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> Handy und Internet - was hat sich für euch geändert, alles positiv, oder auch manches negativ
-Agnetha-
Beitrag 25.Aug.2013 - 12:31
Beitrag #1


ungerader Parallel-Freigeist
************

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Beiträge: 10.888
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Userinnen-Nr.: 83



Ich denke die meisten von uns sind noch nicht mit Internet und Handy aufgewachsen.
Hatten also als Kind noch kein Handy und haben bewusst noch eine Zeit ohne erlebt.

Empfindet ihr die Veränderung als rein positiv?
Vermisst ihr auch etwas?

Oder geht ihr vielleicht sogar soweit, dass ihr diesen Trend bewusst nicht mitmacht, also gar kein Handy benutzt?

Ich sehe am Mobiltelefon sehr viele Vorteile.
Man kann schneller Hilfe rufen. Aber auch viele kleine Dinge.
Wenn man mal 10 Minuten zu spät kommt, kann man Bescheid geben. Die Person die man trifft, weiß Bescheid, kann sich eventuell schon mal ins Cafe setzen statt in der Kälte zu stehen.

Wenn ein Zug Verspätung hat, kann man anrufen, damit jemand der einen abholen möchte nicht viel zu früh los fährt.


Ich sehe aber schon auch negative Veränderungen.

Ich finde man wird heute leichter abgelenkt.
Wenn ich mich zB früher mit Freundinnen getroffen habe, dann gehörte die Zeit nur ihnen.
Ich war ja auch für andere nicht erreichbar.

Jetzt mit dem Handy ist es doch anders: Wenn ich eine SMS bekomme, kann ich das gedanklich manchmal nicht ausblenden.
Selbst wenn der Absender keine schnelle Antwort erwartet, denke ich manchmal über das Geschriebene nach.
Muss Entscheidungen treffen, wenn jemand etwas fragt. Das kann ich dann oft nicht einfach auf später verschieben.

Wenn jemand anruft, gehe ich zwar oft nicht dran, wenn ich mit anderen zusammen bin, frage mich dann aber vielleicht doch, was derjenige wollte.


Bei längeren U-Bahn-Fahrten empfinde ich es einerseits als Vorteil mich eigentlich immer am Handy beschäftigen zu können.
Die Zeit vergeht so schneller.
Ich kann SMS schreiben, Mails lesen, im Internet surfen, usw.

Aber ich frage mich auch manchmal, ob einem diese Zeit nicht fehlt. Zeit einfach nur da zu sitzen, nachzudenken.
Sich auch mal langweilen.

Man nimmt die Umwelt dann ja auch anders wahr.

Wobei mich natürlich keiner zwingt, das Handy heraus zu holen, wenn ich unterwegs bin. Es wird aber doch leicht zur Gewohnheit.

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kawa
Beitrag 25.Aug.2013 - 14:39
Beitrag #2


Blau, weil Ströse.
************

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Userinnen-Nr.: 3.348



Sehr spannendes und interessantes Thema, Agnetha, danke!

Ich muss gestehen, dass ich dieses permanente Sich-ins-Handy-Vergraben nicht mag. Daher tue ich es auch nicht. Aber ich habe auch kein Smartphone - ganz bewusst. Wenn ich eins hätte, würde ich wahrscheinlich auch viel mehr am Handy hängen.

Ich nutze mein Handy in allererster Linie zum SMS Schreiben und Empfangen. Sehr viel seltener telefoniere ich damit. Manchmal benutze ich es als Wecker. Und das war's.
Mein Handy ist fast immer auf lautlos gestellt. Ich schaue ein paar Mal am Tag drauf, um zu sehen, ob es eine Nachricht gab, und wenn ja, reagiere ich. Aber ich werde nicht aus dem herausgerissen, womit ich mich gerade beschäftige, wenn eine Nachricht (oder einer der höchst seltenen Anrufe) kommt. Das macht mich in gewisser Weise natürlich unerreichbar, zumal ich auch keine Mailbox habe. Aber ich habe einen Festnetzanschluss mit Anrufbeantworter, den ich abhöre, sobald ich nach Hause komme, und das reicht mir an Erreichbarkeit.
Ich möchte nicht ständig erreichbar sein. Wenn ich unterwegs bin, liegt mein Fokus auf dem, was ich sehe und erlebe. Da soll in aller Regel niemand von außen reinplatzen. Wenn ich gemütlich telefonieren möchte, tue ich das zu Hause, wo mich keiner belauscht und wo ich niemanden mit meinem Gespräch störe, und per Festnetz, bei dem die Verbindung besser und beständig ist.

Der große Vorteil des mobilen Telefons ist natürlich, dass man es zur Hand hat und nicht erst eine Telefonzelle suchen muss, z.B. in einem Notfall oder wenn sich ungewollte Änderungen ergeben. Ich kann mich an Situationen aus der "Vor-Handy-Zeit" erinnern, wo ein Mobiltelefon echt hilfreich gewesen wäre. Deswegen habe ich mir auch ein Mobiltelefon zugelegt und verteufele die Erfindung nicht. Aber die beschriebenen Vorzüge reichen mir vollkommen.

Die Entwicklung des Mobiltelefons zum portablen Computer geht mir persönlich hingegen zu weit. Das Smartphone liegt sicher im Trend unseres hektischen Lebensstils, es bestärkt ihn nach meinem Empfinden aber auch. Eine Wartesituation mal auszuhalten, ohne das Handy rauszuziehen, sondern als Begegnung mit sich selbst zu nutzen, kann enorm entschleunigen. Wer sich nicht selbst begegnen will, kann die Umgebung beobachten und die Sinne schärfen. Auch das entschleunigt und es kann unglaublich erfüllend sein und Spaß machen.

Tja, und während man an der Bushaltestelle sitzt und völlig entschleunigt und erfüllt beobachtet, wie eine Wespe akribisch den Inhalt eines Mülleimers inspiziert, ruft man eine gute Freundin an und sagt: "Ich sehe hier gerade was ganz Zauberhaftes!" (IMG:style_emoticons/default/tongue.gif)
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