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> Wie beeinflusst Corona Euer Leben (und die Liebe)?
McLeod
Beitrag 11.May.2020 - 19:54
Beitrag #21


mensch.
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Mir tut der Abstand zur Welt auch gut. Ich Iasse vieles los und manches zu. Anstrengend ist das, und zugleich wohltuend. Hab ja jetzt Zeit für all das, mit mir. Es ist kein Juhu-ich-erklimme-das-Nirvana-Ding. Eher ein Ausprobieren, ins Entscheiden kommen, mich zentrieren (und immer wieder das Zentrum auch aus den Augen verlieren. Kleine Schritte. Ankommen vielleicht. Obwohl es kein Ende des Wegs geben kann.

Macht das für irgendeine Sinn, das zu lesen? (IMG:style_emoticons/default/biggrin.gif)
McLächel
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Schräubchen
Beitrag 12.May.2020 - 16:19
Beitrag #22


Dreht manchmal durch...
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Für mich persönlich hat sich nach wie vor nicht viel verändert. Eigentlich nur das, was ich im ersten Beitrag hier
beschrieben habe.

Zwischenzeitlich war jedoch Sorge und Angst da. Mein Vater hatte wieder Herzprobleme und musste ins Krankenhaus.
In die Notaufnahme konnte ich noch mit, allerdings in einen separaten Raum und auch nur, weil ich ein paar
Formulare ausfüllen und Fragen beantworten musste. Er wurde dann aber zügig auf die Station gebracht, was bedeutete,
dass wir uns nur kurz verabschieden konnten.
Ich hab dann später seine Tasche mit den notwendigsten Sachen ins Krankenhaus gebracht. Am Empfang war Schluss
und dort durfte ich auch nur mit Mundschutz heran treten. Normalerweise ist der Eingangsbereich immer belebt, dank
Kiosk und Sitzecken. Jetzt war kein Mensch zu sehen und die Stille war ohrenbetäubend, die Stimmung hingegen
von einer Art leisen Dunkelheit (keine Ahnung wie ich das besser beschreiben soll).
In den folgenden Tagen konnten wir natürlich miteinander telefonieren und es war schnell klar, dass er keinen weiteren
Herzinfarkt hatte. Trotzdem musste er ein paar Tage zur Beobachtung da bleiben. Jemanden aus dem Krankenhaus
abzuholen ist für gewöhnlich etwas Schönes. Diesmal aber noch ein kleines bisschen mehr.
So viel vom aktuellen update, was bei mir so passiert ist.

Anderes Thema, wofür ich keinerlei Verständnis habe. Diese Corona-Demonstrationen die nun in vielen Städten stattfinden,
machen mich tatsächlich ziemlich wütend. Klar müssen wir uns nach wie vor einschränken, aber das hat für mich nichts
mit Diktatur (wie es teilweise gerufen wurde) oder dem Entzug von Grundrechten zu tun. Und wenn dann noch
Kamerateams von Fernsehsendern angegriffen werden, frage ich mich echt, ob sich diese Leute eigentlich selbst
zuhören und ihr Tun hinterfragen.

Was haltet ihr von dieser Entwicklung? Ich meine, vielleicht verstehe ich da ja auch was ganz Grundlegendes falsch. (IMG:style_emoticons/default/gruebel.gif)
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Lucia Brown
Beitrag 12.May.2020 - 23:15
Beitrag #23


- keep it up you go girl -
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ZITAT(june @ 10.May.2020 - 20:48) *
Schön, dass es bei dir, liebe Lucia, offenbar sogar lebensverändernde Wirkung hat!

ohja ... es erwachte nochmal stärker meine Freigeistin in mir. Und die schleicht sich zwar noch etwas sanft um die Ecke. Ist aber trotz dieser Sanftheit kurz vor der Revolution.

McLeod dein Text ist für mich verständlich. Kenne wohl auch so ähnliche Momente.

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kawa
Beitrag 13.May.2020 - 14:42
Beitrag #24


Blau, weil Ströse.
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ZITAT(Schräubchen @ 12.May.2020 - 17:19) *
Anderes Thema, wofür ich keinerlei Verständnis habe. Diese Corona-Demonstrationen die nun in vielen Städten stattfinden,
machen mich tatsächlich ziemlich wütend. Klar müssen wir uns nach wie vor einschränken, aber das hat für mich nichts
mit Diktatur (wie es teilweise gerufen wurde) oder dem Entzug von Grundrechten zu tun. Und wenn dann noch
Kamerateams von Fernsehsendern angegriffen werden, frage ich mich echt, ob sich diese Leute eigentlich selbst
zuhören und ihr Tun hinterfragen.

Was haltet ihr von dieser Entwicklung? Ich meine, vielleicht verstehe ich da ja auch was ganz Grundlegendes falsch. (IMG:style_emoticons/default/gruebel.gif)

Ich finde diese Entwicklung ziemlich gruselig. Da haben Leute nicht kapiert, um was es geht. Sie merken nur, dass ihnen was weggenommen wurde, das ihnen auf absehbare Zeit nicht wiedergegeben werden kann. Sie haben das Gefühl, dass ihnen die Kontrolle über ihr Leben entzogen wurde und bezeichnen das dann als "Polizeistaat". Das Gefühl von Machtlosigkeit und Kontrollverlust öffnet dann Verschwörungstheoretikern Türen und Tore. Und alle, die dem Staat ohnehin schon mit Misstrauen und Antipathie begegnen, fühlen sich in ihren Ansichten bestätigt. Der nächste Schritt sind dann die Demos. Um das rechtfertigen zu können, wird das Virus kleingeredet mit "ist doch nur ne einfache Grippe".
Diesen Menschen mangelt es an Geduld. Noch sind die Virologen und Epidemiologen mit ihren Forschungen nicht so weit, das neuartige Virus bis in alle Einzelheiten beurteilen zu können. Es gibt das Hin- und Hergezerfe um die Heinsberg-Studie. Gestern las ich einen Artikel über eine rätselhafte Kinderkrankheit, die gerade in Europa und den USA umgeht, und bei der ein Zusammenhang mit Corona nicht ausgeschlossen werden kann. Solange wir nicht genau wissen, womit wir es wirklich zu tun haben, sind eben Vorsichtsmaßnahmen angesagt. Und Geduld.
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junisonne
Beitrag 14.May.2020 - 19:49
Beitrag #25


Gut durch
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Beiträge: 1.123
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ZITAT(McLeod @ 11.May.2020 - 19:54) *
Mir tut der Abstand zur Welt auch gut. Ich Iasse vieles los und manches zu. Anstrengend ist das, und zugleich wohltuend. Hab ja jetzt Zeit für all das, mit mir. Es ist kein Juhu-ich-erklimme-das-Nirvana-Ding. Eher ein Ausprobieren, ins Entscheiden kommen, mich zentrieren (und immer wieder das Zentrum auch aus den Augen verlieren. Kleine Schritte. Ankommen vielleicht. Obwohl es kein Ende des Wegs geben kann.

Macht das für irgendeine Sinn, das zu lesen? (IMG:style_emoticons/default/biggrin.gif)
McLächel



Ja, für mich macht es viel Sinn, das zu lesen. Danke, fürs "Auf den Punkt bringen". (IMG:style_emoticons/default/flowers.gif) Es tut gut, dass noch eine genau das empfindet, was mir so durch den Kopf/Bauch geht. Vor allem der Spagat zwischen anstrengend und wohltuend. Und die Gewissheit, dass das wohl das Leben ist. (IMG:style_emoticons/default/cheerlead.gif) (IMG:style_emoticons/default/gruebel.gif)
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Hortensie
Beitrag 17.May.2020 - 20:04
Beitrag #26


"Jeck op Sticker"
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Ich halte diesen Corona Wahnsinn nur noch mühsam aus. Ich sitze zuhause in Corona Isalolationsknast. Da ich gerade "systemrelevant" bin, darf ich zur Arbeit gehen. Meine Arbeitskollegen sind meine einzigen realen Sozialkontakte... alles andere: Telefon, Video, Smartphone...

Keine Reise zum CSD nach Barcelona oder Hamburg...keinen Tanzkurs, keine Tanzveranstaltungen mehr...stattdessen: Einkaufen für Freundinnen, die in Quarantäne sind...

Das Leben als Single ist eine Herausforderung, aber im Moment gerade noch etwas mehr, als sonst.

Ja, ich weiß, es ist jammern auf hohem Niveau, aber ich kann bald nicht mehr.
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Pirola
Beitrag 18.May.2020 - 19:16
Beitrag #27


Bekennende Urlesbe
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Natürlich kann ich verstehen , wie ätzend das für eine Singelfrau jetzt sein muss .
Aber diese Beschränkungen halte ich auf jeden Fall für notwenig und lebenserhaltend .
Und wer was falsch verstanden hat , sind die Demonstranten .
Heute hatte ich mit einer Nachbarin zu tun , die mich zunächst Corona-korrekt in ihren Garten bat .
Wir unterhielten uns im Freien mit reichlich Abstand . Aber als sie mich ins Haus führte sagte sie ,
sie habe einfach keine Lust mehr auf Corona und hörte auf , den Abstand einzuhalten .
Ich muss sagen , es stieg beinahe Panik in mir auf : zum Glück gab es noch Ecken und Winkel im Flur ,
auf die ich ausweichen konnte , bevor ich mich verabschiedete .
Ich kann so ein Verhalten nicht nachvollziehen . Die Frau ist weit über 60 .
Ist das ein blödes Spiel mit der Angst ?
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Hortensie
Beitrag 19.May.2020 - 16:25
Beitrag #28


"Jeck op Sticker"
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Ich möchte nicht falsch verstanden werden:

Die Abstände halte ich ein und ich trage Maske.

Gestern habe ich das Hotelzimmer in Barcelona storniert.
Ich hoffe, ich bekomme für die Flugtickets das Geld zurück und keine Fluggutscheine.
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Lucia Brown
Beitrag 20.May.2020 - 19:38
Beitrag #29


- keep it up you go girl -
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Userin seit: 21.02.2007
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ZITAT(Hortensie @ 19.May.2020 - 16:25) *
Ich möchte nicht falsch verstanden werden:

Die Abstände halte ich ein und ich trage Maske.

Gestern habe ich das Hotelzimmer in Barcelona storniert.
Ich hoffe, ich bekomme für die Flugtickets das Geld zurück und keine Fluggutscheine.

Diesen Prozess kenne ich auch gut. Ich hab zwei Reisen stornieren müssen. Habe jedoch das Geld ohne Gebühren zurückbekommen. Da ich allerdings weiß, dass die Veranstalter auch Geld benötigen, habe ich einen kleinen Beitrag gespendet.

Inzwischen fahre ich so langsam mit meiner eigentlichen Arbeit hoch. Gebe Einzelunterricht und das war so was von schön! Alle freuen sich so sehr, dass sie wieder bei mir Musik machen können. Inzwischen arbeite ich mich auch in online Unterricht ein. Derzeit lerne ich so unglaublich viel und bin auf anderen Ebenen echt gefordert. Viel Kommunikation und Teamarbeit. Als Solofreiberuflerin ist es wunderbar, mal wieder im Team arbeiten zu können.

Ich sehe auch die Unterschiede von Stadt- und Landleben. War am Wochenende wandern. Keiner trug eine Maske. Heute war ich in der Stadt und soviel Menschen tragen beim Radfahren Masken oder auch im Auto. Das wundert mich immer und das ist doch gar nicht nötig. Oder?

Der Beitrag wurde von Lucia Brown bearbeitet: 20.May.2020 - 19:39
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Pirola
Beitrag 23.May.2020 - 11:36
Beitrag #30


Bekennende Urlesbe
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Doch , ich denke , dass das noch nötig ist . Schon alleine wegen des psychologischen Effekts .In unserer Stadt gibt es immer noch Neuinfektionen , weil
"die Lockerung zu locker genommen" wird .
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Schräubchen
Beitrag 23.May.2020 - 21:53
Beitrag #31


Dreht manchmal durch...
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Userin seit: 30.10.2004
Userinnen-Nr.: 685



In den hiesigen Gefilden entspannt sich die Lage. Einerseits ist das gut, denn es
wird langsam zur Gewohnheit die Nachbarn kurz zu fragen, ob man ihnen aus
Supermarkt, Apotheke etc. etwas mitbringen soll. Es gibt viele schöne
Beispiele.
Andererseits sind einige aber zu entspannt. Abstand halten scheint für viele
wieder ein Fremdwort zu sein.

OT (falls nicht in Ordnung, liebe Strösen, entfernt diesen Teil)
Für eine Einrichtung ist die Situation grade alles andere als entspannt.
Deshalb kurz der Hinweis, dass das Kinder- und Jugendhospiz Balthasar dringender
den je auf Spenden angewiesen ist. Was ihr aus dieser Information macht,
bleibt euch überlassen. Wenn sich jemand aber für Balthasar interessiert,
findet man hier Informationen.
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Vereinfachte Darstellung Aktuelles Datum: 27.05.2020 - 15:47