur war mir immer total wichtig, und ich denke ,es ist sicher gut, wenn Du in Deiner Wohnung am Bach wohnen bleibst.
Mir hat das in Berlin damals total gefehlt .
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lari
Beitrag 12.Jul.2012 - 13:47
Beitrag #22


Geschirrspülerin
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Userinnen-Nr.: 8.265



Hallo!

Ich habe bis zum Schulabschluss auch in nem Dorf gelebt und bin in der nächste Kleinstadt auf die Schule gegangen. Das Thema Homosexualität hat es dort nie gegeben und deshalb habe ich keine Ahnung, wie man damit umgegangen wäre. Ich hab mich nie wirklich geoutet, erst dann nach meinem Umzug in eine größere Stadt konnte man das ausleben. Keine Ahnung, wie das angekommen wäre im Dorf und ich weiß auch nicht, inwiefern heute da irgendwer bescheid weiß. Mir auch egal.

Grüße
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Fledi
Beitrag 22.Jul.2012 - 16:40
Beitrag #23


...
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Wir leben in Oberbayern, Dorf, nächstgrößere Kleinstadt paar Minuten entfernt. Das Leben, welches wir hier führen, ist für mich das, wonach ich strebe. Wo ich hineinfalle und es auch als einfach solches empfinde. Leben. Lesbisches Leben ist heutzutage glücklicherweise nicht an ein entsprechendes Transparent gebunden, Wäre ich eine der gestrigen Spätfeministinnen, wäre ich eventuell etwas pikiert darüber, dass mich auch nach über einem Jahr noch immer Niemand fragte, warum ich keinen Mann habe. Alles, was lesbische Frauen immer wollten, war Normalität und Anerkennung in der Gesellschaft. Nun ist sie da. In einer Form, die allerdings für mancherlei Damen die nächsten Konflikte mit sich bringt. Es nimmt keiner mehr Notiz.

Wihiiir jedenfalls haben einen besseren Stand, als unsere etwa gleichaltrigen heterosexuellen Nachbarn. (IMG:style_emoticons/default/biggrin.gif) Momentan. Unser Rasen ist nämlich gemäht. (IMG:style_emoticons/default/biggrin.gif) Und ich bin im frühen Sommer der Bitte unserer Nachbarn gefolgt, die Löwenzähne abzuschneiden, bevor daraus Pusteblumen werden. Sie mögen keine in ihrem Garten nächstes Jahr.
Das lässt mich schmunzeln und zu der Erkenntnis kommen, dass die Welt hier einfach in Ordnung ist. Ich lasse meine Nachbarn in Ruhe und sie lassen mich in Ruhe. Wenn ich in Plauderlaune bin, plaudern wir. Wenn nicht oder Nachbar nicht, dann nicht sondern ein andermal wieder.

Ich habe hier mehr Ruhe für mich, als zu jener Zeit, in der ich noch in der Stadt wohnte. Ob wir geoutet sind. Keine Ahnung. Bei der "Vorstellungsrunde" wurde ich nicht nach meiner sexuellen Orientierung gefragt und hätte es als unhöflich empfunden, sie in mein Begrüßungssätzchen unterschwellig einfließen zu lassen. Aber angekommen scheint es wohl zu sein, denn eines Tages nicht lange Zeit nach unserem Einzug hier im Haus, läutete es an der Tür und der vermeintliche Straßendrache stand davor. Ich öffnete mulmig und sie wollte mit uns reden. Dazu wünschte sie, ich möge meine Lebensgefährtin doch holen. Scheint also angekommen. Und nachdem sie uns kurz ihr Leid ihren zukünftigen Exmann betreffend darstellte, waren wir per du und plauderten über alles und nichts.
Da wir eine Lebenspartnerschaft unterhalten mussten wir also bei behördlicher Anmeldung darauf hinweisen. Der Trommelwirbel blieb allerdings aus. Mist.

Unseren Freundeskreis hier haben wir seit Jahren und man kennt uns nicht anders. War und ist auch nie Thema. Trotz der Tatsache, dass es sich größtenteils um Nichtlesben handelt. Aber was soll's. Es sind ja auch nur Menschen. (IMG:style_emoticons/default/wink.gif)
Wünsche ich die Konversation ausschließlich mit einem lesbischen Gegenüber fahre ich nach München. Ich bin eher im Biergarten, als meine Begleitung, die in München wohnt.

Alles in allem: Hier habe ich alles was ich brauche. Ein Stadtleben kann ich mir nicht vorstellen. Und die Dinge sind normal geworden. Die Milch von Kühen lesbischer Bäuerinnen schmeckt eben nicht anders, als die eines heterosexuellen Bauern. Egal wie sehr sie sich anstellt, abhebt, aufregt oder alle Welt davon in Kenntnis setzt, was diese unter Umständen gar nicht wissen wollen. Und wir hier aufm Dörfchen haben halt alle die gleichen Probleme.

Und wenn was schief läuft heißt es nur "die jungen Leute" und nicht "die beiden Frauen", "Lesben" oder sonstwie. Und das ist vollkommen in Ordnung so.
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Tammi
Beitrag 23.Aug.2012 - 10:49
Beitrag #24


Vorkosterin
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Gruppe: Members
Beiträge: 4
Userin seit: 22.08.2012
Userinnen-Nr.: 8.308



Das Land, wo ich herkam, hatte zwei einige Gewässer und grüne Flächen, führte jedoch weder das richtige Wasser noch gute Erde, um mich aufblühen zu lassen, ums mal bildlich zu sagen. Als ich nach der Schule endlich in die Großstadt gehen konnte, habe ich mich doch sehr befreit gefühlt, und konnte schließlich auch zu mir stehen. Das Verhältnis zu meiner Familie hat sich dadruch auch gebessert, weil sie mich auf die Entfernung so nehmen mussten, wie ich bin - wenn sie mich ohnehin schon so selten zu Gesicht bekamen. Auf Dauer möchte jedoch auch ich wieder aufs Land zurück - mit der richtigen Partnerin an der Seite.
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Amicitia
Beitrag 30.Sep.2012 - 09:39
Beitrag #25


Geschirrspülerin
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Beiträge: 8
Userin seit: 29.09.2012
Userinnen-Nr.: 8.345



Auf dem Land zu leben, hat aus meiner Sicht Vor- und Nachteile. Welche von Euch ja auch bereits ausführlich angesprochen wurden.

Meine Frau und ich lernten uns im beruflichen Kontext (wir sind beide künstlerisch tätig) über das Internet kennen.
Sie lebte damals in 300 km Entfernung in einer Großstadt und Kulturmetropole, ich in einem 200 Seelendorf auf dem Lande.
Als wir uns über das künstlerische Zusammenwirken hinaus auch als Liebende fanden, pendelten wir zunächst ein Jahr lang zwischen diesen gegensätzlichen Lebensorten.

Schließlich wogen wir gemeinsam ab, wo wir uns – jede einzeln und auch gemeinsam – am besten entfalten und unsere Vorstellungen verwirklichen könnten.
Nach reiflicher Überlegung entschieden wir uns für das Leben auf dem Land. Um die Vor- aber auch die Nachteile wissend.
Wir haben diese Entscheidung nie bereut, ganz im Gegenteil.

Eines finde ich aber tatsächlich nicht ganz einfach, nämlich Kontakte mit anderen Lesben zu knüpfen, die zudem auch ähnliche Interessen teilen.
Denn, wie eine der vorhergehenden Schreiberinnen so zutreffend anmerkte, ausschließlich das Merkmal „lesbisch“ ist als verbindendes Element doch etwas dürftig.

Das Internet empfinde ich in diesem Kontext als ein hilfreiches Medium. Es kann Menschen, die ähnliche Interessen teilen, miteinander verbinden. Es ist eine der Möglichkeiten Austausch zu finden.
Für mich sogar eine gute Möglichkeit, da ich sehr gerne schreibe.
Welche Kommunikationskanäle bevorzugt werden, ist individuell gewiß unterschiedlich – ich mag es einfach gerne, mir mit Menschen zu schreiben.

Darum freue ich mich auch, dieses Forum gefunden zu haben.
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Sandra89
Beitrag 02.Nov.2012 - 00:07
Beitrag #26


Vorkosterin
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Gruppe: Gesperrt
Beiträge: 2
Userin seit: 02.11.2012
Userinnen-Nr.: 8.378



Hi,
also wir sind erst vor kurzem aufs Land gezogen und zu meiner Überraschung Super gut aufgenommen worden.Der einzige, der etwas verdutzt war, war unser Vermieter, der meine ob das denn immer so bleibt:)(IMG:style_emoticons/default/smile.gif)
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Anja_d
Beitrag 25.Nov.2012 - 01:49
Beitrag #27


Geschirrspülerin
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Beiträge: 10
Userin seit: 25.11.2012
Userinnen-Nr.: 8.397



Ich habe meine Partnerin in Hannover kennengelernt, nach 2 Jahren ist sie mir dann auch in den Südschwarzwald gefolgt
Ich lebe mit meiner Partnerin seit 6 Jahren in einer kleinen Stadt, im Südschwarzwald
lach...... auch 40 km von Basel und 40 km von Frankreich.

Die Leute haben sich irgendwann daran gewöhnt, wenn wir zusammen einkaufen oder durch die Stadt schlendern und alles gemeinsam unternehmen.

Grüße aus dem Südschwarzwald
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Witta
Beitrag 22.Oct.2014 - 10:37
Beitrag #28


Geschirrspülerin
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Beiträge: 10
Userin seit: 21.10.2014
Userinnen-Nr.: 9.078



Ach ich bin ja auch eher ein Landei, wenn man so in Kategorien denken will. Ich habe neulich das erste Mal Berlin und ich war total geschickt. Nicht nur von der Fülle der Menschen, sonder auch weil alles so laut und betoniert ist. Kaum mal ein ruhiges Plätzchen. Eine Bekannte hat mir erzählt, dass sie deswegen gerne früh aufsteht, weil die Stadt dann noch schläft. Da musste ich lachen - ist das nicht das beste Zeichen, dass man umziehen sollte???
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Pirola
Beitrag 22.Oct.2014 - 14:34
Beitrag #29


Bekennende Urlesbe
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Was mir momentan ungeheuer gegen den Strich geht , ist dabei die Tatsache , dass die Mieten in der Stadt dermassen in die Höhe geschossen sind , dass ich nicht mehr die Auswahl habe : Stadt oder Land . Die Stadt , in der ich jetzt wohne , hat überall ruhige Wohnviertel und liegt sehr naturnah , ist dafür bekannt . Doch , was hilft das , wenn ich , sollten wir eines Tages ausziehen müssen
( wegen Hausverkauf , wenn unsere Vermieterin gestorben ist ) , die aktuellen Mieten nicht mehr tragen kann ?
Ich habe gehört , dass dieses Phänomen auch andere Teile Deutschland betrifft . Diese Tendenz scheint in vielen Städte Überhand zu nehmen .
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H_Golightly
Beitrag 24.Jul.2015 - 20:14
Beitrag #30


Naschkatze
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Ich wohne auch auf dem Land, naja, es ist ein kleines Dörfchen. Aber ich habe zwei große Städte in näherer Umgebung. Tja, wie lebt es sich auf dem Land? Ziemlich isoliert, möchte ich mal sagen, zumindest was Gleichgesinnte angeht. Ich habe schon ab und an mal nach Gleichgesinnten in der Stadt Ausschau gehalten, bin zu Veranstaltungen gegangen usw. und habe da zum Glück eine sehr liebe Frau kennengelernt, sie wurde zu meiner besten Freundin. (IMG:style_emoticons/default/smile.gif) Wir sind aber wirklich nur Freunde. Da sie lesbisch ist und in der Stadt wohnt, habe ich durch sie ganz andere Möglichkeiten als alleine im Dorf. Wir können zusammen mal irgendwohin gehen, zu Treffs, in entsprechende Cafès etc. Das finde ich super! Eine weitere lesbische Frau kenne ich durch sie auch, sie wohnt in einer kleinen Nachbarstadt von hier. (IMG:style_emoticons/default/smile.gif)
In meinem Dorf bin ich nicht geoutet, ich habe ohnehin kaum Kontakte zu den anderen Dörflern. In der Stadt leben möchte ich trotzdem nicht, da ist mir kriminell einfach viel zu viel los und es ist auch zu laut.
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Rafaella
Beitrag 27.Jul.2015 - 22:12
Beitrag #31


Freies Vögelchen
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Holly Golightly, dich habe ich gefühlt 10 Jahre nicht gelesen....Hallooooo!!!
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H_Golightly
Beitrag 31.Jul.2015 - 20:22
Beitrag #32


Naschkatze
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Hallo, sei auch ganz lieb gegrüßt. Rafaella! (IMG:style_emoticons/default/smile.gif) Stimmt, ich war lange nicht hier. Ich hatte im Laufe der Zeit ganz vergessen, dass ich mich hier mal angemeldet hatte (IMG:style_emoticons/default/patsch.gif) und bin durch Zufall wieder hier gelandet.
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Cassy
Beitrag 22.Jun.2016 - 18:39
Beitrag #33


Filterkaffeetrinkerin
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Vor ca. 20 Jahren bin ich mit 15 aus einer wirklich sehr ländlichen Gegend weg gezogen. Das Übliche schätze ich. Großstadt erleben, Glück finden etc. Nun bin ich zurück gezogen, einfach weil ich kapituliert habe. Ich weis das es hier keine Gleichgesinnten gibt und um ehrlich zu sein war das auch ein wichtiger Punkt für mich. Ich bin seit knapp 10 Jahren Single und mitlerweile wüsste ich schon gar nicht mehr wie man sich in einer Beziehung verhalten soll. Seit ich wieder hier wohne bin ich allerdings richtig tiefenentspannt. Um mich herrum sind hauptsächlich Felder und Wald, auf dem Grundstück ist viel Grünfläche die bearbeitet werden will und obwohl sehr anstrengend, macht es Laune. Zumal es genügend Fläche ist um Selbstversorger zu sein.

Also aus meiner Perspektive betrachtet könnte es gar nicht besser sein. Soweit draussen ist man zwar isoliert, aber auf der anderen Seite erspart man sich auch die ganzen Nachteile zwischenmenschlicher Bindungen. Seien es Freundschaften oder romantische. Sicher vermisst man das schonmal, aber durchdenke ich mir die ganzen Fehlschläge und Griffe ins Klo, die Anforderungen die man erfüllen muss um für Beziehungen überhaupt in Frage zu kommen, ist es den Aufwand in meinen Augen nicht wert. Hier draußen scheint das alles keine Bedeutung zu haben. Stehe ich am Ende des Tages auf meiner Terasse mit einer Tasse Tee, betrachte die Wälder in der Ferne umgeben von Äckern und atme diese saubere Luft ein, dann verschwende ich keinen Gedanken mehr an den Wunschtraum der "Richtigen". Auch das Bedürfnis nach Kontakten zu anderen Frauen ist nicht mehr präsent. Alles was bleibt ist ein tiefes Gefühl von Ruhe und Frieden und ich weis, hier findet der Rest meines Lebens statt. Die Naivität meiner Jugend, zu glauben Liebe wäre für jeden Menschen da, die Narretei zu hoffen mein Leben zu teilen, der Irrweg eines Wunsches nach Gesellschaft, alles blieb auf dem Weg der letzten 2 Dekaden zurück. Übrig bleiben Erkenntnis, Weisheit und Ruhe. Nun kann ich auch endlich meine Buchreihen schreiben (IMG:style_emoticons/default/wink.gif)
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Brilly 18
Beitrag 23.Aug.2017 - 11:22
Beitrag #34


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ZITAT(Schräubchen @ 04.Jul.2012 - 14:13) *
Ich lebe in einem 1000 Seelen Dorf. Und ich lebe hier gern auch wenn ich mich nicht geoutet habe.
Für mich käme ein Leben in der Stadt nicht in Frage, die Anonymität ist mir dort einfach zu groß.
Ich mag es durch den Ort zu gehen und mit den Leuten auf der Straße ins Gespräch zu kommen.
Ich mag es im kleinen Tante Emma Laden persönlich begrüßt zu werden. Ich mag es innerhalb von
zehn Minuten mitten im Wald zu sein und vom Lärm der sogenannten Zivilisation nichts mehr zu hören.

Sicherlich überkommt es auch mich hin und wieder und es zieht mich in die Stadt, um mehr Kultur zu erleben,
um mehr Einkaufsmöglichkeiten zu haben, und um dieses sonderbare Gefühl zu bekommen, dass ich habe, wenn
ich in einer Großstadt bin und ich nicht weiter beschreiben kann. Aber länger als ein paar Tage halte ich das nicht
aus. Die Stadt ist mir zu groß, zu laut, zu bunt, zu schrill, einfach zu...

Grade habe ich mein Abitur auf dem zweiten Bildungsweg nachgeholt und werde mich demnächst an der Uni einschreiben.
Ehrlich gesagt graut es mir schon jetzt davor, einfach weil ich es gern "klein" mag. Meine Schule hatte keine 150 Schüler und
demnächst werde ich an einer Universität sein, wo mehrere Tausend Studenten sind (IMG:style_emoticons/default/wacko.gif) .
Dort werde ich vermutlich meine Sexualität eher zeigen können, offener leben können. Das ist gut, aber ich glaube dass ich
dennoch froh sein werde Abends mich Abends in meine kleine Wohnung zurückziehen zu können und beim einschlafen das
Plätschern des Baches hören zu können...




Ich lebe in einem Ort mit 800 Einwohnern. Es ist beinahe eine Katastrophe gewesen als ich mich in der letzten Woche Geortet habe. Die Nachbarn und Verwandten konnten es nicht fassen mit einer Lesbe im gleichen Ort zu leben. Doch bin ich froh das es endlich heraus ist und mich die Männer endlich in Ruhe lassen. Meine Liebste lebt in München und ab der nächsten Woche pendeln wir gemeinsam nach München zur Arbeit

Liebe grüße
Brilly
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Jane58
Beitrag 19.Sep.2017 - 15:30
Beitrag #35


Vorkosterin
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Hallo,

ich wohne zugezogen in einem kleinen Dorf (ca. 300 Einwohner) und bin vermutlich schon etwas älter als ihr. Zwar bin ich seit Jahren hier im Dorf geoutet, aber das hat bislang noch niemanden gestört. Zumindest habe ich nichts dergleichen mitbekommen, und das ist ja schon einmal etwas.

Ich versuche, hier für mich ein schönes Leben aufzubauen bzw. zu verfeinern. Für mich, nicht für andere. Soll heißen, ich suche nicht und muss entsprechend auch nicht gefunden werden. Ich habe alles, was ich brauche, und das möglichst autark. Auf der Suche nach "der Frau meines Lebens" war ich selbstverständlich auch mal, aber das hatte und hat keine Priorität in meiner persönlichen Lebensplanung. Es hat sich einmal ergeben, und es war schön.

Mir war und ist es wichtiger, mein Leben als Lesbe und als alleinstehende Frau und als Mensch auch auf dem Dorf selbstbestimmt zu leben. Darum beschäftigen mich eher andere Gedanken als "wie lerne ich nun eine potenzielle neue Liebste kennen". Erste Anfänge habe ich gemacht, indem ich zum Beispiel eine Photovoltaik-Anlage hier installiert habe, die meine grundsätzlichen Energiebedürfnisse realisiert. So halt meinen Kühlschrank (A+++, na klar), meinen LTE-WLan-Router (ohne den könnte ich euch nicht schreiben) und mein Bedürfnis nach Spielereien ("Alexa, mach dies und das...").

Was ich mit dem eigentlichen langen Geschwafel sagen will: Es ist wichtiger, dass ihr mit euch und eurer Umwelt und eurem Leben zufrieden seid (auch und gerade auf dem Land!), als dass ihr euch bemitleidet, weil ihr gerade am falschen Ort wohnt. Sei es auf dem Lande, sei es in einer Stadt. Beides hat Vorteile und Nachteile - und beides lässt sich eher leicht ändern. Einiges davon hängt vom Alter ab, einiges vom Einkommen, aber ich glaube, die meisten Dinge sind Einstellungssache. Also lasst euch nicht entmutigen, auch als alleinstehende Lesbe auf dem Land euren Traum zu verwirklichen.

Der Beitrag wurde von Jane58 bearbeitet: 19.Sep.2017 - 15:34
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Woody
Beitrag 20.May.2018 - 09:54
Beitrag #36


Fürstin Pückler
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Userin seit: 12.08.2015
Userinnen-Nr.: 9.356



Hallo zusammen,

ich lebe seit inzwischen zwei Jahren mit meiner Tochter bei meiner Freundin auf dem Land.
Es hat diese zwei Jahre und eine Aufstockung unseres Datenvolumens gedauert, bis ich kein Heimweh mehr nach Menschen, Stadt & Szene hatte.

Wie alles hat auch Landleben verschiedene Seiten und Landleben ist nicht gleich Landleben.
In Oberbayern mit fünf eingesessenen Familien im Ortsteil ist die wundervolle und urlaubsgleiche Natur direkt um mich herum.
Stille Spaziergänge mit meinem Hund, die Berge am Horizont, eigene Eier von unseren Haushühnern und Gemüse aus dem eigenen Garten, das sind für mich die schönen und besonderen Dinge, die ich mag und zu schätzen weiß.
Viel Arbeit, Einsamkeit und Ausschluss sind andere Seiten, die ich auch erfahren habe und meine Tochter in ihren ersten Schulmonaten ebenfalls.
Ob das nun an unserer Lebensweise liegt kann ich nicht sagen, denn andere Hinzugezogene haben es möglicherweise nicht einfacher.

Wie so oft im Leben fließen viele Aspekte in das Gesamtgefühl mit ein, die sich im Äußeren wie im Inneren begründen.

Liebe Grüße

Woody



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Vereinfachte Darstellung Aktuelles Datum: 16.12.2018 - 18:37