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> WM 2022 (Herren) in Katar - Frauen willkommen?
McLeod
Beitrag 03.Dec.2010 - 14:07
Beitrag #1


mensch.
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ZITAT(wikipedia)
Laut Verfassung ist Katar eine absolute Monarchie (Emirat). Staatsreligion ist der Islam und laut Artikel 1 ist die Schari'a die Hauptquelle der Gesetzgebung. Der Emir ist zugleich Staatsoberhaupt und oberster Inhaber der exekutiven und legislativen Gewalt; auch die Regierung ist ihm allein verantwortlich. Ein Parlament oder politische Parteien existieren nicht. Der König ernennt lediglich die 35 Mitglieder der Beratenden Versammlung (Madschlis asch-Schura). Das Land gliedert sich in fünf Regionen. Fünf Gerichte urteilen „im Namen des Emirs“, daneben gibt es Gerichte für religiöse Fragen.

Wahlrecht und Karrierechancen für Frauen gehören ebenso zu der angestrebten Politik, wie die Beibehaltung der traditionellen Familienstrukturen. Die Gründung der Education City und die Fortentwicklung der University of Qatar in Kooperation mit verschiedenen Universitäten weist einen aussichtsreichen Weg. Außenpolitisch versucht man eine pragmatische und liberale Balance zwischen den arabischen Staaten und Organisationen und Israel, das eine ständige Handelsvertretung in Katar unterhält. Katar ist Mitglied der UN, der Arabischen Liga, der OAPEC, der OPEC und des Golf-Kooperationsrats.


Heute morgen betonte das Morgenmagazin, dass die Männer im Land auf den Straßen jubelten. Was steht "uns" Frauen da bevor? Abgesehen vom Irrsinn, klimatisierter Stadien in 40-50°C heißer Wüste und deren Abbau nach dem Event zum Verschiffung in (O-Ton) "Entwickungsländer"?

Ich bin reichlichst irritiert über diese Entscheidung - vom menschlichen und kulturellen Aspekt aus gesehen. Habe ich zu viele Vorurteile? Vielleicht...

McLeod

Der Beitrag wurde von McLeod bearbeitet: 03.Dec.2010 - 14:08
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LeAnn
Beitrag 03.Dec.2010 - 14:50
Beitrag #2


Geschirrspülerin
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@McLeod: Ich stimme Dir zu und bin ebenfalls, im negativen Sinne, überrascht.

Neue Züricher Zeitung: "Die Wahl Katars ist überraschend, ihr haftet etwas Irrationales an."

Die Entscheidung scheint sehr vom Erdöl beeinflusst worden zu sein. Drei Milliarden Euro für neue Stadien? Neben anderen entscheidenen Aspekten bleibt der Klima- und Umweltschutz ebenso unberücksichtigt. Und wenn ich in die Welt hinausschaue, widert mich die Entscheidung der FiFa ein wenig an.

Grüße
LeAnn
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Lucia Brown
Beitrag 04.Dec.2010 - 13:03
Beitrag #3


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Ich stimme Bayern München Trainer Louis van Gaal in diesem Punkt zu, wenn er sagt: "Der Fußball müsste immer an erster Stelle stehen. Die WM im Wüstenstaat ist für ihn unglaublich und nicht die richtige Wahl".

Die FIFA ist nichts anderes als ein Männerverbandelungsclub, der sich alle zwei Jahre trifft, klüngelt und die Wirtschaft ankurbelt. Wobei ja letzteres auch was positives hat. Einige Firmen freuen sich jetzt schon auf vollgeschriebene Auftragsbücher.

Die norwegische Zeitung das Dagbladet schreibt: "Das ist der größte Fußballwitz aller Zeiten". und La Repubblica (Italien) befürchtet: 2022 Fußball in einer Seifenblase.

Die Fans dürfen jedenfalls in Katar keinen Alkohol trinken, dieser wird öffentlich nicht ausgeschenkt. Da bleibt doch der eine oder andere Fan zu Hause, schätze ich mal.

Fakt ist, dass ich da 62 Jahre jung werde und sicherlich nicht dort hinfahren werde. Schlussendliche fließt bis dahin noch ganz viel Wasser den Rhein runter und 2012 soll sich sowieso die Welt erneuern. Ob dies auch für die männliche dominierende Länder gilt, das wissen wohl derzeit nur die Sterne.

Geld regiert die Welt und der Ball ist rund und dass kann ich mit Sicherheit jetzt schon sagen, wird 2022 auch noch so sein.

Lg
Lucia B.

Der Beitrag wurde von Lucia Brown bearbeitet: 05.Dec.2010 - 10:12
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McLeod
Beitrag 04.Dec.2010 - 15:05
Beitrag #4


mensch.
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Die Tatsache, dass kein alkoholhaltiges Bier zum Fußball ausgeschenkt wird, finde ich nun nicht sonderlich tragisch. Obwohl ich mit meinem Wochenendbierchen gerne ab und an auf der Couch sitze und Samstag Abend Spochtschau gucke. Ausgerechnet Bier für Fans zur Essenz dieses von mir sehr geschätzten Sports zu erklären - dem möchte ich mich nicht anschließen. (IMG:style_emoticons/default/wink.gif)

Auch dass eine Fußball-WM ein Wirtschaftsfaktor (geworden) ist, finde ich nicht tragisch. Dem Wunder von Bern haftet der Mythos oder vielleicht auch die Realität an, der unerwartete WM-Sieg 1954 habe entscheidend zum Wirtschaftswunder beigetragen und das Selbstvertrauen der Menschen in Deutschland gestärkt.

Dass ausschließlich Männer in vielen Sportverbänden obere Posten besetzen ist ein Problem - unabhängig von der Entscheidung für Katar / Qatar. Um es mit Imke Duplitzer, der Weltklasse-Fechterin zu sagen: "Ich kann keine Verbandskarriere anstreben, es gibt schlicht keine Frau, bei der ich mich hochschlafen könnte" (aus dem Gedächtnis zitiert)

Ich würde mich freuen, wenn wir zum Thema "Frauen zu Gast in Katar" ins Gespräch kämen. Ich hab meine Meinung nach den ersten beiden Quellen dazu bereits als fragwürdig empfunden, weiß aber nicht weiter in der weiteren Einschätzung der Lage. Und vielleicht bin ich 2022 ja in der Lage, mir einen schönen WM-Urlaub gönnen zu können. Who knows?

McLeod grüßt herzlich
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Tobler-ohne
Beitrag 06.Dec.2010 - 15:06
Beitrag #5


Naschkatze
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Ich finde es gut, dass das Medieninteresse nun auf ein muslimisches Land gerichtet werden muss. In all seinen Facetten. Einerseits verbindet die breite Masse dann vielleicht nicht mehr jeden Moslem mit Terror oder ähnlichem. Andererseits wird der Begriff Freiheit eine neue Dimension für viele bedeuten wenn man liest das Katar auf einer Skala der politischen Rechte und Freiheitsrechte von 1 (größte Freiheit) bis 7 (geringste Freiheit) auf einer Stufe mit 6 bei politischen Rechten und 5 bezüglich Freiheitsrechten eingestuft wird (Quelle: wikipedia).
Auch in Katar wird Fußball mit reger Begeisterung verfolgt, genauso wie beispielsweise in England. In Katar findet übrigens schon nächsten Monat die Fußball-Asienmeisterschaft statt.
Jedoch sehe ich es als einen herben Schlag fürs Klima an, komplett klimatisierte Stadien errichten zu müssen, um überhaupt angemessene Temperaturen für ein Spiel gewährleisten zu können.
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Lucia Brown
Beitrag 06.Dec.2010 - 23:09
Beitrag #6


- keep it up you go girl -
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ZITAT(Tobler-ohne @ 06.Dec.2010 - 15:06) *
Auch in Katar wird Fußball mit reger Begeisterung verfolgt, genauso wie beispielsweise in England. In Katar findet übrigens schon nächsten Monat die Fußball-Asienmeisterschaft statt.


Im Radio fand heute eine Diskussion zu diesem Thema statt. Zu Gast war Prof. Dieter Hackfort, Sportwissenschaftler an der Universität der Bundeswehr Neubiberg. Der sagt, dass in Katar sehr gerne Kamelrennen veranstaltet werden und kein Interesse an Fußball besteht.




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Hortensie
Beitrag 06.Dec.2010 - 23:34
Beitrag #7


"Jeck op Sticker"
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Ich finde den Vorschlag von Franz Beckenbauer bedenkenswert, die WM im Winter stattfinden zu lassen und die Spielpläne entsprechend zu ändern.
Das würde es in Katar möglicherweise unnötig machen die Stadien von 40° auf 27° Grad runter zu kühlen und z.B. in Deutschland würden die Spiele mit Rasenheizung und so unnötig.

Vielleicht könnte die WM auch positive Impulse in Richtung Frauenfussball in Katar setzen? Nur so, als Gedanke.

Oder der Medienblickwinkel würde es ermöglichen andere, posoitive Impulse in die Gesellschaft dort zu setzen?


Ich selber hätte eien WM in England befürwortet, aber nun gut.
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Hortensie
Beitrag 12.Jun.2011 - 23:18
Beitrag #8


"Jeck op Sticker"
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Für die Zukunft - auch um alle Gerüchte um eventuelle Schmiergeldflüsse zu vermeiden - fände ich es begrüßenswert, wenn die Weltmeisterschaften/Europameisterschaften sowohl bei den Fussballherren als auch bei den Fussballdmen zukünftig im Land des Teams ausgetragen würden, welches die jeweilige WM/EM gewonnen hätte.
Ein bißchen wie beim ESC, aber ohne "gesetzte" TeilnehmerInnen, außer den WeltmeisterInnen/EuropameisterInnen.
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ajudame
Beitrag 13.Jun.2011 - 11:58
Beitrag #9


Suppenköchin
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ZITAT(Hortensie @ 13.Jun.2011 - 00:18) *
Für die Zukunft - auch um alle Gerüchte um eventuelle Schmiergeldflüsse zu vermeiden - fände ich es begrüßenswert, wenn die Weltmeisterschaften/Europameisterschaften sowohl bei den Fussballherren als auch bei den Fussballdmen zukünftig im Land des Teams ausgetragen würden, welches die jeweilige WM/EM gewonnen hätte.
Ein bißchen wie beim ESC, aber ohne "gesetzte" TeilnehmerInnen, außer den WeltmeisterInnen/EuropameisterInnen.


naja ich weiss... irgendwie wäre dass auch sehr langweilig weil es immer in den selben ländern stattfinden würde... 5 brasilien, 4 mal italien, 3 mal deutschland, 2 mal argentinien, 2 mal uruguay, frankreich, spanien und englad... da würden andere länder wie, südafrika, Korea/Japan und jetzt auch katar keine chance haben und wenn es schon WELTMEISTERSCHAFT heisst sollte es auch um die welt gehen....das ist meine meinung (IMG:style_emoticons/default/roetel.gif)
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SoyLoca
Beitrag 01.Jul.2011 - 00:55
Beitrag #10


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ZITAT(ajudame @ 13.Jun.2011 - 12:58) *
ZITAT(Hortensie @ 13.Jun.2011 - 00:18) *
Für die Zukunft - auch um alle Gerüchte um eventuelle Schmiergeldflüsse zu vermeiden - fände ich es begrüßenswert, wenn die Weltmeisterschaften/Europameisterschaften sowohl bei den Fussballherren als auch bei den Fussballdmen zukünftig im Land des Teams ausgetragen würden, welches die jeweilige WM/EM gewonnen hätte.
Ein bißchen wie beim ESC, aber ohne "gesetzte" TeilnehmerInnen, außer den WeltmeisterInnen/EuropameisterInnen.


naja ich weiss... irgendwie wäre dass auch sehr langweilig weil es immer in den selben ländern stattfinden würde... 5 brasilien, 4 mal italien, 3 mal deutschland, 2 mal argentinien, 2 mal uruguay, frankreich, spanien und englad... da würden andere länder wie, südafrika, Korea/Japan und jetzt auch katar keine chance haben und wenn es schon WELTMEISTERSCHAFT heisst sollte es auch um die welt gehen....das ist meine meinung (IMG:style_emoticons/default/roetel.gif)



Genauso schauts...außerdem muss man auch mal die finanziellen Aspekte betrachten.
Wenn man sich mal jetzt zbsp. bei den Damen die WM-Siege seit 1991 anschaut :
2 mal USA, 1 mal Norwegen, 2 mal Deutschland, abgesehen davon, dass die Austragungsorte grade mal 3 verschiedene Länder beinhalten,
das ganze Spektakel kostet ja auch Geld.
Überlegt mal, 2011 würden Deutschland, oder die USA wieder Weltmeister, dann hätte man im Falle von einem deutschen Sieg zbsp. 3 mal hintereinander eine WM finanziert. Ist ja nicht so, dass unser Staat im Geld schwimmt...da blinken eher schon die roten Zahlen.
Wobei ich wiederrum auch sagen muss : die Frauen-WM ist denke ich noch recht gut tragbar was die Kosten angeht,
da wird ja nicht so ein wirklicher Hype drum gemacht, wie bei den männlichen Kollegen.
Doch, was ist, wenn sich das in den nächsten 8 - 12 Jahren ändern sollte ;-) ?
Man zweifelt zwar (verständlicherweise) leider noch oft dran, aber vllt. wird Frauenfußball sich in den kommenden Jahren noch ein bisschen an mehr Popularität erfreuen dürfen. Ich bin mal gespannt... 2011 ist wenigstens schon einmal ein kleiner Schritt.

Edit : Die bösen, bösen Rechtschreibfehler...wenn sich immernoch welche eingeschlichen haben, schenke ich sie hiermit der Allgemeinheit.

Der Beitrag wurde von SoyLoca bearbeitet: 01.Jul.2011 - 00:59
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