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> Hetero-Frau 'bekehren'?, Traut sie sich nicht?
Kallisto
Beitrag 30.Apr.2005 - 00:24
Beitrag #1


Salzstreuerin
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Hallo!
Nachdem mein 'hetero-Dozentin'-thread eingeschlafen ist, probier ich es so noch einmal... Der Knackpunkt ist nämlich nicht, dass sie Dozentin ist (das ist relativ egal, sie prüft mich nicht, etc), sondern, dass sie hetero (oder so) ist, da ich annehmen muss, dass sie einen Freund hat, mit dem sie zusammenwohnt.
Wenn mich umgekehrt jemand zum 'hetero-Sein' 'bekehren' wollte, fände ich das natürlich komplett absurd! Allerdings ist es doch so, dass lesbische oder bisexuelle Frauen mit einem Freund eine gesellschaftlich akzeptiertere Beziehung wählen und sich vielleicht unbewusst lieber in etwas fügen, was sie eigentlich nicht erfüllt, als irgendwie 'rauszufallen' und einen 'Sonderstatus' zu haben.
Im Forum gibt es ja haufenweise Beiträge von - 'tschuldigung, dass ich das jetzt so salopp formuliere - 'Aussteigerinnen' aus, teilweise langjährigen, Ehen/Beziehungen mit Männern. ('Sie' ist 33 und hat vermutlich eine 8jährige Beziehung zu ihrem Freund).
Irgendwo ('Zum ersten Mal verliebt in eine Frau' oder so ähnlich) schrieb die 'Neu-Bekehrte', dass sie, bis zu der Begegnung mit der Frau, in die sie sich verliebt hat, mit ihrem Mann durchaus glücklich war. Also heißt das, dass mein 'Liebesobjekt' auch nicht todunglücklich und in-Beziehungs-und-Selbstfindungs-Krise-steckend aussehen muss, damit ich mir Hoffnung machen kann? :unsure:
Sollte man nicht doch ein direktes Ansprechen wagen, da sich ja diejenigen, die sich aus Ängstlichkeit oder Ähnlichem in ein 'angepasstes' hetero-Dasein zurückgezogen haben, einen direkten Anstoß brauchen, um auszubrechen?
Ich habe einmal (meiner ersten Liebe) brieflich erklärt, dass ich viel für sie empfinde und bekam eine sehr liebevolle briefliche Absage. Ist zuviel dezente Rücksicht und Vorsicht nicht kontraproduktiv bei (angenommen) 'lesbischen' hetero-Frauen?
Ach, tut mir leid, dass es etwas lang geworden ist, aber ich bin recht deprimiert...
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Rehauge
Beitrag 30.Apr.2005 - 08:44
Beitrag #2


Gut durch
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Hallo Kallisto,
zwischen Deinen Zeilen lese ich, dass Du schon den richtigen Weg für Dich kennst... Dann solltest Du ihn wagen, auch mit dem Risiko, dass sie Dich abweisen wird.

Rehauge



edit: ein "w" eingefügt

Der Beitrag wurde von Rehauge bearbeitet: 30.Apr.2005 - 12:01
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Liane
Beitrag 30.Apr.2005 - 11:17
Beitrag #3


Heiligenanwärterin
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Hallo Kallisto :)
Ich denke "bekehren" ist nicht möglich. Entweder die Frau kann Frauen lieben, oder nicht. Vielleicht hat sie es noch nicht entdeckt, oder sie möchte es nicht. Oder sie kann es eben nicht. Wenn sie es kann, muss sie selber entscheiden, ob sie es will. Wenn sie es will, heisst das aber auch nicht, dass sie Dich will. Aber es wäre möglich.
Wenn Du es wagst, gibt es mehrere Möglichkeiten, wie es ausgeht. Aber Du hast die Sicherheit, nicht zurückgesteckt, sondern Deinen Wusch geäussert zu haben, was Dir selber viel Kraft geben kann.
Alles Gute :)

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grisuli
Beitrag 03.May.2005 - 22:39
Beitrag #4


Filterkaffeetrinkerin
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Hi,
Also ich denke mal, dass du es ganz richtig erfasst hast. DU würdest dich auch nicht zu einer hetero Partnerschaft "umpolen" lassen. Sicher hat jeder Mensch bisexuelle Anteile in sich, aber ob sie das auf die Dauer auch so bleibt??
Manche (Frauen) können ohne Männer (leider) ihrer Meinung nach nicht leben. Und dabei wissen wir doch genau, dass Frauen Männer brauchen wie ein Fisch ein Fahrrad. :)

Lass dich nicht entmutigen, aber stelle dich auch auf eine Enttäuschung ein.
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Willow71
Beitrag 08.May.2005 - 22:34
Beitrag #5


Miss Understood
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QUOTE (grisuli @ 03.May.2005 - 23:39)
Manche (Frauen) können ohne Männer (leider) ihrer Meinung nach nicht leben. Und dabei wissen wir doch genau, dass Frauen Männer brauchen wie ein Fisch ein Fahrrad. :)

:D ... also das klaue ich mir gleich mal in meine Sig, wenn du nichts dagegen hast...
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Kallisto
Beitrag 21.May.2005 - 01:06
Beitrag #6


Salzstreuerin
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Danke für die netten Worte!

Ich weiß immer noch nicht recht, was ich tun werde... Wenn ich sie sehe, denke ich: Nein, ich kann es nicht. Ich sterbe vor Angst, wenn ich es ihr sage (das ist natürlich absolut nicht realistisch). Dann ertappe ich mich, wie ich im Geist einen Brief an sie aufsetze. Grundsätzlich denke ich mir, dass ich es so sehr bereuen werde, wenn ich es nicht probiert habe (schließlich ist es ja - diesmal realistisch betrachtet - eine nette Anfrage und weiter nichts). Bloß, eine 'normale Freundschaft' ist nach der 'Eröffnung' dann leider endgültig ausgeschlossen...
Auf jeden Fall warte ich wohl bis zum Studienabschluss im Januar nächsten Jahres. Sollte ich dann promovieren können, begegne ich ihr ja dann zwar eventuell gelegentlich und werde das dann aber wirklich nicht mehr weiter als Grund nehmen können, 'Geständnisse' aufzuschieben...
Außerdem finde ich es wohl hauptsächlich irgendwie 'peinlich', dass, wenn ich es ihr sage, alle meine Bemühungen um Nähe, Gespräch, Blickkontakt, etc im Nachhinein im alleinigen Licht erscheinen, dass ich mich an sie 'ranmachen' wollte.
Sollte ich mich endlich zu definitiven Schritten entschließen, lasse ich Euch den Ausgang natürlich wissen. Aber, es kann leider dauern...
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Lisabeth
Beitrag 21.May.2005 - 09:37
Beitrag #7


auf Entdeckungsreise
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Ich würde an der Stelle gern ein bissel Mut machen...
Sicher, Du kannst nie wissen, wie sie auf Deine Eröffnung reagiert. Aber dass eine Freundschaft dann ausgeschlossen ist, das heißt das noch lange nicht.
Ich bin eine von den "Ausssteigerinnen" ;) und die erste Frau, in die ich mich verliebt hab, war und ist glücklich mit ihrem Mann.
Wir hatten viel miteinander zu tun (quasi dienstlich und daraus entstanden auch freundschaftlich) und es war nicht leicht, nachdem ich es ihr eröffnet hatte, zumal ich sie weiterhin eigentlich zweimal die Woche sehen "musste".
Und was soll ich sagen?
Sie war sehr offen für alles und half mir, mit ihr gemeinsam einen Weg zu finden. Heute sind wir recht gute Freundinnen (aus der gemeinsam erlebten Geschichte heraus sehr miteinander vertraut), es geht uns besser als vorher weil einfach das Verhältnis zueinander klarer ist.
Ich wünsch DIr viel Kraft und viel Mut für Deinen Weg!
Alles Liebe,

Lisabeth
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Mab
Beitrag 21.May.2005 - 10:29
Beitrag #8


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*räusper*
:type:
*räusper*

@Kallisto

Egal wie, ich habe für mich festgehalten, dass die Erfüllung meiner Wünsche und Ziele "einfach" gehen muss. Eine gewisse Leichtigkeit/ Natürlichkeit sollte vorhanden sein. Wobei ich nicht meine, dass "es" gänzlich ohne Taten oder Hürden gehen sollte...
Aber wenn Taten folgen, Einladung mal zu einem Kaffee etc. sollte danach es leichter werden, eine zweite Einladung zum Museumsbesuch auszusprechen usw. Dies wäre für mich schon mal der gute Fortgang in der Entwicklung einer Freundschaft...

Bist du schon so weit?
Oder bewegt sich alles noch sehr auf der Studien-/ Berufsebene ?

Für mich sieht es gerade nach dem berühmt berüchtigten klassischen Lesbenschritt, den zweiten vor dem ersten tun, aus. Da werden gleich Liebesgeständnisse angebracht, bevor es überhaupt zu einem besseren Kennenlernen kam.

Liebst du dann sie oder nicht eher die Vorstellung von ihr?

(Kenne jetzt leider nicht die Vorgeschichte aus dem Thread "Dozentin")

Grüße
Mab


Edit:
P.S.: Natürlich ist der Weg, gleich den Holzhammer rauszuholen und sich gegebenenfalls einen Korb abzuholen auch von Vorteil. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
Und vielleicht kann ja die Gefühlskraft überzeugen ("Hier stehe ich und kann nicht anders!")

Ich find die evolutionäre, leichte Variante halt gemütlicher. :D

Der Beitrag wurde von Mab bearbeitet: 21.May.2005 - 10:38
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Mab
Beitrag 21.May.2005 - 15:04
Beitrag #9


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QUOTE (Kallisto @ 30.Apr.2005 - 01:24)

Sollte man nicht doch ein direktes Ansprechen wagen, da sich ja diejenigen, die sich aus Ängstlichkeit oder Ähnlichem in ein 'angepasstes' hetero-Dasein zurückgezogen haben, einen direkten Anstoß brauchen, um auszubrechen?
(...) Ist zuviel dezente Rücksicht und Vorsicht nicht kontraproduktiv bei (angenommen) 'lesbischen' hetero-Frauen?

Weißt du es denn besser als die Frau dir gegenüber? Ich glaube, keine Frau kann zu ihrem Coming Out überzeugt werden - sei sie auch noch so (gehofft) angepasst hetero.

Und ... was ich auch schon erlebte: Gar manche Heterofrau flirtet auch mal gern mit einer Lesbe. Hat also nix zu heißen. Wenns ernst wird, ist Schluss.

Ich weiß nicht, ob es nicht eventuell auch kontraproduktiv für dich als Lesbe sein könnte, in eine Geschichte zu geraten, bei der eine nur mal "ausprobiert", wenn du gleich in die Vollen gehst?
*KopfeinziehobdiesesVorstoßes*


:gruebel:





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Alice
Beitrag 22.May.2005 - 16:59
Beitrag #10


Naschkatze
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QUOTE (Mab @ 21.May.2005 - 15:04)
Weißt du es denn besser als die Frau dir gegenüber? Ich glaube, keine Frau kann zu ihrem Coming Out überzeugt werden - sei sie auch noch so (gehofft) angepasst hetero.



Die Erfahrung kann ich leider teilen :(
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Caty
Beitrag 22.May.2005 - 22:17
Beitrag #11


Fürstin Pückler
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QUOTE (Mab @ 21.May.2005 - 10:29)
Aber wenn Taten folgen, Einladung mal zu einem Kaffee etc. sollte danach es leichter werden, eine zweite Einladung zum Museumsbesuch auszusprechen usw. Dies wäre für mich schon mal der gute Fortgang in der Entwicklung einer Freundschaft...

Bist du schon so weit?
Oder bewegt sich alles noch sehr auf der Studien-/ Berufsebene ?

Für mich sieht es gerade nach dem berühmt berüchtigten klassischen Lesbenschritt, den zweiten vor dem ersten tun, aus. Da werden gleich Liebesgeständnisse angebracht, bevor es überhaupt zu einem besseren Kennenlernen kam.

Liebst du dann sie oder nicht eher die Vorstellung von ihr?

Hmmmm... :gruebel:

Ich hab mich vor längerer Zeit in meine damalige Dozentin verliebt, hatte zwei Sprachkurse bei ihr, bin dann regelmäßig in ihrer Sprechstunde gewesen, "nur" zum Reden.
Sie ist wahnsinnig "korrekt", nimmt ihren Beruf sehr ernst, ist mit Leib und Seele für ihre StudentInnen da- hat also immer (sehr ausführlich) auf meine Mails geantwortet, mich in ihren Sprechstunden empfangen, auf meine Weihnachtskarten mit Urlaubskarten reagiert etc.
Mehr als "beruflich" war unsere Begegnung aber nie, das ist mir jetzt klar, wo sie von der Uni ist und unser Kontakt ganz abgebrochen ist.
Ich kannte/kenne sie persönlich nicht gut, aber ich hab mich in sie verliebt. In das eben, was ich von ihr kannte/ kennenlernen durfte. Und ich habe es ihr gesagt, als es sicher war, dass sie die Uni endgültig verlassen würde und wir uns beruflich nicht mehr begegnen würden.

Was ich (auch) damit sagen möchte:
Ich glaube nicht, dass ich mit dem Geständnis den zweiten Schritt vor dem ersten gemacht habe.
Manchmal verliebt sich Frau eben in jemanden, den sie nie besser kennenlernen wird dürfen als eben über beruflichen Kontakt. Die Liebe, oder in diesem Falle wohl eher das Verliebtsein, ist aber nunmal da. Und dann hat sie genau zwei Möglichkeiten: Der Angebeteten ihre Gefühle gestehen, oder eben schweigen und damit leben, dass sie es nie erfahren wird.

Eine Freundschaft mit IHR war in meinem Fall von vornherein ausgeschlossen und ist jetzt, nach dem Geständnis, schon gar nicht drin.
Ich hätte vergeblich auf Freundschaft und somit auch vergeblich auf eine Gelegenheit zu gestehen gewartet. Da war die "Holzhammermethode" sicher die bessere. Denn letztendlich ging es auch nicht darum, sie zu bekehren (sie IST hetero und will nichts von mir), sondern vordergründig um den Wunsch in mir, sie sollte es wenigstens wissen und um die Sehnsucht, "es" endlich einmal zu sagen, und zwar einer Frau.

Sie hat mir zugehört. Sie hat mich ernst genommen. Das war das Beste, das sie tun konnte.
Und- wie man an meinem "Roman" hier sehen kann- es bewegt mich immer noch. Und ich bin froh, es getan zu haben.
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Mab
Beitrag 23.May.2005 - 07:29
Beitrag #12


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@Caty

Ich weiß, dass es gut ist, auch mal die "Holzhammermethode" einzusetzen. :D
Ich hab diese bei Frauen eingesetzt, bei denen ich merkte, da entwickelte sich eine Freundschaft. Aber bei mir war es mehr. Und Freundschaft und Begehren passt nicht so gut zueinander. :patsch:

Ich konnte mich nur nicht dem hier vorherrschenden Kanon, es wird schon alles werden, anschließen. Ich wollte eine andere Stimme sein, die noch weitere Aspekte anbringt. --- Negativere, nicht mit der eigenen Einstellung übereinstimmende Stimmen werden sowieso gerne überhört. Kenn und produzier ich auch. :ph34r:


Ich hatte das Glück, mich nicht in meine Lehrerinnen oder später Dozentinnen zu verlieben. Sie waren für mich Vorbilder, nachstrebenswert, Frauen, die mich begeistern für ihr Thema. Diese Begeisterung wurde von Lesben aus meinem Bekanntenkreis als Verliebtsein mir unterstellt.
Aber, dem war nicht so. Als die "tolle" Dozentin damals tatsächlich auch auf einer Lesbenveranstaltung auftrat, brach in mir eine heile Welt zusammen. Das passte nicht, weil sie plötzlich "menschlicher", "näher" kam.

Wenn Lehrende Charisma besitzen (dies unterstelle ich nun auch Kallistos Dozentin), das auf mich wirkt, dann lerne ich besonders gern. Ich bin dann begeistert vom Thema und wahrscheinlich auch von der Lehrenden. Aber ich bin nicht im eigentlichen Sinne verliebt.

Alles was ich mit meinem Beitrag hier antragen wollte ist, "schraub die Hoffnung nicht zu hoch". Sich in Ideen verrennen, dass die Dozentin eine angepasste Zwangshetera sei, die eigentlich nur befreit gehört, kann ganz schön nach hinten losgehen.

Und vielleicht - vielleicht - hat die Verliebtheit eine ganz andere Rolle, als gedacht. Vielleicht soll sie ablenken, oder motivieren oder ??? Warum nicht ???

Der Beitrag wurde von Mab bearbeitet: 23.May.2005 - 07:40
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Lisabeth
Beitrag 23.May.2005 - 07:45
Beitrag #13


auf Entdeckungsreise
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Guten Morgen erst mal...

Um möglicherweise was klar zu stellen, was falsch verstanden wurde aus meinem Beitrag oben?
Ich meinte "Mut machen" nicht im Sinne von "es wird schon alles so gehen, wie Du Dir das wünschst". Das nicht.

Aber Mut machen im Sinne von Klarheit über bestimmte Dinge zu kriegen, raus zu kommen aus der Dauerspirale "hat sie mich nun angesehen", "interessiert sie sich vielleicht doch für mich?".
Ich persönlich - und das gilt sicher nicht für alle Menschen - empfinde das als höchst belastenden Zustand.

Meine "Eröffnung" damals ist ja auch nicht in dem Sinne gut ausgegangen. Die Frau, in die ich mich verliebt hatte, erklärte mir unmissverständlich, dass sie nicht an Frauen interessiert ist.
Aber sie hat mich eben auch ernst genommen damit, sie empfand es nicht als "zu nahe getreten", es war gut, dass ich es erzählt hatte.
Da wir gezwungen waren, mehr oder weniger, weiter miteinander umzugehen, eröffnete erst das eine Möglichkeit, nach anderen Wegen zu suchen - die wir auch gefunden haben.

Man ist natürlich in so einem Moment der Verliebtheit gern bereit, alles Mögliche zu sehen, zu glauben, un d man interpretiert unwahrscheinlich gern kleine Gesten..
Über eine gewisse Zeit kann einen das sicher beflügeln, ist es bestimmt auch ein positiver Zustand, aber er belastet eben auch und lässt einen oft genug in Ecken rennen, aus denen man nur mühsam wieder rauskommt.
Daher - tendentiell - mein Plädoyer für die "Holzhammer-Methode"! ;)
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genervi
Beitrag 23.May.2005 - 12:03
Beitrag #14


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Hallo Ihrs,

Ähm, ich wollte nur mal kurz eine anmerkung machen, die möglicherweise hier niemand lesen will, aber:

Weißt du wirklich sicher, das sie so unglücklich ist in ihrer Beziehung und denkst du auch mal einen moment an ihren Partner?
Auch wenn er ein Mann ist, hat er doch auch gefühle.

Desweiteren ist es wohl auch sehr schwer damit umzugehen wenn die Partnerin womöglich dann die Männer vermisst und Du dazwischenstehst.

Wenn du allerdings mit all den möglichen Näpfen umgehen kannst und sie für dich kein Problem darstellen, dann viel Spass und

IMMER MACHEN WAS GUT TUT ! ! !

LG genervi
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Caty
Beitrag 23.May.2005 - 21:48
Beitrag #15


Fürstin Pückler
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QUOTE (Lisabeth @ 23.May.2005 - 07:45)
Meine "Eröffnung" damals ist ja auch nicht in dem Sinne gut ausgegangen. Die Frau, in die ich mich verliebt hatte, erklärte mir unmissverständlich, dass sie nicht an Frauen interessiert ist.
Aber sie hat mich eben auch ernst genommen damit, sie empfand es nicht als "zu nahe getreten", es war gut, dass ich es erzählt hatte.

Exakt, da bin ich ganz deiner Meinung! :zustimm:
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Kallisto
Beitrag 02.Jun.2005 - 23:26
Beitrag #16


Salzstreuerin
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QUOTE (genervi @ 23.May.2005 - 12:03)
denkst du auch mal einen moment an ihren Partner?
Auch wenn er ein Mann ist, hat er doch auch gefühle.

Jetzt muss ich doch noch 'mal darauf reagieren. Ja, mir ist klar, dass Männer auch Gefühle haben. In meinem Fall, werde ich, wie es im Moment aussieht, auch keine Beziehung zerstören, da meine Gefühle vermutlich nicht erwidert werden. Aber: ich finde im Allgemeinen (auch in hetero-Kontext) ist wohl ein Partner, der sich wegen einer dritten Person aus einer Beziehung verabschiedet, in dieser nicht glücklich, obwohl es für den oder die Verlassene/n dann schrecklich ist.
Auch denke ich nicht, dass ich über so einen unwiderstehlichen 'Magnetismus' verfüge, der Frauen gegen ihren Willen von ihren Partnern fortreisst.

Naja, es wird sich zeigen, wie sich alles entwickelt und was ich schließlich machen werde...
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Rehauge
Beitrag 04.Jun.2005 - 11:20
Beitrag #17


Gut durch
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QUOTE (Kallisto @ 02.Jun.2005 - 23:26)
Aber: ich finde im Allgemeinen (auch in hetero-Kontext) ist wohl ein Partner, der sich wegen einer dritten Person aus einer Beziehung verabschiedet, in dieser nicht glücklich, obwohl es für den oder die Verlassene/n dann schrecklich ist.

Ich persönlich würde immer damit rechnen, dass sich die von mir so abgeworbene Partnerin bei den ersten Klippen und Stürmen in unserer Beziehung auch wieder von einer anderen abschleppen ließe, als mit mir die Schierigkeiten offen anzugehen.

Rehauge
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Lisabeth
Beitrag 04.Jun.2005 - 22:13
Beitrag #18


auf Entdeckungsreise
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@ Rehauge
Zum einen würde ich da trennen wollen, ob es quasi um eine "Coming Out - Situation" geht oder eben "nur" darum, dass diese Person bei der kleinsten Schwierigkeit "das Handtuch schmeißt".
Es passiert halt klassischerweise doch oft, dass Frauen aus einer Hetero-Beziehung raus sich neu verlieben - aber in eine Frau?
Selbst wenn es zunächst gar nicht unbedingt darum geht, sich von dem männlichen Partner trennen zu wollen, kann es sein, dass frau feststellt, es GEHT halt nicht weiter an der Stelle.

Und auch sonst finde ich es schwierig, das so "abzuurteilen".
Ich hätte es mir nicht vorstellen können, mich in eine "existente" Beziehung zu drängeln, hab es in einem gewissen Sinne aber doch gemacht, denn meine Freundin war zu dem Zeitpunkt mit einem Mann verheiratet. (Wobei ich es, hoffe ich, akzeptiert hätte, wenn von ihr das klare Signal gekommen wäre, dass sie es nicht möchte.)
Und auch ich lebte damals noch mit meinem Mann zusammen.

Manchmal kommen eben Dinge zusammen, die sicherlich einfacher zu lösen und zu leben wären, könnten wir sie schön "der Reihe nach" bestellen.
Aber vermutlich gilt das genauso, wenn kein Coming Out grade einen "offensichtlichen" Grund liefert. Ich bin jedenfalls vorsichtig geworden, in diesen Dingen ein Urteil abgeben zu wollen.

Alles vielleicht ein bissel off topic..
Ich wünsch Dir jedenfalls alles Liebe auf Deinem weiteren Weg, Kallisto, und immer ein gutes Gespür dafür, was für DICH grad richtig ist!
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Rehauge
Beitrag 05.Jun.2005 - 09:06
Beitrag #19


Gut durch
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@Lisabeth,

ich habe weder Dich, noch sonst irgend jemand abgeurteilt. Wenn das auf Dich so wirkte, bedaure ich das. Selbstverständlich schließe ich ein, dass Frauen, die einmal so aus einer Beziehung gegangen sind, lernen und in einer neuen Beziehung aufmerksamer, offener und ehrlicher zu sich und ihrer Partnerin sein werden.
Und weiterhin ist für mich klar, dass ich mich nicht begehrend in eine noch bestehende Beziehung einmische.
QUOTE
Es passiert halt klassischerweise doch oft, dass Frauen aus einer Hetero-Beziehung raus sich neu verlieben - aber in eine Frau?
Ja, es passiert klassischer Weise und interessant ist es doch, weshalb das so passiert.
Und ja, es passiert eben auch häufig - aus ähnlichen Gründen - dass eine Frau sich dann an eine Frau wendet.

Rehauge
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Lisabeth
Beitrag 05.Jun.2005 - 10:30
Beitrag #20


auf Entdeckungsreise
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Guten Morgen!

Rehauge, das ist schon okay, ich fühlte mich nicht wirklich "abgeurteilt". :)
Wollte nur einwerfen, dass das nicht immer so ganz einfach ist an der Stelle, und dass es schon (Hinter-)gründe geben mag, vor denen das mehr oder weniger geschieht, ohne dass man allzu viele Möglichkeiten hat, der "Vernunft" zu folgen. Oder alle Versuche, eine andere Lösung zu suchen, an der Stelle enden, dass frau sich fürchterlich verbiegen müsste.

Ja, es ist schon eine interessante Frage, warum es passiert, dass Frauen sich aus Hetero-Beziehungen heraus einer Frau zuwenden.
Ich für mich würde sagen, es ist in allererster Hinsicht die Frage, wie offen und ehrlich ich mit MIR sein konnte. Das ist die Frage, an der ja alles andere hängt.
Nur dann kann ich auch offen und ehrlich mit meiner Partnerin sein - bzw. damals dann mit meinem Mann, als es mir endlich klar war.

Es ist für mich heute mehr denn je wichtig, dass ich mich nicht in eine noch bestehende Beziehung drängeln möchte, bzw. auf meine aktuelle Situation angewandt, dass ich nicht aus einer Verliebtheit raus meine Frau verletzen und diese Partnerschaft aufs Spiel setzen würde. :)
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