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> "Homosexualität ist heilbar", Aussage von Bischof Fischer
Marescalma
Beitrag 11.Feb.2009 - 15:32
Beitrag #1


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Bischof Fischer: "Homosexualität ist heilbar"
Homosexualität ist für den Feldkircher Bischof Elmar Fischer eine psychische Krankheit.
In vielen Fällen könne Homosexualität aber geheilt werden.
Wie andere psychisch Kranke seien aber auch Homosexuelle in der Kirche willkommen.

Quelle: vorarlberg.orf.at

Hier ist noch ein Artikel von queer.de: Klick

Übrigens: Als letzte Organisation hat die "World Health Organization" (WHO)
Homosexualität im Jahre 1992 aus dem Katalog der Krankheiten gestrichen.

Der Beitrag wurde von Marescalma bearbeitet: 11.Feb.2009 - 15:42
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Hortensie
Beitrag 13.Feb.2009 - 12:24
Beitrag #2


"Jeck op Sticker"
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bei somatischen beschwerden (in absprache mit den pat.) ist gegen eine umfangreiche anamnese auch nichts einzuwenden, da es ja beschwerden gibt, die sich gegenseitig verstärken bzw. bei einer therapie berücksichtigt werden müssen.

hier mahne ich aber trotzdem eine kontrolmöglichkeit ds pat. an.

in den meisten kliniken wird es unabhängig davon (insbesondere in psychiatrischen kliniken) so gehandhabt, dass der behandelnde stationsarzt ein formular unterschreiben lässt, in dem der pat. unterschreibt, dass er den "niedergelassenen" arzt von der schweigepflicht gegenüber dem krankenhausarzt entbindet.
laut auskunft von einer kollegin, die in einer psychiatrischen ambulanz arbeitet, passiert dies auch dort bzw. der "überweisende" hausarzt erhält nur nach schweigepflichtentbindung informationen über den krankenheitsverlauf über die krankenakte, die über den standardisierten arztbrief hinausgehen.
darüberhinaus unterschreiben die pat. ihr einverständnis über die elektronische datenverarbeitung zu statistischen zwecken(anonymisiert).

diese übliche praxis soll bei der elektronischen krankenakte entfallen. die komplette datensammlung soll per mail übertragbar werden. der pat. erhält kaum einblick bzw. überblick über die datensammlung.

die sex. idendität wird (zumindest in der amb., in der meine koll. arbeitet) erfasst, obwohl icd 10 (da habe ich jezt was gelernt) dies nicht mehr vorsieht. allerdings ist der aufnehmende arzt anhand eines erweiterten diagnoseschlüssel dazu angehalten, dies mit zu erfassen, auch um dies bei der diagnosefindung/behandlung mit berücksichtigen zu können.

diese begründung finde ich hinterfragenswert, da dies bei heterosex. (angenommen/oder erfagt), nach auskunft meiner koll. nicht passiert.

vieles andere ist dann in der hand des therapeuten. da ist es dann in der klinik "wie" im richtigen leben: wenn der behandler probleme hat, spiegelt sich dies auch in der therapie wieder. aber anders als im "richtigen" leben kann man dann nur auf die therapie, die der therapeut anbietet/ausführt verzichten, statt jemanden anderen zu wählen.
hier ist also noch verbesserungspotenzial.

bögen meint einfach, dass es in den letzten jahren hier eine entwicklug gegeben hat, dass geschulte therapeuten material zur verfügung haben, dass bei gezielten einsatz besser zur differenzierung der einzelnen störungen bzw. auswirkungen von.... z.b. sex. identität beitragen kann, als eine standardisierte einklassifizierung. eine entwicklung die sehr positiv zu bewerten ist.

viele anamnestische verfahren des pflegepersonals in psychiatrien in nrw gründen auf der nanda-taxonomie. diese taxonomie wurde in nordamerika entwickelt und umfasst im wesentlichen 3 bereiche (anamnese/pflegediagnose/pflegeplanung). in der anamnese gehört die sex. identität meines erachtens nicht unbedingt hinein und man sollte immer darauf aufmerksam amchen, dass sich der befragte offen halten kann, ob er antworten möchte oder nicht. auswirkungen der erkrankung/trauma auf die sex. kann ja sinnvoll sein, sollte aber auch mit dem hinweis der freiwilligkeit gefragt werden.
im diagnose-bereich spiegelt sich dann meines erachtens halt dann die sichtweise der nordamerikaner wieder (abnormes verhalten, nicht rollengrechtes verhalten etc.).
insgesamt finde ich aber auch hier immer, dass ausser der person selber einem anderen hier keine bewertung zu steht bzw. die bewertungskriterien eigentlich nicht individuell genug sein können und hier zuviel interpretationsspielraum gelassen wird. ich stelle die norm, die zur bewertung angewandt wird in frage. das tue ich aber schon seit den atls von juchli.
(ich hoffe, dass kann man jetzt verstehen. wenn nicht, antworte ich gerne auf rückfragen. vielleicht kann es dadurch etwas präzisser werden, als ich es gerade auszudrücken vermag).

XXXXX VORSICHT derfolgende Beitrag kann TRIGGERNXXXXXXXXXX


bei der verwednung des synonymes "stockholm-syndrom" hatte ich die menschen im kopf, die nach einer großveranstaltung wie CSD in einer klinik ankommen und direkt alles mögliche von sich ungeschützt preisgeben (fetisch etc.), weil sie einerseits um offenheit bemüht sind, andererseits weil sie (fälschlich) annehmen so "besser" zum behandlungserfolg beitragen zu können und erst später erkennen, dass sie hier vielleicht zu "offen" waren.
oder homophobe behandler, die sich so absolut äußern und ihre homophobie so geschickt in fachliche argumente kleiden, dass sich auch nichthomophobe menschen im vermeintlichen akt einer gemeinsamen psychohygiene dazu verleiten lassen, äußerungen zu machen, die sie sonst vermieden hätten und sie erschrecken lässt, wie das passieren kann.

oder übermotivierte pflegepersonen, die sehr stark insistieren,um jede frage des anamnesebogens beantwortet zu haben und sich dann als mitarbeiter des tages zu fühlen.

ganz besonders deutlich steht mir dabei der fall einer freundin vor augen, die mal im rahmen der behandlung (ganz zu beginn, ich glaube die erkrankung wurde gerade erst vermutet) einer colitis ulcerosa weinend zusammenbrach und über ihre kindheitserlebnisse berichtete, nicht ahnend, dass diese dann vollständig in ihrer krankenakte vermerkt wurden und sich dann etwa 10 jahre später immer wieder mit diesen aufzeichnungen konfrontiert sah, bis sie sich dann so durchsetzen konnte, dass diese aufzeichnungen aus der akte entfernt und ihr ausgehändigt wurden, weil sie es schlimmer fand, nicht kontrollieren zu können, wer zu diesen archivierten aufzeichnungen zugang hat, als das sie einem behandler nur in einem zusammengefassten satz zur verfügung standen.

XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX

ich möchte gerne sagen, dass mir dieses reflektieren von vorgängen viel gebracht hat. und sich meine erkenntnis, wie vorsichtig mit informationen umgegangen werden sollte und welches potenzial hier vorhanden ist und wie wichtig datenschutz/schweigepflicht/persönliche intigrität sein kann und ist erweitert hat.
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Hortensie
Beitrag 14.Feb.2009 - 08:46
Beitrag #3


"Jeck op Sticker"
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[quote name='pantoffelheld' date='13.Feb.2009 - 12:24' post='1094908673']
viele anamnestische verfahren des pflegepersonals in psychiatrien in nrw gründen auf der nanda-taxonomie. diese taxonomie wurde in nordamerika entwickelt und umfasst im wesentlichen 3 bereiche (anamnese/pflegediagnose/pflegeplanung). in der anamnese gehört die sex. identität meines erachtens nicht unbedingt hinein und man sollte immer darauf aufmerksam amchen, dass sich der befragte offen halten kann, ob er antworten möchte oder nicht. auswirkungen der erkrankung/trauma auf die sex. kann ja sinnvoll sein, sollte aber auch mit dem hinweis der freiwilligkeit gefragt werden.
im diagnose-bereich spiegelt sich dann meines erachtens halt dann die sichtweise der nordamerikaner wieder (abnormes verhalten, nicht rollengrechtes verhalten etc.).

@nordseefrau:

vielleicht wird es im oben angeführten zitat deutlicher.
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