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Beitrag
#1
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"Jeck op Sticker" ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 14.613 Userin seit: 18.10.2008 Userinnen-Nr.: 6.317 ![]() |
Bundespräsidenten
Okay, sie werden nicht vom Volk gewählt, sondern von den gewählten Vertretern des Volkes. Sie werden also auch von ihren Parteien als Kandidaten aufgestellt und vorgeschlagen. Da die Wahl durch die Bevölkerung entfällt, entfallen auch Termine, bei denen sich die vorgeschlagenen Kandidaten bei/mit der Bevölkerung „bekannt“ machen. Das Papier für Wahlplakate und Flyer wird eingespart. Die jeweiligen Parteimitglieder investieren keine Freizeit in Termine die mit Wahlständen und Gesprächen mit wahlberechtigter Bevölkerung verbracht werden. Es werden keine Wahlgeschenke oder Werbematerialen mit den bekannten Aufdrucken verteilt. In der Regel wird ein Kandidat von der Regierungsmehrheit benannt und ein Gegenkandidat von der Opposition benannt. Manchmal handelt es sich dabei um Menschen am Ende ihres öffentlichen politischen Lebens. Frauen kommen meistens nur als Vorschlag zustande, wenn sie als Vorschlag der Opposition gerade in das Konzept des Gegenentwurfes zum Vorschlag der regierenden Koalition passen. Fast immer werden dann Männer gewählt, die über 60 sind und nach Kriterien der sie wählenden zum Bundespräsidenten geeignet sind. Sind Bundespräsidenten unumstritten? Nein, in Deutschland eigentlich nie. Dem einen oder anderen Bundespräsidenten sind herausragende Einzelleistungen sicherlich gelungen und haben ihm einen Eintrag in das kollektive Gedächtnis gesichert, aber kritisiert (ob zu Recht oder zu Unrecht) wurden sie wahrscheinlich immer. Mir selber geht es so, dass ich es einfacher finde, einen Bundespräsidenten wegen seiner politischen Vergangenheit (z.B. Carstens) zu kritisieren als ob seines Lebenswandels (z.B. Scharping) als jetzt wegen eines Privatkredits (Wulf). Letzeres nimmt aus meiner Sicht zu schnell die Form einer gesteuert wirkenden Medienkampagne an. Informationen, die nicht gerade topaktuell sind, werden plötzlich an die Oberfläche „gespült“ und – verbunden – mit einer Moraldebatte, wetteifern alle Medien urplötzlich damit, wer es schafft, tiefer zu graben. Ich weiß, dass es vergleichsweise wenig ist, was dem amtierenden Bundespräsidenten zum Vorwurf gemacht werden kann, unglaubwürdig und fast schon übertrieben inszeniert fand ich vor dem Hintergrund der diskutierten Anschuldigungen seine Weihnachtsansprache. Viel tiefer frage ich mich, wie müssen solche Ansprachen auf andere Menschen in anderen Zusammenhängen von z.B. Karl Carstens gewirkt haben? Oder wie hoch ist die bewegende Rede von Richard von Weizsäcker zum 08. Mai 1985 vor seinem persönlichen Hintergrund (Verteidigte seinen Vater bei den Nürnberger Prozessen) zu bewerten? Wie sieht eigentlich ein Anforderungsprofil für einen Bundespräsidenten aus? Unter welchen Kriterien suchen die Personen, die ihn benennen, eigentlich aus? Kann von den Personen, die dieses Amt bekleiden ein Rückschluss auf die Personen gezogen werden, die sie vorgeschlagen haben? |
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Beitrag
#2
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Gut durch ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 1.369 Userin seit: 06.09.2008 Userinnen-Nr.: 6.182 ![]() |
Dafür, dass sie (die Fraktionen) eigentlich nicht mit Namen jonglieren wollten und eine Persönlichkeit finden wollten, die von allen Fraktionen (na ja, fast, denn die Linke wurde ja explizit nicht von Frau Merkel erwähnt) getragen werden kann, ist das Vorgehen der FDP gerade wieder einmal ein Beispiel dafür, wie es um die Aussagen unserer politischen Würdenträger bestellt ist. Dieses parteipolitische Taktieren und Agieren um das höchste Amt im Staat ist nun wieder einmal sowas von unwürdig, mir fehlen die Worte, es entsprechend auszudrücken.
Die FDP hat sich nun also auf Gauck festgelegt, den wiederum die CDU/CSU nur schwer unterstützen kann, bedeutet es doch mehr oder weniger direkt eine Niederlage für Merkel. Plötzlich tauchte ein weiterer Name auf, der in bei den Liberalen für Angst und Schrecken sorgt im Hinblick auf ihre zukünftige Rolle in der bundespolitischen Landschaft: erst Töpfer (der schon länger), nun Roth, beide stehen für Nähe zu den Grünen und damit auch für die Gefahr der Öffnung von Koalitionsmöglichkeiten von Schwarz und Grün auf Bundesebene bei gleichzeitiger weiterer Bewegung der Liberalen in Richtung "bedeutungslos". Na ja, bei den aktuellen Umfragewerten gehts doch beinahe nicht noch weiter runter. Obwohl etwas Puffer bis 0 % haben sie ja noch (IMG:style_emoticons/default/rolleyes.gif) Dieses öffentliche Positionieren und Festlegen wird ihnen wohl vermutlich noch weiter schaden als helfen. Ob eine Frau Roth überhaupt zur Verfügung gestanden hätte, bleibt nun wohl Spekulation. Tja, nun scheint man sich wohl nach neuesten Meldungen auch innerhalb der Union auf Gauck verständigt zu haben. Angeblich will ja eine Mehrheit der Deutschen diesen Herrn als neuen Bundespräsidenten im Amt sehen. Alles aus natürlich repräsentativen Umfragen entnehmbar. Damit gehöre ich dann wohl zur Minderheit. Nein, mir fällt es schwer, mich mit ihm anzufreunden. Warum kann ich gar nicht so recht benennen. Wünschenswert hätte ich gefunden, hätten sich alle Fraktionen an einen Tisch gesetzt und gemeinsam eine/n Kandidat/in gesucht, der/die von allen vorbehaltslos getragen worden wäre. Hoffen wir mal, dass der neue Topkandidat nicht auch für parteipolitische Strategien verwandt wird, denn die nächste Wahl kommt bestimmt. |
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Vereinfachte Darstellung | Aktuelles Datum: 03.07.2025 - 15:02 |