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> #aufschrei gegen Sexismus, Twitter-Kampagne
shark
Beitrag 30.Jan.2013 - 00:04
Beitrag #21


Strösenschusselhai
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ZITAT
Also, irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich die Diskussion ganz anders wahrnehme als du.


Und zusätzlich reden wir auch noch aneinander vorbei. (IMG:style_emoticons/default/biggrin.gif) (IMG:style_emoticons/default/wink.gif)

Drum nur rasch zur Klarstellung, weil das nicht eindeutig formuliert war:

Ich meinte mit "Da werden..." nicht ausschließlich die Brüderle-Geschichte, sondern die sich auf diese gründende allgemeine Diskussion.
Und deshalb ist auch "das Opfer" und "die Dumme" auf die Gruppe der Betroffenen bezogen und nicht direkt auf die Frau, die dankenswerterweise den Anstoß zu dieser öffentlichen Debatte gegeben hat.

Grüße

shark (IMG:style_emoticons/default/wavey.gif)
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PikSieben
Beitrag 30.Jan.2013 - 00:14
Beitrag #22


ausgewilderte Großstadtpflanze
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ZITAT(shark @ 30.Jan.2013 - 00:04) *
Ich meinte mit "Da werden..." nicht ausschließlich die Brüderle-Geschichte, sondern die sich auf diese gründende allgemeine Diskussion.
Und deshalb ist auch "das Opfer" und "die Dumme" auf die Gruppe der Betroffenen bezogen und nicht direkt auf die Frau, die dankenswerterweise den Anstoß zu dieser öffentlichen Debatte gegeben hat.

Nun, das Missverständnis kam für mich dadurch zustande, dass du genau auf Agnetha007s Beitrag reagiertest, in dem es um den Brüderle-Artikel ging. Danke für die Aufklärung!
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shark
Beitrag 30.Jan.2013 - 00:35
Beitrag #23


Strösenschusselhai
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Ja, ich hab das dann auch gemerkt, dass das missverständlich war.
Manchmal fällt mir sowas erst auf, wenn es bereits missverstanden worden ist... (IMG:style_emoticons/default/wink.gif)
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meandmrsjohns
Beitrag 30.Jan.2013 - 14:01
Beitrag #24


Gut durch
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Das bemerkenswerte an der ganzen öffentlichen Diskussion finde ich, dass viele sagen, selbstbewusste Frauen könnten sich doch wehren und mit nem lockeren Spruch zurückspielen. Schließlich wären " sexistische" Bemerkungen ja gang und gäbe und letztendlich ein Kompliment für die Frauen.....


Gerade weil es alltäglich passiert und "normal" ist, ist es eine Diskussion wert. Dabei ist mir dieser Herr Brüderle völlig wurscht.
Übergriffe, egal ob verbal oder körperlich, haben nicht alltäglich oder normal zu sein, sondern müssen angeprangert werden. Ich finde es wirklich sehr arm von z. B. einer Wiebke Bruhns, die Männer öffentlich noch zu verteidigen und damit abzutun, sie wären halt so.

LG
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PikSieben
Beitrag 30.Jan.2013 - 18:00
Beitrag #25


ausgewilderte Großstadtpflanze
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ZITAT(meandmrsjohns @ 30.Jan.2013 - 14:01) *
Das bemerkenswerte an der ganzen öffentlichen Diskussion finde ich, dass viele sagen, selbstbewusste Frauen könnten sich doch wehren und mit nem lockeren Spruch zurückspielen. Schließlich wären " sexistische" Bemerkungen ja gang und gäbe und letztendlich ein Kompliment für die Frauen.....


Gerade weil es alltäglich passiert und "normal" ist, ist es eine Diskussion wert. Dabei ist mir dieser Herr Brüderle völlig wurscht.
Übergriffe, egal ob verbal oder körperlich, haben nicht alltäglich oder normal zu sein, sondern müssen angeprangert werden. Ich finde es wirklich sehr arm von z. B. einer Wiebke Bruhns, die Männer öffentlich noch zu verteidigen und damit abzutun, sie wären halt so.

LG

Da stimme ich dir durchweg zu. Ich fand, wie schon geschrieben, Koch-Mehrins Antwort darauf sehr gut.


Ich finde es übrigens auch wichtig, in der Diskussion einen klaren Trennstrich zu den Themen der sexuellen Belästigung, Nötigung oder Gewalt zu ziehen, bei denen es "Täter" und "Opfer", sogar und dankenswerterweise im strafrechtlichen Sinn, gibt.

(@shark, vielleicht komme ich auch deshalb nicht so richtig mit deiner Argumentation zurecht.)

Ich glaube, dass manche das Gefühl haben, die "Männer" verteidigen zu müssen (und diese sich selbst auch), weil sie denken, dass diese hier zu "Tätern" erklärt werden sollen. Das soll dann mit diesem "Ach, das ist doch übertrieben." und "Die meinen das doch nicht so." irgendwie unterbunden werden.

Aber darum geht es, denke ich, hier gar nicht. Es geht doch nur darum, mal klar zu machen, dass manches, was von einigen überflüssiger- und selbstverliebterweise als "tolle Anmache" oder gar "Kompliment" abgesondert wird, vom Gegenüber mitunter als absolut das Gegenteil wahrgenommen wird. Und dafür ist eine öffentliche Diskussion sehr sinnvoll und hoffentlich effizient, weil sie im Idealfall ersparen kann, dass frau das JEDESMAL sagen oder erklären oder überhören (je nach Stimmung) muss, um nicht als hysterische Schnepfe zu gelten, wenn sie davon in Rage gerät.

Natürlich gibt es wichtigere und schwerwiegendere Probleme auf der Welt. Aber wenn jetzt eine einwöchige Diskussion zu diesem Thema dazu führt, diese nervtötenden, widerwärtigen, manchmal auch erniedrigenden Bemerkungen auf - sagen wir mal - die Hälfte zu reduzieren, dann gewinnen die Frauen, die sich jedesmal wehren und erklären und aufregen müssen, wertvolle Kraft und Lebenszeit, sich genau jenen (größeren) Problemen zu widmen. Ich wäre da sehr dankbar für. (Und im Übrigen kann es ja vielleicht sogar beitragen, manch männliches Akzeptanzproblem zu verringern.)

In meiner Wahrnehmung haben diese Sexismen übrigens schon abgenommen, bereits seit einigen Jahren. Ob das allgemein so ist, oder nur ICH persönlich das weniger erlebe (ich arbeite z.B. in einem frauendominierten Bereich (der übrigens für Männer auch kein Honigschlecken ist), habe inzwischen gelernt, bestimmte Situationen einfach zu meiden, usw.), kann ich aber nicht sagen.


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shark
Beitrag 30.Jan.2013 - 21:42
Beitrag #26


Strösenschusselhai
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Ich finde, man kann in bestimmten Fällen durchaus davon sprechen, dass jemand ein "Opfer" sexistischen Verhaltens einer anderen Person geworden ist - und demzufolge derjenige, der dieses Verhalten gezeigt hat, auch als "Täter" bezeichnet werden kann.

Du schreibst ja selbst,
ZITAT
dass manches, was von einigen überflüssiger- und selbstverliebterweise als "tolle Anmache" oder gar "Kompliment" abgesondert wird, vom Gegenüber mitunter als absolut das Gegenteil wahrgenommen wird.


Das Gegenteil von "toller Anmache" kann ich jetzt nicht so ganz definitiv festmachen (sowas wie Belästigung vielleicht?), aber das Gegenteil von "Kompliment" ist glasklar; nämlich Beleidigung.
Und es ist durchaus möglich, Opfer einer Beleidigung zu sein - auch juristisch übrigens.

Eine meiner besten Freundinnen ist Arzthelferin.
Sie arbeitet heute noch in der Praxis (nur mit den notwendigen kurzen Mutterschutz-Pausen wegen der 5 Kinder, die im Lauf der vergangenen 25 Jahre geboren wurden), in der sie auch ihre Ausbildung gemacht hat.

Und seit jener Zeit stellt ihr Chef ihr immer wieder nach, macht launige Bemerkungen über ihren Hintern, fragt sie, ob sie nicht mal mit ihm duschen will nach der Arbeit, wann sie endlich ihren Mann verlässt und mit ihm ne Affaire anfängt usw.

Alles vorgeblich "lustig gemeint" und meist von schelmischem Lachen begleitet.

Meine Freundin findet das aber gar nicht lustig.

Als sie noch ein Lehrmädchen war, nicht, weil es sie damals ungeheuer eingeschüchtert hat, später nicht, weil sie sich nicht gut entziehen konnte und heute auch nicht, weil sie das jetzt schon so lang "mitmacht", dass sie sich gar nicht mehr traut, was Kritisches dazu zu sagen.
Wenn sie könnte, würde sie einen anderen Job annehmen, aber für eine Mutter von 5 Kindern ist das nicht so einfach.
Bis jetzt gab es keine praktikalble Möglichkeit für einen Wechsel. Und so hält sie halt aus und durch.

Ich finde, dass sie ein Opfer ist. Auf mehrere Arten sogar.
Und er ein Täter.
Daran ändert die Möglichkeit, dass der Herr Doktor das wirklich nur ganz im Scherz betreiben könnte (was ich nicht glaube), meiner Ansicht nach gar nichts.

Ich find, dieses Beispiel zeigt ganz gut, dass es schon auch eine Verharmlosung der Tatsachen darstellen kann, die Begriffe "Täter" und "Opfer" ganz auszusparen und sozusagen nur für "handfeste" Belästigung/Nötigung/sexuelle Gewalt zu reservieren.
Die Grenzen sind da meiner Meinung nach nicht sooo klar.


shark

Der Beitrag wurde von shark bearbeitet: 30.Jan.2013 - 23:59
Bearbeitungsgrund: Fehler ausgebessert
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PikSieben
Beitrag 31.Jan.2013 - 22:06
Beitrag #27


ausgewilderte Großstadtpflanze
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ZITAT(shark @ 30.Jan.2013 - 21:42) *
Ich find, dieses Beispiel zeigt ganz gut, dass es schon auch eine Verharmlosung der Tatsachen darstellen kann, die Begriffe "Täter" und "Opfer" ganz auszusparen und sozusagen nur für "handfeste" Belästigung/Nötigung/sexuelle Gewalt zu reservieren.
Die Grenzen sind da meiner Meinung nach nicht sooo klar.

Vielleicht hast du Recht. Vielleicht lässt sich beides doch nicht trennen.

Aber ich denke (und das ist mein Problem damit), dass es schon eine Verharmlosung der Tatsachen darstellen kann, wenn man Sexismus erst dann als Problem anerkennt, wenn es "Opfer" und "Täter" gibt.

Wäre denn das Verhalten des Arztes anders zu bewerten, wenn er es nicht deiner oben beschriebenen Freundin gegenüber an den Tag legen würde, sondern z.B. einer Patientin gegenüber, die locker sagen könnte: „Alles klar, wird Zeit, sich mal nach einem neuen Arzt umzusehen!“
Es ist doch das gleiche ekelhafte Verhalten.

Aber ja. Ich gebe dir Recht. Genau, weil es dasselbe ekelhafte Verhalten ist, ist hier auch diese Trennlinie nicht einhaltbar.
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shark
Beitrag 31.Jan.2013 - 22:53
Beitrag #28


Strösenschusselhai
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ZITAT(PikSieben @ 31.Jan.2013 - 22:06) *
Wäre denn das Verhalten des Arztes anders zu bewerten, wenn er es nicht deiner oben beschriebenen Freundin gegenüber an den Tag legen würde, sondern z.B. einer Patientin gegenüber, die locker sagen könnte: „Alles klar, wird Zeit, sich mal nach einem neuen Arzt umzusehen!“
Es ist doch das gleiche ekelhafte Verhalten.

Ja, natürlich ist es das. Ganz dasselbe. Nur die Folgen bewegen sich im Fall der (abhängigen) Arzthelferin noch auf einer zusätzlichen Ebene; sie kann sich nämlich nicht so einfach nach einem neuen Chef umsehen wie die Patientin nach einem neuen Arzt....


shark

Der Beitrag wurde von shark bearbeitet: 01.Feb.2013 - 00:46
Bearbeitungsgrund: Wort eingefügt.
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