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> ...und auf einmal war sie da, dabei bin ich doch vergeben...
rhythm
Beitrag 12.Mar.2020 - 19:06
Beitrag #1


Filterkaffeetrinkerin
***

Gruppe: Members
Beiträge: 27
Userin seit: 13.10.2015
Userinnen-Nr.: 9.405



Hallo zusammen,

ich war vor einigen Jahren in diesem Forum aktiv und fand es immer sehr interessant und hilfreich von der einen oder anderen einen objektiven Ratschlag zu bekommen oder eine andere Sichtweise.
Ich wende mich heute an euch aufgrund eines ziemlich akuten "Problems", wo ich einfach das Gefühl habe ich muss es mir von der Seele schreiben, da es mich sehr beschäftigt.

Okay, also: Ich bin Mitte 30 und befinde mich seit knapp 2.5 Jahren in einer sehr, sehr glücklichen Beziehung mit einer Frau, die ich bei der Arbeit kennengelernt habe. Wir haben uns von Anfang an super verstanden und auch wenn sie nicht lesbisch war, haben wir doch zueinander gefunden. Ich würde sagen wir sind beide super gücklich miteinander, wohnen zusammen etc.
So, nun kommt da diese andere Frau ins Spiel, die ich im Dezember letzten Jahres kennengelernt habe. Auch bei der Arbeit. Bei der Arbeit befinde ich mich gerade in einer Aussenrotation bis Mai,danach geht es wieder zurück in meine ursprüngliche Abteilung (örtlich bleibt alles beim Alten). Die Kollegin um die es geht, arbeitet fix dort. Auch wir haben uns von Anfang an gut verstanden, hatten Spaß bei der Arbeit und waren uns einfach sympathisch. Ich wusste, dass sie lesbisch ist, war mir aber nicht sicher, ob sie in einer Beziehung ist. Ja, sie ist es wie ich mittlerweile rausgefunden habe. Wir hatten bis vor kurzem nur auf der Arbeit miteinander zu tun und da es ein Schichtbetrieb ist, gab es auch immer wieder Tage wo wir uns gar nicht gesehen oder nur kurze Zeit zur Übergabe gesehen haben. Vor ein paar Wochen hat sie mir dann einfahc mal auf die private Handynummer geschrieben und seither hatten wir einfach sporadisch Kontakt. Aktuell hat sie einen Monat Urlaub und wir sehen uns erst im April wieder. Wir schreiben uns aktuell sehr viel am Handy und haben mittlerweile auch eine Grenze überschritten, wo ich nicht weiß, wie ich es einzuschätzen habe.
Im Grunde genommen liegen die Fakten klar auf der Hand und sie hat es mir auch direkt so geschrieben ohne drumherum. Sie denkt mehr an mich, als an ihre Freundin. Sie vermisst mich, sie wünscht mich bei ihr, sie möchte mich küssen etc. Ich glaube das ist eindeutig. Puh, meinerseits bin ich ihr nicht abgeneigt und das macht mir am meisten Angst an der ganzen Sache. Sie ist attraktiv und interessant und ich könnte zum aktuelln Zeitpunkt icht versprechen, dass nichts passieren würde, wenn wir uns sehen. Mir gefällt dieser Gedanke absolut nicht, denn wir sind beide in einer Beziehung und ich bn ja im Grunde genommen super glücklich. Meine Freundin verkörpert alles was ich mir je an einer Frau gewünscht habe - und so jemanden zu finden ist super selten.
Jetzt ist die Frage: Herz der Kopf. Herz oder Verstand. Abenteuer oder Sicherheit.
Ich kenne die Kollegin von der Arbeit zu wenig, als dass ich es einschätzen könnte, was das unterm Strich tatsächlich bedeutet. Ich bin an sich kein Mensch für Abenteuer, ich möchte Sicherheit und Geborgenheit. Aber, und das kann ich gar nicht abstreiten, denke ich sehr viel an sie.

Ich weiß, dass auch ihr mir nicht sagen könnt was richtig ist. Wieviel ich von dem kennenlernen weiterhin zulassen soll. Ich möchte sie kennenlernen, erstmal einfach so. Ich weiß aber, dass von ihrem Standpunkt mehr dahinter steckt. Sie wird mit ihrer Freundin (fernbeziehung, ca 800km) reden und ihr zumindest sagen, dass es da jemand anderen gibt, an den sie denkt. Sie setzt mich nicht unter Druck und bedrängt mich auch nicht, denn sie weiß ja schlussendlich auch von meiner Beziehung.

Im Grunde genommen bin ich gerade sehr durcheinander warum das eigentlich passieren konnte, dass auf einmal eine andere Frau soviel Platz in meinem Leben einnimmt, wenn auch bisher nur gedanklich. Ich weiß wir werden uns wieder sehen und auch auf der Arbeit zusammen arbeiten müssen. Das soll nicht das Problem sein, denn egal wie es ist, ab Juni bin ich dort weg. Sie möchte mich allerdings sehen, sobald sie aus dem Urlaub zurück ist und das wird vor April sein, erstmal um einfach gemeinsam über die Sache zu reden.
Die Situation ist ja an sich eine schöne. Es gibt jemanden, der denkt an eine, der findet einen toll und möchte einen kennenlernen. Bevor ich meine Freundin hatte, wäre ich vor lauter Freude gar nicht mehr aus dem grinsen rausgekommen. ich hatte bisher nicht wirklich viel Glück was Beziehungen angeht. Ich möchte niemandem weh tun und ich möchte nichts risikieren für ein Abenteuer oder wie auch immer man das nennen möchte.

So, nun genug fürs Erste.
Vielleicht hat eine von euch eine kluge Idee oder kann einfach als Außenstehende ein bisschen Klarheit und Objektivität in die Situation reinbringen. Ich würde mich jedenfalls sehr über eure Antworten freuen.
Danke.
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plop
Beitrag 13.Mar.2020 - 12:13
Beitrag #2


feministische winterfeste klimperlesbe
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oh jeh.......

ich frage mal ein bisschen in der gegend rum-ohne dass du hier antworten musst.

was beinhaltet diese formulierung" sehr sehr glueckliche beziehung"für dich?
welche raeume deckt diese beziehung trotz des attributes "sehr gluecklich "nicht ab ?(welche beziehung tut das überhaupt?????)
ist das die beschreibung deiner momentanen liebesbeziehung an und für sich- oder bezieht sich dieses "sehr sehr glücklich "auf
den vergleich zu vorherigen unglücklicheren beziehungen,die du erwähntest?

wenn du dir gestattest los zu träumen -wie sähe dann eine glückliche beziehung aus?
wäre das die eure?

falls nein,was für veränderung/entwicklung könnte/müsste es in eurer beziehung geben,dass du einen funken von ausserhalb gar nicht erst als zündenden funken empfindest ,sondern höchstens als kleines angenehmes flackern mit dem von dir beschriebenen beiwerk:es ist doch toll,wenn frau jemanden wichtig ist!

wodurch bewirkt diese aufmerksamkeit einen solchen gefühlssturm bei dir,der alles andere wirklich beiseite pusten kann?

Der Beitrag wurde von plop bearbeitet: 13.Mar.2020 - 12:16
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antalarera
Beitrag 13.Mar.2020 - 13:31
Beitrag #3


Gut durch
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Gruppe: Members
Beiträge: 801
Userin seit: 25.08.2004
Userinnen-Nr.: 114



Hallo rythm,

was sich bei Dir gerade eingestellt hat ist eine Verliebtheit, mit Deiner Partnerin verbindet Dich Liebe. Eure Beziehung hat sich schon über einen längeren Zeitraum hinweg bewährt. Es wird vermutlich immer wieder mal Situationen geben im Leben, die uns verwirren und uns dazu aufrufen alles ganz genau zu überdenken.
"Papier" also in Deinem Fall SMS Nachrichten sind "geduldig", oder besser gesagt schreiben kann ich viel und ich stelle auch nicht in Abrede, dass diese andere Frau im Moment so empfindet und fühlt. Aber wird das in 2,5 Jahren auch noch bei ihr und Dir so sein???
Verliebtheit vergeht, meist in einem Zeitraum von bis zu ca. 3 Monaten, danach ist die "rosarote" Brille verschwunden und es bleibt dann übrig was wirklich ist, Liebe, oder vorbei.
So Du mich persönlich als Mensch fragst, ich würde nicht mal eben eine bewährte Partnerschaft für ein Abenteuer einfach so hinschmeissen. Sondern ich würde versuchen mir klar zu machen was es ist, das mich abschweifen lässt, auch wenn man wie ich manchmal leicht "entflammbar" ist.
Allein die Tatsache, dass Du Zweifel hast, könnte Dir den Weg der Entscheidung leichter machen.
Wie wäre es denn für Dich einfach den privaten Kontakt abzubrechen um zu gucken wie es Dir dann damit geht?
Was genau bringt die andere Frau ein, dass Du nicht schon bei Deiner Partnerin hast ?
Bist Du wirklich super glücklich, oder gibt es bei Dir Bedürfnisse die in Deiner bestehenden Beziehung nicht erfüllt werden ?
Man kann auch eine positiv, negativ Liste machen. Überwiegen die positiven Gefühle oder sind es mehr negative ?
Will die andere Frau vielleicht nur bei Dir ankommen, weil sie mit der bestehenden Fernbeziehung ihre Bedürfnisse nicht rundum erfüllt bekommt?
Dann könnte nämlich passieren, dass sie "zweigleisig" fährt.
Pass auf, dass Du nicht einfach benutzt wirst.
Schönheit ist vergänglich und Biografiearbeit nach einiger Zeit beendet, was bleibt dann übrig?

Deine Partnerin und Dich verbindet sicherlich eine Vertrautheit, vieles ist schon miteinander angesprochen und bewältigt worden.

Mir persönlich ist auch Sicherheit, Geborgenheit, Vertrautheit, Achtsamkeit, miteinander im Gespräch Unstimmigkeiten klären zu können, aber auch immer weiter Treue und einiges mehr sehr wichtig.
Dies würde ich für ein Abenteuer nie auf`s Spiel setzen oder in Gefahr bringen wollen. Andererseits, wenn ich mich selbst nicht mehr wohlgefühlt habe und keine Fortschritte mehr möglich waren in der Beziehung bin ich immer gegangen, aber in der Regel ohne dass da schon jemand in den "Startlöchern" stand.

Nun hoffe ich, dass Dir dies ein klein wenig weiterhilft.

Mit lieben Grüßen antalarera.

Der Beitrag wurde von kawa bearbeitet: 13.Mar.2020 - 18:50
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Vereinfachte Darstellung Aktuelles Datum: 03.04.2020 - 06:17