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> Ich kann nicht mehr, ausgelagert aus "... der anderen Leid"
Ilymo
Beitrag 07.Feb.2011 - 19:01
Beitrag #1


Bør opbevares under vandet
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Ich kann nicht mehr.
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Ilymo
Beitrag 16.Feb.2011 - 16:55
Beitrag #2


Bør opbevares under vandet
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Ich danke Euch allen so sehr für Eure Anteilnahme. Es ist wohltuend, das alles nicht mit sich alleine ausmachen zu müssen, irgendwann erstickt man daran. Die ganze Tragweite kann ich mit meiner Frau nicht besprechen, weil sie dann nur noch verzweifelter den Spaghat zwischen uns und ihrer Mutter versucht. Ihre Reaktion auf die Anwürfe ihrer Mutter ist, dass wir dann eben einfach alles so machen müssen, wie ihre Mutter es will, also alles tiptop in Ordnung halten, kein aufgeschlagenes Buch auf der Couch, überhaupt ganz viel von unseren Sachen wegwerfen usw. Gegn Ordnung ist meiner Ansicht nichts einzuwenden, aber ich möchte selber entscheiden, wann ich aufräume und wann nicht, denn ich bin ja nicht mehr zehn Jahre alt.
Ich weiß nicht, ob meine Frau sich je so weit von ihrer Mutter lösen können wird, dass wir gemeinsam woanders wohnen. Ihre Mutter ist TypI Diabetikerin, und meine Frau macht sich natürlich Sorgen, weil ihre Mutter ziemlich häufig mit Unterzuckerungen zu kämpfen hat. Meiner unmaßgeblichen Meinung nach könnten diese Unterzuckerungen ja zumindest zum Teil vermieden werden, wenn sie normal essen statt nur rauchen würde. Sie ist extrem dünn, will aber ständig weiter abnehmen. Die größte Gefahr, die ich mir für diese Frau vorstellen kann, ist die, sich in die Zunge zu beißen und am eigenen Gift dahin zu gehen. Letztens sagte sie, ihr wäre es entschieden lieber, meine Frau würde das Schicksal ihrer Cousine haben. Diese wurde von ihrem Mann fast ein Jahr belogen und betrogen und jetzt mit drei kleinen Kindern sitzen gelassen.
Nach dieser Aussage, die für mich ein Sich-Versündigen darstellt, ist für mich der Ofen aus. Bisher hatte ich ja immer wieder eingelenkt, mir gesagt, dass jeder mal einen schlechten Tag hat und etwas daherredet, was er nicht so meint, auch wenn es immer wieder mit schöner Regelmäßigkeit vorkam. Und auf einmal beginnt diese Frau wieder, uns Lebensmittel mitzubringen, uns zum Valentinstag zwei Überraschungseier zu schenken und will für uns kochen. Letzte Woche machte sie Schmorrippchen. Meine Frau hat sich noch nicht einmal getraut, ihrer Mutter zu sagen, dass wir schon eine ganze Weile überhaupt keine Fleisch mehr essen. An diesem Abend habe ich mir den Hund geschnappt und bin mit ihm nach Weiden gefahren, dort mit ihm spazieren gegangen und habe dann fast eine Stunde am Bahnhof gehockt und auf den Retourbus gewartet. An diesem Abend war es feuchtkalt und total neblig, und ich habe mich so entsetzlich allein und verlassen auf der Welt gefühlt. Morgen will sie schon wieder kochen. Ich habe meiner Frau klipp und klar gesagt, dass das Essen ohne mich statt finden wird. Sie war fast verzweifelt und meinte, wir könnten ihrer Mutter doch nicht jedes Mal die Geschichte vom Treffen mit einem Kollegen auftischen. Nun will sie ihr sagen, dass ich krank sei.
Eben erhielt ich einen Anruf von einer Arbeitsvermittlung, die mich unbedingt einstellen wollen und in ein Heim mit Top Konditionen, welches brennenden Personalbedarf hat, vermitteln möchten. Es handelt sich um zwei Heime, eines am Bodensee, das andere am Starnberger See. Abgesehen von der Frage, warum Arbeitgeber mit angeblichen Top Konditionen so verzweifelten Personalbedarf haben, macht mir der Gedanke, noch weiter nach Bayern rein zu müssen, ziemlich Angst, auch wenn ich natürlich dringend hier raus will. Und meine Frau heult nun, dass ich dann so weit weg bin, und warum ich mich hier im Umkreis nicht intensiver bemüht habe. Aber es war halt so eine Hund-beißt-sich-in-den-Schwanz Situation. Ohne Wohnung in Weiden bekomme ich dort keine Arbeit, ohne Arbeit oder die Aussicht darauf kann ich mir keine Wohnung suchen. Und was mache ich, wenn ich evtl. eine Wohnung finden würde und dann, wie jetzt geschehen, nach j.w.d. zur Arbeit abkommandiert werde?
Mir wächst im Moment wirklich alles über den Kopf.
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